Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Metal Slug Anthology


  • Testbericht
  • Screenshots (6)
  • News & Videos (3)
  • User (47)
  • Spiel Kaufen
Metal Slug Anthology Review vom 22.02.2007

Der Remakewahn auf der PSP hat schon schier erschreckende Ausmaße angenommen. Schaut man einen Tag nicht hin, so kommen zahlreiche "neue" Titel, die von bekannten System aus in die Hosentasche hüpfen und meinen auf der PSP ihr Unwesen treiben zu können. Doch es gibt Umsetzungen von Klassikern, die ihre uneingeschränkte Daseinsberechtigung verdient haben und wenn ich nun die Worte „Neo Geo“ und „SNK-Playmore" in den Raum werfe, werden die Exotenfans genau wissen, welche Spieleserie nun gemeint ist. Metal Slug ist Action-Geballer vom Feinsten und nur wenige Europäer kamen in den Genuss der Serie. Atari macht diesem Misstand nun ein Ende und hetzt gleich die ganze Serie in einer Spielesammelung auf die geneigte Zockerwelt. Wir haben die Waffen in die Hand genommen und Sagen euch, ob Ballerfans bei Metal Slug Antology auf ihre Kosten kommen.

Arcadehallen sind schon was feines, doch wer nicht den Besuch Übersee gewagt hat und sich die Nippon-Staat oder das Land der unbegrenzten Möglichkeiten angeschaut hat, wird nur ganz selten in den Genuss der münzschluckenden Maschinen gekommen sein. Was hier eher eine Randerscheinung ist, gehört in den besagten Nationen zum Alltag und anstatt seinen Abend auf der Bowlingbahn oder mit einem Maß Bier in der Hand zu verbringen, kann man sein Erspartes auch gut und gerne ich diesen Spielhöllen los werden. Lightguns, Lenkräder oder ganz einfach den klassischen Joystick in die Hand genommen, kann die Jagd nach dem Highscore beginnen. Denn Ikonen aus der Zockerhades sind nur jene, die ihre Initialen in den Top-Rängen der wild-blinkenden Maschinen platziert haben.

Pixelart meets Balleraction.
Eine ganz beliebte Serie auf diesem Gebiet nennt sich Metal Slug und erschien erstmals im Jahre 1996. Während die 3D-Ära schon langsam eingeleitet wurde und Mario schon munter in Polygonwelten herumstampfe, haben sich die Entwickler von Metal Slug noch die Mühe gemacht, Stück für Stück detaillierte und fein animierte Rastergrafien per Hand zu erschaffen. Metal Slug ist unter den Fans als rasantes „Gun-and-Run“-Spiel bekannt. Schnell rein ins Spielgeschehen, die Waffen gezückt und alles was sich bewegt sollte nun in Deckung gehen. Egal ob das Spiel nun als Arcade Version erschien, später auf dem SNK Handheld Neo Geo oder den Konsolen, das Grundprinzip war immer dasselbe. Ein fieberhaftes Action-Szenario mit smarten Charakteren, ansehnlichen Animationen und einen gut ausbalancierten Hauch von Humor.

Dem Spieler steht zunächst vor einer Auswahl der verschiedenen Spiele aus dem Metal-Slug-Universum. Vom Metal Slug Debüt bis hin zum sechsten Teil der Serie ist alles vorhanden, selbst Metal Slug X, die Deluxversion des zweiten Teils wird man entdecken können. Titel ausgewählt, geht es nach der Charakterwahl direkt über ins Kampfgeschehen. Hat man sich für Männlein oder Weiblein entschieden, steigt man direkt ein in die schillernd-animierte Welt des Knuddelkrieges. Die einzelnen Episoden an sich präsentieren sich als klassische Shoot ’em Up Sidescroller. So wird man den Protagonisten von links nach rechts durch die diversen Level begleiten und auf alles Ballern was nicht niet und nagelfest ist. Wer keinen schnellen Daumen hat, wird hier alt aussehen, beim wahrlosen Buttongesmashe.

Was den Inhalt der verschiedenen Metal-Slug-Episoden angeht, bleibt immer alles beim Alten. Ballern, ballern und nochmals Ballern. Zwar ändert sich im Laufe vom ersten bis sechsten Teil einige kleine Details, dennoch ist der grobe Kern identisch. So wird man beispielsweise neue Waffen in späteren Episoden finden, die Möglichkeit haben gemeinsam im Multiplayer auf Terroristen- und Alien-Jagd zu gehen. Was sich allerdings ändert ist die Story hinter den einzelnen Missionen und die zur Auswahl stehenden Protagonisten. Im sechsten Teil des Epos wird man sogar, je nach Charakterwahl, verschiedene Attribute sein eigenen nennen dürfen. So hat beispielsweise unsere Dame Fio einen besonders heftigen Wums mit der normalen Waffe, ist aber beim Umgang mit den diversen Slugs nicht so gut. Marco hingegen ist der typische Allrounder.
Gehen wir nun nach und nach ein wenig auf die Ursprungs-Story der Serie ein. Im Metal Slug 1 stehen sich Anfang des 21. Jahrhunderts zwei Kriegsparteien gegenüber: Die Armee und die Rebellen. Während die Armee für übliche Einsätze wie Terrorbekämpfung und Friedensmissionen ausgesandt werden, starten die Rebellen im Jahre 2026 einen Angriff auf die Regierung, rotten die Armee beinahe komplett aus und fordern eine Militärdiktatur. Die große Niederlage hatte man nur eingesteckt, da die Rebellen eindeutig modernere Waffen besaßen und so wurde ein Geheimprojekt ins Leben gerufen, das den Codenamen "Metal Slug" trug. Dabei handelte es sich um eine neue Panzergattung und der Krieg tobte währenddessen noch 2 Jahre weiter. Als die Erfindung fertig gestellt war, hat die Rebellion davon Wind bekommen und einige dieser Superpanzer geklaut. Leutnant Marco Rossi war die einzige Hoffnung als die Regierung in Panik geriet, denn er trommelte die verstreuten Armeemitglieder zusammen und startete einen Angriff gegen die Rebellion mit dem Auftrag, sie ein für alle mal zu vernichten und alle Slugs zurückzuerobern oder zu zerstören.

Genau hier setzt das Spiel ein und die Ballerorgie beginnt. Dabei stehen mehrere Waffen zur Auswahl, die als "Items" während der Schlacht eingesammelt werden. Von Maschinengewehren über Raketenwerfer bis hin zu ferngesteuerten Explosivautos und Laserwaffen ist alles mit von der Partie. Wenn es einmal richtig hart auf hart kommt, steht meist schon ein Slug bereit, ein mächtiger Panzer mit eine Feuerrate, die seinesgleichen sucht. So kämpft man sich durch die Gegnerhorden ohne Rücksicht auf Verluste, denn Skrupel sollte man nicht haben, ein gegnerischer Treffer reicht aus, dass der Protagonist ins Gras beißt. Vorsicht ist geboten und während seines Feldzugs müssen zudem noch die zahlreichen Kriegsgefangenen befreit werden. Der Haken an der Geschichte ist jedoch, dass man die Geiseln nur befreien kann, wenn man ein Level ohne Lebensverlust übersteht und das obwohl am Ende einer Mission, immer ein mächtiger Endboss auf einen wartet.

Das eigentlich spannende am Spiel ist aber die völlige Detailverliebtheit. Partikelexplosionen, butterweiche Animationen und große Mengen an Blutverlust gehören bei diesem Spiel dazu. Dennoch ist es nicht so, dass Gewalt eine übergeordnete Rolle im „Knuddelkrieg“ hat, oder ist dem doch so? In Sachen Humor haben die Entwickler sich immer wieder selbst übertroffen. Während man anfänglich gegen die Rebellion antritt, kommen später noch Außerirdische, Zombies, Unterwasserwesen und Eingeborene hinzu. Jeder bekommt sein Fett weg, egal ob man Filmszenen aus Independence Day klaut, indem man die außerirdische Brut dadurch eliminiert, dass man einen vernichtenden Selbstmordangriff auf das Mutterschiff mit einer Propellermaschine startet; oder doch lieber die zahlreichen Zombieverfilmungen auf die Schippe nimmt; bis hin zur Persiflage von Indiana Jones abenteuerlichen Artefaktstreifgängen.

Was die Spieldauer anbelangt muss eindeutig gesagt werden, dass es sich um eine Arcadeumsetzung handelt. Sprich es gibt jeweils fünf große Level mit Endboss pro Episode, die recht schnell durchgezockt werden können, doch gilt es vielmehr den Highscore zu knacken und die zahlreichen versteckten Items und Goodies freizuspielen. Je nach Schwierigkeitsgrad mit man mit Bonuspunkten belohnt, die man im Shop gegen Hintergrundbilder oder Artworks eintauschen kann. Wer Metal Slug kennt, wird wissen, dass es allein schon eine Herausforderung ist, dass komplette Spiel ohne Lebensverlust zu bestehen. Wer dies schafft, bekommt meine höchste Anerkennung. Der Wiederspielbarkeitswert ist somit enorm hoch und man ertappt sich immer wieder dabei eine spontane Ballerrunde zu beginnen.

Gameplay:
Erneut beweist die PSP, dass nicht immer 3D die bessere Wahl ist, denn der Metal Slug Vertreter aus der Welt der Dreidimensionalität hat auf dieser UMD kein Platz gefunden, doch das ist eher nebensächlich. Das eigentliche Gameplay gehört zu den Fundamenten der "Gun & Run"-Spiele. Wer jemals an Probotector oder Turrican Spaß hatte, wird auch zu Metal Slug greifen müssen. Hier und da kommt es zu kleineren Ruckeleinlagen, da die Emulation bei zu vielen Gegnern doch mal in die Knie geht, doch gerade die Umsetzung des sechsten Teils, ist sehr flüssig. Steuerung und Inhalt sind völlig intuitiv, man braucht nichts lernen und kann sofort die Ballerorgien beginnen.

Grafik:
Optisch betrachte bekommt man nur selten eine so liebevolle 2D-Grafik geboten. Handgezeichnete Rastergrafiken in Perfektion sind bei Metal Slug das A und O. Man wird immer wieder überrascht sein, wie viele kleine Details das Spiel beinhaltet. Gepaart mit dem richtigen Humor wird man das eine oder andere Mal nicht um ein Schmunzeln herumkommen. Ob das nun die fast schon sagenumwobene Blutkotze der Zombies ist, oder die schier unendliche Vielfalt an Explosionsarten, hier bekommt der 2D-Fan ordentlich was geboten.

Sound:
Fetzige Musik und immerwährendes Maschinengewehrgeprassel gehören einfach zu dieser Serie dazu. Entweder man gewöhnt sich schnell an die monotonen Ballergeräusche und vergisst sie, oder greift direkt zum Lautstärkeregler, um die Personen in der näheren Umgebung vor Frustration zu schützen.

Features und Besonderheiten:
Insgesamt 7 Vertreter der Metal Slug Serie findet man auf dieser UMD und als ob dies nicht schon Kaufgrund genug wäre, gibt es zudem noch zahlreiche Goodies die man nach und nach freischalten kann. Wer ein wenig in Videospielgeschichte schwelgen möchte und Ballerspiele mag, kommt um diesen Silberling nicht herum. Wer noch einen Freund mit entsprechender UMD aufgabeln kann, wird das Spiel auch kooperativ zocken können.

Fazit:
Metal Slug Anthology ist eine 2D-Ballerorgie in Reinkultur. Retrofans und Anhänger von Probotector (Contra), Turrican und Co. werden um diese Action-Klassiker nicht herumkommen und sich die Spielesammlung möglichst schnell aneignen müssen. Detailverliebtheit und schwarzer Humor sind die Kernpunkte dieser Serie und wer gerne auf die Tasten haut und das actiongeladene Wiedersehen mit Marco, Tarma, Fio, Ralf und Co. nicht verpassen möchte, sollte gleich zum 7er-Pack auf der UMD greifen, denn in Sachen Umfang und Preis-/Leistung wird man so schnell nicht wieder an die Metal Slug Serie herankommen.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
9 von 10
Die Ballerorgie in Reinkultur.
GRAFIK
8 von 10
Detailverliebte 2D-Rastergrafiken nahe der Perfektion.
SOUND
6 von 10
Fetzige Musik, monotone Ballergeräusche.
FEATURES
8 von 10
Sieben Mal Metal Slug plus Bonusgegenstände.
MULTIPLAYER
7 von 10
Gemeinsam am Gewehr.
GESAMT-
WERTUNG:
84%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Die Arcadehalle in der Hosentasche."







Details
Spielname:
Metal Slug Anthology

Publisher:
Atari

Developer:
SNK Playmore

Genre:
Shooter

Release:
31.01.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop