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Call of Duty - Roads to Victory


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Call of Duty - Roads to Victory Review vom 22.06.2007

Im Laufe der Jahre wurden eine Vielzahl von Spielen mit mal mehr, und mal minder guten Fortsetzungen bedacht. So mauserten sich manche Titel zu einer niemals endenden Saga, hingegen andere verschwanden so schnell in der Versenkung, wie sie auftauchten. Um ein möglichst breites Zockerpublikum zu erreichen, bietet es sich natürlich an, Games auf allerlei Systemen zu veröffentlichen – so auch die berühmte „Call of Duty“ Reihe, welche einen Ableger mit dem Vermerk „Roads to Victory“ auf der PlaystationPortable bekommen hat. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Titel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob Top oder Flop –oder womöglich etwas ganz anderes- erfahrt ihr in unserem aktuellen Review zum Spiel.

Der erste Teil von Call of Duty seiner Zeit auf dem Computer revolutionierte das angestaubte Egoshootergenre beinahe. Herausfordernde Level, ein großartiges Setting und vor allem ein gehobener Schwierigkeitsgrad bannten den Freizeitsoldaten stundenlang vor den heimischen PC. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2007, und Call of Duty aus dem Hause Activison fand neben zahlreichen Konsolenumsetzungen lediglich auf dem N-Gage eine eher schlecht als rechte Umsetzung. Doch noch ist nicht aller Tage Ende, denn nun gibt sich der beliebte zweite Weltkriegsshooter auf der PSP die Ehre.

Wie schon aus anderen Teilen gewohnt, erwartet den Spieler auch in „Roads to Victory“ ein pompös inszeniertes Intro – das Aushängeschild der Serie schlecht hin. Nach wenigen Handgriffen im übersichtlichen Menü kann es dann auch schon direkt losgehen. Wie jeder Ableger der Serie spielt auch die PSP Variante in der Kulisse des zweiten Weltkrieges. Dabei dürfen nacheinander drei Episoden gespielt werden – nach und nach eröffnet werden die amerikanische, die britische, und die kanadische Kampagne in unterschiedlichen Abschnitten des zweiten Weltkrieges.

Das Spiel wird –wie eh und je- in der Egoperspektive gesteuert. Der Zocker übernimmt dabei die Kontrolle über einen Soldaten, welcher gemeinsam mit einem zusammengewürfelten Trupp von Kameraden allerlei Missionen erfüllen muss. Die Palette ist dabei breit gefächert: von simplen „Zerstöre dies und jenes“ über „Kommen sie lebendig an“ oder „Erledigen sie den Feind“ ist alles vertreten, was auch vorangegangene Titel boten. Mit von der Partie sind auch hier die bereits bekannten, automatischen Speicherpunkte, welche allerdings nicht all zu gut umgesetzt, und insgesamt ein wenig rar gesät wurden. Etwas störend und bisweilen sinnfrei sind die hauseigenen Kameraden. Konnten diese bis dato mit einer relativ netten KI glänzen, sind sie hier eher lästig und wirken wie das fünfte Rad am Wagen. Wenigstens stehen sie nicht sonderlich arg im Weg herum, so dass man sie am Besten ganz einfach gekonnt ignoriert.

Der Schwierigkeitsgrad – ein magisches Wort. Sichtlich hat man sich bemüht, einen Spagat zwischen den Steuerungsmöglichkeiten der PSP, und dem Spiel an sich zu schlagen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen; so kann man zum Beispiel die Zielhilfe, durch welche das Spiel sehr leicht wird, komplett abschalten und den Schwierigkeitsgrad in drei Stufen von Grünschnabel bis Veteran verstellen. So ist im wahrsten Sinne des Wortes vom Grünschnabel bis zum Veteran für jede Zockernatur etwas dabei. In wie weit das Spiel allerdings auf schwierigen Bedingungen überhaupt noch effektiv spielbar ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Ein dicker Pferdefuß - „Roads to Victory“ bietet so gut wie gar nichts, was man nicht schon in anderen, vergleichbaren Egoshootern auf anderen Systemen und insbesondere der Call of Duty Reihe erlebt hätte. Das beginnt bei dem MP40/Tommy Gun Einheitsbrei mit wenig Abwechslung, geht über die schon beinahe Standarisierten Szenarios und Einführungsszenen zu Beginn hinaus und macht auch nicht vor dem gesamten HUD mit dem berühmten Missionsstern halt. Selbst das kurzzeitige Kommando über eine feuerstarke Artilleriestellung im Kampf gegen feindliche Panzer wurde aus einem anderen Teil übernommen. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, darf sich der Spieler durch historische, oder rein fiktive Schlachten ballern. Auch hier sei „Abwechslung“ mit einem Fragezeichen versehen, denn die Kämpfe nach historischem Vorbild sind aus den Vorgängertiteln bereits namentlich einschlägig bekannt, bekamen aber in der PSP Version ein komplett anderes Gewand samt Setting – und wenigstens das ist auch gut so. Negativ hingegen sind die manchmal etwas öden, brutal linearen Level ohne viel Abwechslung. Immerhin gibt es dann aber zumindest die Möglichkeit, als Bordschütze in einem Flugzeug die Fetzen fliegen zu lassen; das war es dann aber auch in Sachen Neuheiten.

Insgesamt schien es Entwickler Amaze Entertainment einfach an Ideen zu mangeln. So verlangt „Abwechslung“ keinesfalls nach einer leistungsstarken Hardware oder fantastischen Eingabemöglichkeiten, nein - Kreativität lautet das leider verpasste Zauberwort. An dieser Stelle möchte der etwas enttäuschte Tester davon berichten, dass „Call of Duty – Roads to Victory“ trotz der angesprochenen Mängel noch immer ein grundsolider Egoshooter geblieben ist, aber da machen ihm doch glatt die schlechten Manieren der PSP einen Strich durch die Rechnung. Zwar mag dies der erste Ableger der Serie auf der PlaystationPortable sein, doch das tröstet nicht über das Grundproblem der nicht optimalen Steuerung hinweg. Zwar hat Amaze Entertainment bis auf eine frei konfigurierbare Steuerung (was wünschenswert gewesen wäre und beinahe zum guten Ton gehört) alles herausgeholt, was möglich war, aber Egoshooter auf Sonys kleinem Schwarzen sind und bleiben haarig. So fällt die Steuerung wie gewohnt ein wenig schwerfällig ins Gewicht, und ohne den auf Wunsch abstellbaren Aimbot wird man mit diesem Spiel höchstwahrscheinlich eine halbe Ewigkeit verbringen.

Grafisch gesehen bietet das Spiel für Handheldbegriffe durchaus gute Kost. Wenig pixelig, aber dafür auch mit verhältnismäßig wenigen Details muss „Roads to Victory“ auskommen. Was unter dem Strich hier übrig bleibt, ist gelinde gesagt gut bis befriedigend. Die eigenen Kumpanen als auch die Gegner schauen zwar nett aus, kommen aber hier nicht an die Referenz mit Namen „Brothers in Arms: D-Day“ heran.

Überzeugten vorangegangene Titel mit einer gewaltigen, schon beinahe orchestralen Musikkulisse, muss Activision´s neuestes Werk auch hier mehr einstecken, als austeilen. Denn mit Rum bekleckert hat man sich hier nicht. Sonderlich negativ fällt das gebotene allerdings auch nicht auf. Ähnlich verhält es sich mit den unterschiedlichen Sounds; dichtere und vor allem Originalsounds wie zum Beispiel in Call of Duty 2 sind mittlerweile guter Standart. Umso verblüffender ist es, warum derartige Sounds nicht auch in „Roads to Victory! verwendet wurden; so muss sich der Spieler mit einer etwas schwachbrünstig inszenierten Soundkulisse herumprügeln, welche aber trotzdem in Kombination mit einer guten Synchronisation in deutscher Sprache harmoniert und das Spiel mit Ton auch mit guten Kopfhörern spielbar macht.

Was ein Egoshooter so nötig hat wie ein Mensch das dritte Nasenloch, sind Extras. Trotzdem gibt es ein wenig frei zu spielen – neben Waffen sind das Fahrzeuge und Artillerie, welche man sich in einem Extramenüpunkt anschauen kann. Für einen unfreiwilligen Lacher sorgt das Handbuch unter dem Abschnitt Auszeichnungen; „Sobald sie eine Medaille verdient haben, können Sie dieselbe Mission erneut spielen und versuchen, sich eine bessere Medaille zu verdienen“ – soviel zu dem Sinn der Medaillen.

Zu guter letzt gibt es natürlich auch einen Multiplayermodus mit bis zu sechs Spielern. Via Ad-Hoc kann es dann direkt in heiße Gefechte mit menschlichen Mitspielern gehen. Auf einen Onlinemodus wurde wie so oft leider komplett verzichtet.


Fazit:
Trotz aller Kritik kann “Call of Duty – Roads to Victory“ durchaus Spaß machen. So konnte der Charme der Serie zwar nicht hundertprozentig auf ein Handheldformat übertragen werden, Grundzüge sind aber immer noch vorhanden. Es sind und bleiben die suboptimalen Steuerungsgegebenheiten der PSP, welche Egoshooter in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen. Über die Ideenlosigkeit seitens der Entwickler kann man abschließend allerdings nur mit dem Kopf schütteln und gerade das Leveldesign der Serie wurde hier leider stark verschlimmbessert. Insgesamt zwickt und zwackt es an vielen Stellen, so dass Fans der Serie zu Recht enttäuscht sein könnten.

Malte Latton für playstationportable.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Mit einigen Mängeln behaftet.
GRAFIK
7 von 10
Für PSP Verhältnisse durchaus gut.
SOUND
7 von 10
Gute Synchronisation in deutscher Sprache.
FEATURES
5 von 10
Kaum vorhandene Extras
MULTIPLAYER
7 von 10
Action für 2-6 Spieler
GESAMT-
WERTUNG:
75%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Nicht wirklich für unterwegs geeignet"







Details
Spielname:
Call of Duty - Roads to Victory

Publisher:
Activision

Developer:
Amaze Entertainment

Genre:
Shooter

Release:
23.03.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2 - 6 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

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