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Tales of Eternia


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Tales of Eternia Review vom 20.02.2006

Phantasie, Sagen und Legenden. Es gibt Erzählungen, die die Sinne fesseln und den Geist erweitern können. Verwurzelt in unserer Kultur haben schon manche fabelhafte Geschichten in Buchform für Spannung und Unterhaltung gesorgt. Doch nicht nur Bücher haben die Fähigkeit eine einzigartige Geschichte auf eine ganz besondere Weise zu erzählen. So manch Entwickler erzählt seine ganz eigene Legende in Form eines Videospiels. Rollenspiele erfreuen sich in Japan großer Beliebtheit und seit Februar können nun auch europäische Rollenspiel-Fans in den Genuss von ersten Japano-Rollenspielen auf der Playstation Portable kommen. Was so spannend an diesem Genre ist verraten wir in unserem Review zu Tales of Eternia.

Tales of Eternia wurde erstmals im November 2000 in Japan veröffentlicht. Es handelt sich dabei um ein reinrassiges 2D-Japano-RPG und ist der direkte Nachfolger von Tales of Phantasia und Tales of Destiny. Nicht umsonst war 2001 dieser Titel in den USA noch als Tales of Destiny II bekannt. Knapp fünf Jahre Später erscheint dieser Klassiker nun in alter Frische auf der Playstation Portable. Hatte Väterchen-Zeit ein Wörtchen mitzureden, oder kann das Spiel noch immer die Rollenspieler begeistern?

Die Mischung aus Anime und klassischem Rollenspiel mag so manche begeistern. So wird die Geschichte in unregelmäßigen Abständen mit Animesequenzen begleitet und auch Sprachausgabe ist mit von der Partie. Doch auch die deutsche Fassung wurde nicht lokalisiert und man muss sich sowohl bei der Sprachausgabe, als auch bei der Textbegleitung mit der universalsprache Englisch begnügen.

Die Gesichte des Spiels beginnt in der Fantasiewelt Eternia, welches eigentlich zwei Welten sind, die von Orbus Barrier getrennt wurden. Diese zwei Welten Inferia und Celestia zusammen nennt man also Eternia und sollte jemals der Orbus Barrier zerstört werden, würde es das Ende beider Welten bedeuten. Da dies genau der passende Aufhänger ist ein spannendes Abenteuer zu beginnen, nimmt das Schreckenszenario seinen Lauf und ein kleines Mädchen Namens Meredy wird von Celestia nach Inferia geschickt, um eine Lösung für das apokalyptische Problem zu suchen.

Das Raumschiff hat aber beim Landeanflug seine Probleme und stürzt ab und zwar geradewegs vor die Füße zwei weiterer Protagonisten – Reid Herschel und Farah Oersted. Zwischen den Welten Inferia und Celestia gab es schon seit Ewigkeiten keinen Kontakt und so wurden finstere Legenden um die „menschenfressenden“ Bewohner gesponnen. Doch eigentlich sind sie nichts anderes als ganz gewöhnliche Menschen. Der Unterschied liegt wohl in der Sprache, denn diese ist so kompliziert und kryptisch, dass keiner versteht, welche Schreckensnachricht Meredy zu erzählen hat.

So versuchen die zwei Helden das Mädchen zu jemanden zu bringen, der diese Sprache verstehen kann. Die Tatasche, dass man die Persönlichkeiten der Charaktere erst langsam aufbaut, ist sehr schön gemacht. Jeder Protagonist hat seine eigene Geschichte, die ein Teil der umfassenden Erzählung ausmacht.
Um nicht zuviel vorweg zu nehmen, hören wir hier mit der Geschichte auf, denn von hieran beginnt ein episches und sehr traditionelles Abenteuer voller Überraschungen, weiteren Freunden, Monstern und Spannung.

Doch nicht nur die Story eines Rollenspiels ist ausschlaggebend dafür, dass man von Anfang bis Ende gebannt vor der Playstation Portable sitzt. Dazu gehört einfach ein wenig mehr, wie beispielsweise ein gelungenes Kampfsystem, Komplexität und abwechslungsreiche Sidequests. Auch in diesem Sektor hat Tales of Eternia einiges zu bieten. So ist das Kampfsystem eine Mischung aus den klassischen rundenbasierten Kämpfen und actiongeladenen Echtzeit Fights. Hier stellt sich die Frage, wie ist dies überhaupt möglich? Die Antwort drauf ist so einfach wie genial. So beginnen die Kämpfe in den Dungeons und auf der Weltkarte zufällig und das Geschehen blendet über zu den Schlachten. Der Unterschied ist aber, dass diese Friedensbrüche nicht einfach ein Auswahlmenü zu Attacken und Zauberkräften darstellen, sondern in Echtzeit ausgefochten werden. Der Hauptcharakter des Teams wird dabei vom Spieler gesteuert, der Anhang vom Computer. Je nach Einstellung kämpfen die weiteren Helden aggressiv, defensiv, vorsichtig oder risikoreich. Sogar die Standardeinstellungen reichen oftmals aus, um eine kampfstarke Truppe als Begleitung zu haben.

Während den Echtzeitkämpfen können verschiedene Schlagtechniken von Schwert oder anderen Nahkampfwaffen wie, Äxte, Speere, Schlagringe, etc. durchgeführt, sowie Zauber ausgesprochen werden. Im späteren Verlauf können diese Schlagtechniken verbessert werden und neue Spezialangriffe werden geboren.

Um das Ende der Welten Celestia und Inferia aufzuhalten ist man auf die Hilfe so genannter Craymels angewiesen. Craymels sind Elementwesen mit den besonderen Fähigkeiten der Naturgewalten. Mit Hilfe dieser Wesen, die sich im Normalfall den Menschen nicht darbieten, kann man nicht nur weitere Passagen im Abenteuer erreichen, sondern auch mächtige Zaubersprüche kreieren. Craymels werden in Craymelkäfigen "aufbewahrt" und können durch eine spezielle Fusionstechnik, bekannt unter dem Namen Fringe ihre Kräfte bündeln. Je nach Level der Wesen und Elementeigenschaften, können so weitere Zauber oder Beschwörungen entwickelt werden. Doch man sollte genau aufpassen, welche Kombinationen man nutzt, denn Zauber können nicht nur erschaffen, sondern auch temporär deaktiviert werden.

Ein weiteres gelungenes Element, was sich durch die gesamte Serie der "Tales of ...“ Spiele zieht, ist das Kochprinzip. Überall auf der Welt versteckt oder tarnt sich der mysteriöse Chefkoch. Solle man diesen finden, erhält man als Belohnung eine neue Rezeptur für ein Gericht. Die Zutaten dazu, werden beim ersten Mal netterweise mitgeliefert, sonst müssen diese halt während der Kämpfe gefunden oder in diversen Shops gekauft werden. Die Effekte eines gekochten Mals variieren von Heilung der HP oder TP bis hin zur temporären Verbesserung der Charaktereigenschschaften. Natürlich ist nicht jeder Charakter ein Chefkoch und so kann gut und gerne etwas schief gehen. Das dabei entstehende Randprodukt, kann jedoch manchmal anderweitig verwendet werden.

Wer nicht zu viel über den Storyablauf des Spiels wissen möchte, sollte die nächste Passage eventuell überlesen, denn es geht um die verschiedenen Transportmöglichkeiten während des Abenteuers. So erhält man im späteren Verlauf sogar ein eigenes Schiff, welches durch diverse Anbauten auch mit Ubooten und Flugzeugen ausgestattet werden kann. So bereist man die zwei Welten nicht nur auf dem Trockenen, sondern auch unter Wasser, wie auch in der Luft. Mit diesen Möglichkeiten kann man sich auf die Suche nach diversen Siqequests machen, wie beispielsweise den Dorfältesten von einer Krankeit zu heilen, oder spezielle Waffen zu entdecken.

Die Spoilergefahr ist nun vorüber und nach all dem Lob wollen wir natürlich auch die Kritikpunkte darlegen. So ist das Spiel zwar durchaus komplex, vielseitig und spannend, doch der rote Faden und die Story recht linear. Man wird an der Nase entlang zum nächsten Abenteuer geführt, muss etwas erledigen und im gleichen Stil geht es weiter, bis man den Creditbildschirm betrachten kann. Je nachdem wie man seine Charaktere behandelt, stellen die Gegner auch keine große Gefahr dar. Die Endbosse variieren von kinderleicht bis fordernd, doch stellen sie auf Dauer keine Hürde, wenn man im Dungeon fleißig trainiert. Die Rätsel des Spiels reduzieren sich meist auf Schieberätsel, Laufrätsel oder das typische „finde den Schalter XY, um die Tür AB zu öffnen“. Die Spieldauer ist sehr angenehm und so braucht man seine 25 bis 35 Stunden, um das Abenteuer zu absolvieren. Erst wenn man alle Sidequests in Betrachtung zieht und wirklich jedes Rätsel lüften möchte, schafft man, die auf der Packungsrückseite angegebenen 60 Stunden zu knacken.

Gameplay:
Die Menüführung eines Rollenspiels ist sehr wichtig und gerade bei Tales of Eternia bravourös gemeistert worden. Verschiedene Sortierverfahren bei den Gegenständen sorgen dafür, dass, wenn auch viele im Inventar vorhanden sind, die Übersicht nicht verloren geht. Per Knopfdruck kann man so beispielsweise die neuesten Items anschauen, oder jene, die sich als Waffen, Rüstung, Tools, etc. klassifizieren lassen.
Die Bewegung der Charaktere auf der Karte oder im Dungeon ist meist dank Analogstick sehr genau, nur wenn präzisere Schieberätsel darauf warten unter Zeitdruck gelöst zu werden, kann man seine Problemchen bekommen. Die Handhabung der Kämpfe ist wie Fahrradfahren, so mag diese zwar zunächst gewöhnungsbedürftig sein, doch hat man den Bogen raus, so hinterlässt man nur noch Monster-Geschnetzeltes (Anm. d. Red.: Das sogar im buchstäblichen Sinne, denn die kleinen Gegner hinterlassen oftmals Gegenstände und Zutaten, die für den nächsten Kochvorgang benötigt werden).

Grafik:
In Sachen Grafik sieht man das Väterchen-Zeit ein Wort mitzureden hatte. Der Grafikprozessor wird wahrlich nicht in die Knie gezwungen, dennoch hat die detailgetreue 2D Grafik ihren Reiz und wirkt in vielen Fällen sogar hübscher, als so manch lieblose 3D-Textur. Retro-Fans fühlen sich fast in die 16-bit Ära zurückversetzt, dessen Flair in diesem Spiel sehr wohl rüberkommt.

Wer also darüber hinwegsehen kann, dass es sich hierbei nicht um den aktuellsten Grafikblender handelt und mehr auf Gameplay und Story abfährt, wird auch hier seinen Gefallen finden. Die Mischung aus 2D-Grafiken, Anime-Zwischensequenzen und computergerenderten Animationen ist für die Zwecke ideal angepasst worden. Durch die typischen „Anime-Denkblaseneffekte“ weiß der Spieler zudem immer über die aktuelle Gefühlslage der Charaktere bescheid und somit kann man eine leichtere Bindung zu diesen widerfahren.

Sound:
Die musikalische Begleitung variiert von nervig, monoton bis hin zu atmosphärisch und spannend. Sie ist aber stets den Gegebenheiten und Situationen angepasst. So ist ein Besuch in einer Stadt mit milder Begleitmusik bestückt und die Schlachten gegen einen übermächtigen Boss sehr dramatisch in Szene gesetzt worden.
Besonderer Höhepunkt ist die Sprachausgabe. Diese ist durchgehend in englischer Sprache, wie auch die Begleittexte des Spiels, aber dennoch recht gelungen. Zwar wirken manche Szenen etwas gestellt, andere hingegen erzeugen eine noch größere Stimmung. Doch wer nun glaubt, er möge sich zurücklehnen und dem Hörbuch lauschen, der hat sich getäuscht. Nur die prägnanten Stellen des Spiels, die Schlüsselszenen werden von Sprechakten untermauert.
Was weniger positiv gegen Ende des Spiels aufgefallen ist, dass manchmal die Sprachscripte falsch angewählt wurden und die Charaktere einfach nicht das erzählt haben, was sie im Begleittext erzählen sollten.

Features und Besonderheiten:
Das Spiel bietet großen Freiraum für alle Möchtegern-Globetrotter. So gibt es unzählige Transportmöglichkeiten, um auf und zwischen den Welten zu reisen. Sogar die Jäger uns Sammler kommen auf ihre Kosten, denn ein spezielles Sammelobjekt hakt zu jedem Zeitpunkt ab, was man gefunden hat und wie viel es noch zu entdecken gibt. Unzählbare Mengen an Waffen, Rüstungsgegenständen und speziellen Items warten nur darauf gefunden und genutzt zu werden.

Insgesamt gibt es sieben spielbare Charaktere, die während des andauernden Abenteuers eingesetzt werden können. Schade ist, dass man hier keine weitere Anpassung an die PSP-Version unternommen hat und eine Möglichkeit zum Tauschen diverser Gegenstände und Waffen ermöglichte. Jegliche Mehrspielermöglichkeiten wurden von den Entwicklern außer Acht gelassen. So kann man auch beispielsweise während der Kämpfe keinen Freund einklinken und ihn mitkämpfen lassen.

Fazit:
Tales of Eternia ist ein Paradebeispiel eines klassischen Japano-Rollenspiels. Der Spieler bekommt ein komplexes, wenn zwar lineares, aber lang andauerndes Abenteuer voller Überraschungen und Geheimnissen geboten. Zahlreiche Elemente, wie Minispiele für zwischendurch und das Koch- und Magiesystem warten darauf näher betrachtet und die diversen Möglichkeiten entlockt zu werden. Die Charaktere erzeugen viel Sympathie und Emotionen und hat die Geschichte einmal begonnen, so möchte man auch das Ende kennenlernen. Das Kampfsystem sorgt für Abwechslung und Spannung. Dennoch merkt man bei diesem Titel, dass es sich um einen Klassiker handelt und in manchen Belangen nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist. Doch Genrefans sollten trotz kleinerer Unzulänglichkeiten sich diesen Titel näher anschauen. Es lohnt sich!

Kevin Jensen [Iceman] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubi Soft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Flottes Gameplay, sehr intuitiv und unterhaltsam. Leider an manchen Stellen etwas monoton und linear.
GRAFIK
7 von 10
Hübsche 2D-Optik im Retrolook. Passende und atmosphärische Zwischensequenzen.
SOUND
7 von 10
Variiert von nett bis nervig.
FEATURES
9 von 10
Umfangreiches Abenteuer mit einigen Sidequests und anderen netten Spielereien.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Wunderbare Anpassung an die PSP mit kurzen Ladezeiten, aber leider ohne Multiplayer."







Details
Spielname:
Tales of Eternia

Publisher:
Namco

Developer:
Namco

Genre:
Rollenspiel

Release:
09.02.2006 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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