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Driver 76


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Driver 76 Review vom 11.06.2007

Aktuelle Verkaufszahlen beweisen es: Nintendos Doppelschirmer lässt sich mit deutlich weniger Problemen an den Mann bringen als die zuvor hochgelobte Multimediakiste aus dem Sony-Lager, und das, obwohl die portable Playstation dem Nintendo DS mit einigen technischen Eckdaten um Längen überlegen ist. Es ist nicht anfechtbar, dass das derzeitige Aufgebot mehr oder minder guter Titel der Grund dafür ist, warum die PSP-Verkäufe bis dato eher schleppend verlaufen. Ab und an kracht jedoch ein Titel ins Haus, der den ein oder anderen dazu bewegen kann, die kostbaren Scheinchen über die Theke wandern zu lassen - sei es Tekken, Socom oder Daxter. Ein Spiel sorgte in der Vergangenheit jedoch für besonders viel Aufregung: Grand Theft Auto. Die bisher zwei erschienenen, ehemaligen Exklusivtitel sind bis heute noch an den obersten Stellen der 'besten Spiele' zu finden. In letzter Zeit wurde es still um die Serie und gut zwei Drittel der Grafikverliebten, in sämtlichen Internetforen verhassten GTA-Kiddies haben sich in ihre dunklen Höhlen zurückgezogen, um dort zu weilen, bis ein dritter Ableger den Weg auf Sonys Kleine Schwarze findet. Zur Freude aller Fans kündigte der französische Publisher Ubisoft Anfang des Jahres jedoch einen Titel an, der gameplaytechnisch sehr stark an die direkten Vergleichstitel erinnert und den Spieler direkt in das virtuelle 1976 verfrachtet - Driver 76. Kann der neueste Driver-Ableger auch unterwegs überzeugen und möglicherweise sogar einen der beiden Rockstar-Bestseller vom Thron stoßen? Wir haben die Schlaghosen angelegt, uns Plateau-Schuhe an die Füße geschnallt, die Haare im Paul Breitner-Stil aufpeppen lassen, die kleine Silberscheibe in unser Laufwerk wandern und dort rotieren lassen, um Euch in folgenden Zeilen von unseren Erlebnissen zu berichten.

Der Einstieg ist auch für Genreneulinge schnell getan, denn nachdem man seinen Namen eingegeben und das neue Profil angelegt hat, kann es auch gleich losgehen. Zu aller erst wird in einem kurzen Intro gezeigt, wie unser Protagonist von dem schnellen Leben als "Driver" erzählt, von den kriminellen Machenschaften, in die er manches Mal verwickelt ist, bis man schlussendlich sieht, wie er mit einer Hand voll beleidigender Worte durch eine Absperrung der Gesetzeshüter rast - der Übergang hierbei ist flüssig und es geht ohne weitere Ladezeiten oder sonstige Zeitschinder direkt hinter das Steuer des Wagens, wo die erste Mission lautet, das Katz und Maus Spiel gegen die Polizei zu gewinnen. Wer sich nach der kurzen Raserei noch immer nicht heimisch fühlt, wird sich auch an den kleinen Tipps erfreuen, die ab und an auf dem Bildschirm aufleuchten - alle anderen werden schon nach dem ersten Spruch keine Lust mehr auf diese pfiffigen Hilfen haben.

Von nun an spielt man sich Kapitel für Kapitel weiter durch das Leben und verdient so seinen Unterhalt. Dabei fielen die einzelnen Missionsziele recht monoton aus, sodass sie sich vom Grundaufbau her kaum voneinander unterscheiden. Fahre hier hin, bringe das entsprechende Fahrzeug zu jenem Punkt. Wirklich viel kommt hier nicht rum.

Wovon sich der „große Bruder“ ohne weiteres hätte eine Scheibe abschneiden können, ist das Feature, Fahrzeuge nach Belieben modifizieren zu können. Zwar kann man nicht jedes Fahrzeug, in das man seinen Hintern schwingt, auch nach eigenem Ermessen umgestalten. Bei Karossen, die man für den erfolgreichen Abschluss einzelner Haupt- oder Nebenmissionen geschenkt bekommen hat, darf dennoch „gepimpt“ werden – es gibt allerdings auch hier wieder einige Ausnahmen in Form von Wagen, die sich kaum bis gar nicht modifizieren lassen. Hat man jedoch eine Mühle gefunden, welche alle Anforderungen erfüllt, so dürfen Wagenheber und Schraubenzieher ausgepackt werden. Von einer schicken Lackierung über ein Fahrgestell, das ein besseres Fahrverhalten verspricht, über aufgemotzte Motoren mit Nitro-Einspritzung und getönte Scheiben gibt es kaum etwas, was das verwöhnte Tunerherz hier missen muss. Dies macht sich auch beim Weiterspielen sofort bemerkbar und dient nicht nur als Groschengrab, denn wer hunderte Dollar in einen neuen Motor investiert hat, möchte natürlich auch als Ergebnis eine höhere Leistung sehen.

Natürlich fehlt auch das gewisse Etwas an Gewalt, was vermutlich auch dafür verantwortlich ist, dass der Titel ein blaues USK-Logo auf der Front trägt. So gibt es wieder jede Menge Waffen, die während einer Mission oftmals von großem Nutzen sein werden. Auch bei einem weiteren Punkt fällt die Nähe zu unserem Oberst auf. Was dort noch durch so genannte Päckchen verkörpert wurde, tritt hier in Form von „Tokens“ auf, welche überall im virtuellen New York zu finden sind. Natürlich sind diese nicht auf dem Radar zu erkennen und es gilt, sie auf eigene Faust im Großstadtdschungel zu sammeln – dabei unterscheidet dieses System auch seltene Tokens von jenen, die man kaum mehr übersehen kann.

Gameplay:
Die Steuerung des Protagonisten sowie das Fahrverhalten der unzähligen Vehikel lassen sich nur bedingt mit dem Vorzeigetitel GTA vergleichen. So gibt es beim freien Umherlaufen keine Möglichkeit, hilflose Passanten zu verprügeln oder willkürlich sonstige Dinge wie beispielsweise Wägen zu zerstören, da man (ohne Waffe) die Aktionstasten für die Justierung der Kamera verwendet. Zur Fahrzeugphysik bleibt zu sagen, dass diese im direkten Vergleich zu Grand Theft Auto um einiges realistischer gehalten ist und es von nun an mehr Geschick und Können verlangt, Kurven auch mit voller Geschwindigkeit zu nehmen.

Grafik:
Sieht man von nicht selten präsenten, kleineren Grafik-Bugs ab, so braucht sich „Driver 76“ in keinem Falle hinter dem Spiel mit den drei Buchstaben verstecken. Schöne (manchmal jedoch mit Fehlern gespickte) Texturen, eine makellose Animation der Charaktere und die detailgetreue Darstellung New Yorks lassen jedoch nicht darüber hinwegsehen, dass die Ladezeiten aufgrund genannter Tatsachen in unverschämte Höhe schnellen!

Sound:
Musikfetischisten werden hier mit Sicherheit voll auf ihre Kosten kommen. Vor allem dann, wenn sie sich mit den typischen 70er Jahre Klängen anfreunden können, werden sie Spaß an der authentischen musikalischen Untermalung finden. Erfreulich auch, dass man jegliche Sprachpassagen komplett auf Deutsch synchronisiert hat, auch wenn die Motivation der Sprecher kaum greifbar scheint.

Features und Besonderheiten:
Zahlreiche Primär- und Sekundäraufgaben sollten den Spieler für mehrere Stunden an den Handheld fesseln. Ladezeiten eingerechnet, darf noch einmal eine Hand voll addiert werden. Ansonsten fällt besonders die tolle Darstellung der virtuellen Stadt ins Auge sowie die Sprachausgabe und die authentische Musik.

Fazit:
“Driver 76“ macht auf der kleinen Schwarzen eine wirklich gute Figur und kann im Großen und Ganzen – vor allem aufgrund des umfangreichen Tuning-Features – auch über mehrere Stunden hinweg überzeugen. Die grundschöne Optik macht dem Handheld leider viele Probleme, sodass hier und da einige Bugs darauf warten, gefunden zu werden. Die unverschämt ausgedehnten Ladezeiten sind auch für einen Handheld, wie es die PSP ist, nicht zeitgemäß! Auch die Sprachausgabe verdient Anerkennung, wenn auch diese etwas lustlos erscheint. Dennoch versprüht Diver ein 70er Jahre Flair, das durch zahlreiche kleine Detaisl noch unterstrichen wird und auch bei genauerem Hinsehen zu gefallen weiß. Wen GTA angeesprochen hat und unmöglich länger auf einen möglichen nächsten Teil warten kann, darf die Zeit gerne mit Ubisoft´s Ableger überbrücken. Andere sollten in Anbetracht der technischen Mängel lieber zuerst Probespielen und danach einen Kauf in Erwägung ziehen!

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Fahrzeug- und Personensteuerung gut umgesetzt.
GRAFIK
8 von 10
Sehr schön, leider auch mit Fehlern gespickt.
SOUND
8 von 10
Nette Auswahl verschiedener, zeitgemäßer Titel.
FEATURES
7 von 10
Tuning und eine große, frei befahrbare Stadt.
MULTIPLAYER
7 von 10
Gamesharing - olé!
GESAMT-
WERTUNG:
76%
Mobilitätsfaktor: [1 /10]
"Wirklich ausschließlich fürs Sofa geeignet"







Details
Spielname:
Driver 76

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Racing

Release:
08.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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