Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de
SONY PSP
Playstation Portable.depowered by 4players translate2english
Home News Spiele PSN UMDs Artikel Community RSS
Jetzt anmelden!   |   Login:   Nickname:    Passwort:      Passw. vergessen?   
Du bist nicht eingelogged.

Great Battles of Rome


  • Testbericht
  • Screenshots (4)
  • News & Videos (2)
  • User (6)
  • Spiel Kaufen
Great Battles of Rome Review vom 02.07.2007

Das alte Rom. Faszination und gleichzeitig der Schrecken vieler Völker bereits längst vergangener Tage. Zwar können diese Zeiten zumindest im realen Leben nicht wieder belebt werden, aber so manches Mal wagen sich dann doch einige Entwicklerinnen und Entwickler daran, die Vergangenheit lebendig zu machen. „Great Battles of Rome“ heißt das gute Stück, welches den Spieler in rund 700 Jahre römischer Geschichte verwickeln wird. Ob das auf dem Computer berühmte Genre auch auf der PlaystationPortable punkten kann, oder das Spiel am Ende genau das Gegenteil bewirkt wird, wird nun Stück für Stück aufgedeckt werden. Also – rein mit dem kleinen Silberling, und zurück in die Vergangenheit.

Nach einem schmucken Intro findet man sich im Menü wieder. Neben dem für ein Spiel aus einem derartigen Genre üblichen Scharmützelmodus gibt es außerdem einen Multiplayer für zwei Spieler und natürlich die geschichtsträchtige, dreigeteilte Kampagne, mit der es auch gleich auf der Seite der wackeren Römer losgeht. Auch hier fallen bereits positiv die Videosequenzen mit wahlweise deutscher Synchronisation auf. Die Mischung aus digitalen Effekten und realen Darstellern lassen die einzelnen, kurzen Videos in einem sehr guten Licht dastehen. Doch dieser Glanz verschwimmt leider wieder recht schnell, sind diese doch insgesamt recht pixelig und unscharf gehalten. Nach einer moderaten Ladezeit darf sich der schlachtenfreudige Feldherr an die Ausstattung und den Umfang der eigenen Truppen in einem insgesamt sehr übersichtlichen Menü machen. Kern der Armee ist immer der eigene General, welcher natürlich ein besonders starker Haudegen ist. Während zu Beginn neben normalen Fußlatschern und Reiterei samt zahlreichen, für Geld zu kaufende Upgrades auf ihren Einsatz hoffen, kommen im späteren Verlauf des Spiels auch Elefanten und allerlei bösartigere Vertreter dieser Zeiten zum Vorschein – das entsprechende Kleingeld vorausgesetzt. Dies wird nach den Kämpfen erworben und will natürlich bestmöglich investiert werden. Ehe man sich versieht, darf direkt los gelegt werden. Doch an dieser Stelle hat das Wort „Taktik“ eine Portion mitzureden. Denn bevor das Echtzeitgemetzel überhaupt starten kann, darf der Spieler seine Einheiten auf einer taktischen Karte den feindlichen Regimentern gegenüber möglichst vorteilhaft aufstellen. Abschließend können den wackeren Soldaten noch letzte Befehle erteilt werden, und schon kann es beginnen.

Kommt es dann letztendlich zum Kampf, fragt man sich nach kurzer Zeit bereits ernsthaft, wie der History Channel etwas derart unreales mit dem guten Namen des TV Senders in Verbindung bringen konnte.

Wer zumindest von der Grundidee ähnliche Spiele kennt, die auf gute Qualität Wert legen, aber auf anderen Systemen zuhause sind, wird schnell von dem Gefühl heimgesucht, dass sich die alten Römer beim Anblick von „Great Battles of Rome“ sicherlich im Grab umdrehen, als jubeln würden. Die ganze Schlachtdynamik ist einfach nur schlecht! Da werden feindliche Regimenter auf scheinbar mystische Weise von der Schwerkraft zu einem Knäuel par excellence zusammengewürgt, dass es einem dem Magen umdreht. Wenigstens sind es dann die feindlichen und eigenen Regimenter, die sich augenscheinlich furchtbar lieb haben. Sonderlich viel Auswahl gibt es derer sowieso nicht – ein Glück. Ein Glück? Ja, tatsächlich – der Hobbyfeldherr kann nämlich mehr als froh sein, dass der Titel keine pseudotaktische Spieltiefe vortäuscht, denn das wäre wohl der vorzeitige Exitus gewesen. Dies liegt vornehmlich in der miesen, miesen Steuerung während der Schlachten verwurzelt. Natürlich kann und muss man an dieser Stelle das ein oder andere Auge aufgrund der PlaystationPortable typischen Steuerungswehwechen zudrücken, aber was hier geschehen ist, ist so gut wie ungenießbar und führt schnell zu Frust. Während einer laufenden Schlacht Regimenter kommandieren? Das sollte man bei einem derartigen Taktikspiel wohl denken, aber praktisch gesehen ist dies zumindest bei dem Genreneuling auf unserem kleinen Schwarzen ein Griff ins Klo. Ein Beispiel: Um ein Regiment zu bewegen, muss während einem Kampf unter Umständen durch die komplette Armee geklickt werden, um das gewünschte Regiment zu erreichen. Hat man es dann angewählt, kann man es direkt steuern. Besonders gut ist diese nicht wirklich gelungen, denn das Regiment bewegt sich stets um eine festgelegte Achse, die man überhaupt erst einmal verstehen muss, um die eigene Einheit effektiv über das Feld navigieren zu können.

Sonderlich taktisch geht es auf dem Schlachtfeld ohnehin nicht zu, denn diese Möglichkeiten werden von der ganzen Spielmechanik an sich verbaut. Eine typische Schlacht im Spiel entscheidet sich eigentlich schon während der Aufstellung. Begeht man hier einen Fehler, ist die ganze Schlacht eigentlich so gut wie verloren, denn in Mitten eines Gefechts sind effektive und gezielte Truppenbewegungen nicht realisierbar; dank der miesen Kameraführung und der Steuerung an sich. Der so gut wie immerwährende Schlüssel zum Sieg gestaltet sich wie folgt – Kavallerie nach vorn, Infanterie nach hinten. Das ist das Erfolgsrezept des Spiels, man soll es kaum glauben. Und wenn man dann doch einmal eine Schlacht verlieren sollte, kann man sie einfach so mir nichts dir nichts wiederholen, als wäre nichts gewesen. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, dann bestimmt beim zweiten Versuch. Sonderlich viel Anspruch bieten die unterschiedlichen Missionen, die sich außerdem irgendwie alle gleichen, sowieso nicht. Ein Hauch von Kreativität haben uns die Damen und Herren Entwickler aber dann doch spendiert und liefern dem Spieler öde Missionsziele, die sich praktisch von allein und ohne großes Zutun erfüllen. So hangelt man sich von Mission zu Mission, rüstet seine Einheiten hoch, kauft neue hinzu und pendelt vom Menü zum Kampf, um danach wieder von vorne zu beginnen. Das ist tatsächlich alles, was das Spiel zu bieten hat, denn mehr gibt es nicht. Das ist sehr ärgerlich, machen es doch andere Spiele auf anderen Systemen zumindest mit einem Wirtschaftspart mit anderen, zusätzlichen KI-Mitstreitern und Gegnern immerhin noch abwechslungsreich und bieten dadurch eine gewisse, strategische Tiefe.

Die gesamte, grafische Aufmachung von „Great Battles of Rome“ ist –um es auf den Punkt zu bringen- nahe an einer absoluten Katastrophe und wirkt an vielen Stellen wie ein Spiel, welches bereits irgendwo in der Betaphase mächtig Federn lassen musste. Doch fangen wir mit dem Trauerspiel am Besten von vorne an. Die einzelnen Schlachtfelder sind in ihrer Aufmachung zwar zweckmäßig, darüber hinaus aber auch nichts weiter. Die grotesk pixeligen, absolut eckigen Bäume, die höchstens mit einer Hand voll unterschiedlicher Farbgebungen bedacht wurden, sind die erste Zutat für unser Trauerspiel, denn mehr als ein paar komische Objekte gibt es auf den Schauplätzen grausamer Schlachten sowieso nicht zu sehen. Dazu gesellen sich die ganzen Regimenter – sehr viele Details kann man an den Einheiten so oder so nicht ausmachen, was aber vorwiegend an den praktisch nicht vorhandenen Zooms auf die Regimenter liegt. Ab und zu vermag der gepeinigte Tester aber dann doch den einen oder anderen Blick auf diverse Soldaten in Nahaufnahme zu erhaschen, was aber eine absolute Ausnahme ist. Und das ist auch gut so, denn Animationen und überhaupt irgendwelche Augenschmeicheleien sucht man absolut vergebens. Besonders übel stoßen Regionen auf, welche von einem Fluss durchzogen werden – wenn man einen dicken, in lediglich einem einzigen Blauton gehaltenen blauen Balken für einen solchen halten möchte. Auf jeden Fall ist dieser von den komisch grün-grauen Vierecksbäumen umsäumt, welche scheinbar aus dem Super Mario Land vergangener Zeiten zu stammen scheinen (an dieser Stelle muss allerdings aus Gründen der Fairness angemerkt werden, dass Bäume selbst dort mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so hässlich waren). Kombiniert man das Ganze dann noch mit nicht vorhandenen Details und einem hässlichen grauen Schleier, fällt es schwer zu sagen – „Aber Grafik macht noch lange kein gutes Spiel!“

Diese traurige Aufmachung verwundert besonders dann stark, wenn man bedenkt, dass „Great Battles of Rome“ so flüssig wie ein Glas Wasser läuft und trotz teils beachtlich großer Schlachten nicht ein einziges Mal auch nur im Ansatz ruckelt. An dieser Stelle währe eindeutig viel, viel mehr möglich und machbar gewesen, und so ist der Faktor Grafik ein großes Ärgernis am Spiel.

In Sachen Sound bekleckert sich der Titel auch nicht gerade mit Ruhm. Während die Musik noch irgendwo erträglich ist, sich aber recht schnell wiederholt, sind die unterschiedlichen Sounds einfach nur nervig, klirrend, und haben viel zu viele Höhen. Alles klingt viel zu spitz und wenig vollmundig. So greift man recht fix auf die Minustaste der Lautstärkereglung. Und bevor diesem Trauerspiel ein jähes Ende gesetzt wird, wurde zum krönenden Abschluss auch noch eine gähnend langweilige, völlig sinnlose und mehr als nur schwachbrünstige Story ohne auch nur einen Funken von Stimmigkeit oder Tiefgängigkeit in das Spiel "eingebaut".

Fazit:
„Great Battles of Rome“ – was hätte dieses Spiel werden können, und was ist es geworden? Es gibt insgesamt gar nichts, was man eindeutig als „gut“, oder überhaupt positiv einstufen könnte. In diesem Zustand ist das Spiel eher ein mageres Gerippe im Gegensatz zu anderen Titeln auf anderen Systemen. Ob es die klamme Steuerung, die miese, aber wenigstens absolut flüssige Grafik oder der gurkige Sound samt der Musik ist; das schlechte Gameplay und die absolut niedrige Spieltiefe schießen den Vogel dann aber leider komplett ab. Die vielen Videosequenzen sind zwar mit vielen, guten Ideen gespickt, aber das sehr unscharfe und bisweilen verpixelte Bild lässt allerdings die einzige, positive Begleiterscheinung des Spiels untergehen. Das alles hat aber trotzdem etwas Gutes – sollten sich Entwickler noch einmal an dieses Genre wagen, kann das Resultat nur noch besser werden als dieses.

Malte Latton für Playstationportable.de

Vielen Dank an Koch Media Deutschland GmbH für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
4 von 10
Mehr als nur nervig!
GRAFIK
4 von 10
Vier Punkte mit zwei zugedrückten Augen…
SOUND
5 von 10
Piespig, nervig, einfach zum Abschalten.
FEATURES
4 von 10
Sehr wenig vorhanden.
MULTIPLAYER
5 von 10
Zu zweit auch nicht spaßiger…
GESAMT-
WERTUNG:
45%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Unterwegs so gut wie ungenießbar."







Details
Spielname:
Great Battles of Rome

Publisher:
Black Bean

Developer:
Slitherine

Genre:
Strategie

Release:
26.06.2007 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop