powered by 4Players.de PortableGaming Netzwerk Gameboy Advance  ·  Nintendo DS  ·  iPhone / iPod  ·  Nokia N-GAGE  ·  Sony PSP  ·  Portablegaming (Forum)
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

300: March to Glory


  • Testbericht
  • Screenshots (22)
  • News & Videos (2)
  • User (11)
  • Spiel Kaufen
300: March to Glory Review vom 30.04.2007

Vor knappt acht Jahren veröffentlichte der Comic- und Drehbuchautor Frank Miller einen bebilderten Roman, der auch in der schnelllebigen Welt von heute noch nach Jahren Aufmerksamkeit auf sich zieht. Am 5. April startete die Verfilmung dieses Comicromans auch in den Deutschen Kinos und passend hierzu wurde natürlich auch Adaption als Videospiel auf den Markt geworfen. Was hinter dem unscheinbaren Namen 300: March to Glory steckt und ob man die Lizenz nur des Geldes wegen ausgeschlachtet hat, wollen wir in folgenden Zeilen erläutern.

Zwar basiert der Comic, wie auch die Film- und Videospielumsetzung grundsätzlich auf einem geschichtlich bestätigten Ereignis, im Bezug auf den wahren Verlauf oder die Folgen, sind sich Wissenschaftler jedoch nicht einig. So wird zu Beginn vermittelt, dass man sich in der Rolle des Leonidas befindet, der mit seinen 300 Kriegern in den Kampf gegen persische Widersacher zieht. Ruhm, Ehre und nicht zuletzt die lang ersehnte Freiheit sind Ergebnisse, die man sich aus dieser doch sehr ungleichen Schlacht erhofft.

Der Einstieg ist schnell getan, man befindet sich nach einer kurzen Erzählung der Vorgeschichte schon inmitten eines Schlachtfeldes, auf dem nun verschiedene Angriffsarten erklärt und die ersten Missionsziele übermittelt werden. Leonidas und seine 300 mutigen Mitstreiter setzen alles daran, jeglichen persischen Krieger schnellstmöglich dem Garaus zu machen. Dabei sammelt man mit jedem getötetem Perser eine kleine Menge an „Kleos“, mit welchen zu jeder Zeit im Startmenü verbesserte oder neue Waffen, nützliche Fähigkeiten oder bestimmte Kombinationen erkauft werden können, die für das Vorankommen zwar nicht von wirklicher Wichtigkeit sind, jedoch vor allem ungeübten Spielern stark unter die Arme greifen. Sehr Einsteigerfreundlich ist auch das Speichersystem, bei welchem in recht kurzen Abständen die automatische Sicherung des aktuellen Fortschritts vorgenommen wird.

Im Bezug auf die Zwischensequenzen, in welchen die Geschichte des Films stark gekürzt, ein wenig aufgerollt wird, scheiden sich die Geister. Während eine Hälfte die Erzählung in Comic-Form sofort verurteilt, wird sie von anderer Seite gelobt. Vor allem aber die schöne, englische Sprachausgabe kann sich hören lassen. Auch während dem Kampf gegebene Informationen oder kurze Sequenzen zwischendurch sind mit der sanften Stimme untermalt. Für jene, die kein Englisch sprechen, wurde ein deutscher Untertitel implementiert. Dies sorgt allerdings nicht dafür, dass die Motivation ins Unermessliche steigt, es streckt die Spiellänge jedoch um einige Minuten.

Das größte Manko stellt die unendliche Monotonie im Spielbetrieb dar. Es gibt keine ausgefeilten Missionsziele, keine wirklich fordernden Rätsel die es zu lösen gibt oder sonstige Abwechslungen, die vom Kriegeralltag ablenken könnten. So streift man durch die Umgebung und befindet sich ständig auf der Suche nach einem neuen Opfer, dem man den Kopf abschlagen oder einen Speer durch die Brust jagen kann. Ziele werden zwar vorgegeben, die beispielsweise eine Rettung einer bestimmten Person verlangen, doch im Großen und Ganzen lenkt auch das nicht vom Faktum ab, dass es hier lediglich um das Töten an sich geht. Dass hierzu, wie bereits geschrieben, verschiedene, nett anzusehende Combos und eine Vielzahl an Schlägen und Hieben zur Verfügung stehen, begeistert nur bedingt.
Einzig und allein der Punkt, dass manche Gegner in Form riesiger Monster nur durch den Einsatz einer besonderen Fähigkeit bekämpft werden können, lenkt vom tristen Gameplay ab.

Die Kampfareale sind, wenn man von etlichen technischen Schwächen absieht, nett zu betrachten und es macht Spaß, sich im Sonnenuntergang vor peitschenden Wellen zu bekriegen, doch leider sorgt auch hier das Gameplay wieder für eine schnell aufkommende Langeweile. Im Bezug auf den Schwierigkeitsgrad muss der Anfänger leider mit viel aufkommenden Frust rechnen. So schnellt die zu Beginn noch sehr niedrig gehaltene Anforderung an den Spieler schon nach wenigen Kampfrunden in die Höhe und recht einfach wirkende Aufgaben benötigen viel Zeitaufwand. Dennoch sollte nach spätestens zehn Stunden Spielzeit alles getan und Ruhm, sowie Ehre en Masse vorhanden sein.

Gameplay:
Das Gameplay ist intuitiv, eingängig und auch für Wenigspieler schnell zu erlernen. Die verschiedenen Aktionen werden zu beginn des Spielverlaufs gut, wenn auch nicht sehr ausführlich erklärt. Dabei übernimmt man mit dem Analogstick die Kontrolle des Protagonisten, während man mit den Aktionstasten Schläge vollführt oder die Waffen wechselt. Pfeil- und Schultertasten dienen zur Abwehr bzw. zum Einsatz nützlicher Fähigkeiten.

Grafik:
Hier können leider kaum Punkte vergeben werden. An vielen Stellen treten Einbrüche der Framerate auf, die bei einem schnelllebigen Gameplay sehr störend sein können. Auch kommt es nicht selten vor, dass man plötzlich in die Unendlichkeit sehen kann, während man sich inmitten einer Wand befindet, die man eigentlich hätte erklimmen müssen. Dafür machen sich die in Comic-Bildern gezeigten Zwischensequenzen mehr als gut auf dem schmucken Handheld.

Sound:
Zwar ist der Sound nicht immer präsent und neigt gerne dazu, während des Spielens einfach zu pausieren, doch wenn eine Melodie aus den kleinen Boxen schallt, kommt diese in guter Qualität und mit viel Abwechslung daher. Ein leidvolles Stöhnen hier, das Tröten eines Elefanten dort und die Geschichte machen einen zufrieden stellenden Gesamteindruck. Mit etwas mehr Zeit hätte man sicherlich auch die vorhandenen Aussetzer beheben können.

Features und Besonderheiten:
Neben der Möglichkeit, drei Profile anzulegen, hat man auch noch jede Menge multimedialem Schnickschnack mit auf die kleine Scheibe gepackt. So finden sich noch kleine Trailer zum FSK-16 Film, sowie eine Hand voll Interviews mit dem Autor der Originalvorlage, Frank Miller. Eine kleine Statistik, die die Kampfhandlungen in Zahlen fasst, setzt das I-Tüpfelchen.

Fazit:
Mit „300: March to Glory“ erschien zwar keine übliche Lizenzgurke, die nur für die Jüngsten unter den Spielern interessant ist, dennoch sorgen technische Schwächen und das unglaublich eintönige und an vielen Stellen sehr anspruchslose Gameplay dafür, dass der Titel nach wenigen Stunden wieder im Schrank verschwinden wird und man kaum eine Motivation verspürt, den Silberling ein zweites Mal im schmucken Handheld rotieren zu lassen. Leider scheint es, als ob hier eine unfertige Fassung des Spiels vorliegt und fragt sich zugleich, wieso man die Veröffentlichung bei solch gravierenden grafischen Fehlern nicht ein wenig nach hinten verlegt hat.
Zwar kann man im Bereich der Steuerung, sowie im Bezug auf die Features kaum etwas bemängeln, doch dennoch stellt sich die Frage, für wen dieses Spiel die richtige Wahl ist. Selbst der größte Fan barbarischen Gemetzels sollte sich nur bei sehr großer Liebe zur Filmumsetzung für einen Kauf entscheiden, oder auf eine etwaige Preissenkung warten. Sieben bis zehn Stunden Spielzeit rechtfertigen einen Vollpreis bei hinzukommen von bekannten Kinderkrankheiten, die mit etwas Mühe hätten ausgemerzt werden können, kaum.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Eidos für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Unendlich monoton, dafür aber sehr simpel gehalten.
GRAFIK
4 von 10
Verwaschene Texturen mit vielen unansehnlichen Fehlern.
SOUND
6 von 10
Schöne musikalische Untermalung mit gelegentlichen Aussetzern.
FEATURES
7 von 10
Mehrere Spielstände, Interviews und Trailer, sowie nette Comic-Sequenzen.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
60%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Spielart und etwas zu lange geratene Ladezeiten machen den Titel für unterwegs nur bedingt geeignet."







Details
Spielname:
300: March to Glory

Publisher:
Eidos

Developer:
Collision Studios

Genre:
Fighting

Release:
erschienen

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop

USA / Japan Importe:
Uncut Version