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Need for Speed: Carbon


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Need for Speed: Carbon Review vom 14.11.2006

Alles nahm seinen Anfang im Jahre 1994, als der erste Teil der Need for Speed Serie, die heute zu einer der beliebtesten Rennspielserien zählt, erstmals den Weg auf eine Heimkonsole fand. Mit dem unscheinbaren Titel "The Need for Speed" erschien der Titel zuerst auf dem allseits bekannten, jedoch weniger erfolgreichen 3DO aus dem Hause Panasonic. Im Laufe der folgenden zwei Jahre wurde das Spiel ebenfalls für den PC, den Sega Saturn und Sony's erstem Konsolenauftritt - der Playstation – veröffentlicht. Das Besondere an diesem Titel war der Punkt, dass man nun auf öffentlichen Straßen – zusammen mit Gesetzeshütern und schleichenden Rentnern - sein "Unwesen" treiben konnte. Seither hat sich auf dem Videospielmarkt viel getan und auch die "Need for Speed"-Serie hat sich weiterentwickelt. Während sich die Serie mit den "Underground..." Spielen eher an Tuningfans richtete, möchte Electronic Arts mit ihrem neuesten Streich auch jene Spieler wieder die "Sucht nach Geschwindigkeit" spüren lassen, die sich in der Vergangenheit für eine Alternative des Rennspiel-Genres entschieden haben.

Schnelle Wägen und schöne Frauen – das ist wohl ein Punkt, der bei fast jedem Spiel dieser Kategorie abgehakt werden kann, doch nur wenige Titel können auch durch die Erzählung einer Geschichte auftrumpfen. Need for Speed Carbon – Own the City wurde mit einer solchen ausgestattet und so wird noch bevor das eigentliche Spiel beginnt von einem Unfall berichtet, in dem man, zusammen mit seinem Bruder bei einem Straßenrennen vor etwa sechs Monaten verwickelt war. Während ihr den halbjährigen Krankenhausaufenthalt relativ unbeschadet überstanden habt, musste euer Bruder „Mick“ bei dem Rennen sein Leben lassen. Das alles geschah natürlich nicht grundlos und so wird geschildert, dass ein unbekannter Fahrer in das Rennen eingegriffen hat, wodurch der folgenschwere Unfall verursacht wurde – der weiterhin flüchtige Raser hält sich allerdings noch immer in der Stadt auf. Diese Geschichte wird in mehreren kleinen – im Comicstil gehaltenen – Zwischensequenzen und Standbildern erzählt. Sprachausgabe inklusive.

Natürlich will man den Menschen finden, der für den Tod des Bruders verantwortlich ist, doch es bleibt nur eine Möglichkeit, diesen zu finden. Die Vorherrschaft und den damit verbundenen Respekt der Fahrer in "Coast City"“, so der Name der fiktiven Stadt, zurückzugewinnen. Natürlich ist man nicht komplett auf sich alleine gestellt und so wird man tatkräftig von Sara, der Ex-Freundin eures Bruders und Carter, einem ehemaligen Teamkollegen unterstützt.

