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Naruto Ultimate Ninja Heroes


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Naruto Ultimate Ninja Heroes Review vom 24.10.2007

Welche Faktoren haben Einfluss darauf, ob sich ein Titel für ein bestimmtes System eine Vorreiterrolle erkämpfen kann, oder für immer in den überfüllten Regalen des Einzelhandels versauern muss? Ist es eine episch-packende Story, ein eingängiges Gameplay, eine besonders innovative neue Idee? Ist es eine schlicht umwerfende Technik oder ganz einfach ein bestimmtes Szenario? Sicherlich kann ein einfacher Puzzler auch ohne eine entsprechende Story zum Verkaufsschlager avancieren, ein Rennspiel wird jedoch Probleme haben, sich in die Herzen der Spieler zu rasen, wenn Technik und Gameplay nicht stimmig sind. Bei dem von uns zum "Spiel des Jahres 2006" gewählten Prügler Tekken Dark Resurrection konnte man bei kaum einem Bereich einen Punktabzug verbuchen und das etliche Jahre alte Spielprinzip überzeugte bei seinem PSP-Erstauftritt auf ganzer Linie. Auch der aktuelle Titel aus dem Hause Bandai Namco, der den Namen Naruto: Ultimate Ninja Heroes trägt, rangiert auf der Ebene der portablen Prügler - handelt es sich hierbei wirklich um eine ernst zu nehmende Konkurrenz? Dies und mehr werden wir in unserem heutigen Test genauer beleuchten. Für eine umschweifende Antwort, lest einfach weiter!

Dass man mittlerweile etwas Neues auf dem Markt zu bieten haben muss, um sich an die Spitze der Spiele-Charts zu „programmieren“, steht außer Frage und genau diesen Punkt bestätigen die aktuellen Verkaufszahlen aus dem fernen Japan. Nintendo, die etwas komplett Neues und Innovatives für Jedermann zu bieten haben, konnten sich in den vergangenen Jahren nicht selten als Sieger des Konsolenkrieges bezeichnen. Wo aber kann man Neuerungen und etwas nie da Gewesenes in ein Genre implementieren, welches sich seit den Anfängen der Videospiel-Historie kaum verändert hat? Und; will man das überhaupt? Das neueste Spiel der Naruto-Reihe versucht zumindest, sich im von Software-Gurken vermüllten Spiele-Markt abzuheben und setzt auf ein nicht wirklich bewundernswertes, aber dennoch durchdachtes Team-Feature, welches als Erstes beim Karriere-Modus zum Einsatz kommen darf. So wählt man zu Beginn einer Runde aus, mit welchen Kämpfern man sich auf die lange und mühsame Reise begeben möchte und ordnet sie in der Reihenfolge, in welcher sie über den Bildschirm hopsen dürfen. Insgesamt stehen zu Anfang nur zwölf verschiedene Kämpfer zur Verfügung – im späteren Spiel, bei erfolgreichem Verlauf, stehen acht weitere Spieler zur Auswahl bereit.

Dabei ist zu beachten, dass man nicht wirklich als Team auftreten kann, da lediglich ein einziger Charakter aktiv an einem Kampf teilnehmen kann, wird dieser jedoch so stark verletzt, dass er aus dem Ring fliegt, darf man sich natürlich erneut, und zwar mit einem alternativen Charakter, der zuvor mit ins Team geholt wurde, an den Kontrahenten wagen.

Um die Spannung und natürlich nicht zuletzt auch den Schwierigkeitsgrad stetig ansteigen zu lassen, hat man ganz im Gegensatz zu Tekken und Konsorten darauf verzichtet, die Energie nach einem jedem Kampf wieder komplett aufzufüllen. Jedoch darf man sich nach einer siegreichen Runde auf eine kleine Portion Power freuen. Im Gegenzug zur – möglicherweise – kontinuierlich abnehmenden Energie hat man darauf verzichtet, den gegnerischen Kämpfern mit erhöhter Stufe auch entsprechend mehr Können zu spendieren. Zwar steigt der Schwierigkeitsgrad noch immer, wechselt ständig von mittelschwer auf komplett einfach und veranlasst mehrere Versuche zum siegreichen Kampf zwischen manch hartnäckigen Ninja, einen enormen Anstieg des Niveaus, den man auf das Fortschreiten des Spiels zurückführen lassen könnte, kann man jedoch nicht erkennen. Hier herrscht nicht wirklich Ausgewogenheit.

Wie für dieses Genre üblich, hat auch Naruto: Ultimate Ninja Heroes mehr zu bieten, als einen reinen Story-Modus. So handelt es sich bei dem mit „Gegen CPU“ benannten Unterpunkt um eine bekannte Spielart, die in keinem Beat’m up fehlen darf. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei lediglich um eine Möglichkeit, eins zu eins gegen einen Kontrahenten anzutreten.

Leider lässt auch die Modivielfalt nicht darüber hinweg täuschen, dass man schon nach wenigen Stunden Spielzeit so gut wie alles gesehen hat und sich aufgrund dessen schnell eine Art Monotonie einschleicht. Natürlich motivieren die freischaltbaren Gegenstände und es macht Spaß, die spektakulärsten Combos mit den einzelnen Charakteren auswendig zu lernen, um sie im Anschluss geschickt einzusetzen, aber mehr Spannung empfindet man im Game leider nicht.

Um jedoch noch mal zum Stichwort Combos zu gelangen; im Gegensatz zum Genrekönig Tekken reicht es bei der Manga-Versoftung nur bedingt, auf ein wirres Gedrücke der Tasten zu setzen. Zwar genügt es allemal zu einem Sieg, wenn man sich auf zwei oder drei verschiedene Tastenkombinationen spezialisiert und diese gekonnt einsetzt, wirkliche Verletzungen kann man mit hastigem Gehämmer auf die X- oder Kreistaste jedoch nicht verursachen.

Gameplay:
Trotz der enormen Möglichkeiten, die Kämpfe mit Hilfe von Tastenkombinationen für sich zu entscheiden, fällt der Einstieg nicht schwer. Selbst jene, die nur gelegentlich zum Handheld greifen, dürften sich nach wenigen Minuten sofort heimisch fühlen. Eine Liste mit Aufzählung der verfügbaren Combos erleichtert den Einstieg ebenfalls.

Grafik:
Es ist erfreulich, dass das komplette Spiel in aktiv in den Kampfverlauf eingebundenen Szenarien stattfindet und man sich ohne Einschränkungen frei bewegen kann, dennoch wirkt die Optik ziemlich kantig und die Konturen machen einen sehr unsauberen Eindruck. Gerade wenn man sich den Thronhalter Tekken ansieht, hätte hier deutlich mehr geboten werden müssen. Trotzdem: Immerhin machen die Animationen der Attacken einen vorbildlichen Eindruck.

Sound:
Da das Aufeinandertreffen von zwei wütenden Charakteren meist eine Sache von wenigen Momenten ist, bleibt eigentlich kaum Zeit, sich wirklich von der musikalischen Untermalung berieseln zu lassen. Dennoch kann man die als typisch japanische Klassik einzuordnenden Melodien gemischt mit einer Priese Rock als positiven Punkt anmerken. Natürlich fehlt es auch nicht am absoluten Standard: Das Stöhnen und Ächzen der Kämpfer hat es erfreulicherweise auf die runde Scheibe geschafft.

Features und Besonderheiten:
Hier scheiden sich die Geister und während sich eine Hand voll Spieler – vor allem Fans des Animes – über das freischaltbare Bonus-Material freuen werden und mit Genuss den Anblick von kleinen Filmchen, Bildern und Musik erleben, ist diese Form von Bonus-Material für jene Käufer, denen es auf das Genre an sich ankommt, kaum von Interesse. Über den integrierten Multiplayer-Part werden sich jedoch fast alle Spieler freuen können, denn hier darf zwar nur im lokalen Mehrspieler freudig gekloppt werden, dafür sorgt die Möglichkeit, die Game-Sharing-Funktion auszukosten, für die Ausschüttung jeder Menge Endorphine.

Ähnlich den bei den Tony Hawk’s-Spielen zu sammelnden Status-Punkten, gibt es auch bei Naruto: Ultimate Ninja Heroes die Option, eigene Charaktere technisch ein wenig aufzumotzen. Dies geschieht über so genannte Parameter-Punkte, die man nach jeder erfolgreichen Runde zugeschoben bekommt.

Fazit:
##bild10rechtsNaruto: Ultimate Ninja Heroes ist zwar bei Weitem kein schlechtes Spiel und kann vor allem im Bezug auf den Langzeitspaß kaum Punkte gut machen, zu Beginn aber zeigt sich der Titel von seiner besten Seite. Trotzdem: Nach wenigen Stunden hat man leider bereits alles gesehen und von dort an handelt es sich lediglich um ein bedingt spaßiges Prügelspiel, das auch aus technischer Sicht etwas mehr Feinschliff hätte vertragen können. Unterm Strich ein akzeptabler Prügler, der dem Genrekönig Tekken jedoch lange nicht das Wasser reichen kann. Für Fans sicherlich interessant, wer lediglich auf der Suche nach einem Beat’m Up für Zwischendurch ist, sollte sich alternativ auch den oft angesprochenen Über-Prügler zu Gemüte führen!

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Schneller und intuitiver Einstieg für Jedermann.
GRAFIK
6 von 10
Oft verwaschene Konturen, aber schöne Animationen.
SOUND
7 von 10
Klassisch mit rockiger Untermalung.
FEATURES
8 von 10
Lokal, aber mit Game-Sharing.
MULTIPLAYER
7 von 10
Bilder, Filmchen, Charaktere – nichts wirklich Neues!
GESAMT-
WERTUNG:
69%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Das Genre eignet sich für unterwegs optimal!"







Details
Spielname:
Naruto Ultimate Ninja Heroes

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Namco/Bandai

Genre:
Fighting

Release:
08.09.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (22)

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