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Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie


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Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie Review vom 12.11.2006

Luke, ich bin die Summe deiner Bauteile!

Kann man einen Star Wars Test anfangen, ohne abgelutsche Phrasen zu bringen? "Möge die Macht" und der ganze Kram sind seit über 20 Jahren in aller Munde und gehören zum Standardrepertoire eines jeden Filmzitateabends. Was gab es nicht alles für Dinge rund um die Sternensaga, die das Wort "Merchandising" eigentlich erst erfand: Trivial Pursuit-Editionen, Repliken von Laserschwertern mit Bewegungssensoren und realistischen Lichteffekten... und natürlich Computerspiele! Mit Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie erscheint jetzt der Nachfolger eines der erfolgreichsten SW-Spiele auch für die Playstation Portable. Als eines der größten Mankos des ersten Lego Star Wars Abenteuers galt die Fixierung auf die Episoden I, II und III. Doch trotz der in Fankreisen abgewatschten Prequels verkaufte sich der Titel von Travellers Tales erwartungsgemäß gut, so dass man endlich die Episoden IV, V und VI nachspielen darf.

Die Story sollte jedem einigermaßen Sci-Fi-Affinen Menschen bekannt sein: Der inzwischen böse Anakin Skywalker terrorisiert gemeinsam mit dem Imperator und dessen Dunklem Imperium die Galaxis. Einzig eine kleine Gruppe von Rebellen stellt sich den Finsterlingen und bekommt unerwarteterweise Hilfe von einem jungen Mann auf einem kargen Wüstenplaneten, der zufälligerweise der Sohn des Oberbösewichtes ist.
Anders als bei der Game Boy Advance Version, die einzig mit Texttafeln unterhält, wurde auf die UMD die komplette Playstation 2-Fassung des Spiels gepresst, einschließlich der animierten Zwischensequenzen. Diese erzählen die Storys der Filme aus einer humorvollen Sicht und mit einer so liebenswerten Komik, dass man ihnen selbst als Fan nicht böse sein kann.

Zu Beginn des Spiels startet man mit Prinzessin Leia und Commander Wedge Antilles in der Cantina von Mos Eisley, dem wohl schäbigsten Schuppen der Galaxis. Aber keine Angst, das hat mit der Story nicht viel zu tun, sondern dient vielmehr als Operationsbasis und Levelanwahlstation. Außerdem befindet sich in der Cantina der Laden, in dem neue Charaktere, Fähigkeiten und Hinweise gekauft werden können. PSP-Exklusiv gibt es auch drei Schmankerl, denn Lego Star Wars 2 erlaubt es, die drei Endbosse des ersten Teils durchzuspielen. Damit erhält man auch Zugriff auf Charaktere wie Darth Maul, den jungen Obi Wan oder Anakin Skywalker.

Ist zu Beginn nur Episode 4 anwählbar, bekommt man nach dem ersten Level auch Zugang zu den beiden letzten Teilen der Saga. Man ist also relativ frei, mit welchem Film man zuerst anfängt.
In den Leveln, die den Geschehnissen und Umgebungen der Filme nachempfunden sind, läuft man mit mindestens zwei, manchmal aber sogar bis zu sechs Personen durch die Gegend. Das hat seine Gründe, können doch nur Droiden die richtigen Türen öffnen, was zu zahlreichen Puzzle-Einlagen führt. Diese sind zwar einfach zu lösen, lockern das sonstige Spielgeschehen aber gekonnt auf.
Hat man einen Level geschafft, werden Charaktere freigeschaltet und man kann im Freien Spiel noch einmal hindurchlaufen. Das macht Sinn, denn das eigentliche Ziel von Lego Star Wars 2 ist nicht, jeden Level einfach nur durchzuspielen. In jedem Abschnitt gibt es viele Dinge einzusammeln, mit denen man den 100% des Games näher kommt. Spielt man LSW2 auf herkömmliche Weise einfach durch, hat man gerade einmal ca. 40% gelöst.
Neben Lego-Steinen, die als Währung im Shop dienen, gibt es noch die so genannten Minikits, die Miniatur-Raumschiffe im Hof der Cantina bauen, sowie rote Blöcke, die weitere Extras wie Unverwundbarkeit freischalten.

Das Wörtchen "Lego" im Namen verpflichtet natürlich: Sämtliche Figuren sind winzige Lego-Püppchen, die neben dem klassischen Aussehen auch die Fähigkeit besitzen, in den Leveln verstreute Lego-Teile zu fulminanten Bauten zusammen zu setzen. Konnten das im ersten Spiel nur die Jedis, darf hier jetzt jeder (außer den Droiden) mal ran. Zudem gibt es zahlreiche Stellen, die nur von Jedis oder Sith bewegt werden können - die Macht ist also wieder einmal mit dem Spieler.
Durch die Möglichkeiten des Freien Spielens kann man nach und nach in Bereiche Vordringen, die einem beim ersten Mal verschlossen geblieben sind. Selbst die kleinen Tarn-Einlagen, wenn eine der Figuren sich als Sturmtruppe verkleiden muss, werden hinfällig, sobald man mit Darth Vader durch den Todesstern gondelt. Für den Chef macht man schließlich gerne die Tür auf!

Dank der 100%-Marke wird aus dem eigentlich recht kurzen Spiel eine Tour de Force, die locker über 10 Stunden hinaus geht. Und das trotz der Tatsache, dass man nicht sterben kann: Hat man alle vier Lebensherzen verbraucht, fällt die Figur zwar in sich zusammen, erscheint aber nach einer Sekunde wieder. Beim ersten Mal durchspielen ist das nicht weiter schlimm. Jagt man jedoch Lego-Währung, dann muss man vorsichtig sein: Jeder Tod lässt einen wie eins Sonic seine Ringe auch einen ganzen Batzen Geld verlieren.

Gameplay:
Gegenüber den locker von der Hand gehenden Figuren-Missionen fallen nur die Flugsequenzen mit den bekannten Star Wars Fahrzeugen ab. Die linearen Strecken, die kein großes Ausweichen erlauben, sind nicht besonders anspruchsvoll und bieten auch weniger fürs Auge. Zudem steuern sich die Gefährte nicht immer optimal, so dass man gerne mal gegen die Wand brettert.

Ebenfalls "suboptimal" sind die Ladezeiten des Spiels. Besonders nach dem Standby-Modus der Playstation Portable dauert es bis zu 12 Sekunden, bis man wieder weiter durch die Sternensaga jagen kann. Will man außerdem im Freien Spiel einfach nur mal ein paar Level antesten, sollte man sich ebenfalls auf eine längere Wartezeit gefasst machen. Für eine Playstation 2 Umsetzung sind die Ladezyklen jedoch noch im Rahmen.

Steuerungstechnisch hat man bei Lego Star Wars 2 in den Figuren-Leveln die meiste Zeit gutes Spiel. Die Protagonisten weichen mit einem sanften Tastendruck Schüssen aus, mit einem weiteren erwidern sie das Feuer. Das artet bei Gegnerhorden in eine richtige Drück-Orgie aus, macht aber Laune.
Die Jedis haben es da etwas schwerer und schlagen auch gerne mal am Gegner vorbei und mitten in die (nicht besonders intelligenten) Gefährten. Autsch.

Grafik:
Man merkt dem Spiel seine Herkunft von der PS2 mit jedem Pixel an. Wunderschöne Spiegeleffekte, erstklassige Animationen und niedliche Details machen Lego Star Wars 2 zu einem der grafisch besten PSP-Spiele. Dass das manchmal zu Lasten der Framerate geht, ist verständlich, wirkt sich aber nicht besonders auf den Spielspaß aus. Dafür ist das Gameplay dann doch nicht anspruchsvoll genug.

Ungeschickter stellt sich dagegen die Kamera an, die man selber nicht bewegen kann. So liegen manche Levelbereiche im "Toten Winkel", was dazu führt, dass die Entwickler gerade hier gerne mal zusätzliche Dinge wie Lego-Teile versteckt halten. Daher sollte man immer und überall auf der Lauer sein und jede noch so unwichtig erscheinende Ecke durchsuchen. Vielleicht lässt sich dort ja eventuell noch etwas kaputt machen - denn zerstörbare Dinge gibt es in LSW2 genug!

Sound:
Endlich wieder ein Handheld-Star Wars mit anständiger Musik! Dank der UMD-Technik konnten die Klänge von John Williams in digitaler Form mitgeliefert werden. Passend zu den Leveln erklingen das Yoda-Thema oder "Here they come" in der Asteroiden-Sequenz, so dass man sich wieder wie im Kino fühlt.
Auch die Soundeffekte sind über jeden Verdacht erhaben und klingen genauso, wie man sie erwartet.

Features und Besonderheiten:
Dank der hunderten von Möglichkeiten, irgendetwas freizuspielen, hat man an Lego Star Wars 2 eine ganze Weile zu knabbern. Die 100% erreicht man jedenfalls nicht an einem Tag.
Besitzer der Playstation 2-Fassung müssen nicht wirklich einen Blick riskieren, da sie die Endboss-Kämpfe von Teil 1 schon im Günstige-Games-Regal bekommen.

Multiplayer:
Zwei UMDs, zwei PSPs: Gamesharing wird bei Lego Star Wars 2 leider nicht geboten. Dafür kann man mit der doppelten Exemplar-Zahl gemeinsam auf die Jagd gehen und das böse Imperium zur Strecke bringen.
Hier merkt man auch die Herkunft von der Konsole wieder, denn richtiges, getrenntes Stöbern erlaubt der PSP-Multiplayer nicht. Entfernt sich ein Spieler zu weit vom anderen, wird er hübsch zurück teleportiert.

Fazit:
Chapeau, der Star Wars Fan ist überzeugt: Das quirlige Gameplay verleitet einen jederzeit zum Nocheinmal-Spielen und die grafische Qualität sucht auf der PSP ihresgleichen. Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie ist kein Spiel, das einem großartiges Kopfzerbrechen bereitet, aber ein Spaß, den man sich als Fan durchaus gönnen sollte. Mit liebevoller Präsentation und, natürlich, auch den kleinen Fehlern, die einer erfolgreichen Beziehung erst so richtig das Feuer geben. Wer über manche Frameraten-Einbrüche, einen unausgereiften Multiplayer sowie umfangreichere Ladezeiten hinwegsehen kann, der bekommt lange Zeit viel Spaß!

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Spaßig, aber Manchem zu einfach
GRAFIK
9 von 10
Auf der PSP trotz Frameeinbußen kaum besser zu machen
SOUND
10 von 10
Perfektes Star Wars Feeling
FEATURES
8 von 10
Bis zu den 100% ist es ein langer Weg
MULTIPLAYER
5 von 10
Merkt man die Herkunft von der Konsole zu sehr an
GESAMT-
WERTUNG:
85%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Lange Ladezeiten, vor allem nach dem Standbymodus, und etwas zu dunkle Grafik."







Details
Spielname:
Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie

Publisher:
Activision

Developer:
Traveller's Tales

Genre:
Action Adventure

Release:
09.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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