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Ford Street Racing L.A Duell


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Ford Street Racing L.A Duell Review vom 05.12.2006

Los Angeles, die "Stadt der Engel" ist nicht nur Heimat des "Walk of Fame" und die zweitgrößte Stadt der vereinigten Staaten, sondern ebenso Schauplatz des neuesten Rennspielstreichs aus dem Hause "Explosiv". Ford Street Racing - L.A. Duel, so der Name, dem so mancher Fan noch von der Playstation, der Xbox oder dem Computer bekannt sein dürfte - hält seit kurzem Einzug auf der PSP und soll mit einigen Neuerungen und Modifizierungen neue Käufer anlocken. Kann sich das Spiel im hart umkämpften Markt der Rennspiele etablieren? Sollte man sich eine Zeile auf seinem Wunschzettel freihalten und in wie weit unterscheidet sich der Titel von seinen großen Brüdern? Nachdem wir den Titel bereits ausführlich beäugen konnten, wissen wir euch in unserem aktuellen Test darüber zu berichten.

Wie der Name schon vermuten lässt, soll das Softwarepaket mit einer Fülle an Lizenzen aufwerten und überzeugen können, aber konnten die Mankos der bereits erschienenen Versionen allesamt ausgemerzt werden? Das Hauptmenü ist im Vergleich zu anderen Rasern eher schlicht gehalten und zeigt die Elemente des Spiels in Listenform. Für das schnelle Rennen in kurzen Pausen eignet sich natürlich der gleichnamige Modus am Besten. Ganz unkompliziert und flott landet man hier direkt im Rennen, ohne vorher irgendwelche Einstellungen vorgenommen zu haben. Ferner gibt es unter dem Menüpunkt "Arcade" weitere Events, die darauf warten, gemeistert zu werden. Hier wird der Spieler im Vergleich zum schnellen Rennen von einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten in Empfang genommen. Nachdem man sich entschlossen hat, ob man das Rennen lieber im Alleingang oder zusammen mit einem Teamkollegen bestreiten möchte, wählt man die Art des Wettkampfs und einen der drei Schwierigkeitsgrade aus und ab geht es in die Garage zur Wagenauswahl. Hier stehen die bereits freigeschaltenen Wägen, gegliedert nach verschiedenen Klassen und warten darauf das die potentiellen Fahrer unter die Haube schauen. Hat man diese Prozedur überstanden, so wärmt man die Motoren an und es geht auch gleich auf die Piste.

Das Hauptaugenmerk gilt natürlich dem Herzstück des Spiels - dem Karrieremodus. Dieser ist in zwei Arten unterteilt; Solo und Team. Je nach dem für welche dieser Möglichkeiten man sich entscheidet, hat man bei dem Rennen ggf. auch einen Mitstreiter im Gepäck. Zwar hört sich das im ersten Moment wirklich interessant an, stellt sich nach kurzer Zeit allerdings als weniger possierlich heraus. Zwar wird man zu keiner Sekunde von seinem Kollegen aufgehalten oder behindert, jedoch gibt dieser auch keine wirkliche Hilfestellung bei den Rennen. Der versprochene taktische Vorteil entsteht nur sehr selten. Need for Speed: Carbon zeigte, was man mit einem solchen "Feature" alles anstellen kann. Besonders schön hingegen ist, dass man während eines Wettkampfes zwischen den Wägen wechseln und sich somit innerhalb von Sekunden einen immensen Vorteil verschaffen kann. Allerdings leuchtet nicht ein, wieso man von diesem Vorzug gebrauch machen müsste, da man beim Anblick der KI des Öfteren den Kopf schütteln muss. Ist man durch einen unglücklichen Zufall auf den letzten Platz zurückgefallen, so kann man bei genauer Beobachtung die offensichtlichen Fahrfehler der Kontrahenten beobachten. Es ist schon sehr verwunderlich, wenn sich der gegnerische Bolide auf staubtrockener, geradliniger Fahrbahn plötzlich um die eigene Achse dreht. Demnach muss man nicht um seinen Sieg fürchten, auch wenn man eine oder zwei Runden die Aufgabe des Schlusslichtes übernommen hat. Im "Solo" Modus sieht das ganze nicht anders aus.

Die gesamte Karriere ist in einzelne Events aufgeteilt, die an unterschiedlichen Örtlichkeiten stattfinden. Die Karte, welche die bereits absolvierten und freigeschaltenen Meisterschaften nebst Namen anzeigt, ist sehr übersichtlich gehalten und lässt zwischen abgeschlossenen und bevorstehenden Rennen gut unterscheiden. Mit jedem gewonnenen Event wird also eine bestimmte Summe auf das Konto gebucht, die man beim Händler in die gewünschte Ware umtauschen kann. Ab und an lohnt es sich auch, in der eigenen Garage vorbeizuschauen, um ramponierte Wägen wieder auf Vordermann zu bringen. Wir können also auch beim Punkt den Schadensmodells einen Haken setzen, auch wenn dieses nicht wirklich realitätsnah daherkommt.

Aufgrund der exklusiven Ford-Lizenzen sind natürlich auch dementsprechend viele Karossen detailgetreu wieder zu finden. Neben den Fahrzeugen, die auch schon auf der Konsole beäugt werden konnten, wurden dem Handheld-Spieler noch einige weitere, wie der "Mustang Mach 1" aus dem Jahre 1971 oder der "SVT Sport Trac Adrenalin Concept" des letzten Jahres spendiert. Natürlich beschränkt sich der Fuhrpark zu Beginn auf ein paar langsame Retro-Mühlen, erst im späteren Verlauf bekommt man die Möglichkeit, sich auch hinters Steuer der "großen" Rennboliden zu klemmen. Dies geht - wie im echten Leben auch - natürlich schon vor dem Kauf. In einer relativ kurzen Testfahrt kann man sich mit den Eigenarten, Vorzügen und Nachteilen des Wagens auseinandersetzen, bevor man einen dicken Batzen Cash über die Theke wandern lässt. Auch im Bezug auf die Strecken bekommt man einiges geboten; sechs exklusive und 30 Konsolen übernommene Strecken sind vorhanden.

Zwar lässt sich das Spiel gleich neben die anderen Arcaderacer stellen, kann aber in einigen Belangen nicht mit den Konkurrenten mithalten. So werden wohl nur gelassene Fahrer Spaß an diesem Titel finden können, da etwas wie ein Geschwindigkeitsgefühl eigentlich gar nicht vorhanden ist. Selbst bei einem Tempo von über 200 Sachen scheint es, als ob man gemütlich durch eine Ortschaft tuckert. Doch eventuell Spieler älteren Semesters können sich an einer ruhigen und optisch ansprechenden Fahrt erlaben, Zumindest genau jene, die mit dem heutigen Tunings- und Missions-Schnickschnack nichts anfangen können.

Gameplay:
Die Rennspieltypische Tastenbelegung und eine im Arcadestil gehaltene Steuerung sorgen dafür, dass sich jeder Spieler schnell mit dem Handling der Fahrzeuge anfreunden kann. Je nach Typ des Wagens und aktueller Geschwindigkeit verändern sich natürlich die Fahreigenschaften. Jedoch bedeutet ein großer und schwerer Bolide nicht gleich eine unvorteilhaftere Steuerung oder ein schlechteres Handling. Dies kann jedoch - wie schon beschrieben - frühzeitig vor dem Kauf begutachtet und ausgiebig getestet werden, sodass ein böses Erwachen nach der Geldübergabe flach fällt.

Grafik:
Sehr detailreich kommen nicht nur die unzähligen Karossen der amerikanischen Aktiengesellschaft daher, sondern auch die verschiedenen Stadtteile Los Angeles'. Ebenfalls nett anzusehen sind die Lichteffekte, denen man, aufgrund des nicht vorhandenen Geschwindigkeitsgefühls, ruhig etwas mehr Aufmerksamkeit schenken kann. Wunderschöne Sonnenaufgänge mit rot gleißendem Licht sind optische Schmankerl des Spiels. Doch zugleich stellt genau das besagte nicht vorhanden sein des Geschwindigkeitsgefühls auch ein sehr großes Manko dar.

Sound:
Ferner müssen hier Punktabzüge gemacht werden. Zwar gehen die Motorengeräusche gerade noch in Ordnung, jedoch sucht man eine musikalische Untermalung des Geschehens vergebens. Und wenn man dann mal eine Melodie zu Ohren bekommt, dann kommt auch gleich der Zwang auf, die Boxen ganz schnell leise zu drehen. Gerade Rennspiele können sich im Bereich der Musik oftmals einige Punkte verdienen - leider ist dies hier nicht der Fall.

Features und Besonderheiten:
Die größte Besonderheit sind wohl die Lizenzen, die nötig sind, um zahlreiche Ford-Schlitten über die virtuellen Pisten rollen zu lassen. Für Fanatiker der amerikanischen Automarke ist das schon Grund genug, sich den Titel nach Hause zu holen; immerhin hat man die Möglichkeit, sich sowohl hinter die Steuer längst vergessener, als auch noch nicht veröffentlichter Boliden zu klemmen. Zwar hätte man aus der Idee des Teamfeatures weitaus mehr machen können, doch die vorhandene Form kann zumindest kurzzeitig erfreuen.

Fazit:
"Ford Street Racing L.A Duell" ist ein zweischneidiges Schwert. Es kann Liebhaber durch die Lizenzen beeindrucken, schreckt den Otto-Normalverbraucher allerdings aufgrund des nicht vorhandenen Geschwindigkeitsgefühls ab - actionreiche Rennen sucht man vergebens. Auch wirken manche vermeintliche Features wenig durchdacht bzw. nicht vollkommen ausgeschöpft. Wem "Need for Speed" zu Mainstream und "Burnout" zu actiongeladen ist und auch von "Ridge Racer" schon genug hat, darf sich gerne auf das ruhige Rennerlebnis einlassen. Wer allerdings auch nur einen Funken Spannung verlangt, sollte von einem Kauf absehen.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Xplosiv für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Intuitiv und simpel.
GRAFIK
7 von 10
Detailreich, doch ohne Geschwindigkeit.
SOUND
3 von 10
Schont die Ohren und dreht leise!
FEATURES
8 von 10
Unzählige lizensierte Fahrzeuge, viele Strecken.
MULTIPLAYER
5 von 10
Leider nur via Ad-Hoc!
GESAMT-
WERTUNG:
67%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Das Schnellspiel ist geradezu perfekt für den gemütsamen Spaß unterwegs."







Details
Spielname:
Ford Street Racing L.A Duell

Publisher:
Xplosiv

Developer:
Razorworks

Genre:
Racing

Release:
05.12.2006 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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