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Impossible Mission


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Impossible Mission Review vom 03.08.2007

Wenn Mütter ihre quengelnden Kinder aus der Abteilung für Videospiele aller Art wegzerren und mit der einen oder anderen Bissspur aus dem Laden humpeln, dann ist das kein Indiz für einen grotesken Spießrutenlauf, sondern eher ein Anzeichen für ein schlechtes Lizenzspiel. Spaß beiseite - wer stürzt sich eigentlich auf die vollen Spieleregale, wenn ein Retrotitel auf Gameplayromantiker und Nostalgiker wartet und sich den Arm abwinkt? Genau dieser Frage hat sich unser Testlabor gestellt und sich Epyx’ neu-altes Werk „Impossible Mission“ geschnappt, und unter der Käseglocke einmal deutlich unter die Lupe genommen. Ob der leicht angestaubte Titel aus der Zockersteinzeit heute noch immer glänzt wie ein gewienerter Granitboden, oder ob sich langsam, aber sicher Gevatter Tod eingeschlichen hat, haben wir für euch herausgefunden.

Als Epyx seiner Zeit (1984) zum ersten Mal „Impossible Mission“ auf dem C64 auf die damals noch junge Spielerwelt losließ, konnte die Mischung aus Such- und Jump’n Run-Elementen punkten und fand viele Liebhaber. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2007, und viele Wundertüten nicht nur im Softwarebereich kamen und gingen wie der Wind einer lauen Sommernachtsbrise. Man möchte es kaum für möglich halten, aber „Impossible Mission“ hat bis zum heutigen Tage überlebt – zwar fristete es mehr oder minder ein absolutes Nischendasein, doch jetzt ist es wieder oben auf. Tatsächlich: Mit einer Version für Sonys PlaystationPortable, dem Nintendo DS und der Virtual Console auf der Wii hat sich der antike Agententitel wieder einmal an die Spitze der Aktualität gewagt.

Wie schön wäre doch diese schnöde Welt, wenn es nicht allerlei Fieslinge, Unrat, Monster und sonstige Kreaturen geben würde. Auf jeden Fall wären virtuelle Welten um ihr höchstes Gut beschnitten, und so verwundert es nicht, dass auch die „Unmögliche Mission“ einen Bösewicht par Excellenze zu beklagen hat. Geht es in der DS-Version lediglich um die Ausschaltung einer Atombombe des unfreundlichen Professor Atombender, verrät die Spielanleitung des PlaystationPortable-Ablegers gleich die Präsenz von mehreren, nuklearen Sprengköpfen. Diese wollen natürlich entschärft werden, damit es zu keiner großen Katastrophe kommt. So hat der Countdown von rund sieben Stunden bereits begonnen, als unser kleiner Agent in spe in der großen, geheimen Bunkeranlage des Professors mit dem merkwürdigen Namen eindringt und sogleich von einer schnarrenden Stimme empfangen wird.

Bevor es eigentlich so richtig losgehen kann, darf sich der Spieler einen von drei Charakteren aussuchen. Dabei darf zwischen einem Mann - aka „Alpha 1“, einer hübschen Blondine mit Codenamen „Delta“, und einer Mischung aus Robocop und Terminator namens „Gamma“ gewählt werden. Egal, für welchen der Charaktere man sich auch entscheiden mag: Einfluss auf den Spielverlauf hat diese Wahl nicht. Nachdem wir uns für den Modus „New“ entschieden haben, startet das Spiel aber erst richtig.

„Impossible Mission“ spielt sich in erster Linie wie ein Jump´n Run mit vielen Geschicklichkeitseinlagen. So verfügt der supergeheime Geheimagent über keinerlei Waffen. Genau dieser Umstand gestaltet sich so manches Mal ein wenig schwierig, muss er, bzw. sie sich dadurch viel mehr auf die eigenen, akrobatischen Künste verlassen. Schließlich schläft die gegnerische Fraktion mit allerlei fiesen Wachrobotern nicht. Derer gibt es reichlich - mit unterschiedlichen und allesamt gemeingefährlichen Fähigkeiten ausgestattet. Diese beschränken sich allerdings komplett auf Bewegungsverhalten. Während einige äußerst aggressiv von einer Stelle zur anderen patrouillieren, geben hingegen andere so manches Mal einen herben, elektrischen Schlag von sich ab.

In altbewährter 2D-Manier darf der Spieler zahlreiche, mit Robotern gespickten Räumlichkeiten, welche in der Regel mit Fahrstühlen oder Direktgängen verknüpft sind, tief in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus des geheimen Geheimbunkers eindringen. Unter einem Zeitdruck von circa sieben Stunden gilt es, die atomaren Sprengköpfe ein für alle Mal nichtig zu machen. Dafür müssen diverse Puzzlestücke ausfindig gemacht werden, welche sich in den einzelnen Räumen in zum Beispiel Regalen, Computern oder anderen Dingen verstecken. Hat man neun Passwörter mit jeweils vier Puzzlestücken pro Passwort zusammen, muss schlussendlich ein bestimmter Raum ausfindig gemacht werden, in welchem die Passwörter zum Einsatz kommen und damit das schreckliche Schicksal noch einmal abgewehrt werden kann.

Doch bis dahin ist es ein langer Weg, und obwohl man gänzlich waffenlos „kämpft“, gibt es doch ein paar wenige Goodies, die das Leben eines Agenten deutlich erleichtern können. Mit dem Betreten eines Raums ist meistens ein Computerterminal nicht weit, in welchem man gewisse Kommandos in Form von Codes eingeben kann. So lassen sich zum Beispiel die Roboter für einige Sekunden in einen Schlafmodus versetzen. Entsprechende Erleichterungen wollen natürlich erst gefunden werden, und so muss der Spieler von Zeit zu Zeit gut damit haushalten.

Damit nicht genug, denn was wäre ein mutiger Agent ohne das passende Equipment in Form eines kompakten Taschencomputers? „IMP v2k6“ nennt sich das gute Stück hochmoderner Technik, welches nicht nur erst das Puzzlen ermöglicht, sondern auch via GPS eine Minimap von den Orten zeichnet und festhält, welche bereits besucht wurden. Sollte der genervte Zocker einmal genug von der Puzzlelei haben, darf auch die eigene Agency um Hilfe angerufen werden. Damit sollte jedoch bedacht gehaushaltet werden, kostet jeder Anruf doch zwei Minuten wertvolle, und vor allem begrenzte Spielzeit.

Eine gute Hand voll Features hat sich klammheimlich in das Spiel eingeschlichen: So gibt es insgesamt drei verschiedene Modi zu bestreiten, welche sich in Sachen Gameplay aber nicht unterscheiden. Präsentiert sich das Spiel im „New“-Modus in einer komplett neuen und überarbeiteten Grafik, wird es Retrofans direkt in den „Classic“-Mode ziehen. Dieser präsentiert sich nämlich in dem kultigen Originalgewand von 1984. Abschließend gibt es noch den „Gemischt“-Modus, welcher einen Kompromiss zwischen Alt und Neu schließt. Im Gegensatz zu der DS-Version bietet der Titel ein ausführliches Ingame-Tutorial, welches den Zocker in allen Einzelheiten in das Spiel einführt. Neben einer Highscoretabelle und dem obligatorischen Speichern und Laden gibt es abschließend auch einen Game Sharing-Modus für den einen oder anderen interessierten Zocker.

Die unmögliche Mission einmal technisch gesehen
Grafisch gesehen zeigt sich das Spiel selbst in der komplett überarbeiteten Fassung nicht wirklich sensationell und kommt selbst hier nur sehr bedingt über zweckmäßig hinaus. Die Retrofassung einmal komplett außen vor gelassen, bekommt man es hier in allen drei Modi mit netten Kontrasten und Gegenüberstellungen von antik zu modern zu tun - das war es dann aber auch schon.

Sounds und Musik schließen sich insgesamt der Grafik an. Insgesamt haben wir es hier eher mit dem Prädikat „Abschalten – Ohrenkrebsgefahr!“ zu tun - damit sollen weitere Einzelheiten dem geneigten Leser erspart bleiben.

Fazit:
Unbedingt mit Ruhm bekleckert hat sich Epyx mit der Neuauflage des Uralt-Klassikers nicht gerade. Zwar hat sich insgesamt nichts verschlimmbessert, aber im Gegenzug hat sich auch nichts in positiver Entwicklung getan. Das wäre bei der heutigen Konkurrenz allerdings angebracht gewesen, welche mehr als genug Zeit für Spiele mit ähnlichen Zügen hatte. Zwar hat man rund drei unterschiedlich aufgemachte Modi, aber bis auf die Fans der ersten Stunde kann „Impossible Mission“ sicherlich nur die Wenigsten „Nicht-Kenner“ des Titels hinter dem Ofen hervorlocken.

Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an System 3 für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Langsam, aber sicher mächtig überholt…
GRAFIK
6 von 10
Zweckmäßig bis nett: Hier ist alles dabei.
SOUND
5 von 10
Irgendwann einfach nur zum Abschalten!
FEATURES
7 von 10
Alt und Neu gesellt sich gern.
MULTIPLAYER
4 von 10
Immerhin Game Sharing dabei.
GESAMT-
WERTUNG:
62%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Durchaus vorhanden. Wer’s mag... "







Details
Spielname:
Impossible Mission

Publisher:
System 3

Developer:
Epyx

Genre:
Action Adventure

Release:
nicht bekannt

Multiplayer:
Gamesharing

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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