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Prince of Persia - Rival Swords


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Prince of Persia - Rival Swords Review vom 25.04.2007

Der persische Prinz treibt wieder sein Unwesen. Nachdem sein letztes Abenteuer auf der PSP eher eine gut gemeinte, als gut umgesetzte Version der Konsolenvertreter darstellte, gelobten die Entwickler Besserung. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen und den Prince of Persia – Rival Swords unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Konnten die Entwickler ihr Versprechen halten?

Genrefans werden es bestätigen können. Die Heimkonsolenversionen der Prince of Persia Serie waren ein echtes Schmankerl und man hat das „Look and Feel“ des Videospielurgesteins mehr als gekonnt ins 21. Jahrhundert herüber getragen. Egal ob Sands of Time, Warrior Within oder The Two Thrones, die Spieleschmiede aus Montreal konnte so machen Fan für sich gewinnen und bravourös gezeigt, dass alte Serien nicht auf ewig in der Mottenkiste verschwinden müssen. Nachdem die PSP erschienen ist, hatte man es sich zur Aufgabe gemacht, die hervorragende Serie auch auf Sonys Edelhandheld zu portieren, denn grafische Leistung und Speicherkapazität reichen bei weitem aus, um das Konzept auch in die Hosentasche zu stecken. Das Problem an der 2005 erschienen PSP-Version zu Prince of Persia Warrior Within, welches man liebevoll Prince of Persia: Revelations taufte, war, dass man zwar das Spiel auf das System übertragen hatte, aber es nicht an die Lebensart eines Handhelds anpasste. Übertriebene Ladezeiten, Soundfehler und noch mehr nervende Kinderkrankheiten sorgten dafür, dass viele Fans enttäuscht wurden. Jetzt im Jahre 2007 hat man den letzten Teil der Prince of Persia Serie namens „The Two Thrones“ nicht nur auf die PSP sondern auch auf Nintendos Wii übertragen und auch hier eine Namensänderung vollzogen. Mit dem Alias Prince of Persia: Rival Sword versucht mal nochmals die Software-Verkaufscharts zu stürmen, doch reicht ein Remake aus, um die Massen zu begeistern?

Nach seinem letzten Abenteuer kehrt der Prinz in seine Heimatstadt Babylon zurück. Entsetzt muss er feststellen, dass die Stadt am Euphrat vom Krieg heimgesucht wurde. Der Wesir hat Verrat begangen und steckt hinter dem kriegerischen Akt. Doch auch der Prinz hat mit seinen Problemen zu kämpfen, denn er hat ein wenig zu oft an Uhr gedreht und der Zeitensand frisst ihn langsam auf. Doch als Kaileena durch die Hand des Wesirs umgebracht wird, wird erneut der Sand der Zeit freigesetzt und das schreckliche Schicksal nimmt seinen Lauf. Der Wesir mutiert zu einer übermächtigen Kreatur, das zertrümmerte Reich wird nochmals mit Füßen getreten und der Prinz selbst wird vom Zeitensand infiziert. Die Folge: Schizophrenie der ganz üblen Sorte. Zwei Wesen teilen sich einen Körper: Der Prinz und der dunkle Königssohn kämpfen um die Vorherrschaft.

Die Wesen dieser beiden Charakter sind Grundverschieden und so auch ihre Eigenschaften. Während der Prinz nach Rache dürstet und sein Volk befreien möchte, ist der dunkle Prinz einfach ein skrupel- und ruchloser Kämpfer. Er versteht seine Künste sehr gut, denn nur wenn er in den brutalen Schlachten seinen Gegnern den Zeitensand entlockt, kann er weiterleben. Um beim Kampf um den Körper die Überhand zu gewinnen wickelt er den Prinzen oftmals um den Finger, wirkt gar charmant, ist clever und hinterlistig, doch in vielen Situationen eine echte Hilfe. Denn Beide wissen, sollte der eine sterben, gehen beide über den Jordan.

Erneut haben die Entwickler besonderen Fokus auf das Leveldesign gelegt. Denn betritt man eine neue Ebene, so weiß man nie, wo es lang geht. Es gilt, Wände hoch oder entlang zu laufen, waghalsige Sprünge über meterbreite Schluchten zu wagen, sich an Felsvorsprüngen festzuhalten, Fallen auszuweichen und Gegnern in harten Schwertduellen gegenüberzustehen. Das Spielprinzip an sich überzeugt wie eh und je und fesselt von Anfang an. Akrobatische Sprünge und waghalsige Moves sind nicht nur schön anzusehen, sondern sind mehr als unterhaltsam. Als Spieler steht man immer vor neuen Rätseln und muss versuchen, seinen Weg durch die Level zu finden. Je tiefer man ins Abenteuer vordringt, desto mehr Zeitensand wird absorbiert, der die Eigenschaften des Prinzen oder seines Alter Egos verbessern und das Fortschreiten erleichtern. Die Spezialmanöver, wie das typische „Zeitzurückdrehen“ spielt auch in diesem Teil eine große Rolle, doch vielmehr muss man darauf achten, dass beim dunklen Prinz der Zeitensand nicht ausgeht. Er nährt sich von der Kraft der unzähligen Körnchen und sollte ihm der Zeitensaft ausgehen, heißt es „Game Over“. Der Unterschied zwischen den beiden Charakteren ist nicht nur die Stärke im Kampf, sondern auch die allgemeine Handhabung. Während der Prinz gut mit Schwertern, Äxten, etc. umgehen kann, ist sein dunkles Ebenbild ein Meister mit der Kettenpeitsche. Auch Sprungpassagen werden nun durch Kettenschwungpassagen ergänzt, so dass man sein Umfeld noch genauer untersuchen muss, um jedes Mal individuell zu handeln.

Ein weiteres neues Element sind die Fuhrwagenrennen. Auf dem Weg durch das babylonische Königreich, müssen auch diverse „Rennen“ absolviert werden. So steigt man in einen Streitwagen und peitscht die Pferde voran, weicht Hindernissen aus, springt über Schluchten und sorgt dafür, dass gegnerische Fuhrwagen einen nicht aufhalten können. Eigentlich eine lustige Abwechslung von akrobatischen Einlagen und Prügelorgien.

Was die Spieldauer angeht hat man wieder einiges vor sich. Es dauert einfach, bis alle Rätsel gelüftet sind, bis man seinen Weg durch das alte Babylon gekämpft hat und endlich dem Wesir, oder das was aus ihm geworden ist gegenüberzustehen. Dazwischen gibt es noch einige Bosskämpfe zu bestreiten, die mehr als Spektakulär sind. Hier hangelt man sich an Wänden hoch und nutzt neue Kampfelemente, um sein Gegenüber zurück in die Hölle zu schicken. Doch leider haben die Entwickler es nicht geschafft alle Kinderkrankheiten zu beseitigen. Was die Ladezeiten angeht, so darf man zwischen den Abschnitten noch immer recht lange warten. Im Direktvergleich mit dem Vorgänger liegen aber Welten dazwischen. Auch die Soundmankos wurden nicht gänzlich behoben und Videosequenzen mit zeitlich versetzter Tonspur sind nicht die Seltenheit. Besonders zu schaffen macht der Standby-Modus, denn oftmals kann es passieren, dass seltsame Fehler entstehen, wenn man nach einer Weile diesen verlässt und weiterspielen möchte. So kann es passieren, dass manche Levelabschnitte einfach nicht geladen werden und man in die Schluchten des digitalen Nirvanas fällt. Schade eigentlich, denn erneut hat man wertvolles Potential verschenkt, indem man sich nicht genug Zeit gelassen hat, alle Fehler und Bugs zu beseitigen.

Gameplay:
Wie schon beim Vorgänger hat man nichts anbrennen lassen. Die Umsetzung auf die PSP ist in Sachen Steuerung durchaus gelungen. Man muss zwar hier und da einige Tastenkombinationen in Fleisch und Blut übergehen lassen, doch das ist gänzlich normal in diesem Genre. Das Problem von Blockorgien und dem herunterfallenden Prinzen an Wänden wurde weitestgehend behoben, dennoch kann immer wieder Frust aufkommen, wenn man bei schwierigen Situationen immer wieder neu anfangen muss, weil Rücksetzpunkte fehlen. Ein Mischung aus Action und Geduld.

Grafik:
Grafisch gesehen setzt Prince of Persia – Rival Swords die Messlatte hoch an. Zwar hat man gegenüber der Konsolenversion Abstriche machen müssen, was oftmals an den verwaschenen Texturen zu erkennen ist, aber was dennoch geboten wird, ist trotzdem schlichtweg überragend. Man muss erneut mit Kürzungen bei den Bluteffekten, Texturen und der Anzahl der Polygone rechnen, bekommt hingegen eine fast durchgängig flüssige Grafikengine geboten. Slowdowns und Clippingfehler sind zwar vorhanden, gehören aber zur Seltenheit.

Sound:
Die Entwickler haben es nach zwei Jahren leider noch immer nicht geschafft die Soundengine des Spiels an das UMD-Format anzupassen. Verzögerte Soundeffekte in Videosequenzen, spontanes Aussetzen und übermäßige Rotiergeräusche des UMD-Laufwerks sind mehr als störend. Hier geht noch immer zu viel an der eigentlichen Stimmung des Spiels kaputt und das liegt nicht an der akustischen Begleitung des Originals, die durchaus gelungen war, sondern eher an der noch immer schlechten Umsetzung auf der PSP.

Features und Besonderheiten:
Was die Features anbelangt hat sich nicht viel geändert. Der Spieler hat noch immer die Möglichkeit während des Abenteuers Schätze aufzustöbern und kann allerhand freischalten. Stellt man die Spracheinstellungen der PSP um, bekommt man nicht nur eine deutsche Lokalisation geboten, sondern kann bei bedarf auch den englischen Stimmen und Klängen lauschen. Doch neu im Programm ist der Multiplayermodus.

Multiplayer:
Streitwagenrennen mit Freunden. Dank der gespaltenen Persönlichkeit, haben sich die Entwickler gedacht, dass man endlich dem Prinzen einen Multiplayerpart spendieren kann. Zwar biete man kein Gamesharing an, dennoch kann man gegeneinander in den diversen Arenen antreten und einige Spielmodi durchforsten.

Fazit:
Die Entwickler von Prince of Persia – Rival Swords haben es noch immer nicht geschafft eine optimale Umsetzung von Konsole auf den Handheld zu schaffen. Zwar hat man im Vergleich zum Vorgänger einige Kinderkrankheiten behoben, doch größtenteils findet man die Fehler des Vorgängers in etwas abgeschwächter Form beim Nachfolger wieder. Das Abenteuer an sich ist mehr als Unterhaltsam und die Serie galt auf den Konsolen als Meilenstein, dennoch muss sich jeder selbst die Frage stellen, ob er zur fehlerhaften Handheldversion zum Vollpreis greift, oder doch das gleiche Spielgefühl mit weniger Bugs, auf den Heimkonsolen haben möchte und hier zudem noch weniger zahlt. Remakes sind zwar eine schöne Sache, dennoch ist hier das Original noch immer besser.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Gute Umsetzung für die Hosentasche.
GRAFIK
8 von 10
Sehr hübsche Umgebungen und Charakteranimationen.
SOUND
4 von 10
Noch immer sehr fehlerbehaftet.
FEATURES
7 von 10
Umfangreiches Abenteuer mit freispielbaren Elementen.
MULTIPLAYER
6 von 10
Streitwagenrennen gegen Freunde.
GESAMT-
WERTUNG:
73%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Noch immer ist das „Sofa-Original“ für die Heimkonsole besser."







Details
Spielname:
Prince of Persia - Rival Swords

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Montreal

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
28.03.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

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