Activision Hits Remixed
- Testbericht
- Screenshots (15)
- News & Videos (1)
- User (10)
- Spiel Kaufen
Activision Hits Remixed
Review vom 29.03.2007
Als Nolan Bushnell und Ted Dabney im Jahre 1972 die noch heute existente Firma Atari mit einem Startkapital von nur $ 500 gründeten, steckte die komplette Industrie rund um Videospiele im Eigenheim noch in den Kinderschuhen. Noch im gleichen Jahr veröffentlichte das kleine Unternehmen ihren ersten Hit, der noch bis heute als „erstes populäres Videospiel überhaupt“ gilt – Pong. Fünf Jahre später waren die Weichen gestellt und die erste Heimspiel-Konsole – der Atari 2600 – machte die Kinder- und Wohnzimmer unsicher. Zu dieser Zeit erschienen einige der bedeutendsten Titel, an denen sich Videospiel-Fans aus aller Herren Länder noch heute erfreuen. Jedoch ist es oft nicht einfach, noch einmal in den Genuss eben dieser Klassiker zu kommen – gut erhaltene, funktionstüchtige Konsolen der damaligen Zeit sind schwer zu finden und sind zudem meist kaum noch erschwinglich.
Wir haben uns schon einige der so genannten „Retro-Sammlungen“ genauer angesehen – manche konnten durch qualitativ hochwertige Titel überzeugen, während andere ihr Geld keinesfalls wert sind. Auch Activision ist auf den Geschmack gekommen und veröffentlicht „Activision Hits Remixed“, welches eine schöne Auswahl an fast schon vergessenen Titeln bietet. Wir haben die kleine Scheibe unter die Lupe genommen und klären die Frage, ob sich das Spiel im hart umkämpften Markt der „Retro-Sammlungen“ einen Platz in den vorderen Reihen sichern kann oder ob man lieber einen großen Bogen um dieses Stück Software macht.
Nachdem ich schon einige Titel dieses Genres in Händen halten konnte, stellt sich natürlich zuerst die Frage, warum man gerade zu dieser Sammlung greifen sollte und sich nicht für ein Konkurrenzprodukt entscheidet. Die Vorderseite der Spielhülle verspricht uns „über 40 Titel“ und auch die Packshots, die hinter dieser Schrift zu erkennen sind, versprechen viele Stunden Spaß. Jetzt aber wirklich genug geschwafelt und ab zum Eingemachten! Das Runde muss ins Eckige, also ab mit der UMD ins Laufwerk. Im Hauptmenü angekommen, kann man sich nun durch die Liste der verfügbaren Titel klicken. Erfreulich, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Ladezeiten finden konnten!
An erster Stelle dieser Liste findet sich der – vielen wahrscheinlich weniger vertraute – Titel Thwocker. Der Grund, warum so wenigen Spielern dieser Name bekannt ist liegt darin, dass der Titel nie auf dem eigentlich geplanten System Atari 2600 erschienen ist und lediglich zu 80% fertiggestellt wurde. Hier geht es darum, die am unteren Bildschirmrand eingeblendeten Noten einzusammeln und dabei möglichst nicht mit anderen Gegenständen in Berührung zu kommen. Im Grunde ist das Prinzip recht simpel und kurzzeitig auch spaßig, nach kurzer Zeit aber nimmt die Monotonie eine führende Rolle ein und man macht sich auf zum nächsten Spiel.
Während in der heutigen Zeit Spiele wie Top Spin oder Virtua Tennis auf den Konsolen regieren, spielte der Sportfreund der damaligen Zeit noch das schlichte Tennis. Es ist ähnlich aufgebaut wie heutige Spiele, die sich mit diesem Sport befassen, jedoch bei Weitem nicht so komplex. Man muss lediglich zum richtigen Zeitpunkt vor dem Ball stehen und im Regelfall landet der Ball dann auf der anderen Seite.
Auch das Genre der Weltraumshooter hat schon einige Jährchen auf dem Buckel, wie man am Beispiel des Titels Starmaster aus dem Jahre 1982 erkennen kann. Mit Laserwaffen ausgestattet beginnt der Flug durch das dunkle All. Dort gilt es alles zu zerstören, was einem um die Ohren fliegt. Dabei geht jedoch schnell mal die Übersicht verloren und auch hier ist es wieder die Eintönigkeit, die über das Spiel regiert.
Wer auf Cowboy-Feeling im Retro-Stil steht, wird mit Sicherheit an Stampede seine Freude finden. Das niedliche Pferdchen galoppiert automatisch von links nach rechts, während der Spieler möglichst viele Rinder mit dem Lasso einfangen muss. So einfach das Spielprinzip, so spaßig ist es auch. Wer Gefallen an dieser Art Spiel findet, kann hier mehrere von Spaß erfüllte Stunden vor dem Handheld verbringen und kann zumindest versuchen seinen Highscore stetig zu verbessern.
Schnelle Reaktionen sind bei Spider Fighters gefragt, bei welchem es grundlegend darum geht, seinen heimischen Garten vor gemeingefährlichen Insekten zu schützen. Dabei bewegt man sich am unteren Bildschirmrand von links nach rechts und versucht dabei, die oben schwebenden Insekten zu frittieren. Wer wirkliche schnell reagieren kann und sich auch gerne mal auf ein Spiel einlässt, bei dem Glück eine große Rolle spielt, kann hier seine Erfüllung finden – andere werden wahrscheinlich nach wenigem Spielen vom hohen Frustfaktor abgeschreckt werden.
Fans von Simulationen sollten sich beim Kauf der Retro-Sammlung in jedem Falle den Titel Space Shuttle - A Journey Into Space vormerken. Die ziemlich komplexe Steuerung (ja, sowas gab es auch schon zu Anfang der Videospiel-Ära) macht das Spiel zu einem für unterwegs eher weniger geeigneten Titel. Wer sich jedoch viel Zeit nimmt, sich mit der Steuerung anzufreunden und zudem noch auf Simulationen steht, stößt hier auf eine Goldgrube.
Langweilige Spiele, die eher nur für einen ganz kurzen Spaß geeignet sind, haben eine lange Tradition. Vielen voran geht die Flugsimulation Sky Jinks . Aus der Vogelperspektive steuert man einen eisernen Vogel und vollführt mit diesem einen mehr oder minder anspruchsvollen Slalomlauf. Hier kommt schon nach wenigen Minuten Langeweile auf!
Slalom und Downhill konnte man auch damals schon auf dem VCS 2600 genießen. Mit frisch gewachsten Skiern geht es auf die Piste, um im Downhill- oder Slalomrennen eine akzeptable Zeit abzustauben. Besonders interessant, dass Strecken auch durch Zufall generiert werden können und somit die Monotonie ausbleibt. Wintersport konnte schon damals überzeugen!
Einmal tief Luftholen und ab geht’s unter Wasser! Macht allen angreifenden Fieslingen in Fischform den Gar aus, bevor die Luft ausgeht und die Insassen des U-Bootes ihre Arbeit niederlegen müssen. Die Spielidee ähnelt vielen anderen Spielen aus vergangener Zeit, kann jedoch auf jeden Fall für einige Zeit motivieren und bei Laune halten. Seaquest ist für Unterwasser-Fans genau das Richtige!
Wer Ataris Battlezone kennt, wird sich auch bei Robot Tank sofort heimisch fühlen. Wer schnelle Reaktionen und eine kleine Portion Glück sein Eigen nennen kann, kann bei diesem schnelllebigen Shooter sicherlich Freude haben. Der Frustfaktor für Anfänger ist jedoch nicht gering.
Heute werden angehende Killer mit Spielen wie „Call of Duty“ oder „Counter Strike“ auf das Töten im echten Leben vorbereitet, damals übernahmen Spiele wie River Raid 1 und River Raid 2 diese Aufgabe. Wer später mal mit einem Flugzeug über einen Fluss fliegen und dabei möglichst viel Zerstörung anrichten wollte, nahm sich diesen Shooter zu Herzen. Beide Teile sind für einen „kleinen Spaß für zwischendurch“ bestens geeignet.
In der Rolle eines Privat-Detektivs agiert man in Private Eye. Pierre Touche, so der Name des Protagonisten hat die Aufgabe, Hindernisse zu überwinden und Beweismaterial gegen den fiesen Henri Le Fiend zu finden, um ihn schlussendlich hinter schwedische Gardinen zu bringen. Die Aufmachung wirkt an vielen Stellen recht lustig, das Gameplay jedoch wenig fordernd, sodass der Titel auch für Einsteiger geeignet ist.
Was zur heutigen Zeit Cooking Mama für den Nintendo DS ist, war damals Pressure Cooker für die VCS 2600. In der Rolle eines Hamburger-Kochs müsst ihr die für das Dinner benötigten Zutaten in der richtigen Reihenfolge aufnehmen, um sie danach zwischen die Brötchen zu klemmen. Was sich eigentlich recht langweilig anhört, kann ein nervenaufreibendes Erlebnis werden, da man ziemlich schnell ins Schwitzen kommt.
Ein jedes Kind weiß, dass der täglich mehrfach wiederkehrende Vorgang des Zähneputzens unerlässlich für die Gesundheit der Knochen in der Mundhöhle ist. Ungesundes Essen mit viel Zucker macht es den Bakterien leicht, sich auf den Zähnen abzulagern und sie schlussendlich zu zerstören. Mit einer Zahnpastatube bewaffnet muss man bei Plaque Attack nach Möglichkeit jegliches Essen, das es auf die kleinen Beißerchen abgesehen hat, vernichten bevor es mit diesen in Berührung kommt. Eine sehr witzige Spielidee, die lange bei Laune halten kann.
Der nächste Charakter sollte selbst jenem bekannt sein, der selbst nie in den Genuss seiner Spiele kam oder die „alte Kiste“ von Atari noch nie wirklich leiden konnte. Pitfall! war das mit Abstand meistverkaufte Spiel für die VCS 2600 von Atari und erschien auch für weitere Systeme wie den Commodore 64 - es gilt neben Donkey Kong als zweites, populäres Jump 'n' Run überhaupt. In der Rolle des mutigen Pitfall Harry gilt es, sich durch eine Dschungel-Landschaft zu kämpfen und dabei an alle 32 Schätze zu gelangen. Dies ist jedoch nicht so einfach wie es scheint, denn auf den Protagonisten warten unzählige Fallen und gefährliche Tiere, die den kleinen Springer ganz schnell aus der Bahn werfen können. Mit Pitfall II: Lost Caverns erschien im Jahre 1984 der direkte Nachfolger, den wir ebenfalls auf der UMD wiederfinden können – technisch ein wenig verbessert geht es in alter Manier wieder auf die Suche. Ein absolutes Muss für jeden Jump 'n' Run Fan!
Schon vor „Schweinchen Babe“ waren diese mutmaßlich verdreckten Tierchen in vielen Wohnzimmern zu finden. Zwar lediglich in virtueller Form, doch auch an ihnen hatte so mancher Spieler Spaß. Oink! lässt den Spieler in die Rolle eines schicken rosa Schweines schlüpfen, das von einem Wolf ins Haus geschlagene Löcher mit neuen Steinen wieder stopfen muss. Es hört sich in der Theorie schon sehr langweilig an und wer es einmal spielt, wird sich dieser Meinung anschließen müssen.
Und nochmal heißt die Mission, sich in ein Raumschiff zu schwingen und als Pilot die Weiten des Sternenquadranten Jupiter zu durchqueren, um dort gestrandete Arbeiter von feindlichen Planeten zu retten. Moonsweeper konnte schon damals durch den hohen Schwierigkeitsgrad und die wunderschöne Aufmachung überzeugen und tut es auch heute noch. Jedoch ist der Titel aufgrund des genannten hohen Anspruchs nichts für schwache Gemüter.
Wir bleiben im Weltraum, wechseln jedoch unser Raumschiff. Bei Megamani handelt es sich um ein Shoot'em'up vom Feinsten. Am unteren Bildrand befindet sich das eigene Schiff, das mit Laser und Raketen ausgestattet ist, mit welchen man die von links vorbeifliegenden Aliens nach und nach ausschalten muss. Wieder ein Spiel mit recht hohem Schwierigkeitsgrad, das Genrefans aber auf jeden Fall lieben werden.
Laser Blast gehört zu den vielen Spielen, die auch heute noch mit vollster Begeisterung in den Modulschacht des 2600 wandern. Als Pilot eines Raumschiffs gilt es, feindliche Bodenstationen auszuschalten, indem man sie mit einem Laserstrahl beschießt. Dabei wandert der Spieler von links nach rechts und trifft fortgehend immer auf eine Dreiergruppe dieser Stationen, die natürlich auch nicht davor zurückschrecken, sich gegen diese Attacken zu wehren. Ein wahnsinnig tolles Spiel, bei dem es primär um die Jagd nach dem Highscore geht.
Ein Spielprinzip in der Art von „Räuber und Gendarm“ gibt es bei Keystone Kapers zu bewundern. Ihr verfolgt in einem Einkaufshaus einen flüchtigen Verbrecher und müsst diesen natürlich auch möglichst schnell schnappen. Während auf der unteren Seite des Bildschirms eingeblendet wird, wo sich der Bösewicht aktuell befindet, gibt es auf dem Rest des Displays dass aktuelle Level zu sehen. Nutzt Rolltreppen und schnelle Reflexe, um den kleinen Dieb schnellstmöglich zu schnappen.
Wie der Name schon vermuten lässt, geht es bei Kaboom! um Bomben. Diese fallen vom oberen Bildschirmrand herunter und müssen vom Spieler in einer Wasserwanne aufgefangen werden. Verfehlt man eine Bombe, sodass diese auf dem Boden aufschlägt, so verliert man eine der drei Wannen. Ein wirklich süchtig machendes Spielprinzip!
Zerstöre alle „Krafty Kabobber“, um die Prinzessin Bovsky zu retten, indem man zu ihnen hin läuft und sie „aufsammelt“. Dabei gilt es nichts weiter zu tun, als die wildgewordenen Viecher zu töten, während man sich in der richtigen Formation gegen sie stellt. Kabobber ist für zwischendurch recht lustig, macht aufgrund des immer wiederkehrenden Szenarios aber auf lange Sicht gesehen wenig Spaß.
Ice Hockey ist ein wirklich simpel gestaltetes Eishockey-Spiel, das durch eine etwas widerspenstige Steuerung abschreckt, bei genauerer Betrachtung jedoch auch einen gewissen Reiz ausüben kann. Man betrachtet die auf dem Feld befindlichen Spieler aus der Vogelperspektive.
Ein weiteres Spiel, das in jeder Sammlung zu finden sein sollte, ist H.E.R.O.. In der Rolle des Protagonisten Roderick Hero hat man die Aufgabe, verschüttete Bergleute aus ihren Stollen zu retten. Dabei stehen dem Spieler einige Hilfsmittel wie beispielsweise ein kleiner Rotor aus dem Rucksack, mit dessen Hilfe man sich für kurze Zeit in die Lüfte erheben kann und Sprengsätze zur Verfügung. Egal wie, man kommt um dieses Geschicklichkeitsspiel nicht herum!
Auch simple Rennspiele hielten schon damals Einzug auf der Konsole. Mit Grand Prix erschien eines der wohl simpelsten Rennspiele überhaupt. Von links nach rechts geht es über eine vielbefahrene Landstraße und es gilt hierbei, möglichst kein Auto zu berühren, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Selbst für Einsteiger sehr einfach zu handhaben und auch auf längere Zeit gesehen noch motivierend.
Ein ebenfalls recht simpel gehaltenes Spielkonzept bekommt man bei Frostbite zu Gesicht. Der blonde Eskimo „Frostbite Bailey“ benötigt ein neues Iglu. Doch um dieses zu bekommen muss er erst einige Aufgaben erfüllen. Diese sind stets gleich aufgebaut. Auf einem Fluss schwimmen kleine Eisschollen und es gilt, so oft wie benötigt vom Ufer an das untere Bildschirmende zu springen und wieder heraufzukommen – wer in das Wasser fällt, hat verloren. Wer es schafft, bekommt das nächste Teil für das heiß erwartete Iglu.
Tierliebhaber dürfen bei Freeway einem hilflosen Huhn über die vielbefahrene Straße helfen. Dabei muss lediglich zur richtigen Zeit der Knopf in die untere Richtung gedrückt werden, um das träge Tierchen in Gang zu setzen. Wer in Kontakt mit einem vorbeifahrenden Fahrzeug kommt, wird ein kleines Stückchen in Richtung Startlinie zurückgesetzt.
Wer dachte, dass der Angelsport nur etwas für Natur-Fetischisten ist, der irrt. Im Jahre 1982 veröffentlichte Activision unter den Programmierkünsten von David Crane den Titel Fishing Derby, bei dem es lediglich darum geht, mehr der kleinen Tierchen aus dem Wasser zu ziehen, als der gegnerische Spieler. Wenn man einmal den Dreh raushat, steht dem Erfolg hierbei nichts im Wege.
Auch bei Enduro hat man sich beim Programmieren richtig ins Zeug gelegt, um eine 3-Dimensionale Darstellung zu präsentieren. Bei diesem Titel, den man in das Rennspiel-Genre einordnet, geht es darum in einer bestimmten Zeit eine vorgegebene Anzahl von Autos zu überholen. Während man die erste Runde noch ohne Probleme schaffen sollte, steigt der Schwierigkeitsgrad in den folgenden Läufen enorm. Es sind schnelle Reaktionen gefragt, da man bei einer Kollision wieder einige Ränge zurückfällt.
Ein weiteres, sehr kurzlebiges Rennspiel schreit sich Dragster. Hier geht es lediglich darum, einen Wagen zu beschleunigen und zum richtigen Zeitpunkt den nächsten Gang einzulegen, um vor dem Kontrahenten die Ziellinie zu durchfahren. Wenn man zu damaliger Zeit binnen eines bestimmten Zeitraums das Rennen gewann und man ein Beweisfoto an Activision sendete, so bekam der Spieler eine kleine Entlohnung in Form eines Aufnähers spendiert.
Und wieder wurde ein Planet von feindlichen Schiffen belagert. Diesmal gilt es den Eisplaneten Krybor mithilfe von Laserwaffen zu beschützen. Demon Attack bringt somit nichts wirklich Neues, sondern lediglich ein Spiel mit verändertem Hintergrund. Wer auf die Shooter vergangener Jahre steht, wird sich jedoch mit Sicherheit an diesem Titel erfreuen können.
Rund um den klassischen Zehnkampf dreht sich das komplett Spiel Decathlon. Die zehn Disziplinen müssen mit möglichst hoher Punktzahl absolviert werden, indem man zumeist möglichst schnell zwei verschiedene Tasten drückt, um Geschwindigkeit aufzubauen, und dann zum richtigen Zeitpunkt die Aktionstaste drückt. Hier merkt man den Unterschied zwischen Hardcore- und Gelegenheitsspielern sehr deutlich.
Wer schon beim dem Wort Spinne eine Gänsehaut im Nacken bekommt, sollte von Crackpots lieber die Finger lassen. Denn hier geht es nur darum, diese niedlichen Viecher möglichst schnell um die Ecke zu bringen bzw. ihnen den Weg in die Wohnhäuser zu versperren, indem man sie mit Blumentöpfen bewirft. Dabei kommt das Ungeziefer vom unteren Bildschirmrand in Richtung der Wohnungen gekrabbelt und wer nicht schnell genug reagiert wird damit bestraft, dass die Plagen einen kürzeren Weg zu den Häusern nutzen.
Das Shoot 'em up-Spiel Chopper Command lässt den Spieler in die Rolle eines Hubschrauber-Piloten schlüpfen, dessen Aufgabe es ist, einen Konvoy vor feindlichen Angriffen zu schützen. Ein klassischer Titel dieses Genres, der allerdings aufgrund des kriegsähnlichen Szenarios lange in Deutschland umstritten war.
Checkers (Dame) und Bridge sind einfache Adaptionen der Erfolgreichen Brett- bzw. Kartenspiele, die man in jedem Falle lieber mit echten Karten oder auf einem realen Spielbrett spielen sollte – es macht um Längen mehr Spaß, als in veralteter, virtueller Form.
Bei Boxing dreht sich – wie der Name wieder einmal vermuten lässt – alles um die beliebte, gleichnamige Sportart. Hier gibt es recht wenig zu sehen und es geht lediglich darum, den Gegner öfter zu treffen, als er es tut. Möglicherweise kurzzeitig interessant, jedoch auf Dauer zu eintönig.
Beamrider - ein weiteres Spiel, in dem sich alles rund um fiese Aliens dreht, die es zu vernichten gilt. Schickt 15 Angreifer ins Jenseits und ihr gelangt in die nächste Ebene. Da es insgesamt knapp 100 Sektoren gibt, hat der Gelegenheitszocker einiges zu tun, um allen Außerirdischen den Gar auszumachen.
Erhebt Euch in die Lüfte bei Barnstorming und weicht am Steuer eines Doppeldeckers Scheunen, Windrädern und Vögeln aus. Das Besondere an diesem Spiel ist jedoch, dass der Programmierer Steve Cartwright das Spiel schon während seiner ersten Arbeitswoche bei Activision erfand und besondere grafische Effekte umsetzte, die man in dieser Form bis dato noch nicht kannte. Viele andere Entwickler kopierten die neuentdeckte Technik.
In Atlantis gilt es, die gleichnamige fiktive Stadt zu beschützen, indem man eine Art angreifender Raumschiffe aus der Luft holt. Dabei kann man auf drei stationäre Kanonen zurückgreifen, die man per Druck auf das Steuerkreuz anwählt. Die Idee, drei Waffen zur Verfügung zu stellen, unter denen fließend gewechselt werden kann, fesselt den Spieler jedoch höchstens ein paar Stunden.
Ein Punkt, der diese Sammlung von allen bisher da gewesenen grundlegend unterscheidet, ist die Tatsache, dass man sich zu keiner Sekunde mit nervigen Ladezeiten herumschlagen muss. Weder beim Starten eines Spiels, noch beim Betreten eines anderen Menüpunktes muss der Handheld neue Informationen laden. Vor allem für Leute, die gerne unterwegs spielen und nur zwischendurch eine kleine Runde zocken wollen, ist dies erfreulich!
Gameplay:
Hier gibt es sowohl absolut einwandfrei steuerbare Titel, als auch jene Spiele, vor denen sogar der Vollblutspieler zurückschreckt. Im Großen und Ganzen ist die Umsetzung jedoch gut gelungen und es gibt kaum Dinge zu beanstanden. Vor allem die Tatsache, dass man mit nur einem Knopfdruck wieder im Hauptmenü landen kann, ist erfreulich.
Grafik:
Grafisch hat sich seit dem Ersterscheinen der Spiele nichts verändert. Das Menü kommt in einem farbenfrohen 80er Jahre Stil daher. Wer wirkliches Retro-Feeling aufkommen lassen will, kann die verschiedenen Spiele außerdem in schwarz-weiß auf dem Bildschirm anzeigen lassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich das Spielgeschehen entweder in einem kleinen Fenster oder bildschirmfüllend anzeigen zu lassen.
Sound:
Einige Titel, die sich zur Entstehungszeit dieser Spiele in den Charts befanden, begleiten den Käufer auf seiner Reise durch die vergangene Zeit. Diese Musik kann man glücklicherweise auch komplett lautlos stellen, um die piepsigen Sounds der damaligen Spiele uneingeschränkt hören zu können. Leider hat man nur recht wenige Musikstücke auf die kleine Scheibe gepackt, die sich oft wiederholen.
Features und Besonderheiten:
Zu jedem Titel gibt es ein 3-Dimensionales Modell der Verpackung zu begutachten, das in sämtliche Richtungen gedreht werden kann. Desweiteren findet sich zu jedem Titel auch die Original-Spielbeschreibung in digitaler Form wieder, sowie freischaltbare Extras.
Fazit:
Mit „Activision Hits Remixed“ bringt der Publisher die Retro-Sammlung rund um die VCS 2600 auf die Kleinste von Sony. Das Aufgebot der Spiele ist erschreckend riesig und auch die Extras heben den Titel von anderer, vergleichbarer Software ab. Wer aus jugendlichem Leichtsinn seine kleine Holzkiste verkauft hat oder einfach nur das Videospiel-Feeling der 80er Jahre erleben möchte, macht hier mit Sicherheit nichts falsch. Wasserratten, die auf die Retro-Welle aufspringen möchten, sollten sich jedoch überlegen, ob die Spiele ihren Geschmack treffen und man sie wirklich auf dem kleinen Schirm der PSP genießen möchte und nicht doch lieber zur Activision-Collection für die Playstation 2 greifen möchte, die mittlerweile schon zum Schnäppchenpreis angeboten wird. Ein großer Minuspunkt ist jedoch, dass sich viele Spiele mit der gleichen Thematik beschäftigen und man somit nicht 40 komplett verschiedene Spiele auf der kleinen Scheibe finden kann.
Max Zeschitz für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
 |
GAMEPLAY
 |
Gut umgesetzt, aber manches klappt mit Joystick einfach besser. |
|
GRAFIK
 |
Seit damals hat sich nichts geändert und das ist auch gut so! |
|
SOUND
 |
Eine Hand voll 80er Musik und die meist nerv tötende Spielsounds. |
|
FEATURES
 |
Hier könnte sich die Konkurrenz ruhig eine Scheibe abschneiden. |
|
MULTIPLAYER
 |
Gamesharing olé! |
|
|
GESAMT-
WERTUNG:
76%
Mobilitätsfaktor: [10 /10] "Viele Spiele, die für unterwegs optimal sind und das alles ohne eine einzige Ladezeit!"
|
 |
|
|
|
|

Details
Spielname:
Activision Hits Remixed
Publisher:
Activision
Developer:
Activision
Genre:
Sonstiges
Release:
2005 (erschienen)
Multiplayer:
1 - 2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (15)
Jetzt Bestellen:
Zum Shop
|