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Winx Club - Willkommen im Club


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Winx Club - Willkommen im Club Review vom 26.06.2007

Es ist lange kein Geheimnis mehr, dass wir von Zeit zu Zeit immer wieder die verschiedensten Titel vorgesetzt bekommen, deren Handlungsstränge entweder auf einem Kinostreifen, einer Comic-Reihe oder einer Kinderserie stammen. Hört man den Begriff der „Lizenzspiele“, so schießt einer Vielzahl der Spieler der Name eines bestimmten Studios unweigerlich in den Kopf – THQ. Denn es ist vor allem der Kalifornische Entwickler und Publisher, der sich durch die unzähligen Veröffentlichungen von Lizenztiteln einen Namen gemacht hat. Meist können Titel dieser Riege wenn überhaupt dann nur bedingt überzeugen, wobei man auch die Hand voll Ausnahmen nicht außer Acht lassen darf. Mit unserem aktuellen Testkandidaten sieht es ein klein wenig anders aus, denn dieser Titel, der ebenfalls auf einer bereits etablierten Geschichte basiert, stammt aus der – sonst für überwiegend vorbildlich gefertigte Spiele bekannten – Schmiede Konami. Die Herren und Damen dieser besagten Schmiede haben sich vor einiger Zeit einer Lizenz angenommen, die zwar auch im deutschen Fernsehen präsent war, aufgrund der unvorteilhaften Sendezeit im Nachtprogramm von RTL2 aber wohl nur wenigen bekannt sein dürfte. “Winx Club: Join the Club“ prangert auf der Front des Musters, das schon erahnen lässt, dass sich diese Umsetzung an das weibliche Geschlecht richtet. Einheitsbrei? Lizenzgurke? Schlummernder Geheimtipp? Lest einfach weiter…

Wie bei fast jedem Spiel, so gilt es auch hier zuerst, ein Spielprofil anzulegen, auf welchem der aktuelle Spielstand gespeichert wird und im späteren Verlauf natürlich auch wieder abgerufen werden kann. Haben wir uns für den „Einzelspieler“-Modus entschieden, wird man vor die weitreichende Entscheidung gestellt, mit welcher Protagonistin man das große Winx-Abenteuer erleben möchte. Sechs an der Zahl, die der Kenner in Null Komma Nix charakterisieren kann, stehen hier zur Auswahl. Ist die Buchung einer der leicht bekleideten, jungen Damen vonstatten gegangen, darf die Reise auch schon losgehen.

Was uns vor einiger Zeit noch als Abenteuer angekündigt wurde, entpuppt sich schon nach dem ersten näheren Hinsehen als mehr oder minder große Ansammlung von Mini-Games, die es in einer nicht festgelegten Reihenfolge zu absolvieren gilt. Die Auswahl der einzelnen Titel geht dabei recht intuitiv von statten, indem man die kleine Fee vor eine bestimmte Türe stellt und mit einem Tastendruck die aktuelle Aufgabe bestätigt. Hierauf folgt eine genauere Beschreibung des Spiels, sowie eine Information über die Tastenbelegung. Wer nun eine Vielzahl verschiedenster Genres erwartet, liegt vollkommen falsch. Kleinere Rennspiele, deren Aufbau sich kaum voneinander unterscheiden, sollen mit anspruchslosen Spielchen, in welchen es lediglich um eine schnelle Reaktion geht, über Stunden an den Handheld fesseln. Wohin also mit all der Zeit? Wer wirklich motiviert ist, darf sich durch die zweifellos stattliche Summe an Mini-Spielen kämpfen, wobei „kämpfen“ aufgrund des unsagbar geringen Schwierigkeitsgrades komplett fehl am Platze ist. Während unserer Testphase mussten wir nicht ein einziges Spielchen ein zweites Mal starten. Dies mag zwar auf kurze Sicht dafür sorgen, dass es – abgesehen von den Ladezeiten – kaum Frustfaktoren gibt, hat im Rucksack allerdings auch den üblen Beigeschmack dabei, dass „Winx“ nach wenigen Stunden in den Schrank zurück wandert.

#Es besteht nach dem ersten Durchspielen kaum mehr ein Reiz, den Titel ein weiteres Mal in den Schacht wandern zu lassen und auch die „Story“ zeichnet sich nicht durch Tiefgründigkeit aus, wirkt aufgrund der Zusammenhanglosigkeit an vielen Ecken und Enden eher aufgesetzt. Im Gegenzug dazu präsentiert sich die Geschichte jedoch in schicken Zwischensequenzen, die mit original englischem Ton ablaufen und eine deutsche Untertitelspur bieten.

Wie von anderen Mini-Spiel-Sammlungen bekannt, ist auch hier der Einstieg schnell gemacht und jegliche Aktionen sind ohne weitere Probleme zu bewältigen. Wer es lieber einen Tick komplexer mag, ist hier fehl am Platze, denn die einzelnen Games benötigen meist nur einen Bruchteil der verfügbaren Tasten, was je nach Gemüt als Vor- oder Nachteil gewertet werden kann.


Grafik:
Wer glaubt, aufgrund der endlos langen Ladezeiten eine astreine Optik zu Gesicht zu bekommen, irrt gewaltig. Runde Animationen oder feine Texturen sucht man vergebens, stattdessen wird die monotone Grafik von Grobkörnigkeit geziert. Einzig die Ausschnitte der Original-Vorlage sind nett anzusehen, wenn auch die Handlung meist nicht verständlich ist.

Sound:
Eine große Palette stimmiger, beruhigender Lieder, die im Hintergrund das Geschehen untermalen, wird man leider nicht vorfinden. Dafür aber gibt es eine Hand voll störendem Gedudel, das sich ständig zu wiederholen scheint. Immerhin ist die Qualität dieser Stücke vorbildlich gut und so können sich Fans der Serie, die von der dort präsenten Musik beeindruckt sind, sofort mit der Untermalung anfreunden.

Features und Besonderheiten:
Es ist schon, wenn uns besondere Features dazu bringen, die kleine Scheibe einen Tick länger in unserem Laufwerk rotieren zu lassen. Wenn diese allerdings nur durch – für diese technische Präsentation – unverschämt lange Ladezeiten verkörpert werden, dann ist das mehr als schade. Auch, wenn dies das Auffälligste ist, was „Winx“ bietet, so macht es Fans sicherlich auch Freude, die Protagonisten mit den frei gespielten Kleidungsstücken auszustatten oder kleine Ausschnitte der Serie in Form von Zwischensequenzen zu beäugen. Dass diese komplett zusammenhangslos und für Nicht-Fans komplett unverständlich erscheinen, tut nach all dem Negativerlebnissen auch nicht mehr viel zur Sache bei. Immerhin hat man für Freunde von Multiplayer-Partien ein kleines Leckerli spendiert. Hier besteht neben der Möglichkeit, sich mit seinen lokalen Freunden zu messen noch die Möglichkeit, diverse Utensilien hin und her zu tauschen. Da diese Items jedoch überhaupt keinen Einfluss auf das Spielgeschehen haben, haben wir es auch hier nur mit einem guten Ansatz zu tun.

Fazit:
Nachdem Konami uns Europäer zuletzt mit “Metal Gear Solid: Portable Ops“ beschenkte, welches auf ganzer Linie zu überzeugen wusste, begegnet dem geneigten Spieler mit “Winx Club - Willkommen im Club“ eine kaum gelungene Lizenzausschlachtung aus der sonst so vorbildlichen Schmiede. Natürlich musste man als Gamer schon immer den einen oder anderen Abstrich machen, doch die hier vorliegende Mini-Spiel-Sammlung macht auch mit einem zugedrückten Auge noch zu viel falsch. Ob man die wenig abwechslungsreichen Spielchen auf die Sollseite schiebt, die für Nicht-Liebhaber schaurige Musik oder das zweifellose Ladezeitendesaster als Negativpunkt ankreidet. Es gibt nur wenige Dinge, die hier richtig gemacht wurden. Unter anderem wären hier die gut gelungenen Zwischensequenzen anzumerken, die wahrlich nicht bei jedem Lizenzspiel vertreten sind oder die sinngemäße Übersetzung des gesprochenen Textes. Auch wer denkt, er fällt in genau diese Zielgruppe und zudem noch die rund 40 Scheinchen über hat, sollte sich dennoch nicht vor einem Probespielen scheuen, denn einzelne Parts wissen sogar noch in der sonst so unterdurchschnittlichen Präsentation zu überzeugen.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
5 von 10
Rosarote Attacke auf die Geschmacksnerven.
GRAFIK
6 von 10
Meist unschön, wenn auch an manchen Ecken opulent.
SOUND
6 von 10
Des einen Freund, ist des anderen Leid.
FEATURES
6 von 10
Originalsequenzen und bombastische Ladezeiten.
MULTIPLAYER
5 von 10
Gute Ansätze, mehr aber nicht.
GESAMT-
WERTUNG:
55%
Mobilitätsfaktor: [2 /10]
"Eine runde MauMau ist während des Ladens auf jeden Fall drin!"







Details
Spielname:
Winx Club - Willkommen im Club

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
24.05.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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