Tiger Woods PGA Tour 07
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Tiger Woods PGA Tour 07
Review vom 14.12.2006
Golf kann nicht nur auf eine sehr lange Geschichte und Tradition zurückblicken, es ist auch eine der wenigen Sportarten, die sich mit zahlreichen Vorurteilen herumschlagen muss. Viele Jahre schon, wird das, was in der heutigen Zeit als Golfen bekannt ist, als Sport für elitäre und reiche Rentner bezeichnet. Doch bei einem Blick auf die Golfplätze fällt auf, dass in den letzten Jahren auch immer mehr Leute des jungen Volkes zum Schläger greifen und sich natürlich auch riesig daran erfreuen. Sportspiele sind hoch im Kurs und so erschienen in letzter Zeit auch immer wieder Softwaretitel, die sich mit dem Thema des Golfens beschäftigen - nicht zuletzt die Golflegende Tiger Woods sorgte dafür, dass bereits einige virtuelle Golfplätze ihren Weg auf Konsole und Handheld fanden. Während sich Spiele wie "Everybodys Golf" von Sony eher an Spieler richten, die einfach mal gekonnt auf den Ball kloppen wollen, richtet sich die "Tiger Woods..." Serie an die Gruppe, die realitätsnahe und mit Lizenzen ausgestattete Spiele bevorzugt. Mit "Tiger Woods PGA Tour 07" feiert der US-amerikanische Profigolfer bereits seinen zweiten Auftritt auf Sonys schwarzem Klotz. Ob der Titel zu überzeugen weiß, oder ob man lieber doch zum eindrucksvollen Vorgänger greifen sollte? Wir haben uns den Titel näher angesehen und wissen euch in folgenden Zeilen von unseren Erfahrungen zu berichten.
Zwar konnte schon der letzte Teil der jungen Serie mit einem verhältnismäßig realitätsnahem Gameplay aufwarten, dennoch ist eine Einübungsphase von mehreren Stunden nötig, um den kleinen weißen Ball einmal in die gewünschte Richtung zu verfrachten. Die Jungs von Electronic Arts haben Gott sei Dank erneut - wie auch schon bei der 06er Version - ein umfangreiches Tutorial für Einsteiger des virtuellen Golfspiels mit auf die kleine Scheibe gepresst. Hier wird (leider nur in englischer Sprachausgabe) genauestens erklärt, wie eine Runde abläuft, man den richtigen Schläger wählt und die Hilfen, die das Spiel bietet, richtig nutzt. Im ersten Moment wirkt die Fülle an Informationen ein wenig erschlagend, doch nach einigen Probeläufen geht das ganze in der Regel recht einfach von der Hand - zumal man kein Profi sein muss, der die Namen eines jeden Schlägers und die dazugehörigen Eigenschaften aus dem Stegreif aufsagen kann.
Verschiedene Modi stehen im von netter Musik hinterlegten Hauptmenü zur Auswahl bereit und warten darauf angewählt zu werden. Eine schnelle Runde auf einem eigens gewählten Platz kann im "Quick Play"-Menü gespielt werden. Dieser Modus weiß zwar über kurze Zeit hinweg zu überzeugen, wer sich diesen Titel allerdings in Hinsicht auf mehrere Stunden puren Spielspaßes zugelegt hat, wird sich schon jetzt die Finger nach einem Karrieremodus lecken. Natürlich lässt sich das Entwicklerteam von EA Sports nicht lumpen und packte einen solchen auch wieder mit auf den Minisilberling. Hier geht es richtig zur Sache, doch davor muss noch, ein eigener Charakter erstellen werden. Während manche versuchen, krampfhaft ihre Lieblingsschauspielerin nachzubilden, wagen wir uns an unsere eigenen Daten. Ist Spielername, Geschlecht und die Wahl der Schlaghand getroffen, geht es ab zum nächsten Unterpunkt. Nun geht es ans Eingemachte; man erstellt sich sein eigenes Gesicht. Hier hätte ein Feature, wie man es von Tony Hawk's Underground 2 Remix kennt, dass es ermöglicht, ein kleines Foto ins Spiel zu laden und dieses über das Gesicht der virtuellen Person zu legen, nicht geschadet. Auch die verfügbaren Einstellungen können durchaus zufrieden stellen. Von einer Fülle an Hauttypen über einen Haufen Gesichtszüge bis hin zur passenden Augenfarbe und den Proportionen kann hier alles individuell angepasst werden. Dass man nach etwas längerer Bearbeitungszeit sogar erkennen kann, um welche Person es sich dabei handelt, ist wirklich verblüffend. Doch auch nachdem man hier einige Zeit verbracht hat, kann man noch nicht anfangen, den Schläger zu schwingen. Erst gilt es noch, sich ein passendes Outfit zuzulegen, das den Preisrahmen nicht sprengt. Später, wenn mehr Bares auf das Konto geflossen ist, kann man sich auch hochwertigere Kleidung in den Schrank hängen.
Alles abgeschlossen und die gewünschten Einstellungen vorgenommen (ggf. noch das Tutorial gespielt), geht es ab in die Karriere. Hier schlüpft man in die Rolle des erstellten Charakters, der natürlich noch keinerlei Erfolge auf seinem Punktekonto zu verbuchen hat, um mit diesem eine komplette Tour zu spielen, dabei jede Menge Geld nach Hause zu bringen, Ruhm einzufahren und zu einem der besten (wenn nicht sogar zum besten) Spieler der Golfliga zu avancieren. Die genannte Tour beginnt im Januar des kommenden Jahres (wir sind der Zeit also schon einen Katzensprung voraus). Der Kalender, der den Dreh- und Angelpunkt darstellt, weist auf kommende Events hin und stellt uns unseren aktuellen Faktor an Anerkennung bildlich dar - dieser ist natürlich zu Beginn des Spiels im Bereich des Meeresspiegels, was sich im weiteren Verlauf aber gewaltig ändert. Hat man sich für eine kommende Partie entschieden und sich damit einverstanden erklärt, dass man bei einem Sieg eine horrende Summe auf sein Konto überwiesen bekommt, so geht es auch gleich los.
Die Events laufen eigentlich immer gleich ab; man spielt mehrere Löcher mit einer vorgegebenen Zahl an Schlägen, die natürlich auch kleiner auslassen darf, zieht schlussendlich als Sieger von Dannen und das Eigenkapital steigt um die genannte Summe. Was sich recht einfach anhört, kann, wie der Praxistest beweist, ein langwieriger Prozess werden, da auf jedem der berühmten Golfplätze verschiedene Tücken zu finden sind, die dem Spieler das Leben erschweren sollen. Jedoch fällt der Schwierigkeitsgrad zu Anfang noch nicht auf, was den geübten Spieler zu Beginn mit Sicherheit unterfordern wird. Hat man sich allerdings schon ein wenig etabliert und einige Events gemeistert, so zeigt sich das Spiel von seiner Schokoladenseite und der Schwieirgkeitsgrad steigt stetig.
Natürlich sind auch wieder jegliche Arten von Schlägern Verfügbar, die bei vorhandenem Wissen auch gerne getauscht werden dürfen. Wer allerdings keine Ahnung hat, für welche Bodenbegebenheit sich ein entsprechender Schläger am besten eignet, sollte stets das vorgegebene Schlaggerät nutzen. Eigentlich sollte man sich schon vor dem Schlag damit befassen, wo das weiße Bällchen landen soll, doch auch wenn man dies einmal vergessen hat, besteht noch immer die Möglichkeit, den Ball in die auf den rechten Weg zu führen. Mit einem Druck auf die rechte Schultertaste und Nutzung des Analog-Sticks in die angepeilte Richtung, wird der Ball bzw. die Flugbahn durch Geisterhand ein wenig beeinflusst. Nach einer jeden Runde wird wie zu erwarten auch eine kleine Bilanz gezogen, ob man sein Soll erreicht hat, wie viele Schläge man benötigte und wie hoch das Handicap war.
Nach diesem Prinzip gilt es also ständig neue Events freizuspielen und diese zu absolvieren, neue Sponsoren an Land zu ziehen, die sich mit ordentlicher Ausstattung und einem netten Nebenverdienst schmackhaft machen um schlussendlich einer der größten Golfspieler dieses Planeten zu werden.
Gameplay:
Schon der zuletzt erschienene Teil wartete mit einer umfangreichen aber zugleich auch intuitiven Steuerung auf und an genau dieses Konzept knüpft auch der aktuelle Titel an. Wirkt die Tastenbelegung für manchen zu Beginn noch ein wenig zu kompliziert, ändert sich das spätestens nachdem man das bereits angesprochene Tutorial abgeschlossen hat.
Nach wie vor ist für die Intensität der Schläge der Analog-Stick vorgesehen. Durch einen Zug nach unten lädt sich ein Balken auf und der Spieler holt auf. Schiebt man den Nub dann mit ordentlich Schmackes wieder nach vorne, so schickt man den Ball auf die Reise. Schade, dass die Probleme beim Putten noch immer bestehen und man hier schlecht einschätzen kann, wie stark der Ball geschlagen werden muss um ins Loch zu rollen. Bereits beim Vorgänger musste man diesen Punkt ankreiden und auch hier sorgt er wieder für jede Menge Frust!
Grafik:
Auch hier wurde nicht viel geändert, jedoch präsentiert sich der Titel aus dem Hause EA Sports wieder auf einem recht hohem Niveau. Die Golfplätze sind durchweg authentisch gestaltet und so mancher Fan wird hier seinen Lieblingsrasen, den er schon auf dem Flimmerkasten ins Herz geschlossen hat, wieder erkennen können. Dass sich an der Qualität und der Darstellung eigentlich nichts geändert hat, muss nicht negativ bewertet werden, da sich das Spiel schon im letzten Jahr in Topform zeigte.
Sound:
Eine ruhige und entspannende nicht vorhandene Soundkulisse offenbart sich während eines Events. Hier hat man wieder darauf verzichtet, unpassende Tracks einzuspielen, dafür bekommt man wohlklingende Effektgeräusche en masse. Im Hauptmenü allerdings klingt auch der ein oder andere nette Titel aus den kleinen Boxen unseres Schmuckstücks.
Features und Besonderheiten:
In diesem Sektor können reichlich Punkte vergeben werden. Neben dem umfangreichen Karrieremodus stehen die angedeuteten Quick Games zur Verfügung und wer nach vielen Stunden Spielzeit genug des konventionellen Ballsports bekommen hat, kann sich an weiteren Features erfreuen. Schon seit langem zeichnen die EA-Trackx bzw. das EA-Media Center Spiele aus der geliebten Manufaktur aus. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit, sich jegliche Titel des Soundtracks einzeln zu Gemüte zu führen. Auch kann man eigene MP3s einbinden, die man allerdings nur im Hauptmenü bzw. den EA-Pocket Trax hören kann. Verschiedene Kurzbiographien der berühmtesten Spieler sind natürlich auch mit an Bord.
Ferner kann man die virtuellen Zeitungsartikel, die den Charakter nach gewonnenen Events ins rechte Licht rücken, auch einzeln auf dem PHOTO-Ordner des MemorySticks abspeichern. Zwar kann man die Texte sowieso nicht lesen, doch ein kleines bisschen Beweihräucherung muss eben ab und an mal sein!
Fazit:
"Tiger Woods PGA Tour 2007" hat weder an seinem Charme, noch an seinem Ambiente verloren. Keine Frage; für Fans des schottischen Ballsports ist das Spiel ein Muss. Es bietet einen umfangreichen Karrieremodus, jede Menge Lizenzen und ein weitestgehend realitätsnahes Gameplay. Leider bekommt man nur an manchen Ecken wirkliche Neuerungen zu Gesicht, was das Spiel für Besitzer des Vorgängers recht uninteressant macht. Wer Lunte gerochen hat und über ein gewisses Schulenglisch verfügt, darf allerdings ohne Bedenken zugreifen. Wer das Vorgängerspiel zu einem Schnäppchenpreis im Elektronikmarkt des Vertrauens findet, sollte sich allerdings aufgrund er kaum vorhandenen Neuerungen für dieses entscheiden!
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Das Putting macht noch immer Probleme. |
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GRAFIK
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Motion Capturing zahlt sich aus. |
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SOUND
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Im Spiel muss man sich mit einer Geräuschhkulisse zufrieden geben. |
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FEATURES
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Hossa! Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt. |
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MULTIPLAYER
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Mehrere Modi, mehrere Spieler, mehrere UMDs. |
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GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [5 /10] "Trotz flotter Ladezeiten nur bedingt für unterwegs geeignet."
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Details
Spielname:
Tiger Woods PGA Tour 07
Publisher:
Electronic Arts
Developer:
EA Sports
Genre:
Sport
Release:
02.11.2006 (erschienen)
Multiplayer:
1 - 2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
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