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Warhammer 40,000: Squad Command


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Warhammer 40,000: Squad Command Review vom 21.03.2008

Tabletop-Spiele haben ähnlich wie Pen & Paper-Rollenspiele den Ruf weg, nur etwas für absolute Nerds und Freaks zu sein. Sofort kommen die üblichen Stereotype und Klischees auf – verpickelte Einzelkinder mit dicken Brillen, Hemd mit Krawatte, meist mathematisch begabt, deren Sexualleben aus ihrer rechten Hand besteht. Schaut man aber mal genauer hin, merkt man schnell, dass Tabletop-Spiele ein durchaus spannendes und spaßiges Hobby sind. Die Spieler stellen sich nach eigenen Kriterien ihre Armeen zusammen, bauen die Zinnminiaturen zusammen, basteln an ihnen herum, bemalen sie und tragen dann sehr strategische Schlachten auf Spielfeldern aus, die selbst gebaut wurden. Das kann der Küchentisch sein, aber auch eine detaillierte, eigens erstellte Platte. In Tabletops steckt eine Menge Kreativität – mehr als in vielen Videospielen - und wenn man mal gemütlich über diverse Seiten wie Coolminiornot.com oder gw-fanworld.net surft, bekommt man spontan Lust, zum örtlichen Rollenspielladen zu fahren und selbst anzufangen. Marktführer bei den Tabletops ist eindeutig Games Workshop mit den Warhammer Fantasy- und Warhammer 40000-Spielsystemen. Mittlerweile gibt es sogar in jeder größeren Stadt ein eigenes Geschäft, das nur Games Workshop-Produkte verkauft. Natürlich gibt es auch einige Videospielumsetzungen. Die wohl bekannteste dürfte das Echtzeitstrategiespiel Dawn of War sein, wahre Fans spielen aber mit den originalen Regeln über Vassal.

Und nun erscheint Warhammer 40000: Squad Command für die Playstation Portable und den Nintendo DS. Ziel ist es, mit einem kleineren Trupp Space Marines gegen die Streitmächte des Chaos vorzugehen. Beide Versionen sind übrigens inhaltsgleich, abgesehen natürlich von der besseren Grafik der PSP und der Touchscreensteuerung des Nintendo DS.

Beim Starten des Spiels erlebt der kundige Spieler eine freudige Überraschung – das Logo von Red Lynx erscheint. Die drei Leute, die Nokias Spielehandy N-Gage gekauft haben, werden sich erinnern – Red Lynx hat die zwei wirklich packenden Pathway to Glory-Teile programmiert. Diese Wurzeln merkt man auch Squad Command an, aber dazu später mehr.

Widmen wir uns erstmal dem grundliegenden Spielprinzip: Wir übernehmen die Steuerung eines kleinen Trupps Space Marines und führen sie in den Kampf gegen das böse Chaos. Wir dürfen natürlich nicht nur Space Marines steuern, sondern auch Scouts mit wirksamen Scharfschützengewehren, Predator-Panzer mit mächtigen Kanonen, Cyborgs mit spaßigen Laserwaffen oder flinke Land Speeder. Vor dem Einsatz können wir unsere Einheiten ausrüsten. Sollen die Marines lieber mit Laserkanonen, Blastern oder Plasmawerfern in die Schlacht ziehen? Und wie viel Munition sollen wir ihnen mitgeben?
Jede Einheit hat abhängig von der mitgeführten Waffe und Munition eine gewisse Anzahl an Aktionspunkten. Und die machen genau das, was man erwartet – jede Aktion wie Laufen oder Angreifen kostet Aktionspunkte; wie man sie aufteilt, ist aber dem Spieler überlassen. Soll man daher schnell vorrücken, aber aufs Angreifen verzichten? Versucht man den Gegner aus der Ferne zu treffen und bleibt stehen? Rückt man halb vor und greift einmal an? Oder sollte man die Punkte doch in eine verbesserte Zielgenauigkeit investieren? Oder einmal kurz aus der Deckung raus, angreifen und wieder in Deckung?
Wenn alle Aktionspunkte verbraucht sind, ist es an der Zeit, den Zug zu beenden und dem Gegner die Initiative zu überlassen. Der agiert natürlich nach den gleichen Regeln und kann strategisch schlecht platzierte Marines schnell erledigen.

Die Einsätze finden in zerstörten Städten statt und man kämpft sich durch die Ruinen, die natürlich gute Deckung bieten? Oder auch nicht, denn alle Objekte im Spiel sind zerstörbar. Ein gezielter Treffer mit einem Raketenwerfer oder eines Panzers kann die schönste Deckung plötzlich in einen Haufen Staub verwandeln. Sehr fein! Allerdings gibt es auch einen Haken – die Einsätze finden ausnahmslos nur in zerstörten Städten statt und es fehlt die Abwechslung. Das Terrain unterscheidet sich natürlich leicht von Mission zu Mission, aber die grundlegende Taktik bleibt natürlich gleich – möglichst in Deckung bleiben, langsam vorrücken und gesichtete Gegner ausschalten. Etwas mehr Abwechslung wäre schön gewesen – wieso darf man nicht auch mal durch einen Dschungel streifen oder sich Gefechte in einer offenen Landschaft liefern?

Auch die Hintergrundgeschichte ist nicht das Gelbe vom Ei. Die Warhammer-Welt zeichnet sich zwar so oder so nicht durch besonders literarische und kreative Geschichten aus, aber Squad Command ist wirklich lieblos präsentiert. Es gibt zwar vor jeder Mission eine durchaus gelungene Rendersequenz mit Schlachtszenen und etwas gesprochenem Text, aber die Geschichte hängt nur lose zusammen und geht eigentlich nur darum, gegen wen die heldenhaften Space Marines wo als Nächstes kämpfen. Eine wirklich packende Geschichte sieht anders aus. Durch die lahme Story und die sich ähnelnden Missionen wird das Spiel auf die Dauer etwas eintönig. Etwas mehr Abwechslung bitte!



Gameplay:
Bei der Steuerung gibt es recht wenig zu meckern. Es gibt keine Probleme, die Einheiten zu steuern und auch die Übersicht ist gewährt, wenn man regelmäßig die taktische Karte zu Rate zieht. Die Kamerasteuerung hat allerdings einige Macken – zum einen kann man nicht aus dem Spielfeld zoomen, was dank 3D-Engine eigentlich kein Problem sein sollte. Daher ist man für die Übersicht oder während gegnerischer Züge auf der taktischen Karte am besten aufgehoben – vor allem, da das Spiel leider bei gegnerischen Angriffen nicht zum Ort des Geschehens scrollt. Die Kamera lässt sich auch nur begrenzt drehen, wodurch manche Gegner die Chance haben, sich hinter Mauern und ähnlichem perfekt zu tarnen. Eine wirklich freie Kamera hätte dem Spiel gut getan.

Grafik:
Die Einheitengrafik kann sich durchaus sehen lassen und auch die Umgebungen machen einen ordentlichen Eindruck. Allerdings gibt es auch ein paar Probleme – gerade da man nur in zerstörten Städten kämpft, dominieren die Brauntöne und alles macht einen leicht tristen Eindruck. Das soll es natürlich auch, aber etwas mehr Farbe und Abwechslung hätte durchaus gut getan.

Sound:
Die Soundeffekte bieten zwar genreübliche Explosionen, Schüsse und Geballer, aber dafür fällt die Hintergrundmusik zu karg aus. Irgendwie hat man beim Spielen das Gefühl, dass irgendetwas fehlt.

Multiplayer:
Squad Command bietet neun Multiplayer-Karten in drei verschiedenen Größen, auf denen sich bis zu acht Spieler lokal oder per Internet Gefechte liefern können. Daher können auch PSP-Besitzer ohne Freunde den Multiplayermodus genießen. Es stehen neben diversen Space Marine-Orden auch die Kräfte des Chaos zur Auswahl. Sehr schön.

Fazit:
Warhammer 40000 – Squad Commandwird Fans des Tabletops begeistern können und auch alle anderen Strategiefans dürfen einen Blick riskieren. Da THQ freundlicherweise eine Demo veröffentlicht hat, kann man eigentlich auch nichts falsch machen. Es macht Spaß mit Warhammer 40k-Einheiten gegen das Chaos zu kämpfen, allerdings ist das Spiel auf die Dauer etwas eintönig. Etwas mehr Story, Abwechslung und ein paar Missionen mehr hätten nicht geschadet, dann hätte Squad Command das Zeugs zum absoluten Strategieknüller gehabt.

Hofft auf einen besseren Nachfolger: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Sehr solide Strategiekost, spielbar ohne große Schwierigkeiten.
GRAFIK
8 von 10
Etwas trist, dafür aber gute Einheitenoptik
SOUND
6 von 10
Irgendetwas fehlt hier eindeutig - gute Musik.
FEATURES
7 von 10
Ein paar mehr Missionen hätten nicht geschadet.
MULTIPLAYER
8 von 10
Lokal, Online, extra Karten - was will man mehr?
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Kurze Missionen + Speicherfunktion = Ideal für unterwegs"







Details
Spielname:
Warhammer 40,000: Squad Command

Publisher:
THQ

Developer:
Red Lynx

Genre:
Strategie

Release:
23.11.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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