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Practical I.Q.


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Practical I.Q. Review vom 23.01.2008

E = mc²
"Wie intelligent bist du?" fragt einem das UMD-Cover im Untertitel zu Practical IQ, was natürlich eine sehr intime Frage darstellt, die man vor einer Antwort erst einmal gerechtfertigt wissen will! Das Prädikat "Entwickelt von der Universität Kyoto" in der linken oberen Ecke des Frontaufdrucks schafft hier Vertrauen, erinnert es doch an ein japanisches Logik-Knobel-Test-Highlight auf dem Handheld der Konkurrenz, nämlich "Dr. Kawashimas Gehirn Jogging". Im Falle von "Practical IQ" für Sonys PlayStation Portable ist es ein gewisser Dr. Masuo Koyasu, dessen eigene Version der Modularitätstheorie der Intelligenz dem Handbuch zufolge sieben verschiedene, unabhängig arbeitende Formen von Intelligenz kennt. Der Doktor ist überzeugt, dass Tests auf der Grundlage seiner Erkenntnis, die den "Practical-Intelligence-Quotient" ermitteln sollen, schon bald herkömmliche IQ-Tests ablösen werden. Alles nur inhaltloses Gerede oder wahrer Gedankenstoff?

Mit solch einem gesunden Selbstvertrauen wie dem von Dr. Koyasu ausgestattet geht es auf jeden Fall los mit den ersten Aufgaben von Practical IQ. Im Tutorial, das Grundlagen des Spiels detailliert erklärt, ereilt den fachkundigen PSP.de-Tester ein schreckliches Déjà-Vu: Existiert nicht ein Spiel, das exakt dieselbe Schriftart auf seiner UMD-Hülle verwendet...? Wurde dieses Spiel nicht auf von "D3 Publisher" vertrieben? Und woher kommen mir diese verdammten Cubes äh... Würfel und Blöcke so bekannt vor? Aber vergessen wir das lieber schnell, man sollte sich vor dem eigentlichen Spielen ja noch kein Urteil fällen. Doch in der Praxis lassen sich spielerische Ähnlichkeiten zu Cube dann doch nicht leugnen. Zwar dient als Avatar nicht mehr ein rollender Würfel, sondern ein neutral weiß gehaltener Mensch, die Rätsel sind aber zumindest im Prinzip ähnlich. Was die Komplexität der in den zweckmäßig gestalteten 3D-Welten zu lösenden Rätsel angeht, fordert Practical IQ dann doch deutlich mehr als sein vermeintlicher Bruder. Ist anfänglich noch auf den spätestens zweiten Blick ersichtlich, wohin der Block, das Treppenstufen-Element oder die Laserschranke verschoben werden muss, soll nach einigen absolvierten Rätseln oft um mehrere Ecken gedacht werden. Wie bei Cube sind auch hier nicht ausschließlich nützliche Elemente zu finden: Die patrouillierenden Polizisten sorgen bei Kontakt oder bei Betreten des Lichtkegels ihrer Taschenlampen dafür, dass das Rätsel neu gestartet werden muss, und müssen demzufolge ausgetrickst oder gleich gemieden werden.

Dem Knobler ein Eldorado, dem Gelegenheitsspieler ohne Sinn für Tüfteleien, hebt sich Practical IQ durch die namensgebende Bewertungseinheit ab, anhand der nach dem Absolvieren einer beliebigen Anzahl von Rätseln in beliebiger Zeit - hier stehen verschiedene Modi zur Auswahl - der eigene "Praktische-Intelligenz-Quotient" eingesehen werden darf. Nun darf dem Spiel zufolge von einem Durchschnitts-PIQ von 100 ausgegangen werden, wer meint, besonders bahnbrechende Abweichungen nach oben in seinen eigenen Testergebnissen festgestellt zu haben, darf diese online vergleichen; auf demselben Wege lassen sich auch neue, von Usern mit Hilfe des integrierten Editors erstellte Rätsel herunterladen.

Gameplay:
Für jeden, der in der Mittagspause gerne Logikrätsel löst und dabei ständig nach dem effizientesten Weg sucht, stellt wohl alleine die manchmal etwas unhandliche Kamera, die sich im Gegensatz zu Cube wenigstens an einem steten Oben-Unten-Verhältnis orientiert, das eher zu verschmerzende Hauptmanko da. Die übrigen Spieler von Practical IQ dürften mehr oder minder begeistert von der gesamten Spielmechanik sein, denn hier geht es ausschließlich um Logik, Kombinationsgabe und dergleichen - Action-Freunde, ihr werdet definitiv nicht begeistert sein!

Grafik:
Tja, wie sagt man noch gleich über Logikspiele...? Wie nicht anders zu erwarten, ist die Grafik hier eher zweckmäßig, die Maxime ist die Erkennbarkeit der einzelnen Elemente des Spiels. “Ein Spieler, der von toller Grafik geblendet wird, ist ein von der Aufgabenstellung abgelenkter Spieler“ - so oder ähnlich lautet das Motto der Gestalter, die der funktionellen Optik wenigstens ein paar nette Lichteffekte verpasst haben, die das Rätseln geringfügig ansprechender aussehen lassen.

Sound:
Was hat es mit diesen fürchterlichen Elektronik-Soundtracks auf sich? Ein vermutlich in der Spieleentwickler-Szene existierendes Gesetz besagt, dass nach wenigen Minuten nervtötende, seichte "Musik"-Untermalung eher bekömmlichem Jazz oder einfachen Streichern vorzuziehen ist. Resultat: Man schaltet die Begleitung lieber ganz ab, um alleine die zweckmäßig-spartanischen Spielsounds hören zu können.

Features und Besonderheiten:
Hat man Gefallen am Spielprinzip gefunden, darf in neuen, herunterladbaren Rätselwelten weitergespielt werden, falls nicht sogar das Bedürfnis vorhanden ist, gänzlich eigene Aufgaben mit dem integrierten Editor zusammenzustellen. Auch dürfen online die erreichten Test-Ergebnisse verglichen werden. Wenn da keine Freude aufkommt!

Multiplayer:
Auf einen Multiplayer-Modus, in dem etwa zu zweit kooperativ oder auch gegeneinander gerätselt werden darf, wurde in Practical IQ gänzlich verzichtet, der Wettbewerb beschränkt sich auf das Vergleichen der erzielten Ergebnisse per Infrastruktur-Modus.

Fazit:
Flugsimulationen und Rätsel-Spiele haben ihre polarisierende Wirkung auf die Gesamtheit aller Spieler gemein. Für Fans ähnlicher Titel könnte sich „Practical IQ“ als Volltreffer entpuppen, andere lassen das Spiel nach häufigen Misserfolgen bei einzelnen Rätseln links liegen. Eine deutliche Kaufempfehlung lässt sich also nur für Knobler und Tüftler aussprechen, denn für den Otto-Normal-Verbraucher ist hier nicht viel abzugewinnen. Allein die Komplexität und der Schwierigkeitsgrad sprechen hierbei nämlich Bände. Doch wie bei bisher jedem Gehirnakrobatik-Titel sehen wir auch in diesem Falle von einer Wertung ab, da das Konzept eher einem Logiktrainer als einem Spiel gleicht.

Weiß nun besser um seinen IQ bescheid: Stefan Girlich [SteveTheGuitarChief] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Fordernde Rätsel mit manchmal unhandlicher Kamera.
GRAFIK
4 von 10
Trocken, nüchtern, unaufdringlich... und dementsprechend unspektakulär.
SOUND
2 von 10
Diese Elektro-Soundtracks müssen echt nicht sein.
FEATURES
7 von 10
Ordentlich: Level-Editor, Online-Tabellen und herunterladbare Levels.
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
keine
Mobilitätsfaktor: [6 /10]
"Flinke Ladezeiten, jedoch ist oft starke Konzentration und damit verbundene Ruhe gefordert."







Details
Spielname:
Practical I.Q.

Publisher:
D3 Publisher of Europe

Developer:


Genre:
Denkspiel

Release:
15.12.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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