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Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt


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Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt Review vom 03.06.2007

Lizenzspiele. Ja, mit diesem, ganz eigenen Gattung verbindet jeder Zocker besondere Gefühle und Erfahrungen. Doch machen wir uns nichts vor – oftmals verbirgt sich hinter diesem Begriff eher durchschnittliche bis miese Spielekost, welche schon nach kurzer Zeit in der hintersten Ecke des Regals landet, um nie mehr hervorgeholt werden zu müssen. Doch halt, Schluss mit der Schwarzmalerei, denn dass es sich derartig nicht nur ausschließlich verhalten muss, beweist „Pirates of the Caribbean – At World´s End“ eindrucksvoll. Warum ausgerechnet diese Lizenzversoftung in sämtlichen Belangen aus dem Einheitsbrei hervorsticht, erfahrt ihr am Besten selber am eigenen Leib in unserem Review zu Disney Interactive Studios´ neuestem Streich auf Sony´s PSP.

"Der Tod macht das Leben erst Lebenswert"
Mit dem nunmehr dritten Teil macht des Fantasy-Piratenepos „Der Fluch der Karibik“ rund um den etwas torkeligen Käpt’n Jack Sparrow und allerlei merkwürdiger, bisweilen fantastischer Konsorten die Kinos rund um die Welt unsicher und sicherten sich stürmische Begeisterung. Dazu darf natürlich das passende Spiel auf am Besten allen gängigen Konsolen und Handhelden nicht fehlen, um es Fans zu ermöglichen, gesehenes unmittelbar auf dem heimischen Sofa noch einmal selbst erleben zu dürfen. So möchte man mit großer Gewissheit behaupten, dass „At World´s End“ genau dort ansetzt, wo der dritte Teil beginnen mag – doch bereits hier wird der Spieler recht früh eines anderen belehrt. Tatsächlich haben wir es hier mit einem bisweilen wirren Storymix aus Teil zwei und Teil drei des Abenteuers zu tun, was Kino, bzw. Filmmuffeln ein schier unüberwindbares Fragezeichen in Sachen roter Faden auf das spielerische Brett vor den Kopf knallen wird. Denn eines kann man schlichtweg nicht, der Geschichte des Spiels folgen – äußerst sprung-, und schemenhaft werden allerlei Eckpunkte in mehr oder minder logischer Reihenfolge abgespult und selbst Fans werden Schwierigkeiten bekommen, dem Treiben hinterherzukommen.

Doch vermag dies einen echten Piraten von Format eines Jack Sparrow aufzuhalten? Nun – vielleicht verwirrt uns das ein wenig, aber mit ein wenig Rum ignorieren wir diesen Fauxpas einfach, denn von nun an kann es doch eigentlich nur noch besser werden, oder? Nach einer gähnend langen Ladezeit ohne Intro finden wir uns in einem Kerkerverlies wieder. Eigenwillig, wurde Jack Sparrow doch am Ende des zweiten Teils von einem hungrigen, monströsen Kraken verschluckt. Schwamm drüber, denn nun gilt es, aus dem Verließ möglichst schnell auszubrechen und dabei allerlei Inhaftierte auf dem Weg in die Freiheit, die Selbige zu schenken. Wer schon einmal Kontakt mit Resident Evil oder Titeln wie Final Fantasy hatte, wird sich in Sachen Kameraperspektive sofort heimisch fühlen. So sieht der Spieler neben seiner eigenen Spielfigur stets einen bestimmten Ausschnitt der unmittelbaren Umgebung. Verlässt man den sichtbaren Bereich, tut sich ein neuer auf. Mal mehr und mal weniger gut positioniert, kann man über die Kameraeinstellung –welche im Übrigen nicht frei bewegbar ist- nichts Negatives vermelden. Die klassische Waffe eines Piraten ist das Schwert – wer hätte es erahnen können? Damit möchte ausführlich geschlagen, gestochen und pariert werden, was ruck zuck mit kurzen Tastenfolgen ermöglicht werden kann. Parallel dazu kann an markierten Stellen geklettert, oder allerlei andere Aktionen ausgeführt werden. Kisten und Co. können ohne Weiteres auseinander genommen, und dadurch Gold und zahlreiche Gegenstände eingesackt werden. Lange Rede, kurzer Sinn – die Steuerung ist Dank einem kurzen Tutorial äußerst schnell verinnerlicht, ermöglicht aber trotzdem komplexe Interaktionsmöglichkeiten mit der unmittelbaren Umgebung. Wie passend, dass jeder Tastendruck sauber und vor allem blitzartig im Spiel in die Tat umgesetzt wird. Mit dem richtigen Handwerkszeug ausgerüstet, können wir uns so in jedes noch so waghalsige Abenteuer wagen. Obwohl die eigentliche Storyline in schon beinahe zusammenhangslosen und wenig begreiflichen Fetzen aneinandergereiht wurde, darf der vornehme Hobbypirat trotzdem die unterschiedlichen Stationen der „Fluch der Karibik“ Filme besuchen, und einzelne Szenen nachspielen.

"Da muss ich wohl gegen zwei Gegner antreten – gegen dich, und deinen Gestank“
Der Fokus ist eindeutig auf Action ausgelegt – allerlei Feinde wollen verdroschen werden und ihrerseits auch gerne austeilen. Um das Ganze allerdings nicht in tödlicher Monotonie enden zu lassen, schenkt uns Disney etwas, von dem sich jedes Spiel einen fetten Batzen abschneiden sollte. Das Zauberwort lautet „Abwechslung“. Klingt einfach, hört sich in den Ohren einiger Entwickler aber scheinbar wie „Bananen mit Ketschup“ an. Unverständlich? Genau – wie gut, dass die Macher dieser Lizenzversoftung begriffen haben, worum es dem Spieler generell geht. So wird neben allem Gemetzel das Gameplay durch spannende Aktionen bereichert. Da muss zum Beispiel eine Kanone feuerbereit gemacht, eine halsbrecherische Floßfahrt überstanden, oder ein besonders dicker Gegnerklotz in Windeseile überlistet werden. Ein ganz besonderes Lob geht an das „Jackanismus“ Feature – an bestimmten Stellen ist es möglich, eine große Ansammlung von Gegnern durch allerlei Tricks und Gemeinheiten außer Gefecht zu setzen. Dazu läuft eine Animation ab, währenddessen der Spieler an bestimmten Stellen die richtigen Tasten zu drücken hat. So muss Jack zum Beispiel Deckung suchen, Gegnern irgendetwas über den Kopf stülpen, ihnen Tritte geben, und so weiter und so fort – die Palette der einzelnen Sequenzen ist mindestens genau so lang wie der Hals eines ausgewachsenen Giraffenbullen (und der ist wirklich äußerst lang).

Das alles mag in der Theorie wie selbstverständlich klingen, ist aber in der Praxis mehr als gut und bisweilen sehr kreativ umgesetzt worden. Solche Aktionen stehen an der Tagesordnung und sorgen durch die absolut genial-witzigen Sprüche von Jack und seinen Pseudofreunden für Lacher ohne Ende; besonders in vielen der Rollenspielelemente mit mindestens zwei Lösungswegen pro frei wählbarem Miniquest. Umso besser, dass das komplette Spiel von A-Z synchronisiert, und jeder noch so kleine Wortfetzen in deutscher Sprache tatsächlich ausgesprochen wird. Eher mau ist es hingegen um die Qualität der Vertonung bestellt – zunächst wird man der Meinung sein, die Lautsprecher der hauseigenen PSP würden langsam aber sicher ihren Geist aufgeben. Doch dabei handelt es sich lediglich um kratzige, teilweise klirrende Sprachsamples der einzelnen Protagonisten, was sich stellenweise verdächtig nach fiesen Midi-Sounds anhört. Schade, denn die musikalische Untermalung ist in direktem Kontrast dazu sehr gut und vor allem sauber ausgearbeitet und umgesetzt.

"Du könntest mich höchstens mit deiner Hässlichkeit treffen!“
Unüblich für ein Lizenzspiel ist der sehr ausgewogene Schwierigkeitsgrad in Kombination mit einem höchst abwechslungsreichen Gameplay. Von leicht bis schwer ist wirklich absolut alles in schöner Regelmäßigkeit vertreten. Wie gut, dass das Spiel zu keinem Zeitpunkt für Frustbeulen sorgt. Wird eine Aufgabe auf Anhieb nicht geschafft –was relativ oft geschieht - wird der Spieler einfach unmittelbar an den Punkt vor dem Auslösen der entsprechenden Aufgabe versetzt – sogar ohne nennenswerte Ladezeiten. Das hält die Motivation doch recht hoch und wirkt insgesamt mehr als durchdacht.

Ziehen wir bis hier ein kleines Zwischenfazit. Ein gutes, abwechslungsreiches Gameplay, durchwachsende Sounds und eine gute musikalische Untermalung kombiniert mit stimmigem Schwierigkeitsgrad – was fehlt noch? Ah, richtig; wie schaut es eigentlich im grafischen Segment aus? Das lässt sich wohl am Besten mit nur einem Wort beschreiben – „formidabel!“. In der Tat ist „Pirates of the Caribbean – At World´s End“ grafisch gesehen einfach unglaublich lecker. Besonders Port Royal ist mehr als Sehenswert und überzeugt auf ganzer Linie. Aber auch die anderen, zahlreichen Schauplätze aus den einzelnen Filmen sind liebevoll detailliert und in Szene gesetzt. Man muss es wohl schon selbst erleben, denn ein derartiges Augenmerk auf die Grafik sollte jedes Spiel unter anderem legen. Grafische Schmankerl schlagen sich natürlich in aller Deutlichkeit in den Ladezeiten wieder, welche stellenweise wirklich nervig lang ausfallen. Dafür läuft das Spiel dann aber unter dem Strich glattweg flüssig wie ein rauschender Fluss im Sommer. In Sachen Features macht Disney Interactive Studios´ neuester Streich ebenfalls eine gute Figur. Minispiele und verschiedene Charaktere wollen im Hauptspiel frei gespielt und eingesetzt werden und runden die gute Gesamterscheinung des Spiels neben der Möglichkeit, Dreingaben rund um die Trilogie der Filme frei spielen zu können, ab. Ein Multiplayermodus via Ad-Hoc und Game Sharing wurde dem Spiel im Herausforderungsmodus auch noch spendiert.

Fazit:
„Pirates of the Caribbean – At The End´s World” macht insgesamt einen mehr als guten Eindruck. Ob es die sehr gute und überaus detaillierte Grafik gepaart mit einem sehr guten und abwechslungsreichen Gameplay ist oder die sehr stimmungsvollen und passenden Sprüche der einzelnen Charaktere sind, all das trägt zu einer einmaligen Atmosphäre bei. Außerdem wurde das komplette Spiel vertont und jede Passage wird tatsächlich gesprochen. Passend dazu ist die musikalische Untermalung einsame Spitze. Dem gegenüber stehen allerdings die minderwertigen, klirrenden Sounds und vor allem die beinahe haltlos zusammengetrommelte Storyline aus mindestens zwei der drei Filmteile. Der Multiplayerpart reißt zwar niemanden vom Hocker, ist aber immerhin vorhanden. Was am Ende übrig bleibt, ist ein gute Themenumsetzung, welche für viel Spaß und vergnügliche Stunden sorgen wird.

Malte Latton für Playstationportable.de

Vielen Dank an Disney Interactive Studios für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Bietet viel und macht einfach nur Spaß
GRAFIK
8 von 10
Einfach nur lecker!
SOUND
6 von 10
Leider, leider viel zu unsauber mit Klirrern.
FEATURES
6 von 10
Hat so einiges zu bieten
MULTIPLAYER
5 von 10
Nicht wirklich überzeugend
GESAMT-
WERTUNG:
75%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"Dank langer Ladezeiten kaum für unterwegs geeignet"






Details
Spielname:
Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

Publisher:
Disney Interactive

Developer:
Disney Interactive

Genre:
Action Adventure

Release:
05.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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