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Rainbow Six: Las Vegas


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Rainbow Six: Las Vegas Review vom 28.06.2007

Gil Grissom und sein Team haben einen harten Job. Jede Woche lösen die Jungs und Mädels vom CSI die härtesten Kriminalfälle in der "Stadt der Sünden", im sonnigen Las Vegas. Als Mitglieder der Nachtschicht der Mordkommission sorgen sie für Recht und Ordnung. Das ist auch notwendig, treiben doch dunkle Schergen ihr Unwesen in der Glitzerstadt.
Doch nicht nur Kleinganoven haben LV in ihren Fingern, auch der internationale Terrorismus nistet sich mehr und mehr zwischen Casinos und Hotels ein. Zeit für eine andere Elitetruppe, Tom Clancys Rainbow Six.

Was ist eigentlich Rainbow Six? Spieler der Vorgänger werden sofort aufspringen und "hier! ich, ich!" schreien, Unwissenden sei gesagt: Rainbow Six ist eine fiktive Spezialeinheit, die international gegen Terrorismus agiert. Natürlich zum Schutz der Vereinigten Staaten, eine Art "Jack Bauer im Großformat"... und mit mehr Zeit. Obwohl, auch die Rainbow Six-Agenten haben oft einen knappen Spielraum, wenn es um die Befreiung von Geiseln und die Ausschaltung von Bösewichtern geht. Bewaffnet mit moderner Technik und aktuellen Waffen waren die bisherigen 3D-Shooter (und eine geniale Game Boy Advance-Umsetzung) geprägt von taktischem Gameplay. Das setzt sich auch auf der PSP-Fassung fort, wenn auch nur im abgespeckten Rahmen.

Rainbow Six - Vegas feierte auf der Xbox 360 einige Erfolge. Grafisch und spielerisch war der Titel einwandfrei, selbst eine AXE-Werbung inmitten des Geschehens wurde von den Fans wohlwollend abgetan. Die Playstation Portable will von dem Trubel, dem Stürmen von Casinos und der Terrorismusbekämpfung inmitten von Blackjack und N... achos nichts wissen. Stattdessen spielt man zwei Rainbow Six-Agenten, die sich an einem Nebenschauplatz der Xbox-Story befinden und ein "eigenes Ding drehen". Verständlich, wären die riesigen Areale der 360-Fassung für die Power der PSP doch etwas zu viel des Guten geworden.
Die beiden Agenten werden nacheinander in den fünf Leveln, die über mehrere Untermissionen verfügen, gespielt. Der eine ballert sich mit seinem Maschinengewehr den Weg frei, während der andere eher die subtilere Art des Scharfschützen bevorzugt. Befehle für die Kameraden, wie man es aus dem "großen Bruder" und z.B. Ghost Recon gewöhnt ist, gibt es hier nicht. Das ganze wirkt sehr "stripped down", gekürzt, und ist mehr ein Shooter denn Taktik. Das merkt man dem Gameplay sehr an, auch wenn einem unter anderem die SnakeCam das Leben erleichtert, die es ermöglicht, unter Türen durchzuschauen.

Die Level sind den Möglichkeiten der PSP stark angepasst und bei weitem nicht so offen wie die des Originals. Große Welten kann man vergessen, stattdessen wird linear durch Gänge gelaufen, ab und an ein Zweiter Weg eingeschlagen und an Ecken vorbei gelugt. Dabei wechselt das Spiel meist von der First-Person- in die Third-Person-Perspektive, nämlich immer dann, wenn man sich an Wände oder Kisten drückt, die auch als Deckung dienen können. Insgesamt erinnert alles sehr an den Miami Vice Shooter, der von Rebellion zum gleichnamigen Kinofilm programmiert wurde. Laufen, warten, schießen wie am Fließband. Dabei ist die Action wie schon bei Crocket und Tubbs recht schnell vorbei. Die fünf Missionen sind mit ihren Untermissionen recht flott durchgespielt, ein Wiederspielwert kommt höchstens durch einen höheren Schwierigkeitsgrad auf. Interessanter ist da schon der Onlinemultiplayer, der über UbiSoft-Server läuft.

Gameplay:
Trotz aller Balleraction: Völlig kopflos sollte man nicht durch die Level rennen, sonst endet man schnell als Kanonenfutter. Es gibt oft Situationen, in denen man einfach drauflosschießen kann. Wer aber blindlings in ein Lagerhaus rennt, hat schnell seine Energie und damit das Spiel verloren. Taktik kommt auf, wenn man merkt, dass sich Energie und Munition innerhalb eines Levels nicht auffüllen lassen. Heißt: Wer im letzten Abschnitt einer Missionen nur noch mit einem Fitzelchen Energie und ohne Scharfschützenmunition dasteht, der muss sich auf die unendlichen Kugeln seiner Desert Eagle verlassen. Diese ist zwar in der Nähe durchschlagkräftig, reicht aber für viele Aufgaben nicht wirklich aus. Im Zweifelsfall gilt: noch einmal komplett von Vorne, bitte.

Dabei ist die Bewegungs-Steuerung einigermaßen gelungen und orientiert sich am erfolgreichen System von Syphon Filter. Die Kontext-Sensitiven Eigenheiten der Steuerkreuzbelegung können einen dagegen in den Wahnsinn treiben. Beispiel gefällig? Man öffnet Türen mit einem Druck nach oben auf dem Digipad. Das Fernrohr der Waffe wird ebenfalls durch diese Taste aktiviert. Wenn man jetzt die Tür öffnet und dann gleich auf Fernglas umschalten will, bekommt man nur die Tür wieder ins Gesicht. Stellt man sich aus Terroristensicht jetzt richtig lustig vor: Spezialagent reißt die Tür auf, zieht das Gewehr nach oben... und die Tür schließt sich wieder wie von Geisterhand...
Ist man mal im Scharfschützenmodus, kommt man mit einem Druck auf die Rechts-Taste des Digipads wieder raus - und nicht mit der Taste Oben. Das hat man zwar recht flott intus, intuitiv ist aber etwas Anderes.

Grafik:
Die Ghost Recon- und Rainbow Six-Titel auf der Xbox 360 suchen im grafischen Bereich Ihresgleichen. Tolle Effekte, NextGen-Feeling und erstklassige Charaktermodelle kann man auf der PSP dagegen nicht erwarten. Hier wirkt alles eher blockig und kantig, um den Spielfluss zu erhalten. Auch die Details der Level sind alles andere als Berauschend, das weiter oben angesprochene Miami Vice war hier "erotischer".
Zur Verwendung kommt ein weiteres Mal eine Unreal-Engine, die schon im Star Wars-Titel Lethal Alliance nicht 100% überzeugen konnte. Immerhin bleibt das Spiel die meiste Zeit flüssig und die Charaktermodelle sehen gut aus. An ein SOCOM 2 kommt Vegas aber zu keinem Zeitpunkt. Gerade, was Animationen und auch die Explosionen der Granaten angeht. Puff, fertig.

Sound:
Beim Soundtrack muss sich Vegas dagegen nicht verstecken. Wie bei den Rainbow Six Titeln üblich klingen martialische, filmmusiktaugliche Kompositionen aus dem Lautsprecher.
Die deutsche Sprachausgabe ist dagegen nicht unbedingt gelungen und die Dialoge sorgen für die eine oder andere Erheiterung. Wenn die per Funk mit dem Spieler verbundene Assistentin Angstschreie loslässt, hält sich die Spannung in Grenzen.

Features und Besonderheiten:
Hat man das Spiel einmal auf Easy durchgespielt, bleiben einem nur die höheren Schwierigkeitsgrade als Neuerung. Und natürlich die Jagd nach der besten Punktezahl. Fünf Level, die allesamt mehrere kurze Abschnitte enthalten, sind aber zu wenig, um wirklich überzeugen zu können.

Multiplayer:
Spannend sind die Multiplayerduelle, vor allem online. Leider ist man jedoch auf vier Spieler pro Match beschränkt. Die Auswahl an Modi ist ebenfalls sehr klein. Gerade einmal Deathmatch und Team Deathmatch sind möglich, Online-Steinzeit. Vor allem, wenn es nur 2 gegen 2 geht.

Fazit:
Rainbow Six: Vegas hätte bei all den Verschiebungen ein richtig toller Titel werden können. So hält das Spiel leider nicht das, was die Erwartungen und vor allem die geniale Xbox 360-Version versprochen haben. Die Level sind kurz und linear, andere Games der gleichen Machart bieten hier mehr fürs Geld. Grafisch ist noch viel Platz nach oben und der Onlinemultiplayer wirkt unausgereift.
Rainbow Six Fans werden die taktischen Defizite des Spiels bemängeln, die abgespeckte Handheldfassung ist eher eine muntere Ballerorgie als eine Terrorismusbekämpfungssimulation.

Christian Nork für Playstationportable.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Steuerungstechnisch ein zweischneidiges Schwert.
GRAFIK
6 von 10
Flüssige, nicht herausragende Grafik.
SOUND
6 von 10
Gute Kompositionen, amüsante Synchronisation.
FEATURES
2 von 10
Schnell durchgespielt, bietet das Game nichts Neues.
MULTIPLAYER
6 von 10
Onlinegaming für 4 Spieler ohne große Ideen.
GESAMT-
WERTUNG:
69%
Mobilitätsfaktor: [8 /10]
"Schnelle Ladezeiten und eine gute Helligkeitsfunktion machen RS:Vegas auch Unterwegs spielbar."







Details
Spielname:
Rainbow Six: Las Vegas

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Shooter

Release:
nicht bekannt

Multiplayer:
ja, auch online.

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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