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Dissidia: Final Fantasy


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Dissidia: Final Fantasy Review vom 21.09.2009

Spin-Offs spielen stets mit des Messers Schneide. Entwickler krallen sich ein bekanntes Franchise und denken, dass ihr beliebtes Gut auch einfach so in einem anderen Genre-Spektrum überleben kann. Oftmals haben sie aber nicht mit ihren Fähigkeiten gewettet und merken schnell, dass ihre neue Mixtur gar nicht so erfolgreich ist wie erhofft. Jüngstes Beispiel für einen solchen Flop ist die Soul Calibur-Serie, dessen Spin-Off Soul Calibur Legends auf der Wii nur ein mäßiges WiiMote-Fuchtel Hack ´n Slash-Abenteuer darstellt. Zum Glück hat man sich bei der PSP-Version Broken Destiny wieder an die Wurzeln erinnert und einen reinrassigen Prügler herausgebracht. Doch apropos Prügler: Was passiert, wenn Rollenspielgigant Square-Enix zum Genrewechsel anmaßt und zudem die berühmten Final Fantasy-Charaktere in den bunten Mix einbindet? Die Antwort heißt Dissidia: Final Fantasy und wir haben uns den Hybrid näher angeschaut. Hat das Fighting-RPG Zukunft?

Je stärker dein Wille, umso größer dein Schmerz.
Feuchte Fan-Fantasien im FF-Universum werden nun wahr, denn in Dissidia: Final Fantasy schlüpft man in die Rolle seines Lieblingsprotagonisten und –antagonisten aus dem ersten Dutzend-Spiele der Hit-RPG-Serie. Egal ob als Krieger des Lichts, Terra oder Cloud, es werden die Schwerter gewetzt, die Zauber auswendig gelernt und den Fäusten bringt man das Fuchteln bei. Aus Rollenspiel-Helden werden Kämpfernaturen und dabei zeigt sich Dissidia: Final Fantasy als ein Hybrid aus zwei Spielkonzepten.

Wer Street Fighter, Soul Calibur, Tekken und Co. kennt, der weiß wie das traditionelle Haudraufspiel aussieht: Eine Lebensleiste schmückt den oberen Bildschirmrand, der Kampfansager grölt lauthals: “FIGHT!“ und schon klatscht es los. Alles, bloß keinen Beifall. Square Enix hat sich gesagt, diesen schnöden Einheitsbreit machen wir nicht mit und kommen mit ihrem ganz eigenen System auf den Markt. Eine Mischung aus Dragon Ball Z mit Kingdom Hearts ist das Ergebnis, denn die legendären Fantasy-Kämpfer prügeln munter drauf los, haben aber unterschiedliche Angriffs- und Verteidigungstechniken, die nicht nur den Lebensbalken anzapfen, sondern auch den Mutwerk attackieren. Weiterhin heißt es K.O., wenn des Kämpfers Lebensenergie den Null-Wert erreicht, doch Angriffe richten weniger Schaden an, wenn der Mutwert des Charakters niedrig ist. Durch Mut-Attacken, kann dieser Umstand ausgebessert werden und die Schadensdiskrepanz wird potentiell erweitert. Sollte sogar der Mutwert auf Null sinken, ist der Kämpfer demoralisiert. Er kann kurze Zeit nicht angreifen und wird er selbst getroffen, hat dieser auf der Schadensleiste ein mehr oder minder großes Problem. Nutzt man zudem noch das Level als freundlichen Helfer, kann noch größerer Schaden angerichtet werden, beispielweise, wenn man den Gegner in die nächste Mauer prescht oder ihn in einen Abgrund stürzen lässt.

So kommt also bei den Duellen nicht nur eine Geschicklichkeitskomponente ins Spiel, sondern auch das taktische Element hat einen hohen Stellenrang. Apropos Taktik: Im Storymodus, dem Filetstück des Spiels bekommt der geneigte Prügler sein gewisses Element Taktik-RPG geboten. Auf einem spielbrettähnlichen Feld gilt es diverse Gegner auszuschalten, Pfade freizulegen und Schatztruhen zu erobern. Dabei muss der Spieler in einem gewissen Zuglimit bleiben, dass dieser am Schluss auch zahlreiche Boni hamstern kann. Bei gewissen Kampfvorgaben mit Gegnern können weitere Zugboni gewonnen werden und somit ist die Belohnung zum Ende weitaus größer, als wenn man diese Zusätze missachtet.

Am Ende des Kapitels wartet immer ein Endboss darauf vermöbelt zu werden. Doch bis dahin ist ein langer Weg und es können zahlreiche Fähigkeiten, Waffen und Gegenstände freigespielt werden. Anders als beim üblichen Kampfspiel, können in Dissidia Charaktere aufgewertet und verbessert werden. Somit kommt das Rollenspielelement hinzu. Nach jedem Kampf gewinnt der tapfere Recke an Erfahrungspunkten und steigt eventuell im Level auf. Je höher im Level, desto kräftigere Angriffstechniken können genutzt werden. Doch es ist auch Vorsicht geboten, denn erst im späteren Verlauf kann man diese auch alle nutzten, denn um Fähigkeiten einzusetzen, gilt es Fähigkeitspunkte auszubalancieren. Ein Standardangriff nimmt dabei weniger Punkte in Anspruch als ein Mächtiger Meteorenschlag. So muss auch in diesem Sektor taktiert und nachgedacht werden, wie man seine Helden aufstellt.

Erinnerungen... können mir niemals gerecht werden!
Neben dem Storymodus gibt es auch weitere Kampfinhalte wie den Arcade-Modus oder das Kolosseum. Damit können Krieger auch im Nachhinein aufgelevelt werden, wenn man sich nicht in die Level mit hohem Schwierigkeitsgrad hineintraut.

