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Power Stone Collection


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Power Stone Collection Review vom 03.11.2006

Die PlaystationPortable wird immer mehr zur tragbaren Zeitmaschine. Denn neben dem Aufgebot von Rennspielen findet man auf Rang zwei der Beliebheitsskala die berühmt, berüchtigten Remakes. Nachdem Capcom schon einige Spiele erfolgreich portiert hat, wandert man weiter auf diesem Pfad und hat dieses Mal die Dreamcast im Visier gehabt. Genauer gesagt, die Power Stone Serie. Der bunte 3D-Prügelspaß, den manch Nintendospieler mit der Super Smash Bros. Serie vergleichen würde, nimmt nun Einhalt auf Sonys schwarzem Hosentaschenbefüller. Gleiche beide erschienenen Titel der Serie wurden auf eine UMD gepresst und wir schauen uns das neue Paket, das liebevoll "Power Stone Collection" getauft wurde näher an.

Die Evolution ist schier unaufhaltbar und ohne Erbarmen. Während die eine Zockergemeinde noch immer den guten alten 2D-Referenzprüglern hinter her trauert lachen andere über aktuelle 3D-Umsetzungen. Diesen Kampf gab es auch schon im Jahre 1999 als Capcoms Bitmap-Elite-Kämpfer wie Ryu, Ken, Sagat und Co. langsam aber sicher von der Polygonkonkurrenz wie beispielsweise Tekken, Soul Calibur oder Dead or Alive übertrumpft wurden. Doch mit dem einem eigenen Spiel wollte man nicht in die schon getretenen Fußstapfen steigen und den eher ernsten Kampfspielen mit etwas Humor entgegnen. So wurde Power Stone geboren. Selbst eine kurze Anime-TV-Serie wurde im Land der aufgehenden Sonne ausgestrahlt.

Üblich für das Prügelgenre ist, dass Story eher beiläufig ist. Die so genannten Power Stones ermöglichen enorme Kräfte und wer es vermag alle einsammeln wird mit einem Wunsch belohnt. So beginnt eine große Weltreise und der Spieler schlüpft in die Rolle der zahlreichen Raufbolde. So gibt es den britisch angehauchten Goldschopf - Falcon, Wang-Tang in der nicht gebackenen Variante - als Asia-Fighter, der Gruftrückkehrer Jack, mit seinen 1001 Bandagen, etc. Je nachdem welchen Teil man grade auf der UMD ausgesucht hat, stehen bis zu 15 verschiedene Protagonisten zur Auswahl. Im Prinzip sollte man einfach jeden einmal ausprobieren und rein in die Schlacht. Für Unentschlossene sei gesagt, dass die Specialmoves zwar von Charakter zu Charakter verschieden sind, die Tastenbelegung aber gleich. Sprich Ken- und Ryu-Fans müssen nicht erst in zahlreiche Listen schmökern, um zu wissen welche Attacke, Spezialattacke oder Kombo man nun startet. In den bunten und regellosen Welten von Power Stone ist alles möglich. Ob man nun auf einem abstürzenden Flugzeug, noch versucht seinem Gegenüber eins auf die Mütze zu geben, oder man in wirren Aufzugeskapaden auf den Plattformen tanzt, die Interaktion in den Leveln gehört zum A und O des Spielprinzips.

Während man bei Power Stone 1 noch recht gemütliche und überschaubare Level hatte, sind die Arenen im 2. Teil der Serie wesentlich größer und konfuser. Hier herrscht das Chaos und genau dies spiegelt auch das Spielgeschehen wieder. Denn alles was nicht niet- und nagelfest ist, kann der Spieler wie auch seine Kontrahenten zum eigenen Vorteil nutzen. Neben dekorativen Elementen im Level wie Stühle, Steine, Lampen, etc. gibt es auch große Geschütze wie Schussanlagen oder Panzer. Auch manche Levelelemente wie Stangen laden während des Kampfes zum Tanz ein. Denn dreht der Spieler eine Pirouette und wirft seinem Gegenüber die Füße mit voller Wucht entgegen.

Zusätzlich tauchen während der Schlägereien zahlreiche Schatztruhen auf. Werden diese berührt, so eröffnet sich für die Spieler ein weiteres Waffenarsenal. Auch hier setzt sich das allgemeine Chaosprinzip durch. Neben klassischen Schusswaffen wie Pistolen, Maschinengewehren oder dickeren Kalibern wie Raketenwerfern, gibt es auch Kuriositäten wie der Gummihammer, Zauberstäbe oder Schallkanonen. Der Fantasie ist eigentlich freien Lauf gelassen worden, denn mit welchen Waffen man seine Gegner vermöbeln möchte, ist eigentlich egal. Sprich; ob man zum Abflussrohr greift oder zur Laserkanone ändert nicht viel in Sachen Schaden und Schmerz, sondern nur an der Taktik.

Das Kernelement und Grund der Namensgebung des Spiels sind aber bekanntlich die Power Stones. Diese farbigen Kristalle im Diamantlook sorgen im Dreierpack für eine Metamorphose des Charakters. Die Transformer lassen grüßen, denn hat man es tatsächlich geschafft, sich drei dieser begehrten Kristalle anzueignen, so verwandelt sich der lahme Alltagskämpfer in einen mächtigen Superkrieger. Dann wird beispielsweise aus Falcon, unserem Blondschopf, ein Kampfroboter, der mit zahlreichen Raketen um sich schießen kann. Mit diesen Powerkräften können auch zahlreiche Supermoves ausgelöst werden. Wang-Tang zum Beispiel lässt einen riesigen Feuerball vom Himmel regnen oder Falcon schickt gleich vier Duzend Lenkraketen auf die Reise. Diese Angriffe sind verheerend und sorgen im Spiel für einen maximalen Schaden.

Neben den üblichen Prügeleinlagen gegen „Gleichgesinnte“, gibt auch die großen Bossgegner. Diese muss man oftmals mit dem gesamten auf dem Boden liegenden Krempel bewerfen, oder auch hier versuchen mit dem Power Stones im Dreierpack möglichst viel Schaden zu verursachen. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist mäßig bis hart, je nachdem gegen welchen Gegner man kämpft. Gerade die finalen Bosskämpfer haben es in sich und können manche zur Verzweiflung bringen.

Der größte Unterschied zwischen den zwei Versionen auf der UMD ist, dass das erste Spiel der Serie ist noch recht klassisch ist und man kämpft ausschließlich gegen einen einzelnen Gegner auf der Bildfläche kämpft. Der Nachfolger bietet hier etwas mehr und man kann neben dem typischen Storymodus auch gegen insgesamt drei Kämpfer simultan fighten. Dies erinnert stark an Super Smash Bros. oder alternativ wie beim Vorgänger „1-on-1“ in das direkte Duell gehen.

Im zweiten Teil spielt der Item-Shop eine übergeordnete Rolle. Neben neuen Items, die dort erworben werden können, kann man diese auch sprichwörtlich fusionieren. Mit etwas Fantasie können die wildesten Waffen geschaffen werden, die daraufhin im Kampf genutzt werden können. Bis man alle Waffen, Items, Level oder Zwischensequenzen bei beiden Spielen freigespielt hat kann einige Zeit vergehen.

Gameplay:
Das Spiel ist für Einsteiger gedacht, denn es ist sehr intuitiv und binnen kürzester Zeit erlernt. Da die Charaktere sich nur in ihren Fähigkeiten und Specialmoves unterscheiden und sich sonst sehr ähnlich handhaben, kann ein Greenhorn im Prügelgenre auch schnell alle Protagonisten durchprobieren, ohne dabei Fingerkrämpfe zu bekommen.

Grafik:
Grafisch hat man es nicht mit einem Highlight zu tun. Schon auf der Dreamcast hinkte man anderen Genrevertretern hinterher und sorgte eher durch die wirre Comicgrafik für ein Schmunzeln. Recht grobe Polygonfiguren, die dafür aber mit zahlreichen fantasievollen Waffen und Gegenständen bestückt werden, kämpfen auch dann noch flüssig, wenn viel los ist auf dem Bildschirm. Leider muss man PSP-typisch an recht andauernde Ladezeiten gewöhnen.

Sound:
Auch hier hat man es eher mit einem Standardtitel zu tun. Nichts markantes, aber durch zeitweilige Sprachausgabe (nicht auf Deutsch) mehr als so manch anderer Titel aus diesem Sektor bietet. Aber mehr also immer wiederkehrende Klatsch- und Knallgeräusche darf man nicht erwarten.

Features und Besonderheiten:
In Sachen Features bekommt man einiges geboten. Insgesamt bekommt man nicht ein sondern gleich zwei Spiele. Neben diesen Titeln gibt es noch einen dritten Auswahlpunkt. Der Power Stone Collection-Modus, welcher eine Ansammlung von Minispielen, Artworks oder ähnlichen Inhalten ist.

Multiplayer:
Schade, dass man der Power Stone Collection keinen Online-Multiplayermodus spendiert hat, denn dies wäre das Tüpfelchen auf dem "i". So kann man sich nur in lokalen Multiplayerschlachten grün und blau schlagen. Gerade dies ist sehr spaßig, da die KI der computergestützten Prügelhelden nicht wirklich auf neue Taktiken aus ist. Hat man einmal das Konzept durchschaut, sorgen nur menschliche Mitspieler für neue Freude. Gamesharing sorgt dafür, dass man nur eine Disk braucht, um sich mit bis zu vier Spielern zu vermöbeln. So muss das sein!

Fazit:
Die Power Stone Collection ist eine gelungene Umsetzung der alten Dreamcast-Klassiker. Man hat das Flair der Spiele ideal eingefangen und ins Hosentaschenformat umgesetzt. Das Spielprinzip ist wirr, überdreht und total chaotisch. Wer sich mit diesem Konzept jedoch anfreuenden kann und schon gefallen an Spielen wie Super Smash Bros. oder Viewtifull Joe: Red Hot Rumble gefunden hat sollte sich diesen aktuellen Capcom-Remake näher anschauen. Besonders für Freunde von Mehrspielerschlachten kann dieses Spiel eine lohneswerte Anschaffung sein. Wer doch eher die klassischen Duelle mag sollte weiterhin zu Tekken oder Street Fighter greifen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereistellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Chaotisch-wild und dennoch unterhaltsam.
GRAFIK
6 von 10
Schon auf der Dreamcast eher veraltet.
SOUND
7 von 10
Mäßige Sounds, wirre Musik, nette Sprachsamples.
FEATURES
8 von 10
Hier gibt es jede Menge zu tun.
MULTIPLAYER
8 von 10
Partytauglicher Multiplayer für bis zu 4 Spieler via Gamesharing.
GESAMT-
WERTUNG:
77%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Recht lange Ladezeiten verderben ein wenig den Spaß."







Details
Spielname:
Power Stone Collection

Publisher:
Capcom

Developer:
Capcom

Genre:
Fighting

Release:
13.10.2006 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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