Zunächst gilt es nun, sich einen Crewnamen und ein passendes Logo auszusuchen. Während Ersteres selbst bestimmt werden kann, muss das Team-Symbol aus einer kleinen Saat heraus gepickt werden. Hier fällt schon ein auffälliger Unterschied zu vergangenen Spielen der Serie auf; während man sich bisher immer im Alleinkampf gegen seine Kontrahenten durchsetzen musste, kann man nun auch die Hilfe seiner Crewmitglieder in Anspruch nehmen. Ferner bietet der neueste Rennspieltitel die Möglichkeit, die bereits genannte Stadt komplett frei zu befahren, um sich die entsprechenden Events zu suchen, was den PSP-Spielern bislang verwehrt blieb. Natürlich kann man auch auf die klassische Weise einen Wettkampf im Menü auswählen, wenn man keine Begeisterung für die freie Fahrt aufbauen kann. Doch zurück zum Anfang. Hat man sich für ein aussagekräftiges Logo und einen Angst einflößenden Namen des Teams entschieden, braucht man natürlich auch noch einen passenden fahrbaren Untersatz. Hier kann man sich zu Anfang nur für eine Handvoll Fahrzeuge entscheiden, was sich mit fortschreitendem Spielverlauf natürlich ändert. Sind die Formalitäten endlich über den Tisch, so kann man auch schon an die Startlinie rollen. Das Schema ändert sich während des kompletten Spiels nicht. Man wählt einen Stadtteil auf der Karte aus, bewältigt die vorgegebenen Rennen und muss sich schlussendlich gegen den Chef des Teams beweisen, der bisher das Sagen in dem gewählten Gebiet hatte. Die einzelnen Rennen unterscheiden sich nicht von bisher bekannten Renntypen. Runden K.O, Sprint und Rundkurs sind Begriffe, die sich bisweilen sicherlich in den Kopf eines jeden Geschwindigkeits-Süchtlings gefressen haben sollten. Neu ist allerdings der Renntyp "Crew-Takedown". Wer sich schon einmal hinter das virtuelle Steuer von Burnout klemmen durfte, dem sollte klar sein, worum sich hier alles dreht. Im Alleingang befahrt ihr eine nicht vorgegebene Strecke und müsst dabei Rivalen suchen, die natürlich auch schnellstmöglich "eliminiert" werden müssen. (Die Anzahl der zu zerstörenden Fahrzeuge wird vor und während dem Rennen eingeblendet. Schafft man es, die vorgegebene Zahl zu überbieten, so winken Bonuspunkte in Form von virtuellem Bargeld.) Nun gilt es nur noch, die Kontrahenten so lange zu rammen oder gegen die Leitplanke zu drängen, bis sich deren Energie dem Ende neigt. Wie lange ein Fahrzeug noch durchhält, kann man an einer Leiste erkennen, die man über dem Wagen findet. Man selbst muss keine Angst vor einer Kollision haben, da der eigene Rennbolide hiervon keinen Schaden trägt.

Enttäuschte Teammitglieder werden euch nach einem Sieg über ihren Anführer anbieten, ab sofort unter eurer Fuchtel zu fahren. Allerdings nur dann, wenn man sich schon genug Respektpunkte verdient hat. Diese kann man beispielsweise durch eine actionreiche Flucht vor den Grün-Weißen Freunden (Grün-weißer-Partybus, Schalalala...) verdienen, die einem sofort an der Backe kleben, wenn man bei „freier Fahrt“ zu flott unterwegs ist. Auf normalen, aber dennoch illegalen Rennveranstaltungen kann man die nervigen Gesetzeshüter allerdings nicht finden.

Natürlich hat es einen Nutzen, dass man nun nicht mehr auf sich alleine gestellt ist. So hat jeder Teamkollege eine besondere Fähigkeit, die man zu seinem Vorteil nutzen kann. Ob man nun die Anweisung gibt, ein Nagelbrett abzuwerfen, einen Gegner von der Straße zu drängen oder den Windschatten eines anderen Fahrers zu nutzen – jegliche Anweisungen können per Aktionstasten (Dreieck oder Kreis) gegeben werden. Leider geht so manche gut geplante Aktion in die Hose und diese „Hilfe“ schadet mehr, als sie dient. Vor allem die Angreifer, die einem Kontrahenten einen Nachteil verschaffen sollen, können euch im Eifer des Gefechts von der Strecke katapultieren.

Gameplay:
Wie gewohnt, so zeigt sich auch "Need for Speed Carbon – Own the City" von einer recht arcadelastigen Seite. Im Vergleich zum Vorgänger wurde allerdings an der Steuerung gearbeitet und die Unterschiede im Handling zeigen sich ganz klar, wenn man sich für ein neues Fahrzeug entscheidet. Der Zeitlupenmodus wurde wegrationalisiert und Kurven können meist mit voller Geschwindigkeit genommen werden. Ein Segen für jene, die den letzten Teil aufgrund der Steuerung in die Ecke geworfen haben.

Grafik:
Grafisch kann der Titel durchaus mit Konkurrenzprodukten mithalten und mit hohem Detailreichtum punkten. Leider muss sich der Spieler mit kleinen Rucklern anfreunden, die auftreten können, wenn mehrere Fahrzeuge auf dem Bildschirm zu sehen sind. Dass sich selbst die Wolken am Himmel von "Coast City" bewegen, rundet das Gesamtbild schlussendlich ab. Den Detailgrad eines Midnight Club 3: DUB Edition erreicht das Spiel jedoch nicht.

Sound:
Sowohl die Effektgeräusche, als auch der Soundtrack können überzeugen. Die typischen HipHop Beats, Rock- & Technoklänge passen perfekt zum Thema und schallen zudem in akzeptabler Qualität aus den kleinen Boxen - Genießer sollten auf jeden Fall zu Kopfhörern greifen. Dass man sich den Soundtrack auch anhören kann, wenn man sich nicht auf der Strecke befindet, ist ebenso erfreulich, wie die vorhandene Option, eigene Lieder ins Spiel zu integrieren.

Features und Besonderheiten:
Hatten sich die zuletzt veröffentlichten Teile noch stark an die Tuningszene gerichtet, fiel die Produktpalette der Tuningwerkstatt diesmal deutlich kleiner aus. Beispielsweise können Front- und Heckschürzen nun nicht mehr einzeln gewählt werden – es muss ein komplettes Karosserie-Kit gekauft werden. Hiervon stehen gerade einmal fünf verschiedene zur Verfügung! Auch sonst bekommt man hier weniger Vielfalt zu Gesicht, als man es gewohnt war. Dass dies auch dafür sorgt, dass sie die verschiedenen Fahrzeuge des gleichen Typs mehr ähneln als zuvor, ist eine Tatsache, die niemand schönreden kann. Dafür aber bekommt man als Käufer 25 lizenzierte Fahrzeuge vorgefahren. Von Fahrschul-Golf über das Ford Mustang Muscle-Car, bis hin zu einem Lamborghini-Kraftpaket ist für jeden etwas dabei. Der Karrieremodus bietet zwar einen großen Umfang, wird jedoch nach einigen Stunden langweilig. Das "EA Media Center" ist natürlich auch wieder vorhanden und wie gewohnt finden sich dort jegliche Titel des Soundtracks, verschiedene Trailer zu Spielen aus dem Hause Electronic Arts und die bereits gesehenen Zwischensequenzen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich verschiedene Artworks, die freigeschaltet werden müssen, anzusehen.

Fazit:
"Need for Speed Carbon – Own the City" ist bereits der dritte Auftritt der NFS-Serie auf Sony's kleinem Luxusspielzeug. Gab es bei den Vorgängern an vielen Ecken etwas zu meckern, hat die Endkontrolle hier fast alle Makel entdeckt und ausgebessert. Zwar ist es schade, dass im Bezug auf das Tuning der Fahrzeuge Abstriche gemacht werden müssen, doch im Gesamten schadet dieser Punkt dem Spiel nicht merklich. Fans werden sowieso zuschlagen, aber auch Spieler, die sich auf der Suche nach einem Rennspiel für ihren Handheld befinden, sollten sich den Titel in ihrer Liste vormerken und ihn ggf. einmal anspielen.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Nichts für Simulationsverliebte!
GRAFIK
8 von 10
Detailreich, jedoch sind kleinere Ruckler allgegenwärtig.
SOUND
8 von 10
HipHop-, Rock- und Techno-Fans werden auf ihre Kosten kommen!
FEATURES
7 von 10
Relativ viel Freischaltbares und ein umfangreicher Story-Mode
MULTIPLAYER
9 von 10
On- und Offlineduelle via Wifi
GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Recht angenehme Ladezeiten sorgen für Spielspaß auch unterwegs."







Details
Spielname:
Need for Speed: Carbon

Publisher:
EA

Developer:
EA

Genre:
Racing

Release:
03.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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