Free Running
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Free Running
Review vom 15.06.2007
Free Running. Parcours. Was genau was ist, darüber scheiden sich die Geister und werden hitzige Diskussionen in Internet-Foren geführt. Fakt ist: beide "Sportarten" sind derzeit absolut angesagt. Sogar in Filmen wie dem neuesten James Bond Streifen durfte sich Sebastien Foucan, Free-Runner-Nr.1, austoben. Nach einer Umsetzung für die Playstation 2 dürfen sich jetzt auch Unterwegs die PSP-Zocker mit verrückten Moves und genialen Abkürzungen austoben.
Das Ziel bei Free Running ist ganz einfach: am schnellsten und am möglichst verrücktesten von einem Ort an den nächsten gelangen. Dabei wird weder Rücksicht auf das Umfeld noch auf die eigene Gesundheit gelegt. Knochenbrüche bleiben einem in der Spielversion zum Glück erspart, aber die Gesundheitsanzeige sollte sich nicht komplett erschöpfen. Sonst heißt es: Mission fehlgeschlagen, zurück auf Anfang.
Zu Beginn wählt der Spieler seine Figur aus einem festen Set an Pixel-Helden aus, bestimmt das Outfit und los geht das Training. Da das Game von den Entwicklern von Rebellion stammt, erkennt der erfahrene PSPler gleich die Engine von Titeln wie Miami Vice oder Dead to Rights (das hierzulande nie erschienen ist). Kein Wunder also, dass man flüssiges Vergnügen in gut aussehender Umgebung erwarten darf. Bevor man jedoch auf die Straße losgelassen wird, geht es in die Sporthalle. Hier bringt einem Sebastien Foucan persönlich die Tricks des Free Runnings bei. Neben einfachen Hangeleien gehören auch Specials wie der Flick Flack dazu. Hat man alles absolviert, darf man endlich auf die Straße.
Ähnlich wie bei der Tony Hawk Saga ist zu Anfang nur ein Level frei geschaltet. Mit dem Absolvieren von verschiedenen Aufgaben kann man jedoch recht schnell voran schreiten. Dazu gehören Wettrennen und Punktespiele, die in ihrem Abwechslungsreichtum leider nicht an das Vorbild mit den Skateboards heran reichen. Einzig das Dummy-Rennen sticht etwas heraus und macht den größten Fun.
Gameplay:
Die Steuerung ist selbstverständlich das A und O eines jeden Sportspiels. Was wäre Virtua Tennis ohne die perfekte Bedienbarkeit der Spieler, ein Fifa-Experte ohne das ideale Handling seiner Schützlinge? Leider versagt Free Running gerade in diesem wichtigen Bereich. Denn im Gegensatz zum dargestellten Sport kann man in der Versoftung nicht so flott und elegant durch die Gegend gleiten. Dazu trägt vor allem der Umstand bei, dass man Drehungen immer nur im 90°-Turnus machen kann. Wer sich also auf Zeit schnell um die eigene Achse drehen will oder in der Hektik in die falsche Richtung wendet, der flucht bei Free Running des Öfteren lautstark.
Auch beim Ausführen der Tricks hätte man sich etwas mehr Flexibilität gewünscht. Komplizierte Tastenfolgen sind es zwar nicht, die Einfachheit eines Tony Hawk bekommt man jedoch nicht geboten. Und: Das ständige "im richtigen Moment diesen und jenen Knopf drücken", das nicht einmal eine Sekunde an Verzögerung erlaubt, kann einem innerhalb kürzester Zeit auf den Senkel gehen.
Die Level selber sind nicht schlecht gestaltet, jedoch bieten hier ein Tomb Raider und ein Prince of Persia deutlich mehr Spiel fürs Geld. Und vor allem das bessere Gameplay: Lara würde jeden Free-Runner im virtuellen Leben locker in die Tasche stecken.
Grafik:
Wer Miami Vice oder Dead to Rights einmal gespielt hat, der fühlt sich sofort heimisch, da Free Running die gleiche Engine verwendet. Gut gestaltete Figuren, hübsche Animationen und ein immer etwas diffus gehaltenes Licht können überzeugen. Dazu trägt auch die konstante Framerate bei, mit der man durch die Level hechtet. Etwas mehr Details der Umgebung und nicht ganz so flache Texturen hätten aber schon drin sein können. Miami Vice war hier um einiges besser gelungen.
Sound:
Deutsche Sprachausgabe ist auch heute noch recht selten, so dass man sich freut, das Tutorial in vernünftigem, teutonischen Klang zu hören. Nicht wirklich lippensynchron, aber immerhin.
Die Musik ist typisch rhythmisch gehalten und unterstützt das Geschehen auf dem Bildschirm, ohne weiter zu stören. Ohrwürmer sind jedoch keine dabei und die spärlichen Soundeffekte hört man auch selten. Man hat nie das Gefühl, gerade durch eine Großstadt zu rennen.
Features und Besonderheiten:
Viel zu Sehen gibt es in jedem Fall. Neben neuen Leveln kann man kleine Extras wie Klamotten und Free-Running Filme freischalten. Bis man Alles sein Eigen nennen darf, dauert es eine ganze Weile. Dazu kommt noch der Multiplayermodus, den man mit zwei UMDs bestreiten darf. Online oder Gamesharing fehlen.
Fazit:
Eigentlich hatte ich mich drauf gefreut, bald wie ein junger Gott auf meiner PSP durch die Gegend zu düsen, elegant von einem Ort zum anderen hüpfend und immer für einen neuen Trick zu haben. Leider macht einem die Steuerung von Free Running hier einen Strich durch die Richtung. Auch das Leveldesign kann nicht immer vollkommen überzeugen, hier bieten andere Titel deutlich mehr Abwechslung - und das sind nicht einmal Free-Running-Umsetzungen! Grafisch könnte Rebellion langsam mal eine neue Engine programmieren. Auf Dauer wird der Abendröte-Modus langweilig.
Christian Nork für Playstationportable.de
Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Schwache Steuerung und etwas flaches Leveldesign |
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GRAFIK
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Langsam nutzt sich die Dead to Rights-Engine ab |
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SOUND
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Passt zum Geschehen |
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FEATURES
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Viele Dinge gilt es frei zu schalten |
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MULTIPLAYER
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Wettrennen und Battles |
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GESAMT-
WERTUNG:
71%
Mobilitätsfaktor: [5 /10] "Die Ladezeiten gehen in Ordnung, die etwas dunkle Grafik weniger."
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Details
Spielname:
Free Running
Publisher:
Atari
Developer:
Core Design
Genre:
Sport
Release:
22.05.2007 (erschienen)
Multiplayer:
1-2 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (10)
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