KAZooK
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KAZooK
Review vom 11.12.2006
Unzählige Jahre sind vergangen, seit man die ersten Computerspiele auch zu Hause genießen kann. Verschiedene Genres haben sich im Laufe der Zeit entwickelt und etabliert. Während man Renn- und Sportspiele allerdings erst nach einiger Zeit auf den Heimkonsolen zu Gesicht bekam, war es zu Anfang das Genre der Geschicklichkeitsspiele, das Einzug auf Konsole und Spielautomat hielt. Mit einer guten Reaktionsfähigkeit und viel Geschick konnte man schon vor mehr als zwanzig Jahren siegreich aus einer Runde im Pong-Ring treten. Dass es bis dato unzählige Kategorien gibt, in die sich die Videospiele einordnen lassen, hat dem Reiz, den die Geschicklichkeitsspiele ausstrahlen, bis heute nichts genommen. So lässt sich auch unser heutiger Testkandidat in dieses Genre einordnen - "KAZooK", so der Titel des guten Stückes, von dem wahrscheinlich relativ wenige gehört haben. Was das Spiel aber wirklich hält; ob sich ein Kauf lohnt oder es sich nur um eine lieblose Ballung langweiliger Mini-Spiele handelt, wollen wir euch berichten.
Schon zu Beginnt fällt der Comic-Stil ins Auge, mit dem man vor allem junge Spieler locken möchte. So stehen zum Start im Einzelspielermodi, genauer gesagt im Überlebens-Menü eine Hand voll Mini-Spiele zur freien Verfügung. Diese kommen dem erfahrenen Spieler schon beim Anspielen sehr bekannt vor und so handelt es sich bei dem Spiel "Papgeien-Puck" um eine Art des Klassikers Pong mit dem kleinen Unterschied, dass sich der Charakter auf einem Hovercraft niedergelassen hat und mit diesem frei über die eigene Hälfte des Spielfeldes fahren kann. Jetzt gilt es nur noch, den exotischen Vogel, der den Ball ersetzt, hinter den gegnerischen Spieler zu transferieren, um einen Punkt abzusahnen. Was sich recht simpel anhört, ist in der Praxis schwerer als vermutet - jedoch mit ein wenig Übung zu schaffen.
Ferner gibt es den Titel "Zombi-Killer", der noch einmal eine Stufe langweiliger daherkommt als das vorige Spiel. Mit einer Schrotflinte bewaffnet geht es im Moorhuhn-Stil auf Zombie-Jagd, um Zivilisten zu schützen. Jedoch bleibt hier der Spaß aufgrund der relativ schlechten Umsetzung auf der Strecke. Was mit der Maus auf dem Computer wunderbar funktionieren würde, klappt per Analog-Stick nur mäßig. Hier mag auch nach viel Übung und einer Eingewöhnungsphase kein Spaß aufkommen!
Manch einem wird nach einer Runde dieser Games schon die Lust am Spiel vergangen sein, doch nicht alle Titel die wir hier finden können, sind zwingend öde und freudlos. „Pool Party“ beispielsweise kann zumindest für kurze Zeit motivieren. Hier geht es darum, am Schwimmbecken stehende Menschen mit einem Baseball zu treffen, der natürlich mit dem passenden Schläger geknüppelt werden muss. Einfach ein Druck auf die X-Taste und ein weiterer Druck zur richtigen Zeit und schon fliegt der Ball in Richtung des Ziels. Dieses muss allerdings vorher Anvisiert werden. Interessant ist, dass man bei einem Treffer auf einen FBI-Agenten 50 Punkte auf das Konto gutgeschrieben bekommt, während es glatte 100 Punkte Abzug gibt, wenn man die leicht bekleideten Mädels in die Mangel nimmt.
Wer allerdings vermutet, dass von jetzt an nur noch wirklich lustige Mini-Spiele anstehen, der täuscht. Zwar kann man zwischendurch ein oder zwei ganz nette Spielchen finden, doch nur die wenigsten werden die Motivation dazu aufbringen können, solange zu spielen, bis man diese auch zu Gesicht bekommt. Denn nicht alle Spiele sind – wie bereits angesprochen – von Anfang an spielbar. Viele müssen erst von dem, bei den verschiedenen Disziplinen gewonnenen, Geld erkauft werden. Dies passiert im sog. „Geschäft“ für 10.000 Scheinchen pro Spiel. Um vor einem Fehlkauf zu schützen, kann man sich eine Kurzbeschreibung zu jedem Titel schon vor dem Kauf zu Gemüte führen.
Hat man sich dazu durchgerungen lange zu spielen und alle Titel gekauft, so hat man die Möglichkeit im gleichnamigen Modus „Party-Superstar“ und somit der König der Mini-Spiele zu werden. Eine Option, die bereits freigeschaltenen „Partykracher“ zu trainieren, ist natürlich auch gegeben.
Ganz klar, dass fanatische Spieler hier wenig gefordert werden und sich das Spiel an die jüngeren Semester richtet, doch gerade diese werden mit so manchem Spiel ein wenig überfordert sein und den Handheld gefrustet in die Ecke schmeißen. Dafür passt die Vielfalt der Spielchen und es wird kaum ein Genre ausgelassen. Renn- oder Kampfspiel, Shooter oder Sportsimulation – eines der ca. 30 Mini-Games trifft mit Sicherheit die bevorzugte Kategorie.
Gameplay:
Das Gameplay variiert je nach dem, welchen Titel man gerade zockt, sehr stark. Manche Spiele lassen sich optimal per Steuerkreuz bzw. Analog-Stick steuern, während manche ein Spielprinzip schlichtweg nicht für die PSP geeignet sind und sich daher auch nur qualitativ minderwertig präsentieren. Ein gutes Beispiel ist die Jagd nach Zombies. Zwar kann das Prinzip ganz nett sein, doch das sehr unfreundliche Gameplay macht einem einen dicken Strich durch die Rechnung!
Grafik:
Optisch hat man sich sehr stark an diversen Comics orientiert; die Chraktere wirken meist lieblos und auch die Umgebungsdarstellung weiß nicht wirklich zu überzeugen. Dass trotz der eintönigen Gestaltung eine ordentliche Darstellung geboten wird, ist hingegen erfreulich.
Sound:
Auch hier können nicht viele Punkte vergeben werden. Schon das Gedudel im Hauptmenü beginnt nach wenigen Minuten an den Nerven zu kratzen und auch während des Spielens wird man nicht von harmonischen Melodien in Empfang genommen. Zwar sind einige Effektgeräusche wirklich nett, aber die zum Teil sogar schreckliche Musik veranlasst dennoch ein Abschalten der Lautsprecher.
Multiplayer:
Zumindest hier gibt es positives zu berichten! Die Zahlen sprechen für sich und so kann man genau 27 der Spiele via WiFi spielen, besitzt der Gegenüber eine eigene UMD, hat die Möglichkeit, sechs verschiedene Games gegeneinander zu zocken, wenn nur ein Handheld verfügbar ist und kann zudem noch fünf Titel per Gamesharing mit seinen Freunden teilen. Hier könnten sich Konkurrenzprodukte gerne eine Scheibe abschneiden.
Fazit:
Schade, dass KAZooK in kaum einem Belangen wirklich auftrumpfen kann. Die Auswahl der Spiele scheint unüberdacht und auch die Eintönigkeit im Bezug auf Sound und Grafik lassen keine Zusprüche zu. Für einen kurzen Spaß ist das Spiel sicherlich nicht schlecht, jedoch sollten jene Spieler, die auch über längere Zeit gefordert werden wollen, an diesem Titel vorbeigehen. Im Multiplayer liegt eigentlich die einzige Stärke des Spiels und so kann auch zusammen gedaddelt werden, wenn nur ein Handheld im Hause ist.
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Herzlichen Dank an Xplosiv für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Von gut bis böse ist alles dabei! |
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GRAFIK
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Langweiliger Comic-Look in akzeptabler Qualität. |
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SOUND
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Rechts des Home-Buttons naht Hilfe! |
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FEATURES
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Mini-Spiele en masse! |
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MULTIPLAYER
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Gamesharing, zwei Spieler an einer PSP – was will man mehr? |
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GESAMT-
WERTUNG:
43%
Mobilitätsfaktor: [6 /10] "Mini-Spiele sind perfekt für unterwegs aber die Ladezeiten eher störend!"
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Details
Spielname:
KAZooK
Publisher:
Xplosiv
Developer:
Xplosiv
Genre:
Geschicklichkeit
Release:
01.12.2006 (erschienen)
Multiplayer:
ja
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (4)
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