Bis man Dissidia komplett durchgespielt hat, vergehen einige Stunden. Ca. 10 bis 15 brauchten wir beim ersten Durchlauf, wobei gesagt werden muss, dass der finale Endboss ein echter Brocken ist. Kein Wunder, wenn man es mit dem Chaos-Gott zu tun hat. Doch auch nach dem Durchspielen gibt es schier unendliche Möglichkeiten weiterzuspielen. Es gibt zahlreiches freischaltbares Material, Zusatzlevel mit neuen Charakteren und und und. Echte Fans werden gut und gerne mehrere Hundert Stunden mit diesem Spiel verbringen und haben noch immer nicht alles freigespielt.

Gameplay:
Das Steuerungskonzept des Spiels erinnert ein wenig an die 3D-Kämpfe eines Dragon Ball Z-Spiels. Denn es wird nicht nur am Boden gekloppt, sondern auch in windigen Höhen, auf Plattformen und in Gemäuern. Je nachdem welchen Charakter man hat, wird man sich im Kampf auch verhalten. Cloud mit seinem Riesenschwert ist der prädestinierte Nahkämpfer und die magisch begabte Terra aus Final Fantasy VI wirkt mächtige Zauber aus der Ferne. So gilt es immer zu taktieren, welche Attacken zu gegebener Zeit, im richtigen Umfeld am passenden sind. Dadurch, dass die Charaktere frei gestaltbar sind, ändert sich auch das Steuerungsverhalten nach den Wünschen des Spielers. So hat man nach einer gewissen Eingewöhnungsphase sich auch mit dem Konzept angefreundet und kebbelt munter drauf los.

Grafik:
Optisch betrachtet merkt man, dass Dissidia ursprünglich mal für die Playstation 2 angedacht gewesen ist. Die Charaktere sind zwar sehr detailreich dargestellt worden, die Umgebungen hingegen wirken manchmal etwas karg und trist. Der Clou an dieser Entscheidung ist jedoch, dass nahezu sämtliche Level zu Kleinholz verarbeitet werden können. Ein mächtiger Schlag hier, ein Zauberspruch da und schon zerfallen die Säulen, Mauern und Plattformen in 1000 kleine Stücke. Im späteren verlauf gibt es zudem noch Welten, indem sich das Geschehen dynamisch aufbaut und immer wieder neue Hindernisse, Wege versperren oder als Hindernisse dienen.

Sound:
Ein 10-Jahres-Kompendium mit den gesammelten musikalischen Meisterwerkern der letzten 10 Final Fantasy-Titel und ein paar Bonustracks warten darauf gehört zu werden. Fans wird das wahre Retro-Feeling einholen und wenn die bekannten Ohrwürmer ertönen, ertappt man sich öfters dabei mitzusummen. Atmosphärisch, klangstark und rhythmisch. Der Spieler bekommt von Dissidia genau das was er erwartet.

Features und Besonderheiten:
Ein ausgedehnter Storymodus für 10 Charaktere, plus Extrateil und Bonuswelten. Insgesamt 23 Kämpfer aus dem Final Fantasy-Universum, zahlreiche Sammelobjekte, Charaktererweiterungsmöglichkeiten, Tagesabhängige Sonderereignisse, diverse Spielmodi und ein umfangreicher Multiplayermodus gehören zu den Hauptargumenten des Spiels. Dissidia fesselt nicht nur für wenige Tage, sondern für Wochen wenn nicht sogar Monate.

Fazit:
Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander. Mit Dissidia: Final Fantasy erscheint ein grundsolides Fighting-RPG das in Sachen Spieltiefe, Umfang, Ideenreichtum und Vielfalt seinesgleichen sucht. Dissidia ist kurz gesagt rasant-actiongeladen wie ein Prügler und zeitintensiv-ausschweifend wie ein RPG. Wer sich mit dem Grundkonzept anfreunden kann, wird sich schnell gefesselt finden und nicht nur Stunden, sondern Wochen oder gar Monate mit diesem Spiel verbringen und stets seine Charaktere weiter ausbauen und neue Inhalte entdecken. Fans des Spiels werden sich die Finger lecken und freuen sich ihre Traumkämpfe selbst zu gestalten. Denn welcher Final Fantasy-Freund wollte nicht schon immer sehen, wie der zynisch-debile Joker-Verschnitt Kefka in den Kampf gegen Evergreen-Blondie Cloud zieht? Doch nicht nur FF-Fetischisten werden sich mit dem actiongeladenem Titel anfreunden können, auch Gerne-Freunde und Hobbykämpfer werden an diesem Stückchen Software ihre wahre Freude haben. Zugreifen!

Hat sich zum 24. Krieger in Dissidia erkoren: Kevin Jensen für PlaystationPortable.de


Danke an Kochmedia für die freundliche Bereitstellung der Rezensionsexemplare.



GAMEPLAY
9 von 10
Spannendes Strategie-RPG-Geprügel
GRAFIK
7 von 10
Hätte an einigen Stellen pompöser ausfallen können.
SOUND
9 von 10
Angriff der Killer-Ohrwürmer
FEATURES
10 von 10
Es gibt nichts, was es nicht gibt!
MULTIPLAYER
8 von 10
Gerade mit Freunden ein echter Haudrauf-Spaß
GESAMT-
WERTUNG:
88%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Auch unterwegs ist ein spannender Kampf kein Problem "







Details
Spielname:
Dissidia: Final Fantasy

Publisher:
Square Enix

Developer:
Square Enix

Genre:
Fighting

Release:
04.09.2009 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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