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Ridge Racer


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Ridge Racer Review vom 05.09.2005

Tradition ist alles!

Kein neuer Start einer Sony Konsole ohne einen bestimmten Titel.
Die Rede ist natürlich von dem Rennspiel "Ridge Racer".
Bis jetzt wurde jede Sony Konsole von einem Teil der Rennserie beglückt -und jedes mal war es ein Erlebnis. Diente das Game doch sehr dazu, dem Kunden den Mund wässrig zu machen und nach der Konsole samt Spiel zu lechzen. Die PSP macht dabei keine Ausnahme. "Ridge Racer" ist das Vorzeigespiel des PSP-Launches. Jedes Mal, wenn man die Qualität der Grafik auf der PSP zeigen will, zückt man ein Bild oder ein Video dieses Rennspektakels. Und jedes Mal gibt es ein riesiges Staunen, aus dem manche gar nicht mehr herauskommen. Ist „Ridge Racer“ für die PSP womöglich aber nur ein Grafikblender, ein Spiel ohne Spaßfaktor? Dieser Test verrät euch die Fakten und erklärt, ob es sich lohnt, dieses Spiel nicht nur anzuspielen, sondern zu besitzen.

Schaltet man die PSP an, wird man nach einer kurzen Ladezeit der UMD mit einem kleinem Retro-Minigame, das sich Rally-X nennt, begrüßt. Im Namco-Klassiker versucht man, mit einem kleinen Flitzer durch alle Checkpoints zu fahren, bevor man vom gegnerischen Fahrzeug gerammt wird. Das Prinzip ist ganz simpel, trotzdem macht dieses Minigame sehr viel Spaß und die Highscorejagd motiviert ungemein.
Nach Rally-X beginnt das coole Intro, dass im Handheldbereich revolutionär ist. Eine atemberaubende Rendersequenz mit Namcos Männertraum Reiko stimmt schon mal gut auf das Kommende ein.

Nun sind wir im Rennfieber, drücken auf Start und landen im Menü von „Ridge Racer“ (oder, wie der Kommentator so schön sagt: „Riiiiidge Raaacer!“). Es gibt verschiedene Auswahlmöglichkeiten:
„Einzelrennen“ und „Zeitfahren“ müssen nicht weiter erklärt werden, sind sie doch in jedem Rennspiel vorhanden, und deuten schon im Titel darauf hin, was man erwarten kann.
Dann gibt es noch das Optionsmenü, in dem verschiedene Steuerungsmöglichkeiten anwählbar sind, man den Sound regulieren kann, sich die einzelnen Musikstücke ( insgesamt 30 ) anhören kann und das Minigame spielen kann (welches ab einer bestimmten Punktezahl ein Spezialfahrzeug freischaltet). Natürlich gibt es auch einen Multiplayer, auf den ich später noch eingehen werde, sowie die Möglichkeit zu speichern und seine Spielstände zu laden.

Eine praktische Autosave-Funktion ist auch integriert. Doch der wichtigste Teil ist der "Welttour-Modus". Hier tritt man (meistens) gegen 11 Kontrahenten an, versucht, an der Spitze zu landen und dadurch viele Boni wie Strecken und neue Fahrzeuge frei zu schalten. Der World Tour Modus ist in 3 Schwierigkeiten aufgeteilt. Man beginnt in der "Basic" Liga und schaltet ein Turnier ( das zwischen 2-6 Rennen beinhaltet ) nach dem anderen frei. Hat man eine bestimmte Anzahl an Turnieren gewonnen, ist die "Pro" Liga verfügbar. Ist man in dieser voran gekommen, wird nächste Liga verfügbar: Die "Expert" Liga! Uns Europäern und den Amerikanern wurde als Bonus noch eine Liga zur Verfügung gestellt. Die so genannte "MaxTour" stellt die Extreme dar und hat einen übermenschlich hohen Schwierigkeitsgrad zu bieten. Hier werden nur die echten Profis Erfolge verbuchen können. Hat man alle Touren gemeistert, hat man immer noch die Möglichkeit, eine eigene Tour zu starten. Bestimmt Länge und Fahrzeugklasse und prompt wird per Zufall eine nach euren Wünschen gestaltete Runde generiert.

Die einzelnen Turniere unterscheiden sich in der Anzahl der Strecken und in den Autoklassen. Es gibt deren 6 und eine Spezialklasse mit 4 außergewöhnlichen Autos ( unter anderem das verrückte Pac-Man-Mobil). Mit jedem Sieg schaltet man weitere Autos und neue Strecken frei. Insgesamt gibt es 12 Strecken, die sich aus überarbeiteten Kursen der Vorgängertitel, aber auch aus zwei komplett neuen Strecken zusammensetzen. Natürlich können sie auch spiegelverkehrt gefahren werden, was die Anzahl auf stolze 24 Kurse erhöht!

Eine riesige Auswahl gibt es an den (frei erfundenen) Autos. Je neun Wagen pro Klasse plus vier Spezial-Flitzer ergeben 58 verschiedene Fortbewegungsmittel. Diese unterscheiden sich aber nicht nur im Aussehen. Jedes Autos steuert sich anders, je nach Klasse und Driftmechanik. Und damit kommen wir zum....

Gameplay:
Slide or Die! Es gibt 5 verschiedene Steuerungsmöglichkeiten, die im Optionsmenü ausgewählt werden können. Dabei ist die Standardwahl wohl die beste und intuitivste. Mit der X-Taste wird beschleunigt, die Quadrattaste dient zum bremsen (aber wer macht das schon, zumindest zu Beginn!). Wenn man mit manueller Gangschaltung fährt, dienen die Kreis- und Dreieck-Knöpfe zum Hoch- und Runterschalten der Gänge. Mit dem linken Schulterbutton kann man zwischen 2 Ansichten wechseln. Der rechte Schulterbutton aktiviert den neu eingeführten Boost mit Hilfe der Nitros.

Dies ist eine Neuheit in der „Ridge Racer“ Serie. Durch geschicktes Driften in den Kurven füllt sich eine dreistufige Boostanzeige langsam auf, die, wenn nötig, abgefeuert werden kann. Dies verschafft einem einen Geschwindigkeitsschub, der manches Match entscheiden kann. Gelenkt werden kann entweder mit dem Steuerkreuz, oder dem Analog-NUB. Beides funktioniert wundervoll, obwohl mit dem Analog-NUB ein besseres Fahrgefühl aufkommt, da man mit dieser geschmeidiger steuert. Letztendlich ist es aber persönliche Geschmackssache.

Grafik:
Mach den Mund zu. Da passt ja ein Auto durch! Grafisch zeigt „Ridge Racer“, was die PSP alles auf dem Kasten hat. Wunderschöne Rennstrecken, brillante Lichteffekte, Spiegelungen auf der Karosserie, Flugzeuge, die über die Strecke fliegen, ... Man muss es gesehen haben, um es zu glauben. Das Spiel wurde schon immer wegen seiner Grafikpracht bewundert, doch das, was jetzt erstmals auf einem Handheld geboten wird, übertrifft alle Erwartungen.

Eine brillante Framerate unterstreicht die Farbpracht, wenn man mit 300 Meilen pro Stunde durch die Gegend flitzt. Die Strecken selbst könnten kaum abwechslungsreicher sein. Ob Strand, Wald oder eine Stadt bei Nacht, jeder Wunsch wird erfüllt. Wenn man den Nitro-Boost zündet, verwischt die Umgebung und erzeugt dadurch ein unglaubliches Geschwindigkeitsgefühl.

Die Autos selbst sind schön gestaltet -leider sind sich alle irgendwie ähnlich und sodass es auf längere Sicht optisch etwas eintönig wird. Durch ihre Größe in der Außenansicht verdecken sie das eine oder andere Mal auch wichtige Details auf der Strecke, der wahre RR-Profi fährt sowieso nur in der Cockpit-Perspektive. Zudem stellt sich ein leichter Verwisch-Effekt ein, der einerseits wohl beabsichtigt ist, andererseits aber auch am etwas trägen Display der PSP liegt.

Sound:
Japanomucke vom Feinsten!
Der Sound ist, natürlich, Geschmackssache. Es ist eine Mischung zwischen Techno und House, aber auch Jazzig angehauchte Töne finden sich wieder. 30 Titel sind zwar eine tolle Bilanz, aber ohrwurmtauglich ist keiner. Es ist eben typisch „Ridge Racer“. Die Einen lieben die Musik, die Anderen verdammen sie. Die Sound-Qualität der Stücke ist aber auf alle Fälle toll und mit Kopfhörern einfach nur genial. Namco ging sogar so weit, die Musik als CD einzeln im Handel anzubieten.

Sind die Lieder noch Geschmackssache, kann man bei den Soundeffekten wirklich nicht meckern. Da hat Namco ganze Arbeit geleistet. Die Motorensounds sind so, wie sie sein sollten: stark und laut. Ein Riesenlacher (im negativen Sinne) ist der deutsche Kommentator. Bei dieser lustlosen Untermalung könnte man denken, Nilz Bokelberg würde wieder ein Quiz-Game auf der Games Convention leiten (und das! war richtig furchtbar). Dann doch lieber die elektronisch angehauchte Dame, die einem das Fahren in den letzten Runden der Profi-Tour versüßt.

Hier ist die englische Alternative eine viel bessere Wahl. Leider kann man die Akustik aufgrund der kleinen Lautsprecher nicht voll auskosten. Mit Kopfhörern ist dieses Manko aber ausgemerzt. Kein Rauschen und eine perfekte Qualität sind eben der Vorteil einer 1,8GB UMD. Die Musik muss nicht mehr kaputt komprimiert werden. Wem die Musik zusagt, der kann nur eins tun: Kopfhörer rein und genießen!

Features und Besonderheiten:
Ja, ist denn heut schon Weihnachten? „Ridge Racer“ bietet für ein Rennspiel enormen Umfang. 24 (leider zum großen Teil bekannte) Strecken, 58 Autos, einige Movies und eine Artworkgallerie warten darauf freigeschaltet zu werden. Da der Schwierigkeitsgrad nicht sehr hoch ist, hat man den "World Tour Modus" jedoch recht schnell beendet. Erst die Max-Tour macht einem so richtig das Leben schwer.

Man kann natürlich versuchen, seine Bestzeiten im "Time Attack Modus" zu knacken oder das Minigame spielen, dies vermag den ein oder anderen weiter zu motivieren. Doch nur die echten Rennspielcracks werden daran langfristig ihre Freude haben. Bis ihr den endgültigen Abspann des "World Tour Modus" zu Gesicht bekommt, vergehen aber locker 15-20 Stunden. Und eins muss man sagen: Diese Zeit werdet ihr genießen, denn Ridge Racer macht riesig viel Spaß.

Multiplayer:
Dazu gibt es auch noch die eigenen Touren und natürlich einen Multiplayer. Dieser ermöglicht es, kabellos über WLan mit bis zu 8 Freunden um die Wette zu rasen. Und das ist einfach super! Es macht nun mal doppelt soviel Spaß, gegen menschliche Gegner zu fahren, als gegen eine künstliche Intelligenz. Zu erwähnen ist, dass das Spielerlebnis auch bei mehreren Mitspielern sehr flüssig bleibt.

Fazit:
Ridge Racer ist wohl einer der beeindruckensten Launch-Titel für die PSP. Nicht nur der technische Aspekt, sondern auch das Gameplay lässt den Arcade Racer locker ganz oben in die Riege der Top Games auf der PSP aufsteigen. Besonders die ersten paar Tage wird man von diesem Spiel nicht loskommen, da man einfach von der Grafik gefesselt wird. Ridge Racer entpuppt sich aber nicht nur als Grafikblender, sondern als ein fast perfekter Racer für Zwischendurch, der einen dank der tollen Steuerung und der Vielfalt an Strecken und Autos lange begeistern kann. Doch auch wenn aus dem Titel die Luft raus ist, wandert die UMD immer mal wieder in die PSP, da es einfach Spaß macht, durch ein paar Strecken zu düsen.

Natürlich hat das Spiel auch seine Mängel, Realismusfans werden sich mit Grausen abwenden, aufgewärmte Strecken hätten auch nicht zwangsläufig sein müssen und auch in Punkto Features hat Wipeout mit Download-Content die Nase vorn. Aber Trotzdem: „Ridge Racer“ ist der perfekte Titel, um in eure „PSP Ära“ zu starten. Fazit: Kaufen.

Paul Schütz [Juste Belmont] für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
9 von 10
Intuitive und flüssige Steuerung
GRAFIK
9 von 10
Das derzeit schickste Spiel
SOUND
8 von 10
vergöttern oder verdammen
FEATURES
8 von 10
Viel drin - leider keine Downloads
MULTIPLAYER
9 von 10
Flüssig und rasant
GESAMT-
WERTUNG:
86%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Erträgliche Ladezeiten, ideal für unterwegs"







Details
Spielname:
Ridge Racer

Publisher:
Namco

Developer:
Namco

Genre:
Racing

Release:
01.09.2005 (erschienen)

Multiplayer:
1-8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (20)

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