Eragon
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Eragon
Review vom 16.12.2006
Am vergangenen 14. Dezember lief auch endlich in den deutschen Kinos ein Film an, auf den sich Fans von Fantasy-Geschichten schon seit Veröffentlichung des dazugehörigen Buches im Jahre 2004 freuen. Eragon ist nicht nur der Name des aktuellen Streifens, sondern ebenso der Rufname des Protagonisten des Romans "Das Vermächtnis der Drachenreiter". Es war klar, dass es zu einem kommenden Kinofilm des Fantasy-Genres nach kurzer Zeit auch ein passendes Videospiel für sämtliche Konsolen und Handhelds geben wird und so blieb auch der kleine schmucke Taschenwärmer des japanischen Elektronikkonzerns Sony hiervon nicht verschont - auch uns erreichte ein Exemplar des am 21. November erschienenen Spiels, das natürlich auch gleich ausgepackt und auf unserem Untersuchungstisch dem Praxistest unterzogen wurde. Lizenzspiel mit allen Tücken und Mängeln oder packendes Fantasy-Abenteuer im smarten Taschenformat?
Storytechnisch dreht sich alles um den 15-Jährigen Jungen Eragon, der zusammen mit seinem Onkel und seinem Cousin im Königreich "Alagaësia" lebt, genauer gesagt in einem kleinen Dorf namens "Carvahall" im bekannten "Palancar-Tal". Wie für einen Fantasy-Roma typisch, so leben in dieser fiktiven Welt natürlich nicht nur Menschen, sondern ebenso Zwerge, Elfen und andere faszinierende Geschöpfe. Bis zu dem Tag, an dem er einen leuchtend blauen Stein findet, aus dem schlussendlich ein Drache schlüpft. Was der junge Protagonist allerdings nicht wusste; durch die Berührung seiner selbst und dem Drachen Saphira entsteht eine Verbindung zwischen beiden, was ihn zum Drachenreiter macht und sein Leben vom einen auf den anderen Moment grundlegend ändert.
Nun geht es zusammen mit der Drachendame auf die Reise, um den verhassten König Galbatorix vom Thron zu stoßen und für eine friedliche Welt zu sorgen. Dies stellt die komplette Vorgeschichte dar, jedoch wird nur ein kleiner Teil dieser (der Part, als das Ei gefunden wird) schon vor dem Spiel präsentiert. Weitere Informationen gibt es erst während der Ladezeiten zu lesen und auch dann nur in stark vereinfachter Form. Wer sich für die Geschichte selbst interessiert, sollte sich deshalb unbedingt das Buch zu Gemüte führen!
Der Story-Mode besteht aus insgesamt neun verschiedenen Missionen. Wider Erwarten mancher Fans dreht sich bei der PSP-Fassung von Ergaon allerdings alles um das "Ungeheuer" Saphira, in dessen Rolle auch gleich am Anfang geschlüpft wird. Die erste Mission, wie auch noch zwei andere, stellt allerdings eine Art Tutorial dar, in dem man sich mit der Steuerung und den diversen Finessen, die der Drache zu bieten hat, auseinander setzt und anfreundet. Zu Anfang fliegt man recht ziellos in der Gegend des "Palancar-Tals" herum und muss Wölfe, die Eragons Tiere angreifen, eliminieren. Bereits zuvor haben wir gelernt, dass unser Mythengeschöpf in der Lage ist, Feuer zu spucken, also wird dies natürlich auch hierzu genutzt. Wahlweise kann man die Widersacher auch mit glühenden Bällen Feuer unterm Hintern machen. Während dieser Teil noch recht einfach zu erledigen ist, tut sich beim nächsten Part der Aufgabe schon ein großes Problem auf, das sich durch das komplette Spiel zieht. Zwar sind die Areale nicht wirklich klein, doch gibt es allerlei tückische Ecken, Kanten und Felsvorsprünge, an die man verhältnismäßig viel zu oft stößt - auch dann, wenn man mit aller Kraft versucht, an einem Hindernis vorbei zu gleiten. Das kostet Energie und kann gegebenenfalls auch zum Tode des Tieres führen.
Von neun verschiedenen Missionen war die Rede, doch der Punkt, dass sich die Missionen voneinander unterscheiden, trifft leider nur begrenzt zu. So gilt es immer und immer wieder, Häuser dem Erdboden gleich zu machen, den kleinen, schwachen Eragon zu retten oder Gegner aller Art zu töten. Dass dies auf längere Zeit nicht wirklich spaßig ist, ist klar, aber das muss es auch nicht, denn um eine Aufgabe zu meistern, vergehen in der Regel nicht mehr als zehn Minuten. Dementsprechend ist der komplette Story-Mode in sehr kurzer Zeit zu Ende gespielt - der Reiz, das Spiel ein zweites Mal in den Schacht wandern zu lassen, ist kaum vorhanden.
Eine sehr spaßige Angelegenheit für Zwischendurch ist das Fliegen in der Arena. Nachdem sich Eragon mit der Kunst des Bogenschießens auseinander gesetzt hat und eine Hand voll Zaubersprüche erlernt hat, geht es los. Hier tritt man in recht einfachen Disziplinen (acht in der Zahl) gegen andere Drachenreiter an. Beispielsweise geht es darum, mehr Wildschweine hintereinander zu verspeisen, als die gegnerischen Reiter. Hat man eine Mission erfolgreich abgeschlossen, so besteht die Möglichkeit, das Inventar eures Riesenvogels ein wenig aufzupeppen.
Gameplay:
Leider kann das Steuerungskonzept nicht durchgehend überzeugen. Es ist so manches Mal kein Leichtes, die Drachendame durch die engen und kurvenreichen Areale zu führen. Zwar gibt es viele Möglichkeiten, den Riesenvogel in die gewünschte Position zu bringen, doch dies funktioniert im freien Flug nur mäßig und eine Kollision mit spitzen Felsvorsprüngen ist oftmals unvermeidbar.
Grafik:
Der Vorspann verspricht ein hohes Grafikniveau, das im Spiel selbst allerdings nicht präsent ist. Die Texturen wirken größtenteils einfach und an manchen Stellen sogar öde. Auch liebevoll ausgearbeitete Details, die einem Fatasy-Spiel das gewisse Etwas verleihen, sucht man hier leider vergebens.
Sound:
In Sachen Akustik bekommt der freudige Spieler hier mehr als nur Einheitsbrei geboten. Leider aber schallt der wohlklingende Soundtrack nur zu mancher, stark eingeschränkter Zeit aus den Boxen – ansonsten gibt es nur eine Hand voll Effektgeräusche, die insgesamt aber in Ordnung gehen.
Multiplayer:
Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auf jeden Fall einmal den Mehrspielermodus zu Gemüte führen. Beispielsweise kann man hier, zusammen mit einem Freund bzw. einer fantasy-verliebten Freundin in die bereits angesprochene Arena treten und die diversen Aufgaben entweder zusammen oder gegeneinander erledigen.
Fazit:
Nachdem „Eragon“ auf dem Nintendo DS bei uns bereits eine ansprechende Wertung von 78% einheimsen konnte, freute ich mich wirklich riesig aus den Titel rund um Paolinis Fantasy-Roman. Leider wurde ich enttäuscht. Viele Faktoren wie zum Beispiel die viel zu ungenaue Steuerung oder der enttäuschend kurze und eintönige Singleplayer-Modus sorgen für Punktabzug. Der recht spaßige Arena-Modus, der auch zu zweit gespielt werden konnte, kann zwar kurzzeitig aufheitern, längere Partien wird man aber mit Sicherheit nicht vor dem Handheld verbringen. Wer sich in die Bücher und den Film verliebt hat, sollte einen näheren Blick wagen, wer schon vor den Geschichten zurück schreckte, sollte auch hier einen weiten Bogen machen.
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Vivendi Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Unpräzise und wackelig. |
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GRAFIK
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Wenige Details und öde Texturen. |
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SOUND
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Ein kleiner Vorgeschmack auf den Kinosteifen. |
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FEATURES
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Nichts, was man nicht schon gesehen hat. |
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MULTIPLAYER
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Hier hat man mit Abstand am meisten Spaß! |
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GESAMT-
WERTUNG:
64%
Mobilitätsfaktor: [6 /10] "Zwischen gut und mäßig spielbarer Titel für Unterwegs."
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Details
Spielname:
Eragon
Publisher:
Vivendi Games
Developer:
Vivendi Games
Genre:
Flugsimulation
Release:
29.11.2006 (erschienen)
Multiplayer:
ja
Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (6)
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