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Ridge Racer 2


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Ridge Racer 2 Review vom 31.10.2006

Brumm Brumm die Zweite
Was wurde alles über Ridge Racer(s) geschrieben. Das erste PSP-Rennspiel von Namco ist inzwischen eine wahre Legende. Spielspaßgranate - überbewerteter Firlefanz - packend, aber nicht ausgereift - es gibt kaum eine Meinung zu diesem Spiel, die es nicht gibt. Wenn sich im Sonnenlicht spiegelnde Boliden in die Kurven legen und mit der Eleganz einer Primaballerina drumherumwickeln, scheiden sich die Geister. Klar, wer Realismus sucht, der ist bei Ridge Racer falsch aufgehoben. Vorhang auf für den lang erwarteten zweiten Teil!

Eigentlich ist es erst knapp ein Jahr her, seitdem deutsche Zocker auf den Rennpisten von Ridge Racer (das in Japan noch ein "s" am zweiten Wort trägt) Gas geben können. In Japan und den USA ist das Spiel jedoch schon etwas länger auf dem Markt, weshalb ein Nachfolger nur die Frage der Zeit war und man natürlich als Spieler hofft, dass sich so einiges getan hat. Und gerade hier liegt die Crux von Ridge Racer(s) 2: Die Änderungen sind minimal und beinhalten ein einfaches Update - und kein komplett neues Spiel.

Bedauerlicherweise hat Namco all die Zeit nutzlos verstreichen lassen und präsentiert weder eine verbesserte Spielengine noch sonst irgendwelche Dinge, die es Besitzern des Vorgängers so richtig schmackhaft machen sollten, wieder 50 Euro auf die Theke zu legen. Im Gegenteil, man fragt sich vielmehr, warum man sich nicht einfach für weniger Geld die Platinum-Edition vom ersten Teil holt und damit glücklich wird. Ausführliche Spiel-Infos könnt ihr in unserem Test vom Vorgänger nachlesen.

Betrachtet man das Spiel aus der Sicht eines Ridge Racer-Neulings oder -Fanatikers, sieht das Ganze dann schon wieder anders aus: Immerhin 9 neue Strecken wurden mit dazu gepackt, ein paar davon einfache Rundkurse, die zum Zeitfahren wie geschaffen sind. Kenner der Serie werden sich über alte Bekannte aus Ridge Racer Revolution, Rage Racer und Ridge Racer Type 4 freuen. Außerdem acht neue Autos und vier "verbesserte" Special-Cars. Die neuen Spielmodi sind Survival, in dem man gegen drei Gegner fährt und der Schwächste nach jeder Runde fliegt (Need for Speed-Veteranen werden sich angesprochen fühlen). Sowie Duell, das Fahren Mann gegen Mann, Auto gegen Auto.
Als Gesamtpaket gesehen kann man sagen: Ridge Racer 2 ist besser, größer und umfangreicher als Ridge Racer 1. Wer also günstig an den "Nachfolger" kommt, sollte eher zu diesem greifen. Alle anderen seien gewarnt: Was nach Mogelpackung klingt, ist leider auch der Fall. Auf dem PC nennt man sowas "Update" und Spiele wie Wipeout Fusion zeigten schon zu Beginn der PSP-Ära, dass man mit Downloadable Content solche Aktionen vermeiden kann: Hier bekommen die Spieler ihre neuen Fahrzeuge und Strecken umsonst. Ohne einen roten Schein dafür auf den Tisch legen zu müssen.

Gameplay:
Hier hat sich, wie erwartet, nicht viel geändert. Noch immer geht es darum, als erster durchs Ziel zu kommen, noch immer wird nach jeder erfolgreichen Tour ein neues Fahrzeug freigeschaltet. Und natürlich gibt es auch weiterhin das altbekannte Drift- und Nitro-System. Letzteres ist auch das einzige, das ein wenig vom Update-Hauch abbekommen hat: Wurde die erste der Nitro-Flaschen verbraucht, muss man nun nicht mehr mit der zweiten, sich langsamer füllenden vorlieb nehmen. Stattdessen wird wieder Nr. 1 betankt, was schneller geht und damit auch für bessere Rundenzeiten sorgt. Ein kleines Detail am Rande, das trotzdem bei RR2 die Statistik verändern kann.

Was etwas verwundert ist die Tatsache, dass die Ladezeiten der uns zum Test vorliegenden japanischen Version des Spiels leicht über denen der US-Fassung von RR1 liegen. Trotz der gleichen Inhalte.

Grafik:
Das wenigste, was man von einem zweiten Teil hätte erwarten können, wäre eine etwas verbesserte Engine. Pustekuchen, auch hier sieht man Altbekanntes: Die gleichen Spiegelungen vom Vorjahr, die gleichen altbackenen Automodelle mit den gleichen Flirr-Effekten. Auch die neuen Strecken stechen nicht gerade mit moderner Technik heraus und wirken daher wie aus dem gleichen Jahrgang. Man könnte den Entwicklern sogar unterstellen, dass sie sie einfach nicht mehr in den ersten Teil packen konnten und deswegen nachgeschoben haben.
Was die Wertung an dieser Stelle gegenüber dem Vorgänger abschwächt ist die Tatsache, dass die PSP inzwischen schon in die dritte bis vierte Spiel-Generation geht. Inzwischen werden andere Maßstäbe gesetzt. Natürlich ist RR2 noch immer eines der schönsten PSP-Spiele überhaupt - was eigentlich traurig ist, wenn man bedenkt, was andere Entwickler einfach nicht aus dem Maschinchen herausholen können. Trotzdem muss sich der Titel z.B. einem Outrun 2006 - Coast to Coast geschlagen geben, das mit höherer Weitsicht und mehr Details punkten kann.

Sound:
Hurra, die verrückten Sounds sind wieder da. Allesamt. Mit Kommentator. Doch auch ein paar neue Kompositionen haben ihren Weg auf die UMD gefunden (was eigentlich schon fast an Wunder grenzt). Dass diese nicht die Qualität der anderen erreichen, fällt bei der ganzen Geschichte eigentlich gar nicht mehr auf. Und irgendwer hat mal gesagt, Electronic Arts würde immer nur alte Kamellen auftauen - der kannte wohl Namco nicht!

Features und Besonderheiten:
Im Vorjahr haben wir uns darüber gefreut, immerhin 24 Strecken zu haben. Jetzt sind es 18 mehr (wenn man die gespiegelten dazu rechnet). Klingt eigentlich nach einem fairen Deal, ist aber auf Grund der teilweise schwachen Qualität (Stichwort Rundkurse) eher ernüchternd.
Spieler, die den Vorgänger nicht besitzen, werden aber lange an dem Titel zu knabbern haben.

Multiplayer:
Endlich Onlinemultiplayer! - das wären die Worte gewesen, die jeder hier gerne gelesen hätte, oder? Tja, schade. Weder Gamesharing noch Online-Gaming, auch nicht im zweiten Versuch. Eine Schande.

Fazit:
Ridge Racer 2 macht es einem nicht leicht. Einerseits ist vom ersten Moment an wieder dieses Suchtgefühl vorhanden. Die 9 neuen Strecken sind für den Fan Grund genug, sein sauer verdientes Geld auch in den neuesten PSP-Aufguss zu stecken. Mehr ist das Spiel jedoch auch nicht: Ein lahmer Aufguss eines zu recht legendären, aber inzwischen veralteten Klassikers. Wer den Vorgänger nicht besitzt, der kann zugreifen. Allen anderen sollte man aber raten: Finger weg von diesem lieblosen Machwerk. Was sich Namco hier geleistet hat, geht über das reine "Ich will Geld machen" hinaus. Die Fakten: Ein paar neue Strecken, zwei neue, unkreative Spielmodi und eine minimale Gameplay-Änderung: Das war's im Großen und Ganzen. Reife Leistung.

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an Importfun.de für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Intuitive und flüssige Steuerung - noch immer...
GRAFIK
7 von 10
Der Zahn der Zeit nagt auch an Spiele-Updates.
SOUND
6 von 10
Neukompositionen können nicht überzeugen.
FEATURES
6 von 10
Nur wenig Neues und keine Downloads.
MULTIPLAYER
5 von 10
Kein Gamesharing und kein Onlinegaming.
GESAMT-
WERTUNG:
72%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Höhere Ladezeiten als beim Vorgänger führen zur Abwertung."







Details
Spielname:
Ridge Racer 2

Publisher:
Sony

Developer:
Majesco

Genre:
Racing

Release:
28.10.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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