PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Medal of Honor: Heroes


  • Testbericht
  • Screenshots (6)
  • News & Videos (5)
  • User (148)
  • Spiel Kaufen
Medal of Honor: Heroes Review vom 12.12.2006

Was auf PC und Konsole Gang und Gebe ist, findet man auf der PSP nur als Rarität. Gemeint sind die eigentlich so beliebten Egoshooter, die zu Launchzeiten der PSP mit dem Beispiel Coded Arms und anderen Konsorten mit einen Stempel mit der Aufschrift "Vorsicht!" versehen wurden. Mangelnde Steuerungsmöglichkeiten des Edelhandhelds wurden von einigen Entwicklern dieses Genres als Ausrede genutzt, um diesen Sektor erstmal in Vergessenheit geraten zu lassen. In diesem Winter sieht alles anders aus, den sowohl EA als auch Ubisoft schicken ihre Weltkriegssoldaten ins Rennen und hoffen, dass das weihnachtsuntypische Thema doch noch einen Platz unter dem Christbaum bekommt. Balleraction unter dem Baum, oder müdes Knallen in der Vorsilvesterzeit? Wir schauen uns Medal of Honor Heroes näher an und direkt im Anschluss kommt der Vergleich mit Brothers in Arms: D-Day. Welches Spiel gewinnt das Kriegsduell?

"Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“
Die gute Nachricht an der Front ist, dass es bei diesen beiden Titeln zwar themenspezifische Inhaltsüberschneidungen gibt, aber die Spielprinzipien sich gänzlich unterscheiden. Neue Helden braucht das Land und EA möchte den sonst zu kurz kommenden PSP-Zockern mit Medal of Honor: Heroes endlich mal ein exklusives Spiel aufs Auge drücken. Das eigentliche Spiel ist unterteilt in drei Kampagnen mit jeweils fünf Missionen. Zunächst schlägt es den Spieler nach Italien, doch hier darf man keine Pasta oder Pizza genießen, sondern kämpft mit Sergeant John Baker in der Hauptrolle gegen die Deutschen an den Küstenlandschaften des Mittelmeerstaats. Fünf Missionen später übernimmt Leutnant Jimmy Patterson im Land des Goudas und der Holzlatschen das Kommando und muss dort für Ruhe und Ordnung sorgen. Last but not least kommt Leutnant William Holt zum Einsatz und muss im Beneluxstaat Belgien seinen Feinden einheizen. Fans der Serie werden sofort erkennen, dass es sich bei diesen ranghohen Tieren um bekannte Gesichter handelt. Schaut man sich in der Medal of Honor Reihe ein wenig um, so erkennt man Parallelen zu Allied Assault, Breakthrough, Frontline oder European Assault. Storyelemente zu den einzelnen Elitesoldaten werden gekonnt in Szene gesetzt und mit einigen Schwarzweißfilmchen hinterlegt. Es kommt somit eine gute Stimmung auf und die Action kann losgehen!

Gameplay:
Kritikpunkt vergangener Tage war schon immer die Steuerung eines Egoshooters am Handheld. Während man am PC gemütlich die Maus schwingen kann und am Nintendo DS den Stylus hinter dem Ohr hervorholt, hat man auf der PSP begrenzte Möglichkeiten, da im Vergleich zum großen Bruder der zweite Analogstick wegrationalisiert wurde. Electronic Arts wusste sich hier zu helfen und hat es geschafft trotz dieser Einschränkungen eine passable und intuitive Steuerung zu entwickeln. So nutzt man neben dem Analogpad auch die üblichen Aktionstasten auf der rechten Seite allein zum Bewegen und umschauen. Feuer frei heißt es mit der „R-Taste“ und mit „Select“ wird gesprungen und das Steuerkreuz hält andere Funktionalitäten parat. Das Ergebnis dieser Geschichte ist eine sehr flüssige und vor allem flexible Steuerung die das Spiel sehr actiongeladen und schnell macht. Binnen weniger Minuten hat man die Kontrollen des Spiels voll im Griff und kann sich beherzt an die Front wagen. Hier kann man ein dickes Lob an die Entwickler raus tragen und ihnen ohne Abschweife erzählen, dass sie die bisher beste Steuerung eines Egoshooters auf der PSP geschaffen haben - Hut ab!

"Wir nehmen die Socke eines GI, Standardmodell!"
In Sachen Leveldesign und Waffenauswahl bekommt man auch einiges geboten. Von Pistolen über Handgranaten, zu Raketenwerfern, fixen Geschützen, Maschinengewehren bis hin zum oftmals beliebten Scharfschützengewehr ist alles dabei. Hübsch anzusehen sind die Umgebungsstrukturen, die hier und da mit einigen Wettereffekten zum echten Hingucker werden. Während die Hintergründe und Objekte recht ansehnlich sind, kommen die Gegnerfiguren oftmals etwas kantig daher und schmiegen sich nicht ganz so nahtlos in die optische Welt von Medal of Honor: Heroes ein.

Was bei Brothers in Arms schon im Namen steckt, gehört auch bei Medal of Honor: Heroes zur Tagesordnung. Auf dem Schlachtfeld kämpft man nie alleine. Denn während der insgesamt 15 Missionen hat man immer einige tapfere NPCs auf seiner Seite, die mit Wumme in der Hand das Böse bekämpfen und euch euren Rücken frei halten. Sollten diese netten Herren an der Front fallen, so kehren neue zurück und machen dort weiter wo John Doe aufgehört hat. Manch Spieler wird hier zetern: „Ha! Zwei neue für jeden Gefallenen, da kann ich gar nicht verlieren!“. In gewisser Weise stimmt diese Tatsache auch, denn je nach Schwierigkeitsgrad hat man es mit einem sehr einfachen Spiel zu tun. Die gegnerische KI ist auch nicht wirklich von der hellen Sorte und vermag oftmals nur in Horden den Spieler zu überrennen. Und hier kommen wir zum ersten Kritikpunkt des Spiels, der Spieldauer. Fünfzehn Missionen hören sich lang an, aber da diese meist so gestrickt sind, dass man innerhalb eines Zeitlimits von 15 bis 20 Minuten ein bestimmtes Gebiet erobern muss, einige Dokumente als Nebenziel einsammelt oder gegnerische Offiziere eliminiert, kann das Spielvergnügen schon sehr schnell vorüber sein. Neben den Hauptzielen können und sollen hier und da noch Sidequests gelöst werden, doch auch hier muss man nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um das betreffende Dokument oder Objekt der Begierde an sich zu reißen und Extrapunkte in der B-Wertung zu kassieren.

Nach jeder Mission erhält der Spieler nämlich diverse Orden für seine Heldentaten. Je nachdem wie gut man war, sprich wie viele Sekundärziele man erreicht hat, wie viel Zeit verstrichen ist oder wie viele Gegner man erledigt hat, bekommt man am Ende einer Mission eine Gold-, Silber- oder Bronzemedaille verliehen. Zusätzlich werden somit neue Elemente wie Figuren oder Skins für den Multiplayermodus frei geschaltet und erst wenn man alle Ziele in Gold auf allen Schwierigkeitsgraden erledigt hat, wird man auch alles frei geschaltet haben.

32 Freunde sollt ihr sein!
Wer jetzt sagt, dass Spiel ist nichts wert, da der Storymodus schon an einem Nachmittag problemlos zu schaffen ist, der sollte sich noch mal hinsetzten und sagen lassen, dass EA an dieser Stelle ein Ass im Ärmel hatte. Der Multiplayermodus des Spiels ist nicht nur ausgelegt für Gefechte mit Bots, sondern man kann sogar mit 32 Leuten zeitgleich online in die Schlacht ziehen! Wenn das mal nicht rekordverdächtig ist.

Grafik:
Auch optisch gesehen macht Medal of Honor: Heroes eine gute Figur. Die Umgebungen sind sehr detailliert und hübsch anzusehen. Wetter- und Lichteffekte tun ihr übriges. Ein wenig Kritik müssen die Figuren ertragen, denn diese hätten weitaus kantenfreier ausfallen dürfen. Wenn aber dafür das Spiel dauerhaft flüssig bleibt, wollen wir hier nicht zu viel meckern. Gerade in Sachen Onlinemodus mit 32 Personen.

Sound:
Die musikalische Begeleitung des Spiels ist sehr themenbezogen. Dramatische Klänge mit typischen Ballergeräuschen und hier und da einige Sprachsamples und Videosequenzen. Auch hier wollen wir keine Abstriche machen, da man zu keiner Zeit zum Lautstärkeregler greifen muss.

Features und Besonderheiten:
Eine recht kurz geratene Kampagne mit nur 15 sich sehr stark ähnelnden Missionen mag so manchen erschrecken. Hier haben die Entwickler eindeutig das Augenmerk auf den Multiplayermodus gelegt. Zahlreiche freispielbare Objekte in den drei Schwierigkeitsstufen regen auch zum mehrmaligen Durchzocken an. Ansonsten heißt es rein in das Getümmel und sich entweder im Gefecht gegen Bots oder online gegen echte Spieler behaupten.

Multiplayer:
Mit sechs verschiedenen Multiplayermodi auf fünfzehn verschiedenen Maps hat man einiges zu tun. Egal ob im klassischen Deathmatch oder im Teamwork mit virtuellen Soldaten aus der ganzen Welt, hier kann man zeigen wer Herr der Lage ist. Erstaunlich ist, dass das Spiel zu nahezu jederzeit online auch flüssig läuft und durch die vielen Möglichkeiten auch noch enormen Spaß bereitet. Wer nicht online spielen will, der hat auch die Möglichkeit in einem Gefecht gegen Bots noch fehlende Medaillen zu gewinnen. Was dem Singleplayermodus fehlt, wird mit dem überaus vorbildlichen Multiplayer- und Onlinemodus wett gemacht. Medal of Honor: Heroes lädt immer mal wieder auf eine Runde gegen die ganze Welt ein. Einziges Manko ist die Chatfunktion, die etwas dürftig ausgefallen ist. Sprachkontrolle via Headset wäre die Alternative gewesen, Socom hat es ja vorgemacht.

Fazit:
Medal of Honor: Heroes ist ein Spiel, was man mit Vorsicht genießen sollte. Denn wenn man mit seiner Playstation Portable nicht online gehen kann, so wird man nach sehr kurzer Zeit das Spiel in die Ecke legen und nicht mehr so schnell anschauen. Der Storymodus ist einfach viel zu kurz und sehr eintönig ausgefallen und hätte obgleich der sehr guten technischen Umsetzung des Titels keine Chance über den 70er-Wertungsektor hinauszukommen. Multiplayerfreunde, die auf schnelle Action stehen, werden um dieses Spiel jedoch nicht herumkommen und dieser Aspekt rettet das Spiel. Zahlreiche Mehrspielermodi egal ob allein, mit Freunden unterwegs oder weltweit in spannenden Onlineduellen - Medal of Honor: Heroes macht vor, wie es geht. Im Sektor der Egoshooter auf der PSP hat man einen enormen Sprung nach vorne gemacht und einige Entwickler sollten sich hier eine Scheibe von abschneiden, zwar sind noch nicht alle Mängel ausgebügelt, doch Mutliplayerfans können sofort beherzt zugreifen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Kurzer und eintöniger Singleplayermodus.
GRAFIK
8 von 10
Hübsche Umgebungen, mäßige Charaktermodelle.
SOUND
7 von 10
Stimmige Musik und Sounds.
FEATURES
9 von 10
Kurze Kampagne aber ausgeklügelte Multiplayeroptionen.
MULTIPLAYER
9 von 10
Mit 32 Spielern Online, ein Muss für Multiplayerfans.
GESAMT-
WERTUNG:
80%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
" Kurze Ladezeiten und knackige Action, ideale Handheldumsetzung."







Details
Spielname:
Medal of Honor: Heroes

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Adventure

Release:
29.11.2006 (erschienen)

Multiplayer:
Bis zu 32 online

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop