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Jackass The Game


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Jackass The Game Review vom 11.01.2008

Wir schreiben das Jahr 2000. Der Musiksender MTV zeigt eine Produktion, die Millionen von Jugendlichen regelmäßige an die viereckigen Bildschirme und später in die Kinos lockt, die Sittenwächter und Jugendschützer auf die Barrikaden treibt und als ein Stück Jugendkultur des beginnenden Jahrtausends auch eine neue Ära von TV-Formaten jenseits des landläufig „guten Geschmacks“ einläutet. Die Rede ist natürlich von „Jackass“, dessen Umsetzung als Konsolenspiel lange hat auf sich warten lassen, offensichtlich genau so lange, bis der Hype vollends abgeklungen war. Während nun also ein weiterer, dritter Kinofilm gedreht werden soll, können PSP-, PS2- und DS-Besitzer „Jackass“-typische Stunts auf dem heimischen beziehungsweise tragbaren Bildschirm nachspielen. Wie sieht es speziell auf der PSP aus, sind die Experimente gelungen?

Bei „Jackass: The Game“ handelt es sich im Wesentlichen -man erwartet es ja bei Lizenz-Games fast nicht mehr anders- um eine Minispiele-Sammlung, in der allerlei Stunts und Aktionen, die zwar den Köpfen der „Jackass“-Crew entstammen, aber nie in der Show zu sehen waren, mit ebenjenen Darstellern nachgespielt werden dürfen. Gemeinsam haben die verschiedenen Minigames lediglich das „Jackass“-Setting sowie die Tatsache, dass innerhalb einer bestimmten Zeit bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. In puncto Gameplay geht es eher abwechslungsreich zu: Mal muss ein Downhill-Einkaufswagenrennen durch die Straßenschluchten von San Francisco gewonnen werden, mal darf ein „Jackass“ durch ein Wohngebiet katapultiert werden und muss dabei möglichst viel Sachschaden anrichten, ein anderes Mal soll „Wee-Man“ beim Essen roher Eier oder Chris Party Boy Pontius beim Tanzen in einem Supermarkt geholfen werden.

Letztere beide Aufgaben erfüllt der Spieler durch das zeitige Drücken von Tastenkombinationen, wie man es von Spielen mit tänzerischem Hintergrund so kennt. Hier offenbart sich auch eine der Schwächen der insgesamt 40 Spielevarianten: Inhaltlich wird häufig derselbe Inhalt in anderer Verpackung geboten, manchmal unterscheidet sich nicht einmal die Verpackung wesentlich, so zum Beispiel bei zwei Minispielen, wo einmal andere „Jackass“-Mitglieder in Autoscootern von einem Hochhausdach gedrängt werden müssen, das andere Mal auf demselben Hochhausdach, diesmal allerdings in riesigen, transparenten Kugeln. Im Rahmen dieser an sich bereits verrückten Einfälle sollen noch einzelne Aufgaben erfüllt werden - beim Downhill-Einkaufswagenrennen muss zum Beispiel nicht nur das Rennen gegen die anderen Mitfahrer gewonnen, sondern auch eine bestimmte Anzahl herumstehender Mülltonnen umgefahren werden. Zudem kann eine der fünf für eine Goldmedaille im MTV-Handlungsmodus erforderlichen Aufgaben gelöst werden, indem man den gesteuerten „Jackass“-Charakter vom Einkaufswagen abspringen lässt und 46 Meter weit rollt. Die daraus resultierenden Knochenbrüche, Stauchungen etc. und der gerollte oder fliegend zurückgelegte, bzw. der dank guter Ragdoll-Physik anschaulich schmerzhaft dargestellte Weg ist häufig Bestandteil der Aufgaben.

„Sich verdrücken“ nennt sich das in der deutschen Übersetzung, während in der Originalfassung von „bail out“ die Rede ist. Ach ja, kleine Übersetzungsfehler sind ja stets für einen Schmunzler gut. Absolut unverzeihlich ist hingegen die Verunstaltung von „Wee Man“ zu „Pipimann“ und von „Party Boy“ zu „Partyjunge“, die dem ansonsten perfekt eingefangenen Flair der Shows und Filme ab und an einen leichten Dämpfer versetzt. Selbst in den Menüs fühlt man sich wie auf einer interaktiven DVD der abgedrehten Produktionen, denn neben neuen Charakteren für die Minispiele können auch Fotos, Grafiken und Videos (reale und gerenderte) freigeschaltet werden; Stunts, die einmal im sogenannten MTV-Handlungsmodus als Bestandteil einer der sieben
handlungsgebenden Episoden gemeistert wurden, können im Herausforderungsmodus immer wieder gespielt werden - die dabei entstandenen Wiederholungen können nicht nur gespeichert und bearbeitet, sondern im Show-Editor zu gänzlich eigenen Episoden kombiniert werden.

Gameplay:
Von den angepriesenen 40 Minispielen bleiben unter dem Strich etwa zehn verschiedene Spielmechaniken, die einfach nur je „Stunt“ neu verpackt wurden. Richtig erfrischend ist wohl keine davon, aufgrund der zumindest im Geiste der „Jackass“-Shows stilvollen Umsetzung macht „Jackass: The Game“ zumindest streckenweise wirklich Spaß.

Grafik:
Effektarm und authentisch - „Jackass: The Game“ bewegt sich grafisch nahe der Real-Vorlage. Einer fantastischen Umsetzung von Charakteranimationen, Kamerafahrten und typischem Look stehen manchmal etwas verwaschene Texturen und grob gestaltete Objekte gegenüber, die angesichts der rundum gelungenen Präsentation aber kaum ins Gewicht fallen. Wenn es auch unter der Haube manchmal etwas weniger rund aussieht, das Design der Serie wurde toll eingefangen.

Sound:
Die Stimmen der Original-„Jackass“-Darsteller finden auch im Spiel Verwendung und sind der bereits erwähnten Atmosphäre zuträglich. Natürlich darf hier auch ein gelungener Soundtrack nicht fehlen, welcher sich am typischen Sound der Serie orientiert. Neben einigen weniger bekannten Künstlern sind hier auch internationale Größen wie Misfits oder Turbonegro vertreten und untermalen mit rockig-trashigen Klängen treffend das Geschehen auf dem PSP-Display.

Features und Besonderheiten:
Käufer, die das Spiel rein wegen der pragenden „Jackass“-Aufschrift gekauft haben, müssen nicht enttäuscht sein, denn zahlreiche freischaltbare Charaktere, Videos, Fotos und Grafiken unterhalten vielleicht auch bei Nicht-Gefallen der eigentlichen Minispielesammlung. Wer hingegen so fasziniert von den eigenen „Jackass“-Aktionen ist, dass er am liebsten sofort eine eigene Episode produzieren möchte, der sei auf den Regisseurmodus hingewiesen. Auch ist im Menü von „Jackass: The Game“ ein Punkt, unter dem sich „Neue Stunts herunterladen“ lassen sollen, was derzeit jedoch noch nicht zu funktionieren scheint.

Multiplayer:
Einige der im Einzelspielermodus verfügbaren Minispiele dürfen auch per Ad-Hoc- oder Infrastruktur-Modus gespielt werden. Gerade im lokalen Wettkampf gewinnt so das eine oder andere wenig spannende Spiel durch eine Portion Schadenfreude über das Scheitern der Mitkämpfer an Reiz. Coole Ergänzung!

Fazit:
Wer trotz identischem Namen „Jackass“ als Serie mochte, wird „Jackass“ als Spiel nicht zwangsläufig lieben; zu schwankend ist die Qualität der einzelnen Spiele. Gänzlich abschreiben sollte man „Jackass: The Game“ jedoch ebenfalls nicht, denn einige der enthaltenen Spiele und Spielereien unterhalten auch für längere Zeit, ein wenig schwarzen bis abartigen Humor vorausgesetzt.

Stefan Girlich [SteveTheGuitarChief] für PlaystationPortable.de

Herzlichen Dank an Empire Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
6 von 10
Sich wiederholende Konzepte mit wenigen Highlights und einigen ordentlichen Spielen.
GRAFIK
8 von 10
Mit einigen kleinen Schnitzern authentischer Look im Spiel und vorbildliche Präsentation.
SOUND
9 von 10
Original-Sprecher und Ohrwurm-trächtiger Soundtrack, der ziemlich rockt.
FEATURES
9 von 10
Show-Editor, Videos, Bilder... Hier gibt es für Fans viel zu entdecken!
MULTIPLAYER
7 von 10
Schadenfreude wird manchmal größer, wenn die eigenen Freunde betroffen sind…
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [5 /10]
"Noch akzeptable Ladezeiten für ein wenig Randale zwischendurch."







Details
Spielname:
Jackass The Game

Publisher:
Empire Interactive

Developer:
Sidhe Interactive

Genre:
Sonstiges

Release:
08.12.2007 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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