PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Crush


  • Testbericht
  • Screenshots (5)
  • News & Videos (4)
  • User (32)
  • Spiel Kaufen
Crush Review vom 02.06.2007

heute schon gecrushed?!?
Oh, oh! Das war schon damals so schlimm, in den Zeiten von Tetris und co.: wenn man sich längere Zeit mit einem guten Spiel beschäftigt, dann sieht man irgendwann überall einen Teil des Spiels und integriert es in die reale Welt. Einst waren es Klötzchen, heute fährt man im Bus und versucht, im Mittelgang das Fahrzeug zu "crushen". Crushen? Genau, denn Segas´ Spielentwicklung erschafft neben neuen Gameplayideen gleich die passenden Verben.

Mit Crush begibt sich das Traditionsunternehmen aus Japan auf ganz neue Pfade. Das Spiel ist nämlich mehr als ein Reines Jump 'n Run und lässt sich eher wie eine Mischung aus Mercury und Another World beschreiben. Wer stupides Rumgehüpfe verlangt, der sollte besser zu Ratchet und Clank greifen.
Die Idee von Crush ist so einfach wie genial (und wurde u.a. auch in Nintendos Wii Hit Super Paper Mario angewandt): Der Spieler steuert Danny, einen depressiven, schlafgestörten jungen Mann, der Hilfe bei einem verrückten Psychiater sucht. Dieser schließt ihn an seine neueste Erfindung mit Namen „C.R.U.S.H“ an, die Danny in Hypnose versetzt und auf die Suche nach seinen Ängsten schickt. Das Unterbewusstsein des Twens ist dabei eine triste 3D-Welt, in der es oft regnet und viele Plattformen auf den ersten Blick unerreichbar erscheinen. Ziel eines jeden Levels ist es, Murmeln zu sammeln, um das Tor zum nächsten Abschnitt zu öffnen. Neben den lustigen runden Dingern gibt es außerdem pro Level einen Pokal sowie ein Puzzleteil, die Auswirkungen auf die freispielbaren Elemente des Spiels haben.

Plattformen, die unerreichbar scheinen? Ja, denn wenn man mit den herkömmlichen Methoden an Crush herangeht, scheitert man bereits in den ersten paar Minuten. Umdenken ist angesagt: Mit Hilfe der Kräfte von C.R.U.S.H. hat Danny die Fähigkeit, die 3D-Welt des Spiels mit einem Klatsch in die Hände 2D werden zu lassen. Sprich: Blöcke, die sich weiter weg befanden, sind jetzt auf ein und derselben Ebene. Klingt komisch, ist aber so und bei weitem nicht so kompliziert, wie es klingt, was unter anderem auch dem sehr guten Tutorial zu verdanken ist, durch das einen Crush zu Beginn schickt.
Pro Welt kommen immer neue Hindernisse hinzu, während man sich den Blockaden in Dannys Hirn langsam nähert. Und das ist keine leichte Aufgabe: Nur wer geschickt mit 3D und 2D umgeht, kann am Ende geheilt die Praxis verlassen. 40 Level beinhaltet dabei der ganze Spaß.

Let's do the Mind Warp again...
Das genialste an Crush ist das Erfolgserlebnis. Auch wenn viele Level eher Ausprobieren als logisches Denken erfordern, ist man jedes Mal aufs Neue stolz auf sich selbst, wenn die richtige Entscheidung einen Schritt weiter führt. Dazu gehört, die Kamera in 3D richtig zu schwenken. Das geschieht in 90°-Schritten von Links nach Rechts, Rechts nach Links, und sogar nach oben, so dass man auch mal den Level "platt" machen kann. Praktisch, wenn Gegner wie riesige Küchenschaben den Weg versperren. Einfach zwischen zwei Wänden einsperren und gut ist. Easy going.

So ganz einfach ist das Spiel dann am Ende doch nicht und man ist eine Weile beschäftigt, bis man alle 40 Level in vier Welten perfekt absolviert hat. Ab und zu wird es auch etwas frustrierend und man hat weniger das Gefühl, Rätsel zu lösen, als vielmehr auszuprobieren. Das sind die Situationen, in denen einem Crush auch mal auf den Keks geht. Diese sind jedoch selten und schließlich überwiegt das "Ha, ich bin sooo gut"-Gefühl.
Hat man die Story erfolgreich hinter sich gebracht, wartet der Trophähenmodus auf den Spieler. Bestimmte Ziele, eingeschränkte Crush-Zahlen und weitere Gemeinheiten halten dann den Spieler bei der Stange. Richtig schmecken tut einem das aber nicht, denn wenn 40 Missionen absolviert sind, hat man alles gesehen und kann sich im besten Fall auch alle Wege merken, so dass ein neuer Versuch nur noch als Fleißarbeit gilt. Downloadbarer Content wie neue Level oder ein Editor hätten dem Spiel durchaus gut zu Gesicht gestanden.

Gameplay:
Wenn ein Entwickler etwas Innovation ins Spiel bringen will, dann sollte er es richtig machen. Sega ist das gelungen und Crush überrascht mit einem sauberen, Spaß bringenden Gameplay, das sich niemandem verschließt und auch Gelegenheitsspieler aufsaugt.
Die Steuerung hat man dank des Tutorials sofort im Blut und man schwenkt die (äußerst intelligente) Kamera wie ein Profi in alle Richtungen, um dann im richtigen Moment zu Crushen.
Um die Sprungfähigkeiten von Danny ist es leider nicht ganz so gut bestellt, gerade in späteren Leveln wünscht man sich hier etwas mehr Präzision.

Grafik:
In den Jahren, die es die PSP jetzt gibt, haben wir viele Spiele gesehen, die unseren Handheld grafisch sehr gut ausgereizt haben. Puzzlespiele gehörten nicht dazu, Crush ist da keine Ausnahme. Der Grafikstil erinnert stark an die Mercury Titel mit psychodelischen Hintergründen, die der jeweiligen Welt angepasst sind und eine albtraumhafte Darstellung von Dannys Fantasie darstellen.
Trotz der Einfachheit der Grafik gibt es in jedem Level eine ganze Menge an Details zu sehen. Neben den einsammelbaren Gegenständen sind das sich bewegende Plattformen, Steine zum Rollen, Gegner und viele andere Dinge.
Danny selber ist gut animiert und man nimmt ihm die Tollpatschigkeit sofort ab. So wie der Junge durch die Level schlurft weiß man sofort: der hat einen Knacks. Ein richtiger Anthiheld, der dem Spieler sofort ans Herz wächst.

Ein besonderes Lob verdient, natürlich, der Wechsel von 3D in 2D. Dieser geht flüssig und ohne Verzögerung vonstatten, was immer mit einem netten Verwischeffekt begleitet wird. Dank der sehr guten Kamera bleibt die Übersicht jederzeit gewahrt und man hat den "Dreh" in kürzester Zeit raus.

Sound:
Richtig gute Musik bekommt man in Crush nicht zu hören. Die Titel schwanken von "Ganz Nett" bis hin zu "War da was?". Keine großartigen Kompositionen, die aber für ein Puzzle-Spiel genau richtig sind.
Während der Zwischensequenzen darf man die Geschichte durch die deutschen Stimmen von Danny und dem Dock hören, die immer wieder mit schwarzem Humor dem ganzen Game seine ganz spezielle Note geben.
Die Soundeffekte sucht man aber eher mit der Lupe und das Geräusch des geöffneten Levelausgangs, den man mit einer gewissen Anzahl von Murmeln aktiviert, kann recht schnell auf die Nerven gehen.

Features und Besonderheiten:
40 Level - eine Menge Holz, vor allem, da das Spiel gegen Ende immer schwerer und komplizierter wird. Braucht man zu Beginn nur ca. 10 Minuten pro Level (perfekt für einen Handheld), beißt man sich irgendwann kräftig die Zähne aus. Spätestens in der letzten Welt lässt man gern auch mal ein Puzzlestück oder eine Trophäe liegen, um endlich den Parcours hinter sich zu bringen.
Mit Hilfe der Puzzlestücke lassen sich Artworks und Bilder des Entwicklerteams frei schalten, was für den Verlauf des Spiels nicht wirklich wichtig ist. Viel interessanter sind die Trophäen, die man erst mit speziellen Tricks in einem Level aktivieren und dann einsammeln kann. Mit ihrer Hilfe öffnet sich der bereits beschriebene Trophähenmodus für das kleine Abenteuer zwischendurch.
Hat man das Spiel irgendwann zu 100% durchgespielt, bleibt einem nur übrig, ab jetzt alles auf Zeit zu versuchen und dabei so wenige Crushes wie möglich zu machen. Bis dahin gibt es aber genug zu tun.

Auf einen Multiplayermodus wurde verzichtet.

Fazit:
Hervorragend. Endlich gibt es wieder vernünftiges Futter für die Playstation Portable. Crush kann in seinem ihm eigenen Feld vollkommen überzeugen und stellt sich als Geheimtipp für alle darbenden Rätselfans heraus. Wer Spaß am Knobeln und an einer innovativen Spielidee hat, der sollte in jedem Fall zugreifen. Die paar Schwächen in Länge und Steuerung kann man dann getrost ignorieren. Kaufen! Gerade Unterwegs ein Genuss.

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Innovativ und einzigartig
GRAFIK
6 von 10
Zweckmäßig mit netten 3D/2D-Effekten
SOUND
5 von 10
Düdelt nebenher mit
FEATURES
6 von 10
40 Level, aber bis man die perfektioniert hat, dauert's
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
86%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Ladezeiten trüben das Vergnügen etwas. Unterwegs aber genau der richtige Knobelspaß."







Details
Spielname:
Crush

Publisher:
SEGA

Developer:
Zoe Mode

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
25.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop