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Sid Meier´s Pirates


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Sid Meier´s Pirates Review vom 23.06.2007

Es ist heiß, die Luft ist trocken und überall riecht es nach den erfrischen Düften des Meeres. Nirgendwo ist eine Menschenseele zu sehen - Wasser, wohin das Auge nur blickt. Die sanften Wogen umschlingen eure Beine und tauchen sie in das glasklare Wasser. Es ist durchtränkt von abenteuerlichen Geschichten früherer Piraten, die vor hunderten von Jahren - vielleicht genau auf diesem Fleck - ihre spannenden Geschichten schrieben. Vielleicht wäre man gerne einer von ihnen gewesen. Frei. Ungebunden. Und Abenteuerlustig. Doch in Zeiten der vollkommenen Industrialisierung und Technisierung bleibt dies wohl nicht mehr als ein Wunschgedanke.

Wir schreiben das Jahr 2007. „Sid Meier’s Pirates“ erblickt zum ersten Mal auf der PSP das Licht der Welt und die Luft tränkt sich von dem Geruch nach Abenteuer, Freiheit und…Piraten! Und das alles direkt auf eurer PSP. Doch was versteckt sich hinter diesem ungewöhnlichen Spiel? Ein wahrer Epos oder doch eher nur ein verkapptes Rettungsboot? Wir haben die Piratenflagge gehisst, das Holzbein poliert und die Säbel gewetzt - auf eine rasante Fahrt mitten in die Karibik: möge „Pirates“ mit uns sein.

Wenn der Stein zu rollen beginnt…
Eigentlich war alles noch in bester Ordnung gewesen, als ihr zusammen mit eurer Familie das allabendliche Mahl eingenommen habt. Nichts ungewöhnliches passierte, bis ihr plötzlich durch einen ungebetenen Gast gestört wurdet: Marques Montalban – der niederträchtigste und finsterste Pirat der gesamten Karibik platze in euer Haus hinein und wollte alles Geld, was ihr besessen habt, plus die Gefangenschaft eurer gesamten Familie. Doch einer von ihnen ließ sich nicht versklaven. Der mutige. jüngste Spross entrann seinem Schicksal und schwor Rache. Ein paar Jahre vergingen ins Land und der einst junge Sohn der reichen Familie trat seine Berufung an, seine Familie aus den Klauen des finsteren Piraten Marques Montalban zu befreien.

Zu Beginn muss man diesem jungen Mann zunächst einen Namen geben. Ihr werdet ihn das ganze Spiel über als Protagonisten führen, also wählt mit bedacht. Anschließend bestimmt man seine Spezialfähigkeit und die Epoche, in der man seine Karriere beginnen möchte. Auch ist euch freigestellt, welcher Nation ihr euch anfangs anschließen wollt. Zur Auswahl stehen Spanien, Frankreich, England und Holland, wobei jede dieser vier Länder ihre Vor- und Nachteile mit sich tragen. Während Anfänger lieber unter britischer Flagge segeln sollten, dürfen erfahrene Kapitäne mit der spanischen Flotte Vorlieb nehmen – für jeden Gamer ist also die passende Schwierigkeitsstufe mitgeliefert worden.

Ab diesen Zeitpunkt seid ihr auf euch allein gestellt, denn weder Tutorial noch eine kurze Einführung ins Spiel wurden einem mit auf dem Weg gegeben. Also selbst ist der Mann und nach dem Leitspruch „Learning by Doing“ dürft ihr eure Segel hissen und das Abenteuer beginnen. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase merkt man letztendlich, dass man nur über sehr wenig Ansehen, Respekt und Gold verfügt, und um in der Karibik aufzusteigen, sind das genau die Güter und Eigenschaften, die man dafür benötigt. Am besten ist es deshalb, wenn man erstmal ein paar Schiffe in die tiefsten Tiefen des Meeres versenkt. Anbieten würden sich hierbei die so genannten Handelsschiffe oder aber auch die anderen Arten von Flotten, die die Inseln der Karibik umsegeln.

Mit ein paar präzisen Schüssen aus den Kanonenrohren kann man dem Gegner dabei schaden und das Schiff kapern. Im Laufe des Spieles ist es hierbei allerdings auch möglich, Feuergeschwindigkeit und Präzision durch die Größe und Ausbildung eurer Crew zu steigern. Seid ihr dann einmal am Bord des feindlichen Schiffes angelangt, wartet noch ein kleineres Fechtduell auf euch, welches es zu meistern gilt. Durch verschiedene Schlag- und Deckungsmanöver ist es euer Ziel, den gegnerischen Kapitän in die ewigen Jagdgründe zu schicken, danach gehört das Schiff samt Besatzung und die an Bord befindlichen Waren euch, sowie die Möglichkeit zur Beförderung bei Gouverneuren, die mit dem Land der besiegten Crew verfeindet sind. Bis zum Rang des Herzogs könnt ihr aufsteigen und das Herz der Gouverneuerstochtern bei einer kleinen Tanzeinlage erobern.

Des Weiteren bekommt man für das Erbeuten von Gold, Erlangen von Beförderungen, Siege über berüchtigte Piraten, Entdecken vergrabener Schätze, Techtelmechtel mit Gouverneurstöchtern, Errettung eurer verschollenen Verwandten, Entdecken verschollener Städte und den Sieg über den niederträchtigen Marques Montalban Ruhmespunkte.

Was „Sid Meier’s Pirates“ jedoch wohl am Meisten auszeichnet, ist die uneingeschränkte Handlungsfreiheit. Euch ist in keiner Weiße vorgeschrieben was ihr als nächstes zu tun oder lassen habt, was das Feeling als echter Pirat durch die Karibik zu segeln natürlich immens steigert. So kann man – wie anfänglich beschlossen – seine Familie retten, aber auch zum wohl gefürchtetsten Piraten der Karibik aufsteigen, Städte plündern, Schiffe versenken, Schätze suchen und Handel betreiben. Den Möglichkeiten sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Sogar Tanzeinlagen mit eurer Geliebten gilt es zu meistern, sofern ihr das wünscht.


Gameplay:
Navigationsrohr ausgefahren! Achtung, wir stechen in See! Und das mit einer nahezu perfekten Steuerung, denn nichts geht leichter von der Hand, als das von Grund aus gut durchdachte Gameplay. Dem Spieler ist es freigestellt, wie er seine Flotte fortbewegen will – entweder er nutzt dazu das stinknormale Steuerkreuz oder wagt sich an den Steuerknüppel. Beide Varianten wurden dabei perfekt eingebunden und sorgen für eine gute Spielatmosphäre. Geschossen wird übrigens mit den Aktionstasten.

Auch das Menü strotzt geradezu von Übersichtlichkeit. So ist alles logisch nach dem Drücken des „Start“-Knopfes abrufbar und eingeteilt in die Gruppen Status, Missionen, Logbuch, Option, Speichern, Laden und Beenden. Sichtbar ist an dieser Stelle außerdem eine Karte von der Karibik, auf welcher man informiert wird, wo sich seine Flotte derzeit befindet. Wichtige Städte und deren Zugehörigkeit in die jeweiligen Machtbereiche der Engländer, Franzosen, Holländer oder Spanier sind ebenfalls abrufbar. Besonders nützlich erweißt sich jedoch das Logbuch. Durch dieses wird es dem Spieler ermöglicht, auch längere Zeit eine Ruhepause auf See einzulegen, ohne gleichzeitig den Faden zu verlieren und im Affekt einen neuen Spielstand anzulegen.

Grafik:
Dass die PSP als portables Medium der detailreichen Grafikengine von XBox und PC nicht gewachsen ist, war bereits schon klar, als „Pirates“ für Sonys schmucken Handheld angekündigt wurde. Dennoch ist man erstaunt darüber, dass die vielen Abstriche, welche Seitens des Spieldesigns getroffen wurden, dennoch nicht viel vom Gesamtbild zerstört haben. So geht die bildnerische Untermalung immer noch wortwörtlich unter die Haut und bei wilden Fahrten auf dem Ozean kann man sogar den Glauben erlangen, eine frische Brise auf der Haut zu spüren. Die Optik strotzt geradezu vom unglaublich heiteren Karibikflair und versetzt den Spieler dadurch zumindest virtuell in die Situation eines durch glasklare Gewässer fahrenden Piraten.

Sound:
Musiktechnisch reißt „Pirates“ keinen Vogel vom Himmel, dennoch sind alle Soundunterlegungen meist passend gewählt und können auch in gewisser Weiße die erforderliche Stimmung vermitteln. Dennoch hätte man hier viel mehr aus dem Spiel rausholen können. So manch andere Soundtracks aus Piratenspielen gingen da besser vom Messer (aus Pietätgründen möchten wir den Namen „Monkey Island“ nicht in den Raum werfen). Das komplette Gegenteil wird einem allerdings auf See geboten, denn hier kann man das sprichwörtliche „Schweigen der Lämmer“ wortwörtlich nehmen. So wird man dort nur von Windböen, Kanonenschüssen oder läutenden Ankerglocken aus dem Tiefschlaf gerissen.

Fazit:
“Sid Meier’s Pirates“ ist ganz klar ein Spiel, welches auf diese Art und Weise bisher noch nicht auf der Playstation Portable aufgetaucht ist. Hauptmerkmal des Piratenabenteuers ist dabei die komplette Ungebundenheit des Spielers. Es wird euch weder vorgeschrieben, was ihr als nächstes zu tun und zu lassen habt, noch gibt es einen Handlungsstrang, dem ihr unbedingt folgen müsst. Ganz im Gegenteil: Es wurde darauf gesetzt, selbst entscheiden zu können, was der richtige Weg ist. Der Vielfalt und Variabilität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Wer also schon immer einmal wie ein richtiger Ganove und Seeräuber durch die Karibik segeln wollte, der darf sich dieses Spiel auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Elisabeth Grunert [Liese] für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Take2 für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
8 von 10
Piratenspaß auf Land und See.
GRAFIK
8 von 10
Das Spieldesign kann sich mehr als sehen lassen.
SOUND
7 von 10
Melodische Klänge in den Städten, Ruhe auf dem Meer.
FEATURES
8 von 10
Komplette Selbstbestimmung der Flottenmanöver und Seerouten sorgen für ein rundum gutes Spielgefühl.
MULTIPLAYER
7 von 10
Multiplayerduelle inklusive.
GESAMT-
WERTUNG:
81%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Zwischendurch immer für eine kurze Seeschlacht zu haben."







Details
Spielname:
Sid Meier´s Pirates

Publisher:
Take 2

Developer:
Firaxis, 2K Games

Genre:
Action Adventure

Release:
08.03.2007 (erschienen)

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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