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Virtua Tennis 3


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Virtua Tennis 3 Review vom 22.04.2007

Gibt es ein Leben nach Wii Sports? Videospielfanatiker rund um die Welt sind inzwischen auf dem nächsten Level des Tennis-Spielens auf der Konsole angekommen: Mit richtigen Bewegungen und minimalistischem Gameplay. Dass es auch anders geht, das beweist ein weiteres Mal Sega. Mit dem Kracher Virtua Tennis World Tour konnten sie zum Release der Playstation Portable in Deutschland einen ganz großen Wurf landen. Jetzt stellt sich der Nachfolger unserem Testlabor.

Den größten Teil verbringt man bei Virtua Tennis 3 im Karriere-Modus. Nachdem man sich für Männlein oder Weiblein entschieden hat (nicht so wie im Vorgänger, wo man beide Geschlechter durchexerzieren musste...) startet eine 20 Jahre dauernde Karriere, in der man sich vom absoluten Anfänger zum umjubelten Tennisstar mausern muss. Zu Beginn hat man einiges an Arbeit vor sich: Nicht nur die Weltranglistenposition befindet sich auf unterstem Niveau. Anstatt jedoch im Fitnessstudio zu schwitzen oder auf den Plätzen Trainingsmatches zu absolvieren, packte Sega wie schon vor zwei Jahren einen ganzen Batzen an mehr oder weniger bekannten Minigames ins Programm. Einen Teil kann man auch in der Tennisschule lernen, aber eben auch nur das. Bestimmte Aufgaben sind aber auch dort das Ziel und erinnern ebenfalls an zahlreiche Minigames.
Hat man eine Aufgabe erfolgreich bestanden, erhält der Spieler Erfahrungspunkte, die irgendwann zum Level-Up und damit zu besseren Fähigkeiten führen.

Die Minispiele beschränken sich auf die vier wichtigsten Disziplinen wie Volley oder Fußarbeit. Dabei erinnert nicht nur das Zurückschießen der Bälle auf "böse" Ballabschussmaschinen an den Vorgänger, der haargenau das gleiche Konzept bot. Eins der ganz großen Probleme von Virtua Tennis 3.

Hat man seinen Spieler oder seine Spielerin auf einem akzeptablem Niveau (und dabei das Ausruhen nicht vergessen, denn jede Figur muss auch mal Trainingspause machen - oder einen Energiedrink trinken!), geht es ans Eingemachte, sprich: An die Turniere. Entweder im Einzel oder im Doppel müssen mehrere Matches gewonnen werden, was zu einer Verbesserung der Wettkampfsituation und damit auch zur Freischaltung von neuen Turnieren führt.
Als Double-Partner hat man unter anderem Berühmtheiten wie Roger Federer, der sich scheinbar gern mit einem Nobody wie euch abgibt. Nun ja, seine Sache. Hat er ja vor zwei Jahren auch schon...

Neu ist die Möglichkeit, sich während der Spiele zu verletzen. Gerade das Nutzen der Energy-Drinks erhöht das Verletzungsrisiko enorm. Erholungs-Minispiele gibt es aber keine, man darf also nicht im Krankenkittel der Krankenpflegerin im Rollstuhl hinterherjagen. Das wäre doch mal eine Spielidee... Stattdessen erhält man eine simple E-Mail vom Trainer - Moment, ist man das nicht selber auch noch? Wo steckt der Kerl! - die einen darüber aufklärt, wie lange man ausfällt.

Neben den Mails kommt es ab und zu auch zu kleinen Zwischensequenzen, in denen andere Spieler euch herausfordern oder einfach nur Nonsense reden.
Abgeschafft hat man leider auch das Geld-System, mit dem man sich im Vorgänger viele schöne neue Items kaufen konnte. Gerade individuelle Schläger und Klamotten, die man von der sauer verdienten Kohle erstmal ranschaffen musste, gehörten doch eigentlich zu den positiven Aspekten von "World Tour", oder?

Gameplay:
Virtua Tennis stand schon immer für Spielspaß vom Feinsten. Auch der dritte Teil spielt sich sehr intuitiv und trotz der sparsamen Knopfbelegung abwechslungsreich. Zwar nutzen einem die Lobs gegen Computer-Gegner überhaupt nichts, weil die Knaben immer! dran kommen... Dafür hat man recht schnell den Bogen raus und steht nicht wie beim Vorgänger oft genug unschlagbaren Figuren gegenüber. Der Schwierigkeitsgrad ist generell etwas niedriger.
Ärgerlich sind nur die kurzen, unnötigen Verzögerungen, die nach ziemlich vielen Schlägen des Spielers auftauchen. Man hat das Gefühl, die PSP müsse erstmal berechnen, wo denn jetzt dieser doofe Ball überhaupt aufkommt. Gameplaytechnisch führt das zu dem Problem, dass man ab und zu zu weit oder zu kurz rennt und dann gnadenlos danebensemmelt.
Apropos "Draufhauen": Euer Spieler erreicht oft genug Bälle, von denen man einem Normalsterblichen nur abraten würde. Das hat den Vorteil, dass man schon verloren geglaubte Bälle schnell wieder reinholen und in einen Sieg ummünzen kann.

Und nochmals "Apropos Draufhauen": Wer auch immer die Entwickler geritten hat, so lange Ladezeiten in ein Handheld-Spiel einzubauen, gehört standrechtlich an den Pranger gestellt. Was bei Virtua Tennis 3 geboten wird ist Konsolen-Niveau und hat Unterwegs überhaupt nichts zu suchen.

Grafik:
Neben all der Ähnlichkeit zum zwei Jahre alten Vorgänger ist es besonders die Grafik, auf die man als Käufer natürlich achtet. Schließlich will man etwas geboten bekommen, wenn man schon nicht den Budget-Titel "World Tour" ins Regal stellt.
Leider enttäuscht hier Virtua Tennis 3 auf der ganzen Linie. Zwar sind die Charaktere noch immer recht detailliert dargestellt und sehen ihren realen Vorbildern sogar etwas ähnlich - insgesamt ist die Grafik dennoch um einiges Schlechter als vor zwei Jahren. Und das war damals ein Titel der ersten Generation!

Neben Kantenflimmern und immer wieder verschwindenden Pixeln sind es besonders die Zuschauer, die als Pixelbrei in der Gegend herumhüpfen und jegliche Menschlichkeit vermissen lassen. Auch das bereits erwähnte kurze Anhalten des Geschehens kann ein Grund der Grafik-Engine sein. Und: Die Frame-Rate hat drunter gelitten, weshalb Virtua Tennis 3 nicht mehr ganz so flott von der Hand geht.

Dafür hat man die Animationen noch einmal aufgestockt und die Details der Arenen können sich sehen lassen. Allein der Effekt, wenn der Ball einen Abdruck im Sand hinterlässt, ist sehenswert.

Sound:
Der wohl beste Part von Virtua Tennis 3: Kräftige Rock-Rhythmen untermalen das Geschehen und gehören zum Besseren, was man von Sport-Spielen außerhalb der Electronic Arts-Welt hört.
Die Soundeffekte klingen realistisch, das Publikum reagiert an den richtigen Momenten und, nettes Beiwerk: Die Ansagen der Punkte sind in den jeweiligen Landessprachen, was der Atmosphäre zuträglich kommt.

Features und Besonderheiten:
Zahlreiche Minispiele und eine Handvoll an Berühmtheiten sowie schöne, ausreichend vertretene Arenen erfreuen das Tennis-Herz.
Wer einen Freund, zwei PSPs nebst UMDs besitzt, kann sich über Multiplayer-Battles freuen. Wer drei Freunde, vier PSPs und vier UMDs mit dem Spiel zur Verfügung hat, darf sogar im Doppel um die Wette aufs Grün flitzen.

Richtig vermissen muss man 2007 jedoch den Online-Mutliplayer. Was bei Outrun so gut funktionierte, dürfte bei diesem Titel eigentlich nicht fehlen. Tut es aber. Und darum gibt's Abzug.

Fazit:
Oh, oh, oh... Der Vorgänger, im Budget-Label billig zu erhalten, bekam von uns noch das Prädikat "Spitzenklasse". Teil 3 (auf der PSP aber erst der zweite) der "Saga" muss sich dagegen die gleichen Fragen gefallen lassen wie schon Ridge Racer 2: Warum dieses einfache Update ohne Innovation, neue Ideen? Warum diese aufgewärmte Spielsuppe mit hohen Ladezeiten sowie einer schlechteren Grafik? Außerdem fehlt ein Online-Multiplayer, der eins der größten Probleme der PSP dramatisch offen legt: Es entwickelt kaum einer geeignete Online-Lösungen für Sonys Konsole. Nintendo ist mit dem DS dank der Wifi-Connection um einiges weiter.
Zwar ist Virtua Tennis 3 noch immer gameplaytechnisch ein megastarkes Spiel. Aber warum zum Nachfolger greifen, wenn der Vorgänger das alles auch bietet - und zwar billiger?

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Sega für die freunliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Tolles Ballgefühl mit technischen Schwächen
GRAFIK
5 von 10
Eher ein Rückschritt als ein Nachfolger
SOUND
8 von 10
Toller Soundtrack und gute Effekte
FEATURES
7 von 10
Viel zu tun gibt es weiterhin
MULTIPLAYER
6 von 10
Ohne Online, aber dafür für 4 Spieler
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Lange Ladezeiten vermiesen einem das Zocken "







Details
Spielname:
Virtua Tennis 3

Publisher:
Sega

Developer:
Sega

Genre:
Sport

Release:
18.03.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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