PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Tony Hawk´s Project 8


  • Testbericht
  • Screenshots (5)
  • News & Videos (0)
  • User (81)
  • Spiel Kaufen
Tony Hawk´s Project 8 Review vom 30.06.2007

Schon zum Launch der portablen Playstation im September des vorletzten Jahres meisterte der Urvater des virtuellen Skateboardings seinen ersten Auftritt mit Bravour. Zwar handelte es sich bei „Tony Hawk's Unterground 2 Remix“ - wie der Name schon vermuten lässt – nur um eine geringfügig aufpolierte Version des gleichnamigen Konsolenablegers, doch dennoch ungeachtet verkaufte sich der Titel wie geschnitten Brot. Entgegen erster Gerüchte schaffte es der direkte Nachfoger, American Wasteland, nicht auf den kleinen Silberling und auch bei der Sparte der Downhill-Teile sah Activision von einem Release ab. Umso leuchtender waren die Augen bei der Verkündung, dass der neueste Teil der bis dato achtjährigen Serie auch auf Sonys Handheld erscheinen wird – leider aber lange Zeit nach dem Release der Konsolenfassungen. In Amerika dürfen Tony und Freunde nun schon seit einigen Monaten ihre Runden drehen und endlich steht das „Tony Hawk’s Project 8“ auch in den örtlichen Händlerregalen. Natürlich haben wir uns auch gleich ein Exemplar geschnappt und es auf Herz und Nieren geprüft. Ob die Skaterikone langsam in die Jahre kommt oder ob es sich nach unzähligen Auftritten überhaupt noch lohnt, erneut zuzugreifen? Wir verraten es Euch!

And he's rolling... again?
Wie im Videospielsektor üblich, so hat sich auch die „Tony Hawk's“-Reihe im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Damit sind jedoch nicht die zwischendurch veröffentlichten Downhill-Teile gemeint, die sich für manch eingefleischten Skate-Fan als virtueller Graus sondergleichen herausstellten, sondern kleinere Neuerungen, die ein jedes Pro Skater-Spiel mit sich bringt. So gab es in den ersten Teilen der Serie ein Zeitlimit von zwei Minuten, in welchem möglichst viele Ziele erfüllt werden mussten, die sich von Level zu Level nur geringfügig voneinander unterschieden. Ferner war es üblich, dass zu Beginn des Spiels einer von wenigen Pro-Skatern ausgewählt werden musste, mit welchem man sodann die aufregende Karriere meistern durfte. Der heutige Standard sieht jedoch ein klein wenig anders aus: komplett ohne Zeitlimit wird durch ein geräumiges Areal geschlendert, in welchem sich der Spieler seine Ziele selbst erspähen und im Anschluss daran bewältigen muss. Auch wurde ein neuer Spielstand nicht etwa mit einem bereits etablierten Fahrer gestartet, stattdessen hatte der Käufer die Aufgabe, einen komplett eigens erstellten Skater zu navigieren. Weitere kleinere Neuerungen brachten ebenso Freud wie auch Leid, wobei sich auch hier die Geister scheiden!

Dass man dem potentiellen Liebhaber das konventionelle, zu mancher Zeit etwas in die Jahre gekommene, virtuelle Skaten mit einer nebenbei erzählten Geschichte ein wenig schmackhafter machen möchte, ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil der Reihe und natürlich auch im achten Projekt wieder vorhanden. Wie üblich, so wurde auch hier die Geschichte sehr schlicht und unbedeutend gehalten und so geht es, wie in einem kurzen Intro gezeigt wird, darum, dass der Großmeister höchst persönlich auf der Suche nach dem besten Team der Welt ist, welches aus den acht professionellsten Fahrern bestehen sollte, die man auf unserem blauen Planeten finden kann. Keine Frage, dass auch ihr Lust habt, Ruhm und Reichtum zu erben, also geht es auch gleich zum Schauplatz der Talentsuche.

Doch bevor das geschehen kann, gilt es natürlich, einen eigenen Fahrer zu entwerfen, wobei man sich hierbei zwischen drei verschiedenen Stilen entscheiden kann. HipHop Fans werden hier mit Sicherheit zum dick gepolsterten coolen Typen greifen, während Freunde des Punk ihr Vertrauen dem netten, jungen Mann mit Irokesenfrisur zusprechen und die dritte Gattung der Normalos den schmächtigen Jungen von nebenan auf das Brett schicken. Das Aussehen kann im Nachhinein jedoch noch nach Belieben verändert und angepasst werden. Hier wird man auch gleich mit dem ersten größeren Kritikpunkt konfrontiert: Die Anzahl der Möglichkeiten, seinen Charakter zu individualisieren hat enorm abgenommen! Im direkten Vergleich zu „Tony Hawk's Underground 2 Remix“ macht das uns vorliegende Spiel in diesem Bereich eine deutlich schlechtere Figur.

Nun geht’s aber endlich ans Eingemachte – die Karriere. Begonnen wird, sollte man auf das kleine, aber durchaus nützliche Tutorial für Anfänger verzichten, im „Vorstadt“-Level, wo ihr auch gleich von den ersten Zielen im Empfang genommen werdet. Schnell wird klar, dass sich die Grundart dieser nur geringfügig von jenen der bekannten Titel unterscheidet, vom Aufbau jedoch fast immer unbekannt sind. So gilt es beispielsweise wieder, bestimmte Tricks an verschiedenen Orten zu vollführen, in einer Combo möglichst viele festgelegte Punkte abzufahren oder an einem Foto-Shooting teilzunehmen. Auch kommt hier ein komplett neues, durchaus durchdachtes Feature zum Einsatz. Denn, jedes zu erfüllende Ziel ist in verschiedene Schwierigkeitsgrade (Amateur, Profi und Krank) aufgeteilt. So teilt sich die Aufgabe, verschiedene Gaps zu finden, in drei Teilaufgaben auf. Während man als Amateur lediglich 15 Mal einen solchen finden muss, benötigt man als Profi 25 und wer ganze 35 Gaps verbuchen kann, hat sofort alle drei Stufen erledigt. Für beendete Ziele wird man natürlich auch entlohnt, was in einer sinnvollen, und auch zur Story passenden Form geschieht: man klettert auf der Rangliste ein oder mehrere Plätze nach oben.

Eine weitere Neuerung, die man ebenfalls erst seit dem aktuellen Teil finden kann, nennt sich „Nail the Trick“. Dies ist auch in den Konsolen-Fassungen zu finden und konnte dort auch ohne Probleme zum Einsatz kommen. Hierbei geht es darum, mit einem kurzen Zug des Analog-Nubs nach unten die Füße des Skaters nach eigenem Belieben hin und her zu bewegen, wodurch im Optimalfall wunderschöne Fliptricks herumkommen können. Leider verfügt Sonys Kleine bekanntlich nicht über zwei unabhängige Analogsticks, wodurch für die Ausführung dieses Features sowohl das Steuerkreuz, als auch die Aktionstasten in Anspruch genommen werden müssen. Wer trotz der spielerischen Schwierigkeiten hierbei dennoch darauf zurückgreifen möchte, kann dies – nach einer etwas umfangreicheren Übungsphase – auch ohne weitere Probleme tun.

Insgesamt fällt vor allem auf, dass die Entwickler der 44 Studios auch neue Käuferschichten und Neulinge auf dem Gebiet des virtuellen Skateboardings erreichen wollten. Die verschiedenen Ziele sind allesamt relativ einfach und schlicht gehalten, wodurch sie auch von Amateuren nach einer Hand voll Versuchen problemlos gemeistert werden sollten. Auch wurde viel an der Steuerung gewerkelt, um sie einsteigerfreundlicher zu gestalten. Wer vorherige Teile spielen konnte, wird sich mit Sicherheit noch an diverse Investitionsmöglichkeiten im Spiel erinnern, die auch hier wieder vorhanden sind. Wer genug Schotter über die Theke wandern lässt, darf sich demnach über neue Special-Tricks oder ein stylisches, neues Board freuen.

Steuerung
Wie bereits kurz angesprochen, hat man die Steuerung im direkten Vergleich zum Vorgänger einer Schönheitskur unterzogen, die jedoch vor allem Neulingen einen schnellen Start garantieren soll. So wird der für hochwertige Combos unerlässliche Manual zum Beispiel nicht mehr zwingend per Druck auf die obere und untere Steuerkreuztaste ausgeführt, stattdessen genügt ein kurzer Tipp auf die Viereck-Taste. Veteranen dürfen natürlich weiterhin wie gewohnt zum Manual wechseln. Auch sonst wurde alles auf den Einsteiger abgestimmt, wodurch die unglaublichsten Combos ebenso leicht von der Hand gehen wie ein Kick-, oder Heelflip. Ferner gibt es kleiner Neuerungen, die unter anderem eine schnellere Beschleunigung oder ein problemfreies Wechseln der Fahrrichtung ermöglichen.


Grafik:
Auch im Bereich der Grafik wird der geneigte Zocker von allerlei Neuem in Empfang genommen, wobei es in diesem Bereich kaum etwas zu meckern gibt. Selbstredend, dass die schon immer bekannten Grafik-Bugs der durchsichtigen Objekte nicht behoben wurde, dafür aber überzeugen die Animationen auf voller Länge. Nicht nur im Zeitlupen-Modus erkennt man jede einzelne Bewegung und erfreut sich an einer abgerundeten Darstellung, auch während des Spiels gibt es kaum ein Ruckeln. Besonders schön anzusehen sind auch die Zwischensequenzen, welche wunderschön modellierte Charaktermodelle und eine authentische Mimik zu bieten haben. Kein Vergleich zum letzten PSP-Ableger! Dennoch wurden auch hier grobe Fehler begangen, die vor allem im Bereich des Leveldesigns zu finden sind. Einige der Areale waren schon, und zwar in schönerer Form, in vorigen Teilen zu finden und sind hier mit wenigen umwerfend schönen Objekten zurück gekehrt – etwas mehr Liebe zum Detail hätte hier sicherlich geholfen.

Sound:
Schon immer gab es bei Tonys Spielen in diesem Sektor kaum etwas zu bemängeln und daran ändert sich auch bei Project 8 nichts. Mehr als 60 Tracks aus den Bereichen Punk, HipHop, Rock, Funk, Metal und Reggae sollten in der Regel für einige Stunden bei Laune halten. Leider hat man noch immer keine Möglichkeit, eigene MP3s in das Spiel einzubinden. Auch im Bereich der Effektgeräusche gibt es nichts zu bemängeln.

Features und Besonderheiten:
Hier konnte der Remix punkten, was auch dem neuesten Streich nicht verwährt bleibt. So bietet die überarbeitete Steuerung auch für Gelegenheitsspieler einen schnellen Start, wobei dies zu Lasten der Vielspieler geschah und somit nicht als klarer Vorteil gewertet werden kann. Auch „Nail the Trick“ kann leider nicht gänzlich überzeugen und sorgt nicht etwa für ein neues Spielgefühl - zumindest dann nicht, wenn man aufgrund des fehlenden zweiten Analogsticks keine optimale Kontrolle hat. Mit der stattlichen Anzahl von acht verschiedenen Levels in der Karriere und unzähligen dort auffindbaren Aufgaben ist man ohne Frage viele Stunden beschäftigt. Wer dennoch Langeweile verspürt, darf sich im „Klassik Modus“ in acht bekannten, aber aufpolierten Levels austoben und dort auf die klassische 2-Minuten Variante spielen – genau wie in „alten“ Zeiten! Des Weiteren gibt es einen lokalen Multiplayer, welcher mit bis zu drei Freunden ausgetragen werden kann. Lustige Spielchen wie „Loser“, bei welchem man gegeneinander antritt und in einem festgelegten Zeitraum möglichst viele Punkte erzielen muss und der „schlechtere“ Fahrer für seine mindere Leistung einen Buchstaben zu verbuchen hat, sind natürlich auch wieder vorhanden und machen auch einige Punkte wett. Warum man komplett auf einen Onlinesupport verzichtet hat, mag jedoch nicht einleuchten. Im Bereich des Freischaltbaren gibt es auch im neuesten Ableger wieder etliche Videos, die auf jeden Fall einen Blick wert sind und auch besteht wieder die Möglichkeit, das Spiel durch diverse Cheats aufzupolieren. Besonders schön, schon in den letzten Teilen, war auch der Part des freien Skatens vorhanden. Auch dies ist wieder in voller Güte präsent.

Fazit:
Mit seinen 39 Jahren kommt der „Birdman“ ebenso in die Jahre, wie es bei seiner ehemals kompromisslos überzeugenden Spieleserie der Fall ist. Es scheint, als ob den klugen Köpfchen hinter dem Projekt langsam aber sicher die Ideen ausgehen, die bei Laune halten können und so schlachtet man alt bekanntes bis zum Umfallen aus. Hier lässt sich unter anderem der Punkt aufführen, dass wir schon wieder mit bekannten Arealen „beschenkt“ wurden, welche wir bereits aus vorangegangenen Teilen in- und auswendig kennen. Die Qualität eines klassischen Tony Hawk-Spiels wird man wohl nie wieder erreichen. Aus subjektiver Sicht jedoch konnte „Tony Hawk's Project 8“ durchaus für einige Stunden Spielspaß sorgen, auch wenn hier und da die ein oder andere Träne aufgrund von leidigen Neuerungen vergossen werden musste. Wer „Tony Hawk's Underground 2 Remix“ nicht gespielt hat und sich den virtuellen Extremsport näher bringen möchte, darf hier ohne Bedenken zugreifen. Andere sollten nach Möglichkeit zuerst einmal Probespielen und sich überlegen, ob das „neue“ Spiel sein Geld wirklich wert ist.

Max Zeschitz für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
7 von 10
Einsteigerfreundlicher, an manchen Stellen zu simpel.
GRAFIK
7 von 10
Abgesehen von der Monotonie und kleinen Bugs vorbildlich rund.
SOUND
8 von 10
Viele Musikrichtungen und schöne Effektgeräusche.
FEATURES
7 von 10
„Nail the Trick“ mag nicht wirklich überzeugen!
MULTIPLAYER
7 von 10
Vier Spieler, leider nur offline.
GESAMT-
WERTUNG:
79%
Mobilitätsfaktor: [7 /10]
"Zwar längere Ladezeiten als der Vorgänger, trotzdem gänzlich geeignet für unterwegs."







Details
Spielname:
Tony Hawk´s Project 8

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Sonstiges

Release:
15.03.2007 (erschienen)

Multiplayer:
2-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop