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Thrillville


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Thrillville Review vom 08.01.2007

Wenn LucasArts für ein Projekt verantwortlich ist, dann mag man meinen, dass tapfere Jedis, finstere Sith und jede Menge Lichtschwerter im Spiel drin sein sollten. Der frühere Point 'n Click-Meister hat in letzter Zeit sich fast ausschließlich auf das Star Wars Universum konzentriert und es war mal wieder an der Zeit etwas frischen Wind ins Spiel zu bringen. Zusammen mit Frontier Developments und dem Rollercoaster Tycoon-Frontmann Chris Sawyer hat man es sich zur Aufgabe gemacht, das Genre Aufbausimulation mit Freizeitparkvergnügen in eine neue Sphäre zu hieven. Wir haben uns den Tumult, um den neuen Rummelplatz näher angeschaut und uns als Parkmanager versucht. Ob dieses Erlebnis einen gewissen Unterhaltungswert bereit hielt, verraten wir im ausführlichen Testbericht zu Thrillville.

Star Wars meets Rollercoaster Tycoon.
Wenn man sieht, welche Entwickler hinter diesem Projekt stehen, dann mag man schon fast sofort an einen Spielspaßgarant denken. LucasArt, die genialen Köpfe hinter Adventures wie Maniac Mansion, Sam and Max oder Monkey Island arbeiteten, Hand in Hand mit dem Entwicklerteam des Rollercoaster Tycoon-Vaters Chris Sawyer, was sollte hier noch schief gehen? Die Hintergrundstory des Spiels ist denkbar einfach und wird in humorvoll angehauchten Zwischensequenzen erzählt:

Der durchgeknallte Onkel Mortimer, ein wissenschaftliches Genie seinerzeit hat durch seine zahlreichen Erfindungen die Freizeitanlage „Thrillville" zu Reichtum und Erfolg gebracht. Mittlerweile ist der zerstreute Professor, der stark an Dr. Emmett L. Brown aus "Zurück in die Zukunft" erinnert, etwas in die Jahre gekommen und nachdem ein weiteres Experiment unerwartet explosive Nebeneffekte zeigt, übergibt er dem Spieler die Leitung des Parks. Junges Blut soll die alt gewordenen Attraktionen begutachten und ein wenig neuzeitlichen Pepp in die Bude bringen. Schließlich wartet das Konkurrenzunternehmen "Globo-Joy" mit einem eignen Park auf und versucht durch unlauteren Wettbewerb Thrillville vom Thron zu stürzen.

Gesagt, getan! So stürzt ihr euch in das Freizeitvergnügen und müsst diverse Manageraufgaben und andere Tätigkeiten übernehmen. Doch bevor alles losgeht, muss in guter alter Sims-Manier ein Charakter erstellt werden. Zur Wahl stehen einige vorgefertigte Kandidaten, die noch ein wenig Feinschliff brauchen, damit sie dem Spieler ähneln. Hat man das Geschlecht, Haarfarbe, Klamotten, etc. ausgewählt so kann es im ersten, der insgesamt 5 Abschnitte von Thrillville, losgehen.
Hat man die Tore des Freizeitparks passiert, so merkt man sofort, dass hier der Bär steppt. Der Spieler befindet sich direkt inmitten von Unmengen an Besuchern, die auf den Pflastersteinwegen umher wandern, Luftballons, Hamburger sowie Cola kaufen und sich Hals über Kopf in waghalsige Abfahrten auf der Achterbahn stürzen oder sich mit anderen Jahrmarktattraktionen beschäftigen. Anders als bei den typischen Freizeitparksimulationen spielt man in Thrillville nicht nur den omnipotenten Schöpfer und Lenkern, sondern greift direkt im Park auf das Geschehen ein. Jeder der 5 Hauptabschnitte in Thrillville ist eingeteilt in verschiedene Themenparks. Von Futureville, über Frontierville bis hin zu Paradiseville oder Piratevill ist alles vertreten, was man sich vorstellen kann. Ob man sich nun in einem postapokalyptischen Szenario umherbewegt, oder doch den Palmenstrand genießt, hängt vom jeweiligen Level ab.

Aller Anfang ist schwer.
Bevor ihr den Park neues Leben einhauchen dürft, muss zunächst gelernt werden, welche Optionen zur Verfügung stehen. So werdet ihr beim Start des Spieles von farbigen Lichtsäulen begrüßt, die nicht übersehbar sind und das Tutorial von Thrillville darstellen. Nach und nach werdet ihr in die Welt und den unterschiedlichen Möglichkeiten eingeführt und lernt, wie man Fahrgeschäfte aufbaut, umbaut oder erweitert, Missionen annimmt, mit den Gästen plaudert oder flirtet, die Finanzen regelt, Werbekampagnen startet, Personal einstellt oder die Forschungsgelder verprasselt. Obwohl das Spiel über zahlreiche komplexe Optionen verfügt, habt ihr diese durch die einfachen Hilfestellungen des Tutorials schnell im Griff und seid nun auf euch selbst gestellt.

Erst der Spaß, dann das Vergnügen.
In den insgesamt fünf Hauptanlagen des Parks gilt es jeweils 25 Missionen zu erfüllen. Je nach Erfolg wird der Spieler mit Medaillen bestückt, typischerweise in den drei bekannten Variationen „Gold“, „Silber“ und „Bronze“. Nur wer es schafft eine gewisse Anzahl dieser Missionen zu erfüllen, wird der Zugang zu den nächsten Themenparks geöffnet. Dabei werden die Missionen in fünf Bereiche unterteilt: Bauen, Spiele, Besucher, Wartung und Geschäft.

Das Bauen beschränkt sich auf Aufgaben des Aufbaus, Abreißens oder die Umgestaltung von Fahrgeschäften. So können beispielsweise Achterbahnen, Minigolfplätze oder Kartbahnen von Grund auf selbst aufgebaut werden, während viele Buden und Stände vorgefertigt sind. Bei den Spielen ist es das Ziel, gegen bestimmte Besucher in Minispielen anzutreten und diese in direkten Herausforderungen zu besiegen. Natürlich müssen auch die Besucher zufrieden sein mit dem Park und somit werden auch hier konkrete Aufgaben fällig. Was das Personal und die Sauberkeit des Parks belangt, wird im Punkt Wartung abgehandelt. Es gilt Mechaniker einzustellen, Putzkräfte auszubilden oder Sabotageobjekte im Park zu beseitigen. Last but not least muss die Kasse stimmen. Nur wenn die Fahrgeschäfte richtig die Kassen füllen, wird man auch die Aufgaben im Sektor "Geschäft" bravourös meistern können. So müssen beispielsweise passende Werbekampagnen für bestimmte Zielgruppen geschaltet werden. Wenn der maßlose Parkmanager nach den vollen Geldbeuteln der Eltern giert, so wird zack frische Werbung auf den Kinderkanal platziert. Möchte man die Teens, so ist ein anderes Medium passend für diese Zielgruppe. Die Demografie sollte man bei diesem Spiel nicht außer Acht lassen und ständig überprüfen. Auch der einzelne Erfolg wird in einer Statistik schwarz auf weiß präsentiert und Einnahmen und Ausgaben werden gegenübergestellt.

Wurden alle Missionen bewältigt, so kann man frei wählen, ob man sich noch im aktuellen Abschnitt austobt und frei nach Schnauze alles umbaut, oder zum nächsten Parkabschnitt vordringt und hier eine Grundsanierung vornimmt. Spaßig am freien Herumlaufen ist, dass man nahezu jedes Fahrgeschäft nutzen kann und bei den Jahrmarktsgeschäften diverse Minispiele geboten bekommt. Ähnlich wie bei den ganzen Retroklassikern werden hier bekannte Oldies im neuen Gewand präsentiert. So erinnert ein Minispiel beispielsweise an den Klassiker „Bubble Bobble“ oder an diverse „R-Type“-Umsetzungen, andere hingegen erinnern an aktuelle Ego-Shooter oder Kartrennspiele. Mit über 100 Attraktionen und mehr als 25 Minispielen bekommt man reichlich Abwechslung geboten, obwohl hier und da die Zwischenspielchen sich doch sehr stark ähneln. Auf dem Weg durch den Park kann man seine eigenen Rekorde aufstellen, neue Spielchen durch Forschung bzw. absolvierte Missionen freischalten und diese gegebenenfalls im Multiplayer gegen andere PSP-Besitzer zocken.

Hire & Fire.
Während man das Personal, je nach Einkommen selbst einstellen kann, wird selbst die Personalweiterbildung durch kleine Minispiele geregelt. So gilt es beim Entertainer einen Tanz vorzuführen und dabei im Takt die Richtigen Tasten zu drücken, ähnlich wie bei diversen Musikspielen. Technikfreaks müssen ein kleines Puzzlespiel absolvieren, um mit dem Mechaniker die diversen Attraktionen zu warten oder reparieren. Sogar der Putzkolonne muss man unter die Arme greifen und mit dem Staubsauger und Hochdruckstrahler bewaffnet Dosen oder Erbrochenes, in guter alter Ghostbuster-Manier von den Gehwegen weg putzen.

Gameplay:
Das Konzept von Thrillville ist durchdacht und komplex. Dessen ungeachtet sorgen viele und gute Tutorials für einen kinderleichten Einstieg in die Materie und das nötige Spielverständnis. Es gibt viel zu tun und dennoch fällt der Simulationspart im Vergleich zu direkten Konkurrenztiteln wie Theme Park oder Rollercoaster Tycoon etwas knapper aus. Der Fokus wird auf den Manager gelegt, der Aufgaben zu erfüllen hat, mit den Gästen plaudert und selbst die Attraktionen genießt.
Erfrischend anders und dennoch könnte es in diesem Punkt beim ein oder andern Genrefan negativ aufstoßen. Dem insgesamt positiven Eindruck des Spiels tut dies jedoch keinen Abbruch. Zu bemängeln wäre einzig und allein die Spieldauer, die trotz der vielen Aufgaben recht knapp bemessen ist. Ein erfahrener Spieler wird kaum auf Probleme stoßen, während des Parkbaus. Ohne die Aufgaben im Nacken fehlt es Thrillville etwas an „thrill“.

Grafik:
Optisch gesehen hat man es mit einem zweischneidigen Schwert zu tun. Zum Einen verfügt das Spiel über eine relativ gute Weitsicht, ist stets flüssig, auch wenn Menschenhorden über das Parkgelände wandern und selbst die Ladezeiten sind verhältnismäßig gut ausgefallen. Zum Anderen wirkt die Grafik sehr verwaschen und trüb. In Sachen Minispielen hat man eine recht gute Figur gemacht und übertrumpft optisch viele Klassikersammlungen, obwohl sich die Spielinhalte ähneln. Besonders hübsch anzusehen ist das Ambiente der jeweiligen Themenparks. So wird man beispielsweise in Futureville von attackierenden Robotern in einem postapokalyptischen Szenario überrascht, wo moderne Großstädte in Schutt und Asche liegen und andersrum kann man die Mysterien von Tausend und einer Nacht in Sultanville bestaunen. Hier wird optische Vielfalt geboten.

Sound:
Das so genannte P.A.R.K.-Radio soll die Besucher von Thrillville auf die neuen Attraktionen aufmerksam machen und mit der neuesten Musik versorgen. Die Idee an sich ist gut und schon GTA hat gezeigt, dass ein Radiosender als Hintergrundmusik gut geeignet ist. Nachteil ist, dass man sich irgendwann in der Wiederholungsschleife am Anfang befindet und nach dem 3. Mal das Gedudel und immer die Selben Lieder auf den Geist gehen. Zum Glück unterscheiden sich die Titel und Inhalte vom jeweiligen Abschnitt, indem man herumstreunert. Den absoluten Kultbonus angelt sich Thrillville durch die Melodien aus dem LucasArts-Universum. Wenn in Pirateville der Sound von Monkey Island dudelt, dann fühlt der alte Point 'n Click Freund sich wohl.

Features und Besonderheiten:
Über 100 Attraktionen warten darauf, erforscht zu werden und mehr als 25 Minispiele stehen zur Auswahl. Manche Attraktionen wie Achterbahnen, Kartstrecken oder Minigolfbahnen können komplett selbst erstellt werden, um später darauf zu fahren oder selbst den Ball einzulochen. Insgesamt gilt es mehr als 100 Missionen zu absolvieren und die unterschiedlichsten Themenparks zu errichten. Jederzeit anwählbare Tutorials tragen zum Spielverständnis bei. Im Hauptmenü können freigeschaltete Partyspiele einzeln oder gegen Freunde gezockt werden. Leider wurde auf das Feature des Gamesharings verzichtet.

Fazit:
Thrillville gehört zu der Kategorie von Spielen, auf die die PSP gewartet hat. Ein innovatives und durchdachtest Konzept, was leider durch die etwas knapp bemessene Spieldauer und den einfachen Schwierigkeitsgrad hinterher hinkt. Somit verpasst Thrillville nur knapp die 80%-Hürde, da das ganze Potential nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Das Entwicklerduett mit dem Rollercoaster Tycoon-Begründer Chris Sawyer und dem Geist der Spieleschmiede LucasArts reicht aus, um ein Spiel mit einigem Humor und Witz daherkommen zu lassen. Fans von Aufbausimulationen müssen das eine oder andere Mal gänzlich umdenken, dennoch werden sie auf ihre Kosten kommen. Ein Onlinefeature mit downloadbaren Attraktionen und Minispielen wäre das Tüpfelchen auf dem „i“ und eventuell etwas für einen möglichen Nachfolger. Innovations- und Retrofans sollten den Blick riskieren und das Spektakel rund um den Vergnügungspark mit Sims-Elementen näher betrachten.

Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Stein auf Stein. Baumeister Bob als baue, baue Achterbahnebauer!
GRAFIK
6 von 10
Viel Rummel auf dem Platz, doch sehr verwaschene Grafik.
SOUND
7 von 10
Mit Kultklängen aus dem Monkey Island Lager!
FEATURES
7 von 10
Viele Minispiele, jedoch recht kurzer Einzelspielermodus.
MULTIPLAYER
7 von 10
Auf in die Minispielschlacht mit bis zu vier Freunden.
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Normale Ladezeiten, jederzeit speicherbar."







Details
Spielname:
Thrillville

Publisher:
Atari

Developer:
Frontier

Genre:
Sonstiges

Release:
14.12.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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