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Star Wars Battlefront: Renegade Squadron


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Star Wars Battlefront: Renegade Squadron Review vom 04.12.2007

Vor nicht all zu langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis, betrat Lucas Arts´ „Star Wars Battlefront II“ die große Welt der Unterhaltungselektronik. Wirklich zu überzeugen konnte das Spiel nicht zuletzt wegen der nicht gerade berauschenden Grafik, dem bisweilen schwammigen Gameplay und dem Ruf, fast als reiner Mehrspielertitel konzipiert worden zu sein, nicht – und so geriet der Sci-Fi Shooter recht schnell in Vergessenheit. Mit „Renegade Squadron“ soll jetzt das mittlerweile abgeschlossene „Star Wars“ in eine nächste, fiktive Runde gehen. Musste sich der erste Teil auf der PSP vor geraumer Zeit schon so einiges anhören, liegt es nun am nächsten Ableger, entweder einiges gut zu machen, oder erneut böse in den Fettnapf zu treten. Was dabei herausgekommen ist, zeigt das Review zum Spiel.

Es war einmal vor langer Zeit…
Über Eines sollte man sich schon vor dem Kauf klar werden. Auch mit „Renegade Squadron“ steht wieder einmal ein reinrassiger Multiplayertitel im typischen Star Wars-Flair ins Haus. Das bedeutet im Klartext, dass sich der Zocker entweder mit Bots gegen Bots in viele Gefechte in unterschiedlichen Modi stürzen darf, oder die Bots ganz einfach durch menschliche Spieler im lokalen Netzwerk oder dem Internet ersetzt. Zwar wird auch ein Kampagnenmodus geboten, dieser kommt aber nicht über den Punkt "Drangenagelt" heraus.

„Renegade Squadron“ erfindet eine ganz eigene Storyline zwischen einzelnen Star Wars Filmen. Das bei einem Spiel, welches primär nach dem Baukastenprinzip in zahlreiche, frei anwählbare Maps gegliedert ist, der rote Faden bestenfalls optional ausfällt, wird schon nach den ersten Minuten deutlich. Trotzdem – eine nette Dreingabe ist die Storyinszenierung durchaus und präsentiert sich mit der berühmten, gelben Laufschrift, welche sich auf Wunsch auch einfach wegklicken lässt.

In Sachen Modi bietet sich schon zu Beginn ein relativ knappes Bild. Zwar darf man kein Modi-Wunder wie zum Beispiel Unreal Tournament mit schier unendlichen Möglichkeiten erwarten, aber ein wenig mehr als die „Kampagne“, welche eigentlich nicht wirklich eine ist, der Eroberung – dem einnehmen von verschiedenen Punkten gegen ein anderes Team -, und der Galaxis-Eroberung gibt es schlussendlich nur noch Capture The Flag in drei unterschiedlichen Varianten. Das mag im ersten Moment durchaus nach viel klingen, aber der lieben Abwechslung wegen hätte es ruhig mehr sein dürfen – zumal es nur sehr wenige, spezialisierte Maps gibt. Die Aufmerksamkeit zentriert sich allerdings eindeutig auf „Eroberung“, denn hier entfaltet das Spiel eindeutig den größten Charme und kommt mit ausführlichen Szenarien daher.

Jetzt wollen wir doch mal nachsehen, was du für einer bist, mein kleiner Freund - und wo du herkommst.
Das reine Gameplay in seiner puren Art ist in Grundzügen immer noch das Gleiche geblieben wie im Vorgänger. So wird der eigene Charakter, welcher je nach Map entweder auf der Rebellenseite um Han Solo, im galaktischen Imperium, oder auf der Seite der todbringenden Droiden kämpft, noch immer in passender Third-Person Perspektive durch das Feld gescheucht und darf nach Herzenslust ballern. Ein wenig nervig ist es allerdings schon, ständig die Füße, und später auf Teile eines besetzten Fahrzeuges nicht wirklich zu sehen.
Wer noch Teil Eins in Erinnerung hat, wird an „Renegade Squadron“ viele, positive Änderungen feststellen können – auch im Gameplay. So hat sich das Spiel bei zahlreichen Titeln einige Dinge abgeguckt und sinnvoll in das Spiel integriert. Was bei frei aufstellbaren, automatischen Geschützen beginnt, geht über viele, verschiedene Klassen, die sich auch noch sinnvoll einsetzen lassen, einen ganzen Haufen Waffen bis hin zu den klassischen Eroberungspunkten. Auch im Gameplaydetail an sich überzeugt das Spiel, kommt mit vielen Neuerungen daher und spielt sich dabei flott und ohne große Fingerakrobatik. Eine schöne Dreingabe ist die Möglichkeit, seinen eigenen Charakter nach eigenem Geschmack nicht nur im optischen Erscheinungsbild, sondern auch im späteren Verlauf des Spiels in seinen Eigenschaften zu verbessern. Wirklichen Rollenspielcharakter hat dies zwar bei Weitem nicht. Das Feature ist aber wirklich nett anzusehen und ergibt Sinn – und das, ohne die Spielbalance wirklich nachhaltig zu stören.

Auch steuerungstechnisch ist die zweite Instanz des 16:9 Battlefront mit zahlreichen Möglichkeiten gewachsen. Lässt dabei aber dem Spieler Türen und Tore offen, um gleich von Beginn an in das gute Stück einzutauchen. Wer allerdings auch noch die letzten Raffinessen und Möglichkeiten ausreizen möchte, dem bietet „Renegade Squadron“ nicht nur ein separates Tutorial, sondern auch die Möglichkeit, im Kampagnenmodus spielerisch zu lernen, wie man den eigenen Soldaten sicher durch die kriegerischen Auseinandersetzungen manövriert. Es würde den Rahmen sprengen, alle Möglichkeiten und Kniffe aufzuzählen, aber eines ist sicher – wirklich kompliziert wird es zu so gut wie keinem Zeitpunkt. So lässt es sich alternativ auch gleich in das schnelle Gefecht stürzen, denn im Getümmel lernt es sich bekanntlich immer noch am schnellsten.

In welchem Spiel mit dem großen Stempel von Lucas Arts und dem Prädikat „Star Wars“ hat es jemals so etwas wie schlechte Sounds, bzw. schlechte Musik gegeben? „Renegade Squadron“ ist hier keine Ausnahme, sondern die Regel. Da dröhnen bekannte Melodien aus den zahlreichen Filmen samt bekannten Sounds wie zum Beispiel dem Geräusch eines Blasters oder den AT-AT Lasern in bester Qualität aus den Boxen der PlaystationPortable. Auch „hinzugedichtete“ Geräusche wie zum Beispiel die Stimmen diverser Soldaten fügen sich absolut nahtlos in das Spiel ein und bieten in ihrer Mischung einen sehr guten Mix.

Mein Interocitor ist viel schöner als deiner!
Wer noch immer den eher holprigen und vor allem grafisch schwachen Auftritt des Vorgängers in nicht unbedingt guter Erinnerung hat, bekommt mit „Renegade Squadron“ endlich das geboten, was man auch schon vom ersten Teil eigentlich hätte erwarten dürfen. Zwar existieren noch immer einige hässliche, verpixelte Hintergründe, welche an ein flux eingeprügeltes Hintergrundbild kurz vor Zwölf erinnern, aber dafür gibt es nun endlich einige kleine und große Details, vor allem an den Spielfiguren, zu bewundern. So ist es nicht nur möglich, den eigenen Charakter in einer groß angelegten Offensive von allen drei Fraktionen nach Herzenslust im optischen Erscheinungsbild zu gestalten, sondern diese Änderungen auch spürbar im Geschehen selbst zu erkennen. Bestanden die Charaktere im Vorgänger nur aus wenigen Details und groben Flächen, hat sich dieser Umstand nun endlich im neuesten Ableger aus dem Star Wars Universum zum Guten gewendet. Auch die einzelnen Bewegungsabläufe sind nicht von schlechten Eltern und hinterlassen einen guten Eindruck.

Die Umgebungen der einzelnen Maps wirken nun nicht mehr wie aus schlechter Modelliermasse in einem Einheitsgrau, sondern haben neben vielen Farben auch endlich eine spürbar höhere Auflösung erhalten. Ebenso positiv wird der „Battlefront“-Kenner die grafisch opulenten Fahrzeuge bemerken, welche ebenso mit einer Runderneuerung daherkommen und endlich würdevoll inszeniert wurden. In Sachen Effekte hingegen hat sich nichts getan – schließlich gab es genau an diesem Punkt bereits vor geraumer Zeit nicht wirklich Raum für Kritik. Etwas eigenartig ist es dagegen allerdings schon, wenn Walker plötzlich Raketen mit grüner Explosionswolke verschießen. All diese Verbesserungen, bzw. Veränderungen gehen glücklicherweise nicht auf Kosten einer instabilen Framerate, und so kann der Titel ausgiebig und ohne Störungen nach Herzenslust gezockt werden.

Doch auch einige Verschlimmbesserungen muss der Multiplayerspaß in Kauf nehmen. So wurden zum Beispiel auf der Map Kashyyk, welche im Vorgängerteil glänzen konnte, zahlreiche höhere Wälle hinzugefügt. Das hat zur Folge, dass diese vollkommen sinnlos sind, weil die Infanterie nun einfach nicht mehr darüber hinwegschauen, und aus der Deckung feuern kann. Gleiches gilt auch für andere Stellungen, welche dadurch vollkommen ihren Sinn verlieren und schon beinahe den Spielfluss stören. Zwar hätten einigen Maps statt dieser eigenwilligen Neuerungen durchaus eine Erneuerung in einigen Punkten gut getan, doch trotz diesem Umstand sind alle Maps in annähernd allen gebotenen Modi gut bis sehr gut spielbar.
Etwas störend ist manchmal die Größe vieler Schauplätze, welche trotz zahlreicher Fahrzeuge gerne kleiner hätten ausfallen können, um einen konstanten Grad an Action gewährleisten zu können.

Insgesamt bietet das Spiel in Sachen Quantität so einiges – behält man die Tatsache im Auge, dass wir es hier primär mit einem Multiplayertitel zu tun haben, dann werden sicherlich viele Zocker bei der einen oder anderen Map ganz nach eigenem Geschmack und Vorliebe hängen bleiben. Wer noch mehr Abwechslung sucht, hat außerdem die Möglichkeit, in heiße Weltraumgefechte mit den berühmten Sci-Fi Boliden aus Star Wars gegen andere Zocker oder Bots anzutreten.

Ist Renegade Squadron ein Teamspiel?
Diese Frage lässt sich in entgegen gesetzter Richtung stellen – sind Multiplayertitel mit Teams von acht Spielern auf einer Seite erfolgreich? Während es im lokalen Netzwerk immerhin insgesamt acht Spieler, also vier pro Seite sind, ist es sicherlich nicht unbedingt einfach, ständig mit einem Team präsent zu sein, um taktisch zu zocken. Raum bietet das Spiel selbst hingegen mehr als genug. Der Clou liegt dabei allerdings in der Ausführung.

Während Vertreter wie zum Beispiel Battlefield in all seinen Facetten auf dem Computer ein tatsächlicher Teamshooter sind, ist „Renegade Squadron“ prinzipiell ein Teamspiel für Solisten. Gezielte Einzeloperationen können ebenso zum Ziel führen wie ein geballter, koordinierter Angriff im Team. Das Spektrum an Situationen und Möglichkeiten ist vielfältig und lässt viel zu. Ob Zufall oder gewollt – die Mischung macht es, und so zwingt der Titel in keine Verhaltensmuster. Die Voraussetzungen für zünftige Schlachten mit mehreren, menschlichen Teilnehmern sind auf jeden Fall gegeben. So lässt sich das Spiel im lokalen Netzwerk mit bis zu Acht Spielern zocken – über das Internet verdoppelt sich diese Zahl sogar.

Fazit:
Mehrspieler, Mehrspieler, und noch einmal Mehrspieler – man kann es gar nicht oft genug sagen. Zwar lässt es sich alternativ auch ohne Probleme mit Bots ins Feld ziehen, das volle Potential entfaltet „Renegade Squadron“ allerdings erst in Anwesenheit zahlreicher, menschlicher Mit-Spieler. Das Grundpaket stimmt und wurde deutlich verbessert. Vor allem in Sachen Gameplay und auch im Bereich der grafischen Präsentation ist der Titel nun endlich dass, was er schon eigentlich mit Teil Eins auf Sonys PSP hätte sein sollen. Endlich ist hier ein rassiger Shooter entstanden, welcher sich auch noch hervorragend über das Internet mit bis zu 16 Spielern zocken lässt – Spielerherz, was willst du mehr? Im Prinzip wurde an absolut alles gedacht, und bis auf sehr wenige Bugs in der Grafik gibt es nichts zu meckern. Fans und Freunde gepflegter Mehrspieleraction können auf die Wertung noch einmal das eine oder andere Prozentpünktchen addieren.

Vielen Dank an Lucas Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Malte Latton für PlaystationPortable.de



GAMEPLAY
7 von 10
Von milchig bis scharf alles dabei.
GRAFIK
7 von 10
Ein leckerer, aufgewerteter Happen.
SOUND
7 von 10
Schmeckt immer wieder gut.
FEATURES
7 von 10
Eine recht breite Auswahl.
MULTIPLAYER
9 von 10
Entfaltet hier sein Potential!
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Dank der Ladezeiten hier ein wenig verhalten…"







Details
Spielname:
Star Wars Battlefront: Renegade Squadron

Publisher:
Activision

Developer:
Lucas Arts

Genre:
Shooter

Release:
3.Quartal 2007 (erschienen)

Multiplayer:
16 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (26)

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