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Burnout Dominator


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Burnout Dominator Review vom 13.06.2007

Electronic Arts hatte schon zu Launchzeiten der PSP ein heißes Eisen im Rennspielefeuer. Burnout, Die Kombination aus Geschwindigkeitswahn, schicken Flitzern und rasanten Crashs bannte zahlreiche Racingfans vor den Schirm des Edelhandhelden. Fast zwei Jahre nach Burnout Legends schickt man nun Dominator ins Rennen und die Fangemeinde fragt sich nun, wer die Nase vorn haben wird. Billiger Aufguss oder würdiger Nachfolger? Wir haben in der Zielgeraden gewartet, die karierte Fahne geschwenkt und verraten euch natürlich mehr zum spannenden Thron-Duell im ausführlichen Testbericht.

Um zu verstehen in welche Richtung Criterion mit Burnout Dominator gegangen ist, muss man zurück zu den Anfängen der Serie blicken. Im November 2001, damals noch unter der Schirmherrschaft von Acclaim, sorgte ein rasantes Rennspiel mit einem Nervenzerreißendem Geschwindigkeitsgefühl und einem so aggressiven Fahrverhalten dafür, dass Crasheinlagen unumgänglich waren. So schnellte man am Straßenverkehr vorbei, machte sich als Geisterfahrer unbeliebt und rammte seine Kontrahenten in die Straßenplanke. Je spektakulärer der Crash, desto länger blieb die Kamera im Zeitlupenmodus auf dem Geschehen und präsentierte das zerreißende Metall, die zerspringenden Scheiben und den Geruch von Zerstörung. Im Laufe der Jahre hat man den Fokus immer mehr auf die Crashs gelegt und obgleich das Geschwindigkeitsgefühl nie vernachlässigt wurde, ist man ein wenig vom Pfad abgekommen und das risikobehaftete Schlängeln durch den Straßenverkehr verlor immer mehr an Bedeutung. Ein Crash-Modus musste her. Noch mehr Zerstörung, noch mehr Adrenalin.

Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Hubraum.
Mit Burnout Dominator geht man aber eine andere Richtung, man hat sich auf die Rufe der Fans eingelassen und ein Experiment gewagt. In Sachen Streckendesign konzentriert man sich auf perfekte Drifts, längere Strecken und weniger auf takedowneinladende Ecken und Kanten. Der Fokus liegt diesmal wieder auf den Burnouts, dem Geschwindigkeitsrausch, dass einem ständigen Durchdrücken des Gaspedals gleichkommt. Mit 200 Sachen am Gegenverkehr vorbei, Boosts gesammelt und der Bleifuß durchstößt den Innenraum der Karosserie. Doch greift in diesem Falle das Motto: „No risk. No fun!“?

Einmal einen Turbo gesammelt, heißt es nun, während man das Gaspedal durchdrückt, weiter mit vollem Risiko zu fahren und zu versuchen Beinahunfälle zu erzeugen, lange Drifts hinzulegen oder Gegner in die Bande zu jagen. Schafft man diese Ziele zu meistern, während man mit einem Boost über die Strecke jagt, so schaltet man eine Kombo frei und ein weiterer Boost kann an die Kette gehängt werden. Noch schneller, noch gefährlicher und spektakulärer heißt die Devise. Das gesamte Konzept wurde nun in diese „alt-neue“ Richtung gelenkt und somit verlieren die Crashs und die Bedeutung der spektakulären Unfälle mehr an Bedeutung. Es geht sogar soweit, dass der gelobte Crash-Modus, indem es galt auf einer viel befahrenen Straße möglichst viel Schaden anzurichten, einfach wegrationalisiert wurde. Schluss, aus, weg. Auf dem Weg zum Ruhm müssen Opfer gelassen werden, doch gerade dieser Spielmodus wird bei einigen Fans zu trauernden Gesichter führen. Umso mehr erfreut es die Retrospieler, die nun das altbekannte Konzept noch fassettenreicher als je zuvor erfahren dürfen. Es sind natürlich wieder zahlreiche Spielmodi mit von der Partie, welche die Rennspielerfahrung herausputzen.

Die Autobahnen sind voll von rücksichtslosen Fahrern, die zu dicht vor einem fahren.
Das Filetstück des Spiels ist erneut die Welt-Tour, denn hier gilt es verschiedene Events mit unterschiedlichen Fahrzeugklassen zu bestehen. Wie gewohnt fängt man klein an und tuckert mit den niedlichen Alltagsautos über die Pisten, bevor es gegen Ende des Spiels an Lenkrad der richtig teueren Rennboliden geht. Da die Autoindustrie nur ungern ihre edlen Fließbandprodukte zerkratzt und verbeult sieht, hat man auch diesmal einen großen Bogen um teuren Lizenzen gemacht, dennoch sind die Vorbilder oftmals klar und deutlich zu erkennen.
Doch nun zu den eigentlichen Event-Typen. Klassiker wie das typische „Ich-werde-Erster-sein“ Rennen und schnellste Runde sind ebenso mit von der Partie wie der Eliminator, bei dem nach jedem Checkpoint der letzte Fahrer rausfliegt. Die Königsklasse ist der Grand-Prix-Modus, denn hier muss man mehrmals hintereinander beweisen, dass man einen mehr als ausgeprägten Bleifuß hat. Damit die trauernden Crash-Fans nicht frustriert das Gerät in die Ecke werfen, hat man den beliebten Road-Rage-Modus beibehalten. Hier gilt es ein Rennen zu absolvieren und zudem noch eine Mindestanzahl an Takedowns hinzulegen, sprich die Gegner in tausende Stücke zerspringen zu lassen. Zudem gibt es in nahezu jedem zweiten Event eine versteckte Aufgabe, die man erfüllen kann, um ein neues Fahrzeug frei zu schalten. So muss man beispielsweise einen Drift über eine bestimmte Distanz ausführen, einen Rivalen mehrmals schlagen, oder einfach nur schnell sein. Die wohl größte Neuerung des Spiels ist der so genannte Maniac-Modus. Hier gilt es an seine Grenzen zu gehen und sich als risikobereiter Irrsinnsraser zu behaupten. Je mehr Boostketten man hinlegt, je länger man durchhält und desto mehr Punkte man für seinen verrückten Fahrstil kassiert, desto höher die Belohnung am Ende der Strecke.

Typischerweise wird der rasende Pistenfeger mit den typischen Medaillen in Gold, Silber und Bronze belohnt und kann zudem noch versteckte Trophäen ergattern, wenn bestimmte Nebenziele erfüllt wurden. Nach und nach füllt sich also die Garage mit Medaillen, Trophäen und neuen Autos, dabei werden die Aufgaben immer kniffliger und verzwickter. Auch neu im Spiel sind die zahlreichen Abkürzungen, die durch gezielte Takedowns freigeschaltet werden können.

Grafik:
Höhere Texturdetails, mehr Umgebungsobjekte und noch schnellere Autos. So präsentiert sich Burnout Dominator. Man merkt, auch in diesem Sektor, dass die Entwickler ihr Augenmerk auf die Optik gelegt haben, denn die Crashs fallen im Verhältnis zum Vorgänger etwas schwächer aus. Die Partikelexplosionen sind nicht ganz so detailreich, dafür schmückt man das Menü und nahezu sämtliche Ladepausen mit zahlreichen Videos, die zumindest das Spiel etwas atmosphärischer wirken lassen.

Sound:
In Sachen Sound macht EA so schnell keiner was vor. Mit den EA-Trax hat man fast schon ein Musikalbum in der Hinterhand und kann nach seinem persönlichen Geschmack entscheiden, welche Lieder abgespielt werden sollen, und welche nicht. Egal ob Rock, Pop oder Hip Hop: hier findet man eine bunte Mischung für jeden Genrefan. Auch die Sounds und Motorengeräusche brauchen sich nicht verstecken, hier bekommt man vollen Klang geboten.

Features und Besonderheiten:
Zahlreiche Rennevents, Singleplayermodi, ein lokaler Multiplayermodus sowie einige Onlinefeatures sind mit von der Partie. Wer Wipeout kennt, wird wissen wie ein Streckendownload aussieht, doch viel mehr wird nicht geboten. Als zusätzliches Feature gibt es nur noch die Möglichkeit, Highscores hoch zuladen und auf einer Weltrangliste zu begutachten.

Multiplayer:
Schade, schade. Hier hätte man so viel machen können, doch erneut hat man auf den Onlinemodus im Sinne von direkten Duellen gegen Freunde verzichtet. Dafür gibt es eine Onlinebestenliste und die Möglichkeit, neue Strecken herunter zu laden.

Fazit:
Wie ist dieser retroangehauchte und eher andersgeartete Zugang zur Burnout-Serie nun also zu beurteilen? Burnout Dominator ist schlichtweg anders als Burnout Legends und doch ähnlich wie sein Anverwandter Bruder Burnout 2. Der Fokus liegt nicht mehr nur darauf, den Gegner möglichst schnell und möglichst spektakulär in die nächste Bande zu dreschen, sondern eher darauf, sein Fahrkönnen unter extremen Bedingungen unter Beweis zu stellen. Boostketten warten darauf gesammelt zu werden, um damit echtes Geschwindigkeitsgefühl zu erleben. Burnout Dominator ist vor allem eines: Schnell, sehr schnell, verdammt schnell. Wenn danach ein Ridge Racer oder Wipeout in den Schacht steckt, wird glauben, er führe in Cinderellas Kürbiskutsche zum nächsten Schlossball. Dennoch muss jeder Racingfan selbst entscheiden, ob er lieber die crashige oder rasante Art von Burnout mag, doch auch der Mittelweg mag für viele sehr angenehm sein. Eines ist sicher: Burnout Dominator gehört zu den Top-Titeln auf Sonys Edelhandheld und wer Rennspiele mag, sollte den Blick wagen.

Kevin Jensen für playstationportable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
10 von 10
So soll es sein, präzise bis ins letzte Detail.
GRAFIK
9 von 10
Hier und da Clippingfehler, aber ansonsten Top.
SOUND
9 von 10
EA at its best.
FEATURES
9 von 10
Viel drum und dran, aber kein Crash-Modus.
MULTIPLAYER
7 von 10
Mehrspielerduelle und Streckendownload.
GESAMT-
WERTUNG:
88%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Gute Ladezeiten laden zu einem schnellen Rennen ein."







Details
Spielname:
Burnout Dominator

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Electronic Arts

Genre:
Racing

Release:
06.04.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2-6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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