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Castlevania: The Dracula X Chronicles


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Castlevania: The Dracula X Chronicles Review vom 06.06.2008

Die Castlevania-Serie gehört zu den alteingesessenen Spieleserien, die uns schon seit Ewigkeiten begleiten. Der erste Teil erschien 1986 noch auf dem NES, das erste Handhelddebüt erlebte die Serie schon 1989 auf dem GameBoy. Auf Nintendo-Handhelds ist die Serie auch bislang geblieben. Bislang - denn jetzt bringt Konami mit Castlevania: The Dracula X Chronicles auch eine Version für die Playstation Portable heraus.

Aus den Tiefen der Spielewelt aufgestiegen: Castlevania in vollkommen neuem Gewand!
Wie? Ein neues Spiel? Für die PSP? Natürlich nicht - auch „Dracula X Chronicles“ ist, wie so häufig, ein Remake. Das Original, Rondo of Blood, erschien bereits 1993 auf der PC Engine, einer doch recht obskuren Konsole, die es - wie so viele - nicht nach Europa geschafft hat. Das Spiel gilt Kennern der Serie als einer der besten Teile. Für die Playstation Portable wurde natürlich das ganze Spiel überarbeitet. Wie schon in Ghosts'n'Goblins wird eine 2,5D-Engine benutzt, das heißt, das Gameplay ist wie gewohnt in 2D, aber die Engine ist in 3D.

Die Story ist wie in so ziemlich jedem Castlevania-Spiel recht simpel: Dracula ist da. Und muss mal wieder vertrieben werden. Diese Rolle übernimmt Richter Belmont, der seine Annette befreien will, die zuvor vom gemeinen Bösewicht entführt wurde. Man merkt schon - wichtiger als die Story ist in diesem Titel das Gameplay. Da es sich um ein Remake aus den 80ern handelt, stehen die Grundpfeiler fest: Es ist nicht, wie wir es von den aktuellen Castlevania-Spielen vom Nintendo DS gewohnt sind, ein Spiel in der "Metroidvania"-Tradition, das den Spieler in ein frei zu erkundendes Schloss schickt und Rollenspielelemente enthält. Vielmehr handelt es sich um einen traditionellen, seitlich scrollenden Plattformer. Man kämpft sich von Level zu Level, vernichtet am Ende jeweils einen Endgegner und steht dann vor Dracula.
Dabei stehen Richter Belmont eine Primär- und verschiedene Sekundärwaffen zur Verfügung, von denen der Spieler allerdings immer nur eine tragen kann. Diese sind mächtiger als die übliche Peitsche, verbrauchen aber „Herzchenenergie“, die man unterwegs aufsammeln kann.

Um das Spiel zu absolvieren, muss man neun Level bewältigen, von denen das erste allerdings nur ein 30 Sekunden-Prolog darstellt. Diese Level kann man einfach nacheinander absolvieren, wobei es jedoch auch diverse Abzweigungen gibt. So bieten Level Zwei bis Fünf jeweils einen alternativen Weg an, der zu anderen Endgegnern und alternativen Levels führt. Es gibt also insgesamt 13 verschiedene, von denen man vier aber erstmal finden muss.

Ist er zu hart, bist du zu schwach!
Eine weitere Sache sollte man auch nicht vergessen: Da in den 80ern der Speicherplatz knapp war und die Spiele trotzdem eine Weile beschäftigen sollten, waren sie häufig mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad versehen. Selbst neuere Castlevanias sind nicht gerade einfach, aber „The Dracula X Chronicles“ gehört zu den wirklich harten Brocken. Es ist zwar selten unfair und der vorhandene Schwierigkeitsgrad durchaus zu bewältigen, aber so mancher jüngere Spieler wird sich wundern, was es wirklich heißt, sein ganzes Herzblut in ein Spiel zu stecken, um es zu 100% besiegen zu können. Auch alle anderen werden wohl kaum in einem Rutsch durchlaufen, sondern mehrere Versuche benötigen. Anfänger sollten lieber die Finger vom Spiel lassen, da sie kaum ein Bein auf den Boden kriegen werden.

Dafür lohnt es sich, das Spiel durchzuzocken. Während andere Spiele einfach den Abspann zeigen oder einen härteren Schwierigkeitsgrad freischalten, war Konami diesmal richtig spendabel. Neben der emulierten PC Engine-Version von „Rondo of Blood“ gibt es auch noch Castlevania: Symphony of the Night freizuspielen. Richtig - es gibt ein weiteres Spiel auf der UMD!
Hierbei handelt es sich aber natürlich ebenfalls nicht um ein komplett neues Spiel, sondern um eine simple Emulation eines bereits auf der Playstation 1 erschienenen Spiels. „Symphony of the Night“ ist aber eines der wegweisenden Spiele für die Castlevania-Reihe. Es führte 1997 das Metroidvania-Prinzip ein und gilt zu Recht als ein weiterer Klassiker. Hier ist das Gameplay genauso wie man es von den neueren Castlevanias gewöhnt ist und das Spiel macht auch jede Menge Spaß.

Etwas merkwürdig ist aber der Prozess des Freischaltens – man muss in Level 3 ein recht gut verstecktes Item finden und viele werden wohl dieses nicht ganz unerhebliche Extra verpassen. Wer zu faul ist zum Suchen, kann natürlich in einem FAQ nachgucken oder sich einfach ein Savegame aus dem Internet herunterladen.

Gameplay:
Ein 2D-Sidescroller, der präzise Befehle erwartet und das PSP D-Pad? Das hört sich zuerst nach einer mittelschweren Katastrophe an, funktioniert aber recht gut. Trotzdem steuert sich Rondo of Blood etwas sehr schwammig, was vor allem an der doch etwas trägen Bewegung des Hauptcharakters und an einigen merkwürdigen Entscheidungen der Designer liegt. Wenn man z.B. eine Treppe hochgehen will, muss man die „Hoch“-Taste drücken. Soweit so gut. Wenn man allerdings auf einer Treppe springt, muss man diese Taste gedrückt halten, sonst fällt man herunter.
„Symphony of the Night“ macht da vieles besser und steuert sich auch lockerer. Schon alleine weil das Spiel auf das Playstation 1-Gamepad eingestellt ist, fühlt es sich viel normaler an als „The Dracula X Chronicles“.

Grafik:
Das Spiel basiert auf einer 2,5D-Engine, ist also wie z.B. das „Ghosts'n'Goblins“-Remake auf der PSP oder New Super Mario Bros auf dem Nintendo DS ein waschechtes 2D-Jump'n'Run, benutzt allerdings eine 3D-Engine. Diese ist nicht nur reiner Selbstzweck, sondern bietet auch einige nette Effekte und vor allem 3D-Zwischensequenzen. Allerdings muss man auch festhalten, dass man in diesen Zwischensequenzen die Mängel der 3D-Engine bemerkt: Die Texturen sind häufig etwas verwaschen und auch die Charaktermodelle nicht sonderlich detailliert. In den 2D-Passagen fällt dies aber nicht so heftig auf, trotzdem nutzt das Spiel nicht das auf der PSP technisch Mögliche aus.
„Symphony of the Night“ wird einfach nur emuliert und sieht daher aus wie auf der Playstation 1. Die schön gestalteten 2D-Sprites und die Umgebung haben aber den Test der Zeit überstanden und das Spiel ist auch heute noch ansehnlich. Nervig ist hier allerdings, dass das Spiel natürlich im 4:3-Modus läuft und daher auf dem 16:9-Bildschirm der PSP ein Rand bleibt.

Sound:
Die Castlevania-Serie steht für gute Soundtracks und auch auf der Playstation Portable kommen die Melodien und Sounds gut rüber. Hier gibt es an dieser Stelle deshalb nicht allzu viel zu meckern, weshalb wir gleich mit der nächsten Testspalte fortfahren!

Features und Besonderheiten:
Konami hat richtig in die Featurekiste gegriffen und einiges hervorgezaubert: Neben dem freizuspielenden „Symphony of the Night“ gibt es die originale PC Engine-Version von „Rondo of Blood“, ein sehr merkwürdiges kurzes Spiel namens „Akumajo Dracula Peke“, einen Boss Rush-Modus, zwei verschiedene Endsequenzen und mit Maria auch noch einen weiteren im Spiel zu findenden, spielbaren Charakter. Super! Auch wer einen Freund mit einer zweiten Version des Spiels hat, kann mit ihm zusammen den Boss Rush-Modus bezwingen.

Fazit:
An diesem Spiel werden sich die Geister scheiden. Für die einen ist es ein gelungenes Remake eines Klassikers, für die anderen einfach viel zu schwer. „Castlevania: The Dracula X Chronicles“ ist zwar brutal schwer, aber gut. Kleinere Probleme versüßen die vielen kleinen, freizuschaltenden Extras. Vor allem das enthaltende „Symphony of the Night“ ist so auch schon einen Kauf wert; im Pack lohnen sich beide Spiele erst recht. Wer also einen herausfordernden 2,5D Plattformer sucht, darf zuschlagen!

Hat den Endboss zu Gesicht bekommen: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Schwer. Schwerer. Castlevania: The Dracula X Chronicles.
GRAFIK
7 von 10
Technisch reizt es das System nicht wirklich aus
SOUND
9 von 10
Wie gewohnt: Ein grandioser Soundtrack mit viel Tiefgang.
FEATURES
9 von 10
Massenweise Features laden wirklich dazu ein, diesen Titel genauer unter die Lupe zu nehmen!
MULTIPLAYER
6 von 10
Nur der Boss Rush-Modus spielbar
GESAMT-
WERTUNG:
82%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Ein Level zwischendurch geht immer!"







Details
Spielname:
Castlevania: The Dracula X Chronicles

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
23.04.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1 - 2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (27)

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