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Metal Gear Solid: Portable Ops


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Metal Gear Solid: Portable Ops Review vom 25.05.2007

Als die portable Playstation von Sony im Jahre 2005 erstmals das Licht der Welt erblickte, waren nicht nur hart gesottene Fans von den schier unendlich vielen neuen Möglichkeiten des kleinen Technikwunders begeistert. Von nun an konnte man, wie schon die ersten Titel sehr gut zeigten, viele von der Playstation 1 und 2 bekannten Spiele auch unterwegs gespielt werden. Während Rennspielfreunde mit „Ridge Racer“ ein wunderschönes, wenn auch sehr kurzes Abenteuer erleben durften, hatten Beat´em Up Fans an „Darkstalkers Chronicle: The Chaos Tower“ ganz schön zu beißen. Sportspielfanatiker bekamen mit „Everybody’s Golf“ eine solide, comicartige Umsetzung des Volkssports zu Gesicht und auch viele anderen Genres hielten schon nach kurzer Zeit Einzug. Ein Titel jedoch sorgte von Anfang an für Furore – „Metal Gear Ac!d“ war nicht etwa eine Fortsetzung der allseits beliebten Stealth-Action, vielmehr ist es als rundenbasierendes Kartenspiel anzusehen, in welchem die beliebte Schlange ihr Debüt auf der PSP feierte. Viele, viele Monate sind vergangen, bis man endlich ein richtiges Spiel der Metal Gear Reihe vor die Linse bekam. Mit „Metal Gear Solid: Portable Ops“ soll das etablierte Schleichabenteuer massenhaft Erfolge feiern. Hat Kojima Productions es geschafft, die fast makellose Serie in gewohnt solider Qualität auf den Handheld zu schicken? Wir haben uns dem Titel angenommen und berichten von unseren Erfahrungen.

Was schon bereits längere Zeit vor dem Release die Runde machte und sich spätestens nach dem ersten Anspielen bestätigte ist der Punkt, dass Portable Ops in keinem Fall ein "billiger Abklatsch" einer bereits mehrfach erzählten Geschichte oder eine lieblose Portierung eines wunderbaren Spielprinzips verkörpert, sondern vielmehr durch einen ganzen Haufen Neuerungen und Verbesserungen aufwarten kann. Dennoch geht man storytechnisch bereits geebnete Pfade und präsentiert eine neue Geschichte, die jedoch vom Grundaufbau her genau die hoch gesetzten Erwartungen der sehnlich wartenden Fans trifft. Kurz gesagt befindet sich unser Protagonist Naked Snake, vielen auch unter dem Namen Big Boss bekannt, nach dem Verlassen der Spezialeinheit FOX in Südamerika, wo er als Häftling von sowjetischen Separatisten seine letzten Stunden abzusitzen hat. Hierbei hat man jedoch darauf geachtet, dem Käufer nicht schon zu Beginn alle Illusionen zu nehmen und jegliche Feinheiten bereits breit aufzufächern, stattdessen weisen erste Aufgabenschritte lediglich in die richtige Richtung gen Wahrheit. Diese scheint recht durchsichtig zu sein und so findet man schon zu früher Stunde heraus, dass die Sowjetunion im Besitz einer bisher unbekannten, aber unglaublich gefährlichen Massenvernichtungswaffe ist, die laut verschiedener verlässlicher Quellen auf einem nicht namentlich genannten Eiland in Kolumbien zu finden sein soll. Nun gilt es grob gesagt - wie es zu erwarten war - diese Schandwaffe unschädlich zu machen und somit das Überleben vieler Menschen zu sichern.

Sofort sticht der neuartige Spielverlauf ins Auge! Im Gegensatz zu anderen Titeln der Metal Gear Reihe wird man hier nicht mit einem durchgehenden Story-Modus konfrontiert, der zwar für alt eingesessene Spieler keine weiteren Probleme verursachte, Neulinge auf dem Stealth-Gebiet jedoch ein klein wenig überforderte. Von nun an sind einzelne Missionen klar gegliedert und es gilt sie einzeln anzuwählen um sie zu betreten. Jedoch gibt es nicht - wie es bei Socom 2 der Fall war - die Möglichkeit, diese in einer komplett wirren Reihenfolge zu absolvieren. Dennoch ist es nützlich, wenn man die ein oder andere Waffe vergessen, oder einen Rekruten nicht eingesammelt hat, die Möglichkeit geboten bekommt, in eine vorherige Missionen zurückzukehren, um nicht erledigte Dinge abhaken zu können. Außerdem sind die Tage des erbitterten Alleinkampfes gezählt - schon in den ersten Spielminuten lernt man seinen zukünftigen Partner Roy Campbell kennen, welcher zwar aufgrund einer schweren Beinverletzung und einer Infektion nicht in der Lage ist, mit in die einzelnen Missionen zu ziehen, jedoch ständig mit Snake in Kontakt bleibt, um gesammelte Informationen auszuwerten oder bei Bedarf hilfreiche Tipps zufunken kann. Ferner hat sich Kojima Productions nicht lumpen lassen, Snake´s Exklusivauftritt mit einem weiteren Feature auszustatten, welches man bisher noch nicht auf der Konsole beäugen durfte - Rekrutierungen.

Diese neue Option bietet die Möglichkeit, verschiedene Teams (Alpha, Bravo, etc.) anzulegen, welche jeweils mit fähigen Rekruten ausgestattet werden können. Hierzu muss man während eines Einsatzes lediglich mithilfe der Betäubungspistole einen vermeintlichen Gegner außer Gefecht setzen und ihn zum Truck zerren. Wahlweise kann dies auch von bereits rekrutierten Kämpfern übernommen werden, welche man mit in den Einsatz genommen hat. Im Anschluss daran wird unser neu erworbener Mitstreiter einer kleinen Gehirnwäsche unterzogen, nach welcher er ohne Wenn und Aber auf Seiten der Gerechtigkeit agiert. Zwar weiß der vermeintlich uneinsichtige Kämpfer weiterhin, für welche Werte er noch vor kurzer Zeit seinen Namen beschmutzte, hat allerdings keine weiteren Probleme damit, die Fronten zu wechseln, um von nun an Seite an Seite mit Snake und weiteren Rekruten zu kämpfen. Dies ist nicht selten von großem Vorteil, vor allem dann, wenn man - wie es für gewöhnlich der Fall ist - hinter feindlichen Linien agiert und möglichst nicht auffallen darf. Kein Problem, wenn das Aussehen des Rekruten sich von dem eines potentiellen Gegners nicht unterscheidet. Jedoch besteht neben der Rekrutierung von kampffähigen Männern, von welchen viele verschiedene Arten mit ihren eigenen Vorzügen zu finden sind, noch die Möglichkeit, andere nützliche Personen an Land zu ziehen. So gilt es beispielsweise schon zu früher Stunde eine Hand voll Mediziner aufzugabeln, welche die Symptome der malariaartigen Krankheit, mit welcher sowohl Snake, als auch unser Freund Roy infiziert ist, stoppen, und so die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit wieder herstellen sollen. Man kann ohne Probleme mehrere Stunden an diesem neuen Feature verbringen, wenn man von der Sammelleidenschaft gepackt wird und möglichst jeden, halbwegs akzeptablen Rekruten auf seine Seite ziehen möchte.

Ansonsten hat es – zumindest kurz – den Anschein, als ob alles beim Alten geblieben ist, doch noch bevor sich diese Annahme manifestiert, wird man mit einer Linearität konfrontiert, die man in dieser Form noch nicht bei einem Spiel der Metal Gear Reihe gesehen hat. So sind die Zeiten des planlosen Umher Streichens auf der Suche nach dem Einsatzziel schon lange vorbei, stattdessen werden diese in der Regel schon gleich zu Anfang mitgeteilt. Oftmals geht es lediglich darum, einen Punkt auf der Karte zu erreichen, ohne dass man von feindlichen Streitkräften in die Mangel genommen wird oder auf eine andere Weise auffliegt.

Was vor allem bei mehrmaligem Durchspielen auffällig ist, ist die stark variierende Spieldauer. So streckt man die Zeit bis zum Ende sehr stark, in dem man das neu erworbene Rekruten-Feature kaum nutzt und seine Abenteuer ausschließlich mit Snake als Protagonisten bestreitet. So steigt unweigerlich auch der Schwierigkeitsgrad, da – wie angesprochen – Rekruten oftmals unerkannt herumstreichen können, während der „Big Boss“ schon bei der kleinsten Auffälligkeit unter Beschuss gestellt wird. Auch kostet es einiges an Spielzeit, in bereits absolvierte Missionen zu reisen, um dort jeweils geeignete Soldaten aufzusuchen.

Gameplay:
Schon auf der Playstation 2 machte die Metal Gear Serie im Steuerungsbereich eine vorbildliche Figur. Eine gute Tastenbelegung sowie eine kaum zu bemängelnde Umsetzung verhalfen zu einem Platz in den vorderen Reihen. Zwar bietet die portable Playstation im Vergleich zu ihrer großen Schwester nicht ganz so viele Möglichkeiten, eine optimale Steuerung umzusetzen, dennoch macht in diesem Bereich „Metal Gear Solid: Portable Ops“ eine gute Figur. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, den Charakter durch die Areale zu schicken: zum einen die Steuerung via Analog Nub, bei welcher man die Kamera mithilfe des Digitalkreuzes justiert und eine zweite Möglichkeit, bei welcher es genau anders herum funktioniert. Aufgrund oftmals mangelnder Zeit, die Kamera in die entsprechende Position zu drehen, wird man im Regelfall jedoch auf einen kleinen Druck auf die linke Schultertaste zurückgreifen.

Grafik:
Auch in diesem Sektor macht der Titel aus dem Hause Konami eine solide Figur. Wirken die Hintergrundtexturen an manchen Stellen eher weniger reizvoll, so kommt der Grafikfetischist beim Betrachten der Animationen der Protagonisten komplett auf seine Kosten. Selbst kleinste Details wurden sehr, sehr schön umgesetzt. In besonders schöner Optik kommen auch die im Comicstil gehaltenen Zwischensequenzen daher. Leider ist der Grafikchip an manchen Ecke ein wenig überfordert, was bei vermehrtem Gegneraufkommen schon mal zu dem ein oder anderen Slowdown führen kann.

Sound:
Das, was aus den doch sehr kleinen Boxen unseres Handhelds schallt, kann durchweg überzeugen! Vor allem dann, wenn man eine Runde spielt, ohne den Sound zu aktivieren, fällt sehr stark auf, wie extrem die Musik die Atmosphäre untermalt. Ebenfalls erfreulich, dass man während der angesprochenen Zwischensequenzen eine Sprachausgabe zu hören bekommt, an der es – bis auf den Punkt, dass sie lediglich in englischer Sprache verfügbar ist – nichts auszusetzten gibt. In den einzelnen Missionen gibt es leider nur kleinere Sprachsamples.

Multiplayer:
Hier werden sowohl Spieler mit, als auch jene ohne Anbindung an ein kabelloses Netzwerk voll auf ihre Kosten kommen. Denn neben einer Art Capture the Flag und einem einfachen Deathmatch gibt es einen weiteren Punkt, welchen man online genießen kann. Der Cyber Survival Modus bietet die Möglichkeit, mit einem selbst zusammengestellten Team aus gestandenen Männern gegen ein anderes anzutreten. Besonders interessant hierbei ist die Tatsache, dass man für einen Sieg einen „gegnerischen“ Kämpfer ergattert, während man für eine Niederlage einen Mann aus den eigenen Reihen verliert.

Fazit:
Autsch, das tut weh! Zumindest dem Geldbeutel, denn mit „Metal Gear Solid: Portable Ops“ veröffentlicht Konami ein Must-Have für jeden eingefleischten Metal-Gear-Fan und einen guten Einstieg für jeden, der in naher Zukunft einer werden möchte. Technisch auf einem hohen Niveau und spielerisch mit jeder Menge neuen Raffinessen ausgestattet gibt es kaum etwas anzukreiden. Mehr davon!

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Auch mit weniger Tasten ein tolles Erlebnis.
GRAFIK
8 von 10
Texturen manchmal Durchschnitt, dafür aber grandiose Animationen.
SOUND
9 von 10
Sprachausgabe und toller atmosphärischer Musik. Was will man mehr?
FEATURES
8 von 10
Neue Features wie das Rekrutieren sorgen für frischen Wind.
MULTIPLAYER
8 von 10
Vorbildlich für ein Spiel dieser Art!
GESAMT-
WERTUNG:
87%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Ladezeiten lassen ein Spiel unterwegs zwar zu, das Gameplay aber nicht."







Details
Spielname:
Metal Gear Solid: Portable Ops

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Action Adventure

Release:
25.04.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2-6 Spieler (auch online)

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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