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Hot Pixel


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Hot Pixel Review vom 16.07.2007

Es ist schon beachtlich, wie viele unterschiedliche Genres die Welt der Videospiele hervorgebracht hat. Doch damit nicht genug - selbst diese große Anzahl an verschiedensten Kategorien lässt sich noch einmal in diverse Misch-, und Untergenres aufteilen. Doch was passiert eigentlich, wenn ein Entwicklerstudio wie aus dem Nichts eine neue Gattung aus dem Hut hervorzaubert? Zslide hat es tatsächlich geschafft und auf Sonys PlaystationPortable etwas gänzlich Neues geschaffen. Na, neugierig geworden?

„Hot Pixel“ nennt sich das Wagnis aus dem Hause Atari und kommt in der Grundausstattung mit über 200 Minispielen daher. Doch wie bei jedem kleinen Silberling mit Namen UMD, auf dem ein Stück Software aus diversen Entwicklerschmieden Platz gefunden hat, muss der Form auch hier ein Rahmen gegeben werden. Kurzerhand schlüpft der Spieler in die Rolle von Djon, einem jungen Pixel-Journalisten in einer völlig abgedrehten und verrückten Welt. Dieser ist aus der Video-Podcast-Dimension geflüchtet und so liegt es an dem Spieler selbst, den guten Djon durch die verschiedenen Episoden seines pixeligen Verstands mit heiler Haut hindurchzuführen.

So geht es im Hauptmenü mit der Wahl des „Episodes“-Modus auch direkt in das Abenteuer. Was von nun an geschieht, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Nach einer kurzen Einleitung der jeweiligen Episode –Djon ist übrigens tatsächlich ein junger Mann aus Fleisch und Blut– geht es direkt und ohne Umschweife mit einer Reihe von absolut durchgeknallten Minispielen im Sekundentakt los. So setzt sich jede Episode aus einigen der unterschiedlichen Aufgaben zusammen. Dabei hat der Spieler nur wenige Sekunden –wenn überhaupt– Zeit, die jeweilige Mission zu begreifen und entsprechend zu handeln. Das geht in der Regel überwiegend gut und verursacht keine Probleme. An dieser Stelle präsentiert sich „Hot Pixel“ äußerst durchdacht und setzt nicht voraus, dass jede Aufgabenstellung erfüllt werden muss. So wechselt das Spiel einfach hinüber in die Nächste – lediglich ab einer gewissen Anzahl von nicht bestandenen Herausforderungen muss die Episode erneut gespielt werden. Dies stellt sich jedoch eher als Vergnügen, und nicht als Nachteil für den interessierten Zocker heraus, spielt sich eine komplette Episode in noch nicht einmal zwei Minuten durch und variiert bei anschließendem Widerspiel erneut in ihrem Inhalt. Vor dem Ende einer Episode darf der obligatorische Endboss natürlich nicht fehlen. Dieser präsentiert sich in Form eines etwas ausführlicheren Minispiels, wobei hier „ausführlich“ in maximal 20 Sekunden abgehandelt wird.

Der Inhalt der 200 Kleinstspiele ist dabei so grundlegend verschieden und absolut schräg aufgemacht, wie man es sich kaum vorstellen mag. „Hot Pixel“ ist dabei absolut Programm – so präsentiert sich das Spiel in einer bewusst pixelig-quadratischen Optik mit bisweilen aggressiv schnellen Farbwechseln, bei welchen nicht nur Epileptiker voll auf ihre Kosten kommen werden. Ob es darum geht, einer grotesk wirkenden Person das zerfallene Gesicht wieder in Form zu kurbeln, ein Bild auf dem Computermonitor korrekt zu skalieren, Pixel zu fressen oder Außerirdische aufzusaugen – „Hot Pixel“ bietet absolut alles, was absolut unmöglich, und an Schrägheit nicht mehr zu überbieten ist. Dabei sind die einzelnen Settings höchst abwechslungsreich, und eines gleicht dem anderen in etwa so genau wie ein U-Boot einem Flugzeug.

Bei 10 vorhandenen Episoden kann es ohne weiteres passieren, dass diese Sammlung von Minispielen nach gut und gerne zwei Stunden geschicktem Hantieren beendet ist. Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Wahl zwischen ausgiebigen Multiplayergefechten mit einem PSP-Freund, die Jagd nach dem Highscore oder der Download von rund 70 weiteren Minispielen auf der offiziellen Homepage zum Spiel. „Easy to understand, heavy to master“ – genau das ist der Leitspruch der Software, welche eigentlich nur die Richtungstasten des D-Pads, oder den Analogstick zur Steuerung benötigt. In den seltensten Fällen darf dann aber auch eine andere Taste zum Einsatz kommen. Zwar geht es insgesamt mehr als nur hektisch zu, doch genau das macht die gelungene Mischung aus Minispielen aus.

Passend zu der bewusst pixelig und schrägen grafischen Aufmachung fällt der Sound natürlich nicht aus dem Rahmen, sondern viel eher aus Reihe – nahtlos reihen sich Sounds und Musik in die Gesamtaufmachung des Titels ein und klingen mal piepsig, mal völlig krank und manchmal sogar wie von einem anderen Stern. Orchestrale Klänge darf man hier jedoch nicht erwarten, aber das wäre auch alles andere als passend.

Fazit:
Zslide hat sich mit „Hot Pixel“ wirklich einiges getraut. Als Ergebnis kam etwas völlig Neuartiges und in dieser Form auf der PlaystationPortable noch nie da gewesenes an das Tageslicht. Insgesamt präsentiert sich das Spiel sehr solide und ist absolut stimmig inszeniert. Sei es die extravagante Grafik, die passenden Sounds oder die bewusst absolut kranke Aufmachung des Spiels: „Hot Pixel“ schockt in jedem Aspekt. Durchweg Positives lässt sich auch zu der Spielmechanik sagen: Dieser Titel ist definitiv der portable Titel auf Sonys Handheld schlechthin. Trotzdem haben wir es hier nicht mit etwas zu tun, das dem Mainstream entspricht – so sollte ein Anzocken vor dem Kauf auf jeden Fall drin sein.

Malte Latton für Playstationportable.de

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Einzigartig und sehr gut durchdacht.
GRAFIK
7 von 10
Entweder man liebt sie, oder man hasst sie.
SOUND
6 von 10
Mehr als nur zur Grafik passend.
FEATURES
9 von 10
70 Extra Minigames zum Download!
MULTIPLAYER
7 von 10
Zu zweit ab in das Vergnügen.
GESAMT-
WERTUNG:
77%
Mobilitätsfaktor: [9 /10]
"Mobiler geht es einfach nicht mehr."







Details
Spielname:
Hot Pixel

Publisher:
Atari

Developer:
ZSlide

Genre:
Sonstiges

Release:
04.07.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (15)

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