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Need For Speed: ProStreet


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Need For Speed: ProStreet Review vom 06.03.2008

„Need For Speed“ gilt auf dem PC sowie auf fast jeder Konsole als Referenz für Rennspiele, bei der nicht Realismus, sondern Spielspaß oberste Priorität ist. Auf fast jeder Konsole soll heißen: Die bisherigen rasanten „Need For Speed“-Teile für die Sony PlayStation Portable hingen mit Ausnahme des letzten Titels denen der großen Konsolen und des PCs leider stark hinterher… Doch wendet sich der Fahrtwind manchmal recht schnell – hinter der nächsten Steilkurve erwartet uns der neueste Serienjüngling des Renners. Wir haben ausgiebig getestet, ob die zahlreichen spielerischen Änderungen von „ProStreet“ endlich auch auf der PSP Spaß machen.

Dem Serienursprung auf der (Brems-)Spur…?
Einen neugierigen Spieler ohne Vorinformation trifft das Bild, welches sich nach Einlegen der UMD ergibt, vermutlich wie ein Schlag, denn da ist erstmal nichts mehr von der leicht „schmutzigen“ und doch stylischen Tuner-Optik zu sehen, die der Reihe seit dem ersten „Underground“-Teil noch größere Popularität beschert hat. Stattdessen verbirgt das blau-gelb-grelle Hauptmenü nur weitere Schockmomente, die das gesamte Konzept von „Need For Speed: ProStreet“ betreffen. Thematisch gibt es nämlich keine Verbindung mehr zu den Vorgängern mit ihren reißerischen Tuner-Untergrund-Storylines, die Rennen werden im Jahre 2008 tatsächlich auf geschlossenen Rennstrecken ausgetragen, jedoch immer noch in erster Linie mit Straßenwagen. Motortuning ist nach wie vor möglich, die optische Verschönerung des eigenen Fuhrparks nun jedoch auf Farben und Decals beschränkt. Neu hinzugekommen ist auch die Option, vor jedem Rennen die Fahrhilfe in den Stufen „Freizeit-Fahrer“ und „Adrenalin-Junkie“ zu regulieren oder gar als „Speed-King" ganz zu deaktivieren. Im Karriere-Modus, der sich in Ermangelung einer Hintergrundhandlung auf das Freischalten neuer Fahrzeuge, Strecken und Events durch das Gewinnen solcher beschränkt, hat das Aktivieren der Fahrhilfe negativen Einfluss auf Siegprämie und Fortschrittspunkte.

Aus den Klassen „Tuner“, „Muscle“, „Sport“ und „Super“ darf im „Quick Play“-Modus ein fahrbarer Untersatz gewählt werden, während dieser im Karrieremodus gekauft werden muss, dafür aber auch ebenfalls gegen Bares veränderbar ist. Topmodelle von Porsche oder Lamborghini sind hier zu finden, ebenso jedoch der gerade als Tuning-Vorlage beliebte VW Golf GTI oder der Dodge Challenger von 1971. Ein wenig anders als gewohnt verhält es sich mit der Auswahl der Rennmodi: In der Kategorie „Grip“ darf so auf Rundstrecken um die Wette gefahren werden - alternativ auch als Runden-K.O., während unter „Speed“ nicht nur der klassische Sprint von A nach B zu finden ist, sondern auch Zeitfahren, „Radarfalle“ und „Tor-K.O.“, wo das Schlusslicht des Fahrerfeldes nicht am Ende jeder Runde, sondern an auf der Strecke platzierten Toren ausscheidet. Der Rennsport-Charakter von „Need For Speed: ProStreet“ findet nicht nur in der etwas unschönen Tatsache, dass keine ganze Stadt mehr zum freien Rasen zur Verfügung steht, einen Höhepunkt, sondern auch in den Statistiken des Karrieremodus. War es seit jeher und besonders seit „Underground“ Usus, den einen oder anderen Kontrahenten in bester „Burnout“-Manier von der Strecke oder gar in den Gegenverkehr zu drängen, Kurven an der Begrenzung entlangschrammend zu überwinden und das ohnehin unzerstörbare Auto irgendwie als Erster über die Ziellinie zu quälen…. Nun bietet die Übersicht „Karrierestatistik“ Informationen über Durchschnittsgeschwindigkeiten in verschiedenen Renntypen, die Anzahl von Führungsrunden, von „sauberen“ Runden ohne Umrandungs- oder Gegnerkontakt und -allerdings als mahnender Faktor- die Anzahl von Kollisionen. Allzu heftiges Anschmiegen an Kontrahent oder Mauer sollte hierbei sowieso vermieden werden, denn „Need For Speed: ProStreet“ hat ein einfaches Schadensmodell, welches bei mittleren bis schweren Beschädigungen des eigenen Vehikels Hüpfen und Schlingern zur Folge hat. Soll der neu erworbene Porsche das Rennen heil überstehen, was auch in Anbetracht von anfallenden Reparaturkosten im Schadensfall vernünftig erscheint, lohnt es sich, die Streckenkarten anzusehen. Darauf können zum Beispiel Ideallinie, Geschwindigkeit und Rundenzeit in bestimmten Kurven und Sektoren der Strecke eingesehen werden.

Gameplay:
Eine analoge Achse an einem Controller ist eine feine Sache, verhilft sie doch manchem Rennspieler erst zum Gefühl, das Auto tatsächlich zu steuern. Wie man es besser nicht macht, zeigt „Need For Speed: ProStreet“ in astreiner Bruchlandungsmanier. Die Steuerung der Vorgänger-Teile für die PlayStation Portable war bereits umstritten, doch die des jüngsten Ablegers ist extrem gewöhnungsbedürftig. Gerade von einem Rennspiel, das einen oder mehrere Schritte hin zum Realismus wagen will, sollte man erwarten, dass beim Fahren ein Gefühl für das Handling des Fahrzeugs entsteht. Stattdessen bleibt leider nur der Eindruck, dass man einem Handheld grob mitteilt, ob der Karren auf dem Bildschirm nun eher nach links oder eher nach rechts eiern soll.

Grafik:
In diesem Bereich ist leider ein riesiges Manko festzustellen. Eigentlich könnte man sagen, dass die Grafik (aufgrund kleiner Schwächen) im Vergleich zu den sehr schönen Fahrzeugmodellen allemal auf durchschnittlichem Niveau liegt, wäre da nicht die hässliche Unschärfe, die sich durch das komplette Spiel zieht. Da verblassen selbst angesprochene schöne Fahrzeugmodelle. Es ist einfach unschön und sieht förmlich aus, als ob man ständig einen grauen Schleier vor dem Bildschirm herumfliegen hätte. Da hilft auch kein Scheibenwischer dieser Welt!

Sound:
Auch hier hat man sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich verschlechtert, was besonders NFS-Fans verärgern dürfte. Die Trackliste ist zwar lang und man kann sich bei Bedarf auch noch im EA Media Center austoben, eine Playlist erstellen oder die Musik ganz einfach nur anhören, doch kaum ein Lied hat Wiedererkennungswert.

Features und Besonderheiten:
„ProStreet“ bietet EA-typisch das „EA Media Center“, wo spielinterne und eigene Songs gehört und Videos betrachtet werden dürfen, außerdem können Tipps und Tricks zum Spiel separat eingesehen werden. Sonst gibt es leider abseits von „Quick Play“ und dem beschriebenen Karriere-Modus nicht viel zu entdecken auf der UMD - was natürlich nicht heißen soll, dass Minispiele, freischaltbares Bonusmaterial oder Online-Features etwas am verkorksten Gameplay des eigentlichen Spiels geändert hätten.

Multiplayer:
Electronic Arts war schon von Anfang an dafür bekannt, dass fast alle PSP-Spiele auch einen recht aufregenden Multiplayer-Part beinhalten. Mit „Need for Speed: Pro Street“ setzt man diese Tradition gekonnt fort, wenn auch es online nicht wirklich viel zu erleben gibt. Wie gehabt kann man sich mit dem angelegten EA-Online-Konto einloggen und auch gleich starten. Unter dem Menüpunkt „Jetzt spielen“ wird man mit zufällig ausgewählten Gegnern mit einem Wagen eigener Wahl in das Rennen geschickt, während einer anderer Modus es erlaubt, mit eigens ausgewählten Kontrahenten zu fahren. Eine Online-Statistik existiert ebenfalls, die jedoch recht spartanisch ausgefallen ist und wirklich nicht viel mehr hergibt. Alles in allem merkt man, dass der Mehrspieler-Part eher kurz für zwischendurch kreiert wurde und nicht einen kompletten Abend gestalten dürfte. Ab und an deshalb ganz in Ordnung, mehr aber nicht.

Fazit:
Nachdem der zuletzt erschienene Titel der populären Raserei & Tuningerei eine mehr als nur ordentliche Figur auf der PSP abgegeben hat, enttäuscht "Need For Speed: Pro Street" jedoch in vielerlei Hinsicht. Gute Ansätze sind genrespezifisch durchaus vorhanden, doch vor allem die ungerechtfertigte Schmuddel-Optik des Spiels liegt sehr weit unter dem, was uns Electronic Arts sonst zu bieten hat bzw. hatte. Löblich, dass man sich vom eigenwilligen Underground-Tuning-Thema abgewendet hat, bei der klassischen Umsetzung sollte jedoch zukünftig genauer gearbeitet werden.

Nach wiederholten Fahrunfällen nicht pro-, sondern eher contrastreet: Stefan Girlich [SteveTheGuitarChief] und Max Zeschitz [Zeschitz] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Unangenehmes Fahrgefühl trifft unspektakuläres Streckendesign.
GRAFIK
7 von 10
Die Unschärfe verdirbt die Freude an eigentlich sehr schönen Fahrzeugmodellen.
SOUND
7 von 10
Passable Motorensounds sind immerhin angenehmer als der nur zweckmäßige Soundtrack.
FEATURES
5 von 10
Neben dem durchschnittlichen Hauptspiel gibt es nicht mehr viel zu entdecken.
MULTIPLAYER
6 von 10
Geteiltes Langweilen ist halbes Langweilen.
GESAMT-
WERTUNG:
58%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Ordentliche Ladezeiten erlauben ein schnelles Rennen zwischendurch."







Details
Spielname:
Need For Speed: ProStreet

Publisher:
EA

Developer:
EA

Genre:
Racing

Release:
21.02.2008 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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