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Cars


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Cars Review vom 06.10.2006

Schnelle Wägen und aufheulender Motorensound - mit diesen Dingen kann man nicht nur gestandenen Männern ein Funkeln auf die Äuglein zaubern, nein, Pixar schafft es auch, eine amüsante Geschichte aus diesem Stoff zu stricken. Das Ergebnis nennt sich ‚Cars’ und lockte bereits tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Kinos – fast alle kamen auf ihre Kosten. Wie es – vor allem bei Animationsfilmen – üblich ist, dauert es nicht lange und der Spieler kann beim Schlendern durch den Elektronikladen seines Vertrauens auch die passende Software hierzu finden. Selbst bis in die dunklen Redaktionsräume des PG Clans hat es eine Version der Filmumsetzung geschafft! Sowohl die Nintendo DS Version, die eher einer Minispielsammlung als einem Rennspiel glich, als auch die Fassung für den Gameboy Advance, die sich ebenfalls nicht behaupten konnte, durften bereits auf dem Untersuchungstisch unseres Testlabors platz nehmen. Nun durfte das Rennspiel auch vom Wartezimmer ab in den UMD Schacht unserer kleinen Schwarzen wandern. Schnell entwickeltes Spielefastfood oder Belugakaviar für Rennspielfans?

Wie bei jedem Spiel aus der Riege der Lizenzspiele (und dabei wollte ich diesen Begriff meiden…) werden wir erst einmal von den bekannten Logos und Animationen der Inhaber dieser Rechte in Empfang genommen. Nach einer kurzen Ladezeit sind wir auch schon im Hauptmenü und haben verschiedene Optionen. Angefangen beim Herzstück des Spiels, dem „Story Modus“ über „Grand Prix“, „Zeitfahren“ und einem Punkt, der sich „Eigenes Rennen“ nennt, kommt man schlussendlich auch zum Mehrspielerpart und den Optionen. Aber alles zu seiner Zeit.

Startet man den „Story Modus“, so gilt es zuerst eine Runde mit unseren Freunden auf einem Achterkurs zu drehen, nach welcher wir von ein paar Fiesen „Typen“ daran gehindert werden, eine weitere Runde zu drehen. Also gleich ab zum nächsten, ersten richtigen Rennen, in dem wir den anderen Karren mal zeigen, wer am meisten Power unter der Haube und zudem noch das meiste Können hat. Das Ganze zieht sich durch das komplette Spiel und ihr zeigt den Störenfrieden welche euer Rennen behindert haben, in wessen Revier sie sich befinden.

Nach und nach bzw. mit jedem Rennen, aus dem man als Sieger hervorgeht, schaltet man diverse Sachen frei. Ob nun eine neue, schicke Lackierung, eine bisher unbekannte Strecke oder ein brandneues Gefährt aus der Werkstatt – hier ist für jeden etwas dabei! Mehr als 25 verschiedene Events müssen erfolgreich absolviert werden, um jegliche Kleinigkeiten, Lacke und alle Wägen frei zu schalten. Natürlich hat man danach noch die Möglichkeit seine eigenen Rekorde zu verbessern oder nutzvolle Abkürzungen zu finden.

Die Rennen laufen nach einem klaren Schema ab. Nach der Auswahl der Strecke muss man sich für einen „Car“ entscheiden, dessen Farbe individuell verändert werden kann wenn der gewünschte Lack bereits verfügbar ist, bevor man an die Startlinie rollt und die Motoren aufheulen lässt. Je nach dem, welche Art von Event wir bestreiten, müssen wir nun eine bestimmte Anzahl an Runden fahren und als erster ins Ziel gelangen. (eigentlich eher untypisch für Rennspiele…)

Zwar hat jeder der spielbaren „Cars“ seine eigenen Vor- und Nachteile die man schon vor einem Rennen begutachten kann, doch Beschleunigung, Gewicht und Handling sind nicht das Einzige, was über einen Sieg oder eine Niederlage entscheidet. Ebenso ist es wichtig, seinen Rivalen im richtigen Moment einen Stoß gegen das Heck zu geben, oder die Augen nach Abkürzungen offen zu halten, die man auf jeder Strecke finden kann. Ebenso nützlich sind die grün gekennzeichneten „Boost Felder“, die die Tachonadel beim Überfahren bis zum Anschlag katapultieren. Man ist allerdings nicht immer gezwungen abzuwarten, bis man wieder über ein solches Feld fährt, um die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen, es gibt nämlich auch in der linken unteren Ecke eine Boost-Anzeige, die sich je nach dem, ob man im Windschatten eines Gegners fährt, oder ganz ohne Tricks seine Runden dreht, schneller oder weniger flott auflädt. Natürlich gibt es auch ein rot markiertes Gegenstück zu den so genannten „Boost Feldern“. Kommt man mit diesen in Berührung, so wird das Gefährt sofort auf wenige KM/h heruntergebremst.

Gameplay:
Die Rennspieltypische und somit sehr intuitive Steuerung finden wir auch bei diesem Spiel wieder. Mit den Aktionstasten wird gebremst, beschleunigt, der Boost eingesetzt oder in den Rückspiegel geblickt, während die Schultertasten für einen Sprung der Karosse ganz im Lowrider Stil bzw. für angeberische aber durchaus nutzvolle Drifts genutzt wird. Dem Spieler steht frei, ob er sein Fahrzeug lieber mit dem Analog Stickoder dem Digitalkreuz steuert – beides funktioniert zwar etwas ungenau, liegt aber dennoch im akzeptablen Bereich.

Grafik:
Grafisch kann das Spiel eindeutig punkten. Auf dem Hochglanzdisplay erstrahlen nicht nur die Wüstenlandschaften in ungewohnt klarer Qualität, sondern auch die Filmhelden können mit einem ungeahnten Detailreichtum auftrumpfen, wenn auch die Kanten etwas mehr Glätte vertragen könnten. Verschiedene Effekte, die man beispielsweise beim Einsatz des „Boosts“ zu Gesicht bekommt, können ebenso überzeugen, wie die allgemein ruckelfreie Darstellung des Szenarios.

Sound:
Sofort beim ersten Rennen fällt auf, dass das Spiel mit einer Sprachausgabe in Deutsch bestückt ist. Jeder Wagen bekam seine eigene Stimme inklusive einiger mehr oder minder lustig-nervigen Sprachsamples spendiert, die bei bestimmten Rennsituationen automatisch abgespielt werden. Die Effektsounds wirken allerdings eher langweilig, während einige Rockige, zum Thema passende Musikstücke durchaus überzeugen können. Wer allerdings einige Stunden vor dem Handheld verbracht hat, könnte aufgrund der Eintönigkeit den Drang verspüren, die Boxen zu deaktivieren. Nicht unbedingt zwingend, da man die Lautstärke im Optionsmenü individuell einstellen kann.

Features und Besonderheiten:
Im Vergleich zu anderen Fassungen kann die PSP Version mit einer Vielzahl an netten Besonderheiten aufwerten. So verbringt man zwar an den mehr als 25 Pflichtrennen schon eine ganze Weile, kann sich aber im Anschluss daran unter dem Menüpunkt „Eigenes Rennen“ ein – wie der Name schon vermuten lässt – eigenes Rennen erstellen, die Rundenzahl und ähnliche Dinge selbst wählen. Zudem findet man im Optionen Menü einen Punkt, der sich „Postkarten“ nennt. Wählt man diesen an, so kann man sich verschiedene Karten ansehen, wie man in den „Multiplayer Postkartenrennen“ freigeschalten hat.

Fazit:
Während für mich die Gameboy Advance Version eher eine herbe Enttäuschung als ein spaßiges Rennspiel für den Handheld war, konnte mich die PSP Fassung in vielen Belangen überzeugen. Eine gute Optik, eine akzeptable Steuerung und ein Gesamtbild, das einfach stimmt! Zwar gibt es eine ganze Menge Alternativen von denen manche sicherlich auch mehr bieten als das Spiel aus dem Hause THQ, doch wer ein bisschen Geld über hat und gerade noch auf der Suche nach einem spaßigen Rennspiel für Zwischendurch ist, sollte es sich nicht nehmen lassen, diesen Titel einmal anzuspielen.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Bis auf kleine Mängel recht gut umgesetzt.
GRAFIK
6 von 10
Etwas kantig, aber allemal okay!
SOUND
6 von 10
Leicht nerviger Soundtrack und Sprachausgabe.
FEATURES
8 von 10
Freischaltbares en masse!
MULTIPLAYER
6 von 10
Vier Spieler via Ad-Hoc
GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Flotte Ladezeiten laden immer wieder auf eine Runde ein!"







Details
Spielname:
Cars

Publisher:
THQ

Developer:
Rainbow Studios

Genre:
Racing

Release:
29.08.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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