Myst
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Myst
Review vom 11.11.2006
Dreizehn Jahre ist es her, da erschufen die Brüder Rand und Robyn C. Miller eine Adventure-Serie, die die Welt im Sturm erobern sollte. Schon damals konnte das Spielprinzip und der (für damalige Verhältnisse) hohe Grafikstandard Millionen Menschen dazu bewegen, sich den Titel nach Hause zu holen. Dass es eines der ersten Spiele war, die auf der futuristischen Compact Disc erschienen, trug wohl auch dazu bei, dass es zu jenem Zeitpunkt mit rund 9 Millionen verkauften Exemplaren das meist verkaufte und somit auch objektiv beliebteste Computerspiel war, das das Licht der Welt erblicken durfte. Nachdem man als PC- und Konsolenspieler in den letzten Jahren immer wieder neue Teile des Serie vorgesetzt bekam, möchte man erneut im Regen des Erfolgs baden, der schon bei der ersten Myst Fassung über die Entwickler herabregnete. So erschien bereits im März eine PSP-Fassung des mystischen Adventures in Japan – hier in Europa kann man erst seit kurzer Zeit in den Genuss des Spieles kommen. Schlechte Portierung oder lohnenswertes Adventure für Knobelfreunde?
Seit Veröffentlichung des ersten Teils hat sich am Charme und der Ausstrahlung von Myst nicht viel geändert. Auch der Spielverlauf bleibt bis auf ganz kleine Veränderungen derselbe. So beginnt das Spiel nicht etwa mit einem einführenden Gespräch zweier Menschen, in dem man den Grund für den Aufenthalt auf dieser doch so wunderschön anzusehenden Insel erfährt, oder eine geheime Nachricht erhält, die erzählt, was als nächstes zu tun ist - nichts! So wirkt es für manche doch recht verwirrend, einfach auf einer scheinbar verlassenen Insel ausgesetzt zu werden, um dort eine Vielzahl an scheinbar komplizierter Geheimnisse und logischer Rätsel zu lösen, während andere sich gleich zu dem Spiel verbunden fühlen werden. Sei vorab gesagt; wer sich nach wenigen Stunden Spielzeit noch immer nicht mit dem Spielprinzip anfreunden kann, für den wird Myst auch nach 20 Stunden noch kein Spaß sein und das Spiel wandert schneller wieder auf den Auktionstisch von Ebay, als es ihm lieb ist.
Ihr befindet euch also auf einer einsamen Insel und ihr wisst nichts! Wer man ist, woher man kommt und was man überhaupt an diesem Ort macht, wird nicht verraten. So beginnt ein jeder Spieler erst einmal damit, sich durch die schöne Landschaft der Insel zu klicken und das Terrain zu erkunden. Dabei sollte keine Besonderheit außer Acht gelassen werden und kein gefundenes Dokument ungelesen bleiben, um beim nächsten Rätsel auch alle Informationen abrufbereit zu haben. Manchmal kann dieses Spiel schon sehr an den Nerven des Besitzers kratzen, wenn sich das hart erarbeitete Konzept eines Lösungsweges als reinen Aktenmüll entpuppt und man wieder einmal kein Weiterkommen sieht.
So wählt man wahlweise mit dem Analog-Nub oder mit dem Digitalkreuz einen Punkt auf dem Display aus, zu dem man sich bewegen möchte und bestätigt den Gang dorthin mit einem Druck auf die X-Taste. Manche, wichtigere Objekte können mit einem Klick darauf vergrößert und somit genauer betrachtet werden. Herumliegende Bücher sollten stets genauer angesehen, aufgeschlagen und der Inhalt im Hinterkopf abgespeichert werden, um ihn ggf. später abzurufen. Einige Dokumente, wie gefundene Schriften, können zwar in den Wanderrucksack gepackt und später erneut angesehen werden, doch leider ist die Stückzahl der mitzunehmenden Sachen begrenzt. Das eher ruhige Gameplay lässt gepaart mit unendlich viel Zeit zum Nachdenken und Kombinieren dem Spieler durchaus etwas Raum, um vielleicht unnütze Dinge auszuprobieren.
Gameplay:
Steuerungstechnisch gibt es wenig zu sagen. Wie bei dem PC-Pendanten, so klickt man sich auch auf dem Handheld nur durch die Umgebung. Ein zwecks gemäß eingeblendeter Mauszeiger hilft dabei, einem ungewollten Richtungswechsel und die damit verbundene Wartezeit zu umgehen oder einen Schalter anzuvisieren um ihn ggf. zu betätigen. Was auf dem PC via Maus wunderbar funktionierte, kann aufgrund der Eintönigkeit auf dem Handheld leider weniger überzeugen.
Grafik:
Da jegliche Szenarien nur vorgerenderte Bilder darstellen, kann man grafisch (theoretisch) alles aus der kleinen Kiste herausholen. Die wunderschöne Landschaft kann leider auch nicht wiedergutmachen, dass man sich hier mit einer Grafik begnügen muss, die man auch bei „flüssigem“ Gameplay zu Gesicht bekommt.
Sound:
Ruhige und stimmige Musik begleiten den Spieler auf seiner Reise durch die surreale Welt von Myst. Ab und an machen kleine Änderungen der musikalischen Untermalung auf eine wichtige Information oder eine Lösungshilfe aufmerksam und so sollte es vermieden werden, das Spiel dort zu spielen, wo die Geräusche der Umgebung die winzigen Lautsprecher der PSP in die Knie zwingen.
Features und Besonderheiten:
Wer sich für den Titel begeistern kann, für den hält er alles bereit, was sich der eingefleischte Adventure-Fan wünscht. Es gibt unendlich viele Dinge zu entdecken, die natürlich alle auf richtige Weise miteinander kombiniert werden müssen. Dass wird es hier mit einer Portierung zu tun haben, bedeutet natürlich auch, dass wir im Vergleich zur Fassung für den Heimcomputer keinerlei Abstriche machen mussten, was die Features betrifft.
Fazit:
Als Fan der PC-Spiele habe ich mich natürlich schon gefreut, dass man dieses einzigartige Adventure nun auch unterwegs genießen darf, doch was mich dann erwartete, konnte nicht überzeugen. Grafisch hätte man viel mehr machen können – immerhin handelt es sich bei jedem Bild, das wir zu Gesicht bekommen um eine vorgerenderte Grafik. Dass wir es hier mit einer Portierung zu tun haben, wird wohl nur für jene Spieler interessant sein, die schon in den Genuss der PC-Version kommen konnten – sie werden jegliche Rätsel in maximal einer Stunde gelöst und alle Geheimnisse gelüftet haben. Die wenigen Neuerungen, die lediglich die Soundkulisse und die Zwischensequenzen betreffen, können einen Kauf nicht wirklich rechtfertigen. Der stattliche Preis von rund 40 Talern trägt weiteres dazu bei, dass man vielleicht einen Kauf der viel günstigeren PC-Fassung vorziehen sollte, die es mittlerweile schon für einen Bruchteil des PSP-Ablegers in jeder Software-Pyramide zu finden gibt. Trotz allem bleibt festzuhalten, dass das Spiel den Käufer nicht in seinen Bann ziehen kann, wie es vor wenigen Jahren am Computer der Fall war. Die Gattung der fanatischen GTA-Kiddies sollte in jedem Falle einen weiten Bogen um diesen Titel machen!
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Midway für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Point & Click-Adventure vom Feinsten. |
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GRAFIK
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Hier hätte man durchaus mehr machen können! |
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SOUND
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Klasse Klänge untermalten die Atmosphäre. |
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FEATURES
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Spitzt die Ohren und putzt die Brille! Hier gibt es wirklich immer etwas zu beobachten. |
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MULTIPLAYER
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Nicht vorhanden. |
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GESAMT-
WERTUNG:
68%
Mobilitätsfaktor: [3 /10] "Trotz akzeptabler Ladezeiten ist Myst in keinem Fall ein Spiel für Unterwegs!"
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Details
Spielname:
Myst
Publisher:
Midway
Developer:
Midway
Genre:
Adventure
Release:
03.11.2006 (erschienen)
Multiplayer:
nein
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (10)
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