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Tales of the World - Radiant Mythology


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Tales of the World - Radiant Mythology Review vom 15.10.2007

Mittlerweile annähernd so zahlreich wie diverse Fun-Racer auf Sonys PlaystationPortable vertreten, sind auch episch anmutende Rollenspielereien – zwar eher in neuem Gewand und ein wenig frischer arrangiert, aber immerhin; wirklich beschweren kann man sich über das reichhaltige Angebot aus japanischen Gefilden für europäische Zocker nicht. Unser heutiger Kandidat ist zwar kein Fun-Racer, aber dafür eines solcher RPG-Kreationen – zumindest auf den ersten Blick. Was es mit „Radiant Mythology“ aus der beliebten „Tales of…“-Saga mit einem großen Haufen Nachfolgern, Spin-Offs und Co. auf sich hat, das bringen euch die folgenden Zeilen spürbar näher. Also: das Popcorn bereithalten, ein Malzbier in Griffnähe gestellt und ordentlich die Augen gespitzt, denn jetzt geht es los.

Mythos oder Legende? Die etwas andere Fantasy-Story...
„Du bist die letzte Hoffnung der Menschheit in einem dunklen Kampf ums Überleben!“ – dieser alarmierende Satz prangt auf der Rückseite der schlanken UMD-Verpackung. Nimmt man diesen Satz für sich, dann könnte dieses Statement auf sicherlich 9 von 10 möglichen Spielen zutreffen. Dass sich besonders gerne Rollenspiele in genau diesem Umstand wieder finden, ist altbewährt, und so überrascht die Vorgeschichte zum Spiel in der Praxis nur durch „in der Kürze liegt die Würze“. Als Auserwählter oder wahlweise auch als weiblicher Vertreter darf der Zocker die Welt Terresia vor dem Dämon, dem Verzehrer, retten. Während der Weltbaum mit diesem Unterfangen kein Glück hatte, nimmt der grüne Freund all seine Kräfte zusammen, um einen Helden im 16:9 Format zu schaffen. Wer hätte bereits an dieser Stelle gedacht, dass diese Aufgabe dem Knöpfchendrücker zuteil werden darf?

Bevor der ganze Zauber nach einem hübsch inszenierten Intro im Anime-Stil über die Bühne gelaufen ist, geht es zunächst an die Klassenwahl. Hier gibt es zwar ein wenig Auswahl, allerdings wird lediglich Standartkost geboten. Mehr oder minder neu hingegen ist die Tatsache, dass die unterschiedlichen Charaktere wie zum Beispiel Heiler oder Kämpfer gleichzeitig mit einem Schwierigkeitsgrad belegt sind. So gestaltet sich das Spiel laut Schriftzug als Heiler wesentlich schwieriger als die Rolle eines Haudraufvasallen zu übernehmen – so die Theorie, welche sich in der Praxis nicht immer bewährt. Noch schnell einige optische Erscheinungsvarianten gewählt, und ab geht die Post, die durch eine recht knappe Ladezeit begleitet wird.

Während den roten Faden jeder Rollenspieler für sich selbst finden muss, stellt sich schon von Beginn an die berechtigte Frage, ob wir es hier tatsächlich mit einem Rollenspiel, oder mit etwas zu tun haben, was nur annähernd an ein Rollenspiel zu erinnern mag. Tatsächlich ist „Radiant Mythology“ schon beinahe ein absolut reinrassiger Dungeon Crawler mit einer Hauptschlagader, welche die Storyline vorantreibt. Das gesamte Drumherum hingegen beschränkt sich vollständig auf überwiegend nervige Nebensächlichkeiten. Mag man sich noch mit dem Befreien von einigen Menschen irgendwie arrangieren, hört der Spaß doch irgendwann bei Quests wie „Finde und bringe mir eine Kartoffel“ auf. Bedenkt man die Tatsache, dass sich derartige Aufgaben ohne großen Sinn summieren und man einen nicht unerheblichen Teil des Spiels mit dem Aufleveln des eigenen Charakters und der eigenen Partie verbringt, dann geht die Motivation und auch gerne der Spielspaß des öfteren Flöten. Dieser Umstand wird außerdem durch die absolut öden Dungeons mit nerviger Verlaufgarantie noch weiter verschärft, welche allem Anschein nach direkt aus den drei Teilen der „Cube“-Filme entsprungen sind. Auch die eigenen Mitstreiter bringen recht wenig Freude. Zwar mag der „Tales of…“ Kenner sicherlich sehr viele Charaktere wie zum Beispiel Reid, Luke, Tear usw. wiedererkennen, aber weil sich die eigene Gruppe nach jedem gelösten Quest in Wohlgefallen auflöst, gibt es nur eine minimale Bindung bzw. Beziehung zwischen eigenem Charakter, dem Spieler und dem Anhang an wackeren Streitern.

Was zunächst zwar solide, aber alles andere als originell oder abwechslungsreich erste Eindrücke vermittelt, zeigt sich in Sachen Gameplay immerhin durchdacht. Auf den langen Streifzügen durch die unterschiedlichen Dungeons mit einzelnen Stufen darf sich frei bewegt werden. Dabei kommt es von Zeit zu Zeit auch zu handfesten Auseinandersetzungen. „Zufallsbasierend“ ist hier ein Fremdwort – schließlich tauchen die einzelnen Gegner auch optisch in den Dungeons auf, bevor es zum Kampf kommt. „Tales of…“-typisch gibt sich „Radiant Mythology“ im Kampfsystem erneut in Echtzeit. Verfügt man erst einmal über eine ausgeprägte Truppe, welche sich nach jedem Quest manchmal erneut anheuern, oder umstellen lassen kann, geht es ab in den Kampf. Neben typischen Kommandos wie zum Beispiel dem Einsetzen von diversen Items, Gegenständen und Co. lässt sich ein Fight auch automatisch bzw. halbautomatisch ausfechten. Dies bezieht sich allerdings ausschließlich auf die eigene Figur – schließlich wird der Rest der Gruppe von einer durchschnittlich gut agierenden KI gesteuert. Nicht fehlen darf außerdem die Möglichkeit, mit neuen Gegenständen nicht nur Angriffskraft in unterschiedlichen Gebieten, sondern auch die ebenfalls wichtige Defensive zu erhöhen. Besonders erfreulich für Sammler zeigt sich hier, dass die einzelnen Gegenstände direkt auf dem Charakter selbst dargestellt werden. Außerdem zeigen sich noch weitere, nette Spielereien wie zum Beispiel Formationskämpfe – wirklich unerlässlich ist das allerdings nicht.

Doch wie kommt es überhaupt zu der Questansammlung mit viel Quantität, aber sehr wenig Qualität? Auch hier hat „Radiant Mythology“ wieder einmal so einiges an Mankos in Kauf zu nehmen. Zwar gibt es in Kombination mit einigen Orten auch eine große Stadt mit der Möglichkeit, verschiedene Shops wie den Kramerladen, Rüstungs- und Waffenladen nebst passendem Kleingeld zu besuchen, aber wesentlich mehr bietet hingegen nur die Gilde „Ad Libitum“. Von hier aus kann in jeder Stadt nach neuen Quests Ausschau gehalten werden. Frische Kämpfer gibt es gleich nebenan für lau zum Anheuern. Betrachtet man den Schwierigkeitsgrad noch einmal, so werden äußerst viele Aufgaben in Kombination mit einer umfangreichen Partie zu einem echten Spaziergang am Strand. Wer es hingegen merklich schwieriger haben möchte, greift zu weniger Mitstreitern, von denen maximal drei hinzugenommen werden können – dies variiert von Quest zu Quest.

Technisch gesehen kommt der bunte Spielemix recht solide daher. Im Prinzip wurde hier von überall adaptiert, übernommen und integriert. Was bei dem Aufleveln des Charakters in klassischer Manier stattfindet, macht vor standardisierten Fähigkeiten wie zum Beispiel Heilen, Elementarmagie und besonders mächtigem Zuschlagen nicht halt. Außerdem mit dabei sind diverse Attacken aus den einzelnen „Tales of…“-Titeln, welche nun mit hübschen Animationen ins Land ziehen und sich auf Wunsch auf verschiedene Buttons konfigurieren lassen. Interessant ist die Möglichkeit, durch verschiedene Handwerksfähigkeiten neue Gegenstände herzustellen und dadurch unter anderem Rüstung und Waffe zu verbessern. Außerdem lässt es sich sogar mit verschiedenen Ingredienzien kochen, was sich mit einigen Goodies niederschlägt. Je nach Level und Fähigkeiten lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise eine Vielzahl von Materialien zu mal mehr, und mal weniger sinnvollen Dingen kombinieren. Die Palette ist zwar groß und umfangreich, entfaltet ihr volles Potential allerdings erst in sehr hohen Charakterstufen.

Betrachtet man das Spiel einmal aus dem grafischen Blickwinkel, dann wird man auch hier nicht wirklich Begeisterungsschreie ausstoßen. Zwar ist der seichte Comic-Stil recht nett inszeniert und trumpft vor allem in den Kämpfen auf, im großen Rest des Spiels entfaltet der verträumte Stil allerdings nicht wirklich viel Charme – dies liegt vornehmlich an der gähnenden Detaillosigkeit in den Dungeons selbst, und auch der Rest macht nicht unbedingt den allerbesten Eindruck. Auch musikalisch hinterlässt der Titel aus dem Hause Bandai/Namco Games einen belanglosen Nachgeschmack. Wenig Frisches, viele Wiederholungen und zahlreiche seichte Töne. Kommt es allerdings in wenigen Fällen zur Sprachausgabe, dann versprüht „Radiant Mythology“ einen Hauch von Charme. Bevor all das im Sumpf vom Nimmerland auf Nimmerwiedersehen verschwindet – einen Mehrspielermodus für zwei engagierte Rollenspieler gibt es auch. Das war es dann aber leider schon...

Fazit:
Butter bei die Fische: Toll ist das, was hier auf einer UMD Platz gefunden hat, nun wirklich nicht. Alles hat es schon 1.000 Mal zuvor gegeben – nur irgendwie ansprechender. Während das Spiel technisch zwar solide ist, aber außer den „Tales of…“-Charakteren nichts weiter spürbar für sich verbuchen kann, kommt auch die grafische Präsentation in Kombination mit dem Sound ziemlich belanglos und vom Ende der Stange herüber. Zwar haben wir es hier mit einem Dungeon Crawler in annähernder Reinkultur zu tun, aber wer hat eigentlich gesagt, dass solche Spiele keine gute Geschichte vermitteln können? Um jenem Missverständnis vorzubeugen – auch das steht auf der „Haben wollen“-Seite. Wer auf derartige Genres steht und entweder Zeit wie Haare auf dem Kopf samt passendem Kleingeld hat, der kann hier ohne Probleme zugreifen. Wer beim Zocken allerdings nicht Gefahr laufen möchte, bei Quest 1.4634 noch immer irgendwelches Gemüse suchen zu müssen und dabei kurz vor dem Einschlafen ist, sollte an dieser Stelle schnell unsere Review verlassen.

Im Dungeon grün angelaufen: Malte Latton für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Ja, es ist tatsächlich vorhanden… Applaus!
GRAFIK
7 von 10
Nicht besonders gut, nicht wirklich schlecht.
SOUND
6 von 10
Konnte man von der Konkurrenz auch schon lieblicher hören.
FEATURES
4 von 10
Vielleicht mit der Lupe?
MULTIPLAYER
5 von 10
Die nötigsten Funktionen sind vorhanden – mehr aber nicht.
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Immer für unterwegs bereit… "







Details
Spielname:
Tales of the World - Radiant Mythology

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Bandai/Namco Games

Genre:
Rollenspiel

Release:
18.09.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (17)

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