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Valkyrie Profile: Lenneth


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Valkyrie Profile: Lenneth Review vom 10.06.2007

Die Stunde von Ragnarök hat noch nicht geschlagen!
Wenn Square-Enix sich ans Werk macht, dann kann wohl nichts Schlechtes dabei rum kommen, denn so hat man den alten PSone-Klassiker aus dem Jahre 1999 auf die PSP verbannt und schwimmt erneut auf der Retrowelle. Dabei handelt es sich um ein echtes Sammlerstück, denn wer bis vor kurzem noch die Original-US-Version im Regal stehen hatte, konnte beim Online-Auktionshaus seines Vertrauens Preis im dreistelligen Betrag ernten. Erst mit der Neuauflage hat sich die preisliche Lage etwas gelegt.

Doch was haben wir hier? Walhalla, Walküren, Vanen und Asen? Wer nicht gerade im Heavy-Metal-Outfit über die Straßen rennt und zu nächtlicher Stund die langen Haare auf und ab schnellen lässt, wird wohl nur wenig von der nordischen Mythologie mitbekommen haben. Rockende Klänge über Wikinger und dem süßen Honig-Met sind bei den Fans nicht die Seltenheit und selbst der gediegene Marvel-Fan kennt zumindest Thor, den Sohn des Göttervaters Odin. Also Wikingerhelme ausgepackt und die Segel gehisst! Wir wollen euch hier nicht im dunklen Tappen lassen und läuten nun zu einer kleinen Geschichtsstunde über die Asen ein - das so genannte jüngere Göttergeschlecht der nordischen Mythologie.

Die Asen (Æsir) gehören zu den Hauptgöttern des nordischen Pantheon, sie haben die Menschen erschaffen und greifen aktiv in ihre Geschicke ein. Die Asen sind nicht von Natur aus unsterblich, denn auch sie altern mit der Zeit und müssen von den Äpfeln der Idun essen, um ihre Jugend zu wahren. Während die Götter in Asgard wohnen, sind die Menschen auf Midgard beheimatet. Neben den Asen gibt es das ältere Göttergeschlecht, die Naturgötter mit Namen Vanen. Zu guter Letzt gibt es das Riesengeschlecht, das auf Utgard beheimatet ist. In der nordischen Mythologie kämpfen die Vanen zusammen mit den Asen gegen die Riesen, die Ragnarök, die Vernichtung der Welt planen…

Gemeisam sind wir stark.
In Valkyrie Lenneth Profile ist das Ziel der tapferen Protagonisten auch die Welt vor Ragnarök zu bewahren, doch wurde die ursprüngliche etwas gedreht und die Rolle der Götter ist hier und da eine andere. Auf der Suche nach verlorenen Seelen versucht Lenneth eine Armee für die kommende Schlacht aufzustellen. Das klassisch nordische „Rettet-Walhalla-und-verhindert-Ragnarök“ gepaart mit dem liebevollen Charakterdesign von Kou and You Yoshinari hatte schon in den 90ern etwas an und für sich und stellte somit das Alleinstellungsmerkmal der Serie dar. Mehr als 15 verschiedene Rekruten warten darauf in die Gruppe aufgenommen zu werden und die riesige Welt lädt zum Erkunden und Erforschen ein. Selbst wenn man recht gradlinig der Story folgt und seinen Aufgabenkatalog abarbeitet, wird ein geübter Spieler zwischen 30 und 40 Stunden benötigen, um das Spiel erfolgreich zu absolvieren. Dabei hat man dann noch nicht einmal alles gesehen, denn unterschiedliche Endsequenzen laden zur erneuten Runde ein.

Der Seelenjäger
Doch was unterscheidet Valkyrie Lenneth Profile von anderen Rollenspielen aus dem Square-Enix-Portofolio? Zunächst muss gesagt werden, dass sich die Dungeon- und Rätseleinlagen von der gewöhnlichen Draufsicht abheben und das Konzept eher als „Jump `n Run“- und „RPG“-Mischung daherkommt. So wird man durch die mäßig großen Dungeons springen mit der Umgebung interagieren und so mit Eiskristallen oder einstürzenden Hintergrundobjekten neue Pfade eröffnen, die ein Vorankommen garantieren. Insgesamt acht Kapitel warten darauf durchlebt zu werden und hierbei sollte man sich stark auf das Aufleveln der Charaktere konzentrieren, denn sollte man unvorbereitet in die letzte Schlacht ziehen, heißt es Game-Over und man wird Ragnarök nicht verhindern können. So ist man ständig auf der Suche nach neuen Seelen für den Kampf, die kurz vor dem Tode einen Hilfeschrei entsenden, die es Valkyrie ermöglicht, die Verdammten in die Armee des Guten aufzunehmen. Danach trainiert man diese und schickt sie nach Asgart, sobald sie bereit sind. Doch nicht nur neue Rekruten suchen gehört zu den allgemeinen Zielen des geneigten Zockers, denn so muss man auch seltene Artefakte aufstöbern und diese zu Odin schicken, um die Charaktere mit nötigen Heldenpunkten aufzupowern.

Gameplay:
Während man durch die Katakomben hüpft, springt und Schatztruhen erntet, wird man auch auf zahlreiche Gegner treffen, die darauf warten vermöbelt zu werden. Auch das Kampfprinzip hebt sich ein wenig vom klassischen Alltag ab, denn jedem Charakter wird eine spezifische Taste zugewiesen. Beispielweise wird man Valkyrie mit der Quadrat-Taste aktivieren, Arngrim der Krieger haut mit der Kreistaste drauf, usw. Dennoch bleibt es nicht bei einem einfachen Tastengeknüppel, denn die Gegner müssen beobachtet werden. Ein Schlag zur richtigen Zeit, ein Zauber im passenden Moment oder eine heftige Kombo bringen oftmals mehr als einfach auf den Aktionstasten herumzuhämmern. Nach und nach wird das Kampfsystem immer taktischer und auch die Variationen in Sachen Magie steigen stetig.

Doch gerade wenn man anfängt eine starke Truppe aufzubauen, heißt es diese nach Asgart zu schicken, damit sie während Ragnarök tapfer an der Seite der Götter kämpfen können. Für den Spieler bedeutet dies, dass man die größte Zeit seine Charaktere verwaltet, versucht diese aufzupeppen und wenn sie soweit sind aus der Gruppe nimmt. Während das göttliche Schloss voller starker Krieger ist, bleiben einem auf Midgart nur noch schwächere Helden und das Aufleveln geht erneut los. Somit kann man viel Zeit in das Spiel stecken, um am Ende in der finalen Schacht bereit zu sein.

Grafik:
Optisch gesehen macht Valkyrie Lenneth Profile eine sehr nostalgische Figur. Selbst zu Beginn des Spiels wird man in einer fast schon epischen Szene eine Anspielung auf diese 16-Bit-Ära betrachten können. Handgezeichnete Elemente gepaart mit vorgerenderten Hintergründen sind sehr liebevoll gestaltet. Doch man hätte es nicht mit einem PlayStation-Spiel zu tun, wenn nicht immer dann und wann ausgedehnte Videosequenzen die Atmosphäre des Spiels positiv hervorheben würden. In Sachen Remakes hat man hier auch noch einige Neuerungen spendiert bekommen, die die Kenner des Originals nicht gesehen haben.
Wer in der SNES- und späteren PSone-Zeit aufgewachsen ist, wird diese Art von Grafikstil positiv aufnehmen und gerne bereit sein, mehr als 30 Stunden mit dieser eher rustikalen Optik zu verbringen. Grafikverwöhnte, deren oberste Prämisse nicht der Spielspaß eines Titels ist sondern optisch geblendet zu werden, werden diesem Titel nicht mal eine Chance geben, was schade ist, denn sie wissen nicht, was sie verpassen.

Sound:
Melodische Klänge und rhythmische Musik sorgen für eine mehr als allgemeine Stimmung im Spiel. Gepaart mit Sprachausgabe, die nur stellenweise das Spielgeschehen untermalt, bekommt der Spieler eine mehr als positive Atmosphäre geboten. Motoi Sakuraba, der unter anderem auch für den Soundtrack von Shining Force III, Tales of Eternia und Baten Kaitos verantwortlich gewesen ist, hat es auch schon in den 90er geschafft Klangfarben zu erschaffen die im Gedächtnis verweilen. Mehr davon!

Features und Besonderheiten:
Man merkt einfach einmal mehr, dass bei der Umsetzung von PSone auf die PSP einiges zu beachten ist. Natürlich hat man alle spielerischen Elemente des Klassikers eingebaut, doch was die Anpassung auf das mobile System angeht, bekommt man die typische Kost geboten. Eine bessere Lösung in Sachen Schnellspeicherung wäre löblich gewesen und auch die Ladezeiten zum Öffnen des Menüs, etc. sind hier und da mehr als nervtötend. Ansonsten bekommt man alles, was man von einem Rollenspiel erwartet - viele Charaktere zum Verwalten, zahlreiche Kämpfe, finstere Endgegner und das große Finale in der Schlacht Ragnarök.

Fazit:
Valkyrie Profile Lenneth ist die etwas andere Art ein Rollenspiel zu erfahren. Die Mischung aus Jump ´n Run sowie den klassischen RPG-Elementen sorgen dafür, dass der Fan lange, lange Zeit mit dem Spiel verbringen wird. Die liebevolle Optik, das einzigartige Charakterdesign und die atmosphärische Musik machen aus dem Titel einen echten Klassiker. Etwas störend wirken die Ladezeiten der PSP-Fassung, doch hat man sich an diese gewöhnt, wird der Japano-Rollenspielfan die Story von Anfang bis Ende in sich aufsaugen und selbst vor einem erneuten Zocken nicht scheuen, um den nächsten, alternativen Abspann zu bewundern.

Kevin Jensen für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Gute Umsetzung, aber nervige Ladezeiten um ins Menü zu gelangen.
GRAFIK
7 von 10
Retro lässt grüßen. 16-Bit-Fanatiker werden sich heimisch fühlen.
SOUND
9 von 10
Klangfarben mit Ohrwurmgefahr!
FEATURES
8 von 10
Viel zu tun und viel zu entdecken.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden
GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [4 /10]
"Eigentlich als Heimkonsolenspiel konzipiert und somit fast ein Sofatitel."







Details
Spielname:
Valkyrie Profile: Lenneth

Publisher:
Square-Enix

Developer:
Square-Enix

Genre:
Sonstiges

Release:
14.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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