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Mind Quiz: Trainiere dein Gehirn


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Mind Quiz: Trainiere dein Gehirn Review vom 27.11.2006

Mit dem Alter kommt die Weisheit. Doch was ist, wenn die grauen Zellen nicht mehr so schnell sind wie früher? In Japan boomt derzeit der Markt der Gehirntrainer und Gedächtnisrätsel. Auf dem Nintendo DS konnte Dr. Kawashimas Gehirnjogging die Massen begeistern und sogar im europäischen Sektor zahlreiche Fans für sich gewinnen. Selbst die Generation im Alter von 60+ greifen zu dieser Software mit dem Motto: „Spielend gegen Demenz, Alzheimer und Co.“
Das der Erfolg solcher Programme nicht Systembezogen ist möchte Sega beweisen und entwickelte das Spiel Mind Quiz. Ubisoft hat das Spiel nun auch für den westlichen Markt zugänglich gemacht und wir haben uns die Chance nicht nehmen lassen, zu testen wie fit unsere Denkapparate noch sind.

Computerspiele und Heavy Metal sind laut manchen Politikeraussagen der Quell allen Übels. Vor solchen Geräten verblöde man und wird nur aggressiv. Das es auch ganz anders sein kann, beweist Mind Quiz. Eigentlich handelt es sich bei dieser UMD nicht um ein Spiel, sondern um ein Programm zur Förderung der geistlichen Kompetenz. Es ist aufgebaut wie ähnliche Programme aus diesem Sektor und mit täglichen Aufgaben soll man die Hirnzellenanregen und beispielsweise das Gedächtnis, das räumliches Vorstellungsvermögen oder mathematischen Fähigkeiten nachhaltig aufwerten können.

Auch hier setzt man auf das Prinzip der Gehirnaltermessung. Studien von renommierten Hirnforschern haben ergeben, dass das menschliche Hirn schon ab dem 20. Lebensjahr an Leistung abbauen kann. Ähnlich wie man beim Körper mit Sport nachhelfen kann, kann der Leistungsverlust des menschlichen Hirns durch tägliche Aufgaben entgegengewirkt werden. Also drehen wir mal unsere Windungen durch die Mangel.

Nachdem man ein Profil erstellt hat und Angaben über das eigene Alter abgegeben hat kann der erste Test los gehen. Die Aufgaben kommen aus insgesamt 4 Bereichen: Den Rechenaufgaben, die Einschätzaufgaben, die Reflexaufgaben und die Gedächtnisaufgaben. Hat man die ersten Prüfungen hinter sich gebracht bekommt man sein vorläufiges Gehirnalter brühwarm präsentiert. Üblicherweise kommt hier der erste große Schock, denn nur wenige werden es schaffen beim ersten Test sofort ihr biologisches Alter oder gar geringer zu erzielen. In den nächsten Tagen und Wochen gilt es also, diese Leistung zu verbessern.

Nun kommt eine Beschreibung der über 50 verschiedenen Aufgaben, damit man eine Vorstellung hat, was die grauen Zellen alsbald zu tun bekommen. Wie schon im Alterstest unterscheiden wir auch hier in den unterschiedlichen Kategorien und beginnen mit den Rechenaufgaben. Neben einfachen Additons- und Multiplikationsaufgaben, gibt es auch Gleichungen bei denen die richtigen Operatoren eingesetzt werden sollen oder einfach aus mehreren Lösungen die fehlerlose herausgesucht werden muss. Neben den Aufgaben, die komplett ohne Bilder auskommen gibt es auch jene, die auf grafische Elemente angewiesen sind. Bilderrechnen, wo das Ziel ist beispielsweise Äpfel mit Birnen zu addieren, farbige Zahlen addieren oder einen Zahlenbaum zu lösen. Bei allen Aufgaben die darauf warten bewältigt zu werden, kann zuvor eine kleine Einleitung dafür sorgen, dass der Spieler weiß was gefragt wird. So kann das Zahlenjonglieren beginnen und der tägliche Drang nach Verbesserung seiner eignen Leistung spornt zusätzlich an.

Die zweite Kategorie sind die Reflexaufgaben. Hier gilt es beispielsweise den richtige Knopf zur richtigen Zeit zur drücken, Puzzelteile in die richtige Richtung zu drehen oder das entsprechende Pendant zur dem Spiel „Schere-Stein-Papier" zu finden. Hier soll nicht lange gefackelt werden, sondern die Leistung ist es schnell zu sein. Sehen, verstehen und handeln. Zwar werden alle Aufgaben nach Zeit berechnet und je länger man braucht, desto älter ist man, doch hier spielt der Faktor Zeit eine übergeordnete Rolle.

Nummer Drei der Aufgabengattungen sind die Einschätzaufgaben. Beim Einschätzen bekommt man viele Aufgaben, die auf Form, Farbe oder Zusammensetzung basieren. So muss man gleiche Figuren erkennen, räumlich gestapelte Blöcke zählen, die Positionen von Würfelzahlen abschätzen, Bilder vergleichen Formen vergleichen oder Zahlen- oder Farb- und Formreihen ergänzen. Das logische Konzept sorgt dafür, dass man diese Aufgaben auch schnell bewältigen kann, obwohl die grauen Zellen mehr angeregt werden als bei vergleichsweise den Reflexaufgaben.

Last but not least gibt es die Gedächtnisaufgaben. Wie der Name schon sagt, gilt es hier seine Beobachtungs- und Gedächtnisfähigkeiten auf Vordermann zu bringen. So müssen nicht nur Objekte oder Zahlen gemerkt werden, sondern auch Gesichtsstrukturen oder längere Zahlenreihen. Ähnlich wie bei Memory müssen ab und an auch Formpositionen gemerkt werden. Hier spielt sowohl der zeitliche Aspekt eine Rolle, sowie die Konzentrationsfähigkeit des Gehirnakrobaten.

Der Lehrer bei der Arbeit.
Nicht nur auf die Aufgaben kommt es an, sondern auch die Verpackung bzw. wie das Spiel präsentiert wird, ist natürlich sehr wichtig. Nach dem ersten Hirnaltertest, geht es direkt in die Vollen. Im Challenge-Modus, kann man eine kleine Weltreise starten und für jedes Land gilt es eine Aufgabe aus den oben genannten Bereichen zu lösen. Die Aufgaben werden so gelöst, dass man eine Gruppe von Ländern auf einem Kontinent oder anderem Länderareal lösen muss, um später ein Bonusland freizuschlalten, welches nochmals die Aufgaben in gemischter Reihenfolge präsentiert. Schafft man das Bonusland, geht auf der Landkarte zum nächsten Abschnitt weiter. Schafft man es, hoffentlich in weniger als 80 Tagen um die Welt, so wird man oftmals mit Trophäen oder anderen Goodies, wie eine Galerie voller Tierbilder belohnt.

Wenn man gezielt spezifische Aufgaben lösen möchte, eignet sich das freie Training dafür hervorragend. Hier kann man je nach Lust und Laune eine Aufgabe aus den Kategorien auswählen und ausprobieren. Stellt man einen persönlichen Highscore auf, so wird man auch mit Tier- oder anderen Bildern in der Galerie belohnt.

Einmal pro Tag sollte man dann auch den Hirnaltertest machen, der nur im Tagesturnus gespeichert wird. Auf einer kalendarisch dargestellten Tabelle, kann man dann den geistigen Fortschritt beobachten und sehen an welchen Tagen man besonders gut oder schlecht war. Nutzt man das Programm über eine Zeitspanne von mehreren Wochen, so wird man oftmals eine steigende Tendenz in den einzelnen Bereichen erkennen können.

Gameplay:
Die Menüführung und Gestaltung der Aufgaben ist so gemacht, dass ein Spieler jeden Alters damit klar kommen dürfte. Eine Vierwegesteuerung, bei der man nur die richtige Taste auf der PSP drücken muss, hat zwar die Nachteile, dass man durch Zufall, mit einer Wahrscheinlichkeit von 25%, die richtige Lösung finden kann, dennoch ist sie sehr intuitiv und schnell erlernbar. Wirkliche Mängel gibt es hier nicht zu beklagen, außer der Tatasche, dass die Ergebnisse nicht durch eine Autospeicherfunktion gesichert werden, sondern nur dann, wenn des Spieler sich selbst dafür entscheidet.

Grafik:
Grafisch gesehen bewegt man sich hier eindeutig im Bereich der Zweckmäßigkeit. Nette Anime-Figuren sollen als Lehrerersatz fungieren und ein wenig Emotion ins Spiel bringen. Ansonsten bekommt man die Aufgaben auf dem üblichen Tafelgrün präsentiert und brauch nicht auf spektakuläre Effekte hoffen.

Sound:
Auch in Sachen Sound hat man sich sehr zurückgehalten. Kleine Effekte für das richtige oder falsche Lösen der Aufgaben ist beinahe alles, was man geboten bekommt. Es stört auch nicht, wenn man hier die Mute-Funktion nutzt.

Features und Besonderheiten:
Über 50 Aufgaben, die man jeden Tag abarbeiten kann, die Möglichkeit sein fiktives Gehirnalter zu ermitteln, Statistiken über Stärken sowie Schwächen und ein Multiplayermodus gehören zu den Stärken des Titels. Ansonsten bekommt man auch all das, was man von vergleichbaren Produkten her kennt.

Multiplayer:
Direkte Duelle gegen Freunde oder Verwandte, können via W-LAN ausgetragen werden. Hier kann man dann Aufgaben um die Wette lösen und sehen, wer der Fitteste ist.

Fazit:
Mind Quiz ist im eigentlichen Sinne kein Spiel sondern eher ein Programm und kann daher auch nicht mit einer Prozentwertung belegt werden. Das Konzept ist bekannt und hat schon auf Nintendos DS zahlreiche Fans für sich gewinnen können. Gehirntrainer sind in Japan der Trend schlecht hin und diese Welle der Euphorie scheint nach dem bekannten Rätselspiel Sudoku auch nach Europa zu schwappen. Selbst wissenschaftlich gesehen sind einige dieser Tests anerkannt und sofern man es nicht übertreibt, kann durchaus eine positive Wirkung, im Sinne von beispielsweise einer besserer Gedächtnisleistung erzielt werden. Auf der PSP ist Mind Quiz der Vorreiter in diesem Sektor und wer sich schon immer einmal in die Welt des digitalen Gehirndopings stürzen wollte, kann ruhigen Gewissens zugreifen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Interessantes Konzept, dass die grauen Zellen beflügeln soll.
GRAFIK
3 von 10
Der Inbegriff der Zweckmäßigkeit.
SOUND
2 von 10
Stille ist das Hauptprogramm.
FEATURES
7 von 10
Zahlreiche Rätsel im Angebot.
MULTIPLAYER
5 von 10
Direkte Brain-Duelle mit dem Gegenüber sind möglich.
GESAMT-
WERTUNG:
keine
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Bei diesem Programm ist es wichtig sich zu konzentrieren."







Details
Spielname:
Mind Quiz: Trainiere dein Gehirn

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Sega

Genre:
Sonstiges

Release:
10.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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