Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Der Sudoku Coach


  • Testbericht
  • Screenshots (4)
  • News & Videos (2)
  • User (2)
  • Spiel Kaufen
Der Sudoku Coach Review vom 02.12.2006

Seit Menschengedenken üben knifflige Rätsel einen besonderen Reiz aus. Unzählige Variationen, die mehr oder minder fesselnd sind, hat man schon zu Gesicht bekommen, doch keines dieser Spielchen konnte bisher an den Erfolg des Kulträtsels "Sudoku" herankommen. Heutzutage verbinden die Meisten dieses Zahlenspiel mit der japanischen Kultur. Dass das Spiel seinen eigentlich Ursprung in der Schweiz des 18. Jahrhunderts hat, ist eher unbekannt. Leider fehlte dem Rätsel damals das gewisse Etwas - die Unterteilung in Unterblöcke. Erst mit einer Modifizierung durch Howard Garns, der diese Unterblöcke einführte, konnte sich das Spiel auch in der breiten Masse behaupten. Zwar begann die Karriere des Sudoku in Amerika, den erwünschten Durchbruch erzielte man allerdings erst, als eine japanische Zeitschrift das Zahlenrätsel unter dem komplizierten Namen "Sūji wa dokushin ni kagiru" veröffentlichte - der Titel wurde allerdings schnell gekürzt und das Sodoku, wie wir es heute kennen, war geboren.

Was auf dem Papier seit vielen Jahren wunderbar funktioniert wurde in der vergangenen Zeit auch auf die virtuelle Ebene verschoben und bereits auf unzählige Konsolen, Handhelds oder sogar Mobiltelefone portiert. "GO! Sudoku" erschien schon vor geraumer Zeit, konnte allerdings relativ wenige Rätselfreunde vor den Bildschirm fesseln, während das Spiel „Sudoku Master“ auf dem Nintendo DS eine akzeptable Wertung für Genrefans einheimsen konnte. Es war klar, dass wir irgendwann ein weiteres virtuelles Zahlenrätsel zu Gesicht bekommen werden; und so erscheint Anfang Dezember "Der Sudoku Coach" in unseren Breitengraden. Doch was unterscheidet diesen Titel vom konventionellen Spiel und welche Besonderheiten werden geboten? Wir hatten die Möglichkeit, uns den Titel genauer anzusehen - was wir zu berichten haben, erfahrt ihr wie immer in unserem heutigen test .

Ran an den Speck und rein mit der kleinen Scheibe in das UMD-Laufwerk. Nach einer flotten Ladezeit werden wir von einem interessanten Intro in Empfang genommen, das sich grundlegend von anderen Spieleintros unterscheidet. So hat man bei "Der Sudoku Coach" keine Kosten und Mühen gescheut, die attraktive Carol Vorderman zu engagieren. Genau genommen ist Carol Vorderman die Gastgeberin des Spiels. Diese nette Dame ist im britischen Fernsehen eine Quiz-Ikone und wird mit interaktiven Trainingsvideos den geneigten Sudoku-Spielern mit Rat und Tat beiseite stehen. Nach wenigen Minuten des gespannten Zuhörens stieg das Wissen rund um das "japanische" Rätsel um mindestens 400% und man ist fit für die wahre Action - die verzwickten Rätsel. Doch bevor man einsteigt, sind Regelkenntnisse von Nöten. Auch diese kann man sich in einem Video erklären lassen. Für Neulinge auf diesem Gebiet noch einmal die Regeln knapp zusammengefasst: Das Spielfeld besteht aus einem Gitterfeld, dass in kleinere Quadrate á 3 x 3 Felder aufgeteilt ist. So stehen also insgesamt 81 Felder zur Verfügung, die mit Zahlen gefüllt werden müssen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass in jeder der neun Blöcke, Spalten und Zeilen jede Ziffer nur einmal vertreten ist. Was sich für manche auf den ersten Blick noch recht simpel anhört, kann je nach Schwierigkeit eine recht verzwickte Sache sein. Wer denkt, dass aufgrund der Zahlen große Rechenleistungen nötig sind, liegt auch falsch. Man entschied sich für arabische Ziffern, da diese weit verbreitet sind und jeder die Reihenfolge dieser aus dem Stegreif beherrscht.

Im Hauptmenü angekommen, finden wir nun verschiedene Spielmöglichkeiten. Der Einzelspieler-Modus, der in weitere Modi aufgeteilt ist, ist unser erstes Ziel. Hier kann man die Sudokus entweder auf konventionelle Weise im so genannten "Klassisch"-Menüpunkt lösen (hierbei kann der Grad an Schwierigkeit selbst gewählt werden), sich im Arcade-Mode gegen die Zeit beweisen oder eine Karriere beginnen. Letzteres wird wohl die größte Motivation bieten und so nehmen wir diesen Punkt auch gleich in Angriff. Ähnlich wie bei asiatischen Kampf- oder Selbstverteidigungssportarten bekommt man auch hier für seine Leistungen farbige Gürtel verliehen. Sieben Gürtel müssen hart erkämpft werden, um den Schwarzen sein Eigen nennen zu dürfen. Wie erwartet, so gestalten sich die ersten Puzzles noch relativ simpel und können auch von Neulingen in kurzer Zeit gelöst werden, während sie bei der Reise zum schwarzen Gürtel stetig an Schwierigkeit gewinnen. Bis dieser Spielpunkt komplett zu Ende gespielt wurde, vergehen mit Sicherheit einige Stunden.

Fühlt man sich reif für den richtig großen Deal, so kann man außerdem einen Sudoku-Coach herausfordern. Gegen die Zeit wird hier ein relativ kompliziertes Rätsel gelöst und man kann sehen wie gut man seine grauen Zellen trainiert hat.

Gameplay:
Mit Stift und Papier fühlen sich die meisten Menschen beim Sudoku am wohlsten. Da ist es sehr wichtig, dass die Steuerung so einfach wie möglich, jedoch so umfangreich wie nötig ausfällt. Genau das ist hier geschehen; mit einem Klick auf das gewünschte Feld, springt der Zeiger auf eine Zahlentafel, auf welcher die Ziffern von 1-9 zu finden sind. Wählt man eine Zahl und bestätigt sie mit einem Druck auf die X-Taste, so wird sie fest eingefügt. Drückt man aber die Kreis-Taste, so wird die entsprechende Ziffer lediglich vorgemerkt, was auch an ihrer Größe im Feld zu erkennen ist. Natürlich können falsch gesetzte Nummern im Nachhinein wieder entfernt bzw. geändert werden.

Grafik:
Zweckmäßigkeit ist auch hier ein Stichwort. Ablenkende Effekte oder leuchtende Schriften wären hier fehl am Platze gewesen und so beschränkt man sich auf das Wesentliche. Wer die Einfachheit der Rätsel auf dem Papier gewöhnt ist, wird sich auch hier mit der grafischen Darstellung schnell anfreunden können und sich sofort heimisch fühlen.
Die Videopräsentation richtet sich eher an die ältere Generation der Spieler, so zieht Carol mit ihren Quizsendungen im britischen Fernsehen auch nicht das junge Publikum an Land. (PS: Bei den Screenshots handelt es sich um Bilder der PS2-Fassung!)

Sound:
Eine sanfte und beruhigende Hintergrundmusik schallt aus den kleinen Lautsprechern, wenn die UMD ihren Platz im Laufwerk gefunden hat. Hektische Sounds sucht man glücklicherweise vergebens und auch nach vielen, vielen Stunden vor dem Handheld kann dem Sound keine nervtötende Eigenschaft zugesprochen werden.

Features und Besonderheiten:
Nette Gastgeberinnen, die einem in vielen verschiedenen Videos die besonderen Tricks und Kniffe verraten, die nötig sind, um auch die kompliziertesten Rätsel lösen zu können, sind ebenso mit an Bord, wie eine unzählige Fülle verschiedener Rätsel. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein ausgedachtes oder vorgegebenes Rätsel in ein Feld einzutragen, woraufhin in wenigen Augenblicken die richtige Lösung bereitsteht.

Multiplayer:
Auch hier wird einiges geboten. Zwar muss man auf Gamesharing verzichten, jedoch besteht die Möglichkeit gegeneinander zu knobeln, auch wenn nur ein Handheld und ein Spiel greifbar sind. Hierbei gibt es einige verschiedene Modi, so geht es beim "Zeitangriff" darum - wie der Name vermuten lässt, möglichst schnell die richtigen Zahlen in die Felder einzutragen. Entscheidet man sich allerdings für eine falsche Zahl, so wird dem Kontrahenten eine bestimmte Zeit auf einer Sanduhr gutgeschrieben und er ist am Zug.

Fazit:
Wie immer stellt sich zuerst die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, sein Geld in einen solchen Titel zu investieren, hat man doch die Möglichkeit, sich im nächsten Kiosk ein Heftchen mit hunderten Rätseln für wenige Euronen zuzulegen. Allerdings bietet der Titel mehr Tiefgang als jedes Rätselheft - diese können nicht mit erklärenden Videos oder Sequenzen zur Geschichte des Spiels auftrumpfen. Auch gibt es keine Lösungshilfen oder sonstige Features, die dieser Titel bietet. Wer ein bisschen Geld über hat, oder noch keinen blassen Schimmer hat, welcher Titel in diesem Jahr unter dem Baum liegen soll, darf gerne zugreifen. Wer allerdings schon ein Spiel dieser Art sein Eigen nennen kann, wird wohl bequem am Titel vorbeigehen. Zwar hat man nicht die Möglichkeit, sich neue Inhalte herunterzuladen, wie es etwa bei "Go! Sudoku" der Fall ist, jedoch sollte auch die vorhandene Anzahl an Rätseln einige Zeit vor den Handheld fesseln.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Explosiv für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Suchpotential hat das Spiel allemal!
GRAFIK
7 von 10
Man beschränkt sich aufs Wesentliche und das ist auch gut so!
SOUND
8 von 10
Entspannung pur ohne jedliche Unruhestifter.
FEATURES
6 von 10
Videos, Infos und jede Menge Rätsel, jedoch kein Download von neuen Inhalten!
MULTIPLAYER
8 von 10
Zu Zweit an einer Konsole - was will man mehr?
GESAMT-
WERTUNG:
66%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Flotte Ladezeiten, jedoch aufgrund der Konzentration eher für die ruhigere Umgebung gedacht."







Details
Spielname:
Der Sudoku Coach

Publisher:
Xplosiv

Developer:
Xplosiv

Genre:
Denkspiel

Release:
2005 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop