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Grand Theft Auto: Vice City Stories


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Grand Theft Auto: Vice City Stories Review vom 27.11.2006

Vor gut einem Jahr erschien nach Midnight Club 3 DUB Edition das zweite Rockstar-Game für die PSP auf dem hart umkämpften Spielmarkt. GTA Liberty City Stories galt damals als Hoffnungsträger vieler PSP-Jünger. Dem Spiel wurden Systemsellerqualitäten prophezeit. Amen, denn so war es auch! Durchweg grandiose Rezensionen schmückten das Verbrecherepos mit Lorbeeren und es regnete Jubelstürme am laufenden Band. Auch bei uns konnte das Spiel hervorragend abschneiden und rangiert seitdem ungeschlagen auf der Siegertreppchen der besten PSP-Games. Nach diesem Erfolg war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis ein frischer Nachfolger erneut für Furore im Handheld-Sektor sorgt und nach einem Jahr des Wartens (und exzessiven GTA LCS Daddelns) ist es endlich soweit.

Ladies and Gentlemen, welcome GTA Vice City Stories!
Wer sich an das Review zu GTA Liberty Stories erinnert, weiß sicherlich, dass wir bei einem Titel dieser Klasse eine recht umfangreiche Rezension verfassen, um auch einen guten Eindruck zu vermitteln und die Fülle an Aspekten die dem Spieler in der Stadt der Sünde, Sühne, Sex und sadistischen Schurken ermöglicht werden, zu decken. Da auch das neue GTA für die Playstation Portable nicht gerade zu den kürzesten Spielchen für Sonys kleines Schwarzes gehört, sondern sogar noch umfangreicher als die erste Instanz von Grand Theft Auto ist, könnt ihr euch auf eine extrem ausführliche Review freuen. Bier und Chips bereit gestellt? (Milch und Kekse sind nichts für GTA-Gamer) - Gut, stürzt euch mit uns in die sonnigen Straßen von Vice City, einer Stadt, die bei Tageslicht einen freundlichen Eindruck macht und bei tiefschwarzer Nacht ihr wahres Gesicht zeigt - Willkommen im Paradies der Perversion!

Die Geschichte, die sich im zweiten GTA Auftritt für die PSP, abspielt, dreht sich um Victor Vance einen ambitionierten, wenn auch ungebildeten, aber im Grunde genommen guten Kerl, der sich in der Army einen Namen machen wollte, um somit seinem kranken Bruder finanziell unter die Arme greifen zu können. Doch schon bald erfährt er, dass Vertrauen in Vice City sehr vorsichtig genossen werden sollte - ihm wird der Besitz von Drogen angehängt und er fliegt hochkantig aus der Kaserne - ohne Job, ohne Ruf, ohne Garnichts sitzt er nun auf der Straße und muss schauen wo er bleibt - eine missliche Lage, keine Frage.

Nun muss Vic selbst für sich sorgen und einen Job von fragwürdiger Legitimation nach dem anderen annehmen. Gleich zu Beginn des Spieles merkt man sofort, dass Rockstar Games sich wieder einige tolle Charaktere hat einfallen lassen. Vom durchgeknallten Army-Befehlshaber, der sich während der Arbeitszeit ein wenig "Schnee" ins Büro holt und währenddessen gewisse "Tierfilmchen" schaut, in denen die Hauptdarstellerin auf eine etwas andere Art die Rute in der Hand hält und die Tiere "reitet". Ihr seht schon - auch dieses Mal nimmt GTA kein Blatt vor den Mund und zeigt die widerwärtigsten Gestalten, die man sich vorstellen kann. Perversion, Mord, Korruption und gewisse Beziehungsprobleme (wenn’s mit der Frau nicht läuft, muss sie nun mal anschaffen gehen - so einfach ist das!) stehen im sonnigen Südstaatenambiente an der Tagesordnung!

Alteingesessene GTA-Hasen werden den gewohnten Spielablauf sicherlich kennen und lieben. Vollkommene Bewegungsfreiheit in einer pompösen Stadt war schon immer einer der größten Pluspunkte der GTA Serie. In Vice City Stories finden sich im Gegensatz zu LCS zwar keine drei Stadtteile, dafür aber zwei größere Stadtgebiete, die von der Größe her Liberty City locker übertrumpfen.

Am Anfang trat bei uns in der Redaktion die Frage auf, ob Vice City (welches auf der PS2 von vielen als das beste GTA gepriesen wird) atmosphärisch genauso packend ist, wie Liberty City. Und hier gibt es einen konkreten Unterschied. Während Liberty City eine eher bedrückende Großstadtatmosphäre hatte, die mit dem vielen Verkehr und den Abgasen an Ney York erinnerte, kommt Vice City ganz anders daher. Es ist alles viel lebendiger, viel fröhlicher und farbenfroher. Man kommt sich wie im Urlaub vor, wenn man mit einem Quad über die Strandpromenade an dem Golfplatz vorbei brettert und den wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet!

Da die Handlung im Jahr 1984 spielt, fühlt man sich durch die Zivilisten, die Autos und die Werbereklamen an den Hauswänden genau an diese Zeit erinnert - alles wirkt irgendwie so entspannt, friedlich, harmonisch - doch hinter den verschlossenen Türen der Hochhäuser verbergen sich kriminelle Machenschaften der Superlative und die ein oder andere Drogenfabrik.

Neben den Hauptmissionen, die einen durchschnittlichen Spieler, aufgrund des wirklich knackigen Schwierigkeitsgrades locker 20 Stunden an der PSP fesseln werden, gibt es wie immer die verschiedenen Sidequests in Form von Polizei-, Feuerwehr-, und Krankenwagenmissionen. Außerdem gibt es verschiedene Stationen im Spiel, wie einen Schießstand und anderen interessante Spielereien.

Auch neu ist der sogenannte Imperiumsmodus. Da Vic anfänglich eine kleine Laus in den gefährlichen Straßen von Vice City ist, muss er sich irgendwie Respekt verdienen und dies geht nun mal am besten, wenn man seine eigene Gang hat und sein eigenes Geschäft aufbaut. Überall in der Stadt sind Gebäude verteilt, die entweder zum Verkauf stehen oder von einer feindlichen Gang besetzt werden. Hat man genug Kohle in der Tasche und eine Waffe mit zahlreichen Argumenten im Lauf, kann man die feindliche "Hochburg" stürmen und sie sich unter den Nagel reißen. Ist man erfolgreich, gehört von nun an der Laden einem selbst und man kann selbst entscheiden, was daraus wird. Wer schon immer mal eine Kette luxuriöser Bordelle haben wollte, kann sich diesen Wunsch nun erfüllen.

Natürlich konkurrieren die Gangs untereinander und somit muss man seine Betriebe von Zeit zu Zeit vor feindlichen Angriffen verteidigen. Dieses Feature ist zwar wirklich nett gemacht, aber die Umsetzung hakt gewaltig, was vor allem an der dämlichen KI liegt. Oftmals verfahren sich die Angreifer komplett in Vice City und man steht minutenlang gelangweilt vorm eigenen Gebäude und kann dieses nicht verlassen, da sonst ein Timer startet, der bei Null angekommen, den Verlust des Geschäfts nach sich zieht. Außerdem ist die Rate der Angriffe mehr als nur seltsam. Es kann sein, dass man tagelang nicht ein einziges Mal seine Eroberungen verteidigen muss und ein anderes Mal werden zehn Gebäude nacheinander angegriffen was einfach unglaublich anstrengend wird und in mancher Situation wirklich frustrierend endet. Dennoch kann man über diese kleinen Makel wegsehen, weil es einfach wahnsinnig Spaß macht die gesamten Gebäude einzunehmen und nach und nach über die gesamte Stadt zu regieren! Die resultierende finanzielle Spritze, die durch die Einnahmen der Geschäfte täglich aufs Konto rieselt, ist natürlich mehr als nur ein netter Nebeneffekt.

Ansonsten bleibt alles beim guten Alten! Man wandert durch die Stadt, macht sich Freunde, macht sich Feinde und erledigt Jobs, die eigentlich gar nicht mit dem moralischen Verständnis von Vic zu vertreten sind, da er eigentlich ein echt guter Kerl ist und genau ist meiner Meinung nach ein kleiner Nachteil am Protagonist. Während man in LCS mit einem echten Kerl durch die düsteren Ecken gewandert ist, spielt Vic anfänglich eher eine Opferrolle. Erst im Laufe der Geschichte entwickelt sich unser "Held" zu einem waschechten Killerprofi, der jedoch nie sein gutes Herz verliert, was ihn wiederum sympathisch macht.

Gameplay:
An sich hat sich im Gegensatz zur Steuerung von LCS nichts geändert. Noch immer ist sie individuell anpassbar, wobei die Standardeinstellung eigentlich ideal ist. Erwähnenswert wäre es wohl, dass unser Protagonist nun auch schwimmen kann. Natürlich nur eine limitierte Zeit, aber eine Verbesserung zum Vorgänger ist es allemal!

Grafik:
Grafisch gesehen haben wir es bei Grand Theft Auto Vice City Stories mit einem wirklich wunderschönem Spiel zu tun. LCS war bereits eine Augenweide, wenn auch etwas zu trist und grau, doch dies war nun mal der Preis für die nötige Atmosphäre. In Vice City muss man diesen Tribut nicht mehr zahlen. Alles ist wunderschön farbig gestaltet, die Charaktermodelle wurden optimiert und die Weitsicht ist schlicht und einfach grandios.

Doch so viel Ruhm hat auch seine Schattenseiten und die sind bei VCS nicht ohne! Zumal wäre da die Framerate, die besonders in Missionen, bei denen es richtig zur Sache geht, sprich viele Gegner oder Fahrzeuge auf dem Screen versammelt sind, der PSP ganz schön etwas abverlangt und das kleine Ding in die Knie zwingt. Dann wird aus dem rasanten Abenteuer eine Slow-Motion-Tortur, die durchaus spieltechnische Probleme mit sich führt und eine Mission nicht wegen spielerischem Können, sondern wegen technischer Probleme in die Hose geht.

Außerdem kämpft auch VCS mit Pop-Ups am laufenden Band. So kann es schon mal sein, dass man gegen eine Wand donnert, die anfangs noch gar nicht zu sehen ist und erst nach dem Aufprall erscheint - sehr ärgerlich, jedoch auch nicht ein konstantes Problem! Dass die Kamera Probleme bereitet, wussten wir schon bei LCS, dennoch fällt auch mir keine bessere Umsetzung ein. Bei solch einem relative kleinen Screen und der Action, die auf ihm abläuft, war es einfach nicht anders möglich.

Und da wir gerade beim Thema Fehler sind: im Internet kursieren einige User, die lautstark aufschreien und sich über Bugs jeglicher Art beschweren. In unserer Testzeit ist uns jedoch nur der Garagenbug aufgefallen, der geparkte Autos einfach auffrisst und ins Nirwana verschwinden lässt. Ob das jetzt ein Weltuntergang ist, oder nicht, muss jeder selbst für sich entscheiden - den Spielfluss stören, tut dies eigentlich nicht wirklich, da er nur in der einen Garage auftritt und somit verschmerzbar ist.

Sound:
Yeah, baby, yeah! Der Soundtrack von GTA Vice City Stories ist wirklich erste Sahne und bietet eine Playlist, die sich mit über 100 Songs wirklich gewaschen hat. Alles 80er Hits, die der bereits atemberaubenden Atmosphäre die Kirsche aufs Sahnehäubchen aufsetzen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit eigene Songs ins Spiel zu integrieren, was mit demselben Programm, das auch schon bei LCS zum Einsatz kam, ermöglicht wird - auch wenn etwas umständig!

Die Soundeffekte sind wie immer knackig und realistisch und die Synchronisation ein Hochgenuss! Rockstar hat es einfach drauf eine packende Geschichte mit genialen Charakteren zu versehen und ihnen Tiefe zu verleihen, die manch Film nicht zu Stande bekommt!

Features und Besonderheiten:
Was soll man an dieser Stelle noch großartig sagen? GTA ist und bleibt eines der Spiele, mit der längsten Langzeitmotivation. Zahlreiche Missionen, ein Haufen Waffen, grandiose Sidequests, Sammelfeature mit den 99 Ballons - bis man wirklich 100% des Spieles erreicht hat, vergehen circa 50 Stunden! Wer sich mit Freunden messen will, kann das in einem der zehn Multiplayermodi tun. Bis zu sechs Spieler können sich hier die Klinke in die Hand drücken und in Vice City zeigen wer der Herr ist.

Fazit:
Ist Vice City Stories nun besser als Liberty City Stories? Meiner Meinung nach eindeutig ja! Es hat zwar technische Mängel, gehört jedoch weiterhin grafisch zur Oberklasse der PSP-Spiele. Soundtechnisch ist es die Referenz und auch von den Features her, kommt hier keiner so schnell ran. GTA VCS ist wirklich ein Meisterwerk und eine gelungene Fortsetzung eines genialen Spieles! Erneut muss ich meinen Hut, meine Beretta und mein Samurai-Schwert zücken, noch viel mehr, ich muss auf die Knie fallen vor diesem monumentalen Gangsterepos - absolutes Must-Have und eines der besten PSP-Spiele 2006! Wir haben einen neuen Champion! Applaus!

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Take 2 für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Intuitiv, doch mit Kameraproblemen!
GRAFIK
8 von 10
Trotz Mängel herausragend!
SOUND
9 von 10
Ohrenschmaus der Superlative!
FEATURES
9 von 10
GTA in Reinkultur!
MULTIPLAYER
8 von 10
Spaßige Modi für bis zu 6 Spieler!
GESAMT-
WERTUNG:
91%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Dank angenehmen Ladezeiten auch unterwegs ein Vergnügen!"







Details
Spielname:
Grand Theft Auto: Vice City Stories

Publisher:
Rockstar Games

Developer:
Rockstar Games

Genre:
Sonstiges

Release:
10.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (15)

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