Juiced 2 Hot Import Nights
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Juiced 2 Hot Import Nights
Review vom 18.01.2008
Sicherlich erinnert sich der ein oder andere noch an das vor dem Erscheinen der PSP groß präsentierte Über-Rennspiel mit dem Namen Gran Turismo 4: Mobile. Boxart und mutmaßliche Screenshots wurden gezeigt und selbst das Logo, welches auf der Oberseite der UMD zu finden sein sollte, fand bereits den Weg in die Weiten des Internets. Alles fake? Möglicherweise, denn wirklich viel