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Lara Croft - Tomb Raider: Anniversary


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Lara Croft - Tomb Raider: Anniversary Review vom 13.11.2007

Willkommen zu Hause, Lara.
Ein Phänomen wie die Spice Girls, das ist Lara Croft. Die angeblich erste „richtig weibliche“ Videospielfigur setzte in den 90er Jahren Akzente was das Marketing einer Spielserie anging, sowie das Gameplay des etwas angestaubten Action-Adventure-Genres. Vollbusig wackelte der Spieler damals durch den Pixelbrei, schoss auf Pixel-Monster und freute sich über anspruchsvolle Rätseleinlagen. Zahlreiche Fort- und Umsetzungen gingen ins Land, bis die Reihe ausgereizt war und die Entwickler einen Schlussstrich zogen.
Als dann 2006 mit Tomb Raider Legends die Saga von den Toten auferstand, waren Kritiker und Fans sich einig, dass Lara aus der Grabkammer zurückgekommen war. Tolles Leveldesign, moderne Grafik und konsequente Weiterentwicklung bei Beibehaltung der alten Tugenden zeichnen Legends aus. Der offene Schluss des Spiels machte Lust auf Mehr, doch bevor wir irgendwann den zweiten Teil erhalten und erfahren, was mit Laras Mutter wirklich passiert ist, gönnt man sich einen Blick zurück in die Vergangenheit.

In Tomb Raider Legends spielte man nicht nur eine moderne, fesche und erfahrene Lara, sondern auch ihr jüngeres selbst in den bekannten Hotpants und dem türkisen Oberteil. Das wird die Entwickler wohl dazu bewegt haben, noch einmal zum Anfang, zu den Wurzeln zu gehen. Denn Tomb Raider Anniversary ist ein Remake des allerersten Teils, mit den Neuerungen eines Legends. Da kann eigentlich nichts schief gehen, oder?

Fans werden die Story, welche dem Inhalt der Kinofilme noch immer weit überlegen ist, kennen: Lara wird von einer dubiosen Geschäftsfrau beauftragt, den Scion von Atlantis zu finden, eine mystische Scheibe, die den Weg zum versunkenen Kontinent weißen soll. Dazu führt sie der Weg über Peru nach Ägypten bis hin zu Atlantis selbst, wo es neben Kämpfen gegen fantastische Wesen zum Showdown kommt. Davor müssen jedoch zahlreiche Rätselnüsse geknackt und etliche Gegner eliminiert werden. Kein leichtes Unterfangen, krankt dieses neue alte Tomb Raider in mehrerer Hinsicht. Doch dazu später mehr.

Wer das allererste Tomb Raider gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen und begeistert sein. So hätte Lara schon immer aussehen müssen, das ist das Leveldesign, das im 20. Jahrhundert für noch größeres Aufsehen gesorgt hätte. Die junge Archäologin hüpft und springt lässig durch die nicht mehr ganz so eckigen Tunnel, greift grazil nach Mauervorsprüngen und verfügt über Extras, die man bisher nur aus Legends kannte: Das Seil ist zurück und sorgt für die eine oder andere Rätseleinlage.

Neben dem Hauptziel, den jeweiligen Levelausgang zu erreichen, warten wieder zahlreiche Boni auf den findigen Sucher, der bereit ist, Umwege zu gehen. Archäologische Fundstücke tummeln sich zuhauf in den Gräbern, genügend gefundene schalten neue Outfits und Extras frei. Hat man einen Level geschafft, lässt er sich frei anwählen, um nicht entdeckte Dinge nachträglich mit nach Hause zu nehmen. Das sorgt wie schon beim Vorgänger für einen höheren Wiederspielwert.
Auf dem Weg stellen sich Lara zahlreiche Tiere und Monster in den Weg, die leider nicht mit besonderer Intelligenz gesegnet sind. Welcher Braunbär kann bitte keine Treppen steigen? So verkommen die seltenen Kämpfe zu reinen Ballerorgien, in denen man meistens von weiter weg auf Wölfe, Dinosaurier und Co. ballert. Apropos Dinos: Der Kampf gegen den T-Rex im Verlorenen Tal gehört auch in der Neuauflage zu den eindeutigen Highlights des Spiels. Schade, dass er so früh kommt und auch noch relativ einfach, dafür langwierig ist.

Gameplay:
Die Tücke des Spiels liegt im Detail, nämlich den Rätseln. Diese reichen von „Wie komme ich jetzt da und da hin“ bis zu „Schiebe Kiste A nach B, um Schalter C umlegen zu können“. Gerade diese Schalterrätsel nerven jedoch nach einiger Zeit ziemlich und fühlen sich einfach nur nach „20. Jahrhundert“ an. Tomb Raider Legends profitierte vom modernen Leveldesign, in dem der Weg das Ziel war. Anniversary verlässt sich zu sehr auf die ganz alten Tugenden, was oft zu Ausprobieren führt. Schuld ist dabei auch die Grafik, die einem nicht immer den richtigen Überblick gibt und Sprünge „ins Blaue“ teilweise notwendig macht. Gepaart mit den langen Ladezeiten nach Laras Ableben können minimale Fehltritte zum frustrierten „in die Ecke werfen“ der PSP führen.

Die Steuerung tut ihr übriges, um den Spieler zur Weißglut zu treiben. Steht die Kamera nicht genau richtig, läuft man einen Tick in die falsche Richtung und springt voll am Ziel vorbei. Hellas, Ladebildschirm, was haben wir dich vermisst.
Die langen Ladezeiten sind auch aus dem Grund nervig, als dass zwischen den Leveln so gut wie keine Verzögerung entsteht. Das Spiel fühlt sich wie schon damals an wie aus einem Guss.

Grafik:
Tomb Raider Legends beeindruckte vor allem auf den großen Konsolen dank hochauflösender Grafik. Die PSP-Fassung musste schon damals Abstriche verkraften. In den oft gleich aussehenden Grüften von Anniversary merkt man dies noch viel stärker. Griffflächen für Laras Finger werden schnell übersehen, was auch an der Kamera liegt, die noch dümmer reagiert, als die im Vorjahr kritisierte von Legends. Ein automatisches Zentrieren fehlt und durch die vielen, vielen Rätsel ist man die längste Zeit mit dem Nachjustieren beschäftigt. Was würden wir PSP-ler nur für einen zweiten Analog-Stick geben…

Mit den hochauflösenden Grafiken einer Xbox 360 kann die kleine Playstation natürlich nicht mithalten. Grobkörnig und kantig wirkt das Geschehen; Slowdowns bei weiten Hallen und Arealen trüben den sowieso schon nicht besonders guten Gesamteindruck. Zwar wurde die Legends-Engine verwendet, aber da man das alte Leveldesign gerne kopierte, hat man nicht den Eindruck, dass hier alles so gut zusammen passt.

Die Animationen von Lara sind, wie schon letztes Jahr, über jeden Verdacht erhaben. Grazil wie eine Elfe schwingt sich die Archäologin durch die düsteren Level, die bei hellerem Licht kaum zu erkennen sind. Dunkelheit im heimischen Kämmerchen tut Not.

Sound:
Die Titelmelodie von Tomb Raider war schon in den 90ern ein kleiner Ohrwurm, die 2007er-Variante klingt moderner und behält trotzdem ihre mystischen Elemente. Ansonsten ist wenig Musik zu hören, einzig bei Gegner-Angriffen werden treibende Rhythmen aufgefahren. Es ist verständlich, dass Gräber leise und unheimlich sind. Trotzdem hätte man sich neben der ab und an erklingenden Gerölllawinen etwas mehr Musik gewünscht. Das nächste Mal… spendiert Lara bitte einen iPod.

Features und Besonderheiten:
Mit Hilfe der vielen Rätsel und Fallen trumpft Tomb Raider Anniversary deutlich bei der Spielzeit auf. Frust inklusive.
Wer wirklich 100% schaffen will, der muss neben den archäologischen Gegenständen, die sich in jedem Level verstecken, auch Laras Wohnhaus meistern. Dieses ist grafisch eine 1:1-Kopie des Levels aus Tomb Raider Legends, jedoch voll mit neuen Rätseln, die meistens sogar besser sind, als die im eigentlichen Spiel. Hier hat man wieder eine ganze Menge Spielspaß fernab der ausgetretenen Grabräuber-Pfade.

Fazit:
Alter Wein in neuen Schläuchen, kaum ein Spiel trifft das so gut wie Tomb Raider Anniversary. Auch wenn die Grafik, trotz aller Schwächen, dem Ganzen ein feines Gewand gibt, lässt sich die Herkunft nicht leugnen. Manche Schalterrätsel lassen einen in die PSP beißen. Wenn dann nach einem Ableben noch die langen Ladezeiten dazu kommen, ist es geschehen um die Ruhe und man wirft lieber noch mal den Vorgänger in den UMD-Schacht, um sich von aktuellen Rätseln und einer besseren Präsentation blenden zu lassen. Hoffen wir also auf Legends, Teil 2 und überlassen wir Anniversary den Hardcore-Fans von Lara Croft – sofern sie noch welche hat.

Christian Nork für PlaystationPortable.de

Vielen Dank an Eidos für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



GAMEPLAY
4 von 10
Schwache Steuerung + Kamera = Sand im Getriebe
GRAFIK
5 von 10
Schwache Kamera + Slowdowns + schlechteres Leveldesign = Altbacken.
SOUND
5 von 10
Das Schweigen im Walde.
FEATURES
7 von 10
Viel Freizuspielen, lange Spielzeit
MULTIPLAYER
0 von 10
Nicht vorhanden.
GESAMT-
WERTUNG:
70%
Mobilitätsfaktor: [3 /10]
"Recht lange Ladezeiten und sehr dunkle Umgebung sind Gift für Unterwegs."







Details
Spielname:
Lara Croft - Tomb Raider: Anniversary

Publisher:
Eidos

Developer:
Eidos

Genre:
Adventure

Release:
15.10.2007 (erschienen)

Multiplayer:
Nicht vorhanden.

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (16)

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