Mercury Meltdown
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Mercury Meltdown
Review vom 22.10.2006
Noch mehr Curry
Was für den Game Boy Tetris ist, das ist für die Playstation Portable Lumines. Doch neben dem Launch-Puzzler gab es noch ein weiteres Spiel für die grauen Zellen, das im Trubel damals leicht untergegangen war: Archer McLeans Mercury. Das Game rund um eine kleine graue Quecksilber-Kugel konnte im PSP.de-Test gute 81 Prozent mit nach Hause nehmen. Jetzt steht der Nachfolger im Haus und möchte ebenfalls bewertet werden.
Sehr viel hat sich am Gameplay nicht verändert, seitdem sich die PSP vor einem Jahr "die Kugel gab". Noch immer ist es das Ziel, einen Quecksilbertropfen durch die Bewegung des Spielfeldes zum Ausgang zu geleiten. Eine Mischung aus Super Monkey Ball, Lemmings und Marble Madness, die im zweiten Aufguss ebenfalls süchtig machen kann. Dabei muss man die Kugel des Öfteren auch mal Teilen, um verschiedene Schalter gleichzeitig zu betätigen. Oder anders einfärben, was dank des einblendbaren Farbschemas nicht mehr zu Versuchs-Orgien wie im ersten Teil ausartet.
Des Kaisers neue Kleider
Augenscheinlichste Neuerung von Mercury Meltdown ist die Cellshading-Grafik, deren Comic-Look für Puristen gewöhnungsbedürftig erscheinen mag. Hat man sich jedoch damit abgefunden, erkennt man die bessere Übersicht und den Vorteil, dass auch bei hellerem Tageslicht problemlos gezockt werden kann.
Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Bonusobjekten, die während der Reise durchs Labyrinth eingesammelt werden können. Vorteil des Ganzen: Man kann Minispiele freizocken, die dann mit Rodeo, einem Tetrisverschnitt und anderen Fungames locken.
Nach jedem bestandenen Level gibt es Punkte, die je nach Quecksilber-Menge und Zeit abgerechnet werden. Im Gegensatz zum Vorgänger ist es nicht mehr wichtig, das knappe Zeitlimit einzuhalten (wenn man keine volle Punktzahl will). Dagegen sollte man den Quecksilber-Grad nicht unter eine je nach Level vorgegebene Marke sinken lassen, da man anschließend von Vorne anfangen darf. Bestimmte Schalter lassen sich nämlich nur mit einer gewissen Menge des Elements betätigen.
Apropos Element: Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es bei Mercury Meltdown insgesamt vier Aggregatzustände: Normal, Flüssig, Zäh und Fest. Der Normale Zustand ist aus Teil 1 bereits hinreichend bekannt. Flüssig lässt das Quecksilber durch kleinste Öffnungen gleiten, während bei Fest eine glänzende Kugel durch die Level rollt. Und die haben es in sich!
Denn was den Schwierigkeitsgrad angeht hat man alle Mercury-Fans erhört und gibt nach den ersten paar Einstiegslabyrinthen richtig Stoff. Wer da noch in die Punkte fahren will, der muss neben viel Konzentration auch eine ganze Menge an Geschicklichkeit mitbringen.
Gameplay:
Wie es sich für ein Puzzle-Spiel gehört, hat man das Prinzip von Mercury Meltdown schnell verinnerlicht. Dank des Analog-Sticks steuert sich das Quecksilber pixelgenau durch die Landschaft. Bewegt wird dabei nicht der Haufen selber, sondern der Untergrund.
Mit Hilfe der rechten Tasten lässt sich die Kamera stufenweise rotieren und sorgt für eine gute Übersicht. Die geht erst dann ein wenig flöten, wenn nach einer Teilung zu viele Quecksilber-Teilchen im Raum herumschwirren. Das ist dank der etwas kleineren Level jedoch kein so großer Pferdefuß mehr wie im Vorgänger.
Grafik:
Wer mit Cell-Shading nichts anfangen kann, der sollte die Finger von Mercury Meltdown lassen. Wem das nichts ausmacht, der bekommt ein übersichtliches Spiel geboten, das sich auch unterwegs problemlos spielen lässt.
Die Animation des Quecksilbertropfens in seinen verschiedenen Aggregatzuständen sowie die der zahlreichen Gegner, die im späteren Verlauf auftauchen, sind über jeden Zweifel erhaben. Besonders der flüssige Zustand des Elements kann sich sehen lassen. Da darf die PSP ihre Grafikmuskeln spielen lassen.
Sound:
Die sphärische Musik des Vorgängers musste etwas flotteren Rhythmen weichen, die leider ab und an auf die Nerven gehen können. Die guten Soundeffekte gehen dabei leider etwas unter.
Features und Besonderheiten:
Man könnte meinen, die Entwickler hätten unseren Test gelesen. Beinahe alle Beanstandungen wurden ausgemerzt. Das fängt bei den guten Ladezeiten an, geht weiter über die herunterladbaren Level, die man nach und nach erhalten wird (und womit der Vorwurf, es seien zu wenig Level vorhanden, sofort widerlegt ist), und hört beim Autosave nicht auf, das praktischerweise jeden Fortschritt speichert. Dazu noch die vielen freischaltbaren Minispiele: Sehr gut!
Multiplayer:
Schon der Vorgänger verfügte über einen Multiplayer, der Neuling punktet aber mit Gamesharing. Das ermöglicht es, dass auch Nichtbesitzer von Mercury Meltdown gegen ihre Kumpels um die Wette glibbern können. Nicht besonders Anspruchsvoll, aber ein netter Zusatz.
Fazit:
Klasse: In Mercury Meltdown wurden beinahe alle Schwachstellen des Vorgängers ausgemerzt. Gute Ladezeiten machen das Spiel zum idealen Game für Zwischendurch. Puzzlefreunde sollten sich den Titel unbedingt einmal näher ansehen, was dank der Demo-Version, die im Internet rumgeistert, kein Problem sein sollte.
Das Spiel, das die Firmware 2.71 voraussetzt, macht süchtig, ist dank des höheren Schwierigkeitsgrades aber nichts für Leute mit einem dünnen Geduldsfaden.
Christian Nork für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Gute Steuerung und Abwechslung |
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GRAFIK
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Bunt und gut erkennbar |
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SOUND
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Etwas nervige Musik |
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FEATURES
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Neue Level per Download, viel Freizuschalten |
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MULTIPLAYER
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Dank Gamesharing besser als der Vorgänger |
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GESAMT-
WERTUNG:
85%
Mobilitätsfaktor: [9 /10] "Kurze Ladezeiten und helle Grafik laden Unterwegs zum schnellen Spielen ein."
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Details
Spielname:
Mercury Meltdown
Publisher:
Atari
Developer:
Ignition Entertainment
Genre:
Geschicklichkeit
Release:
29.09.2006 (erschienen)
Multiplayer:
ja
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (10)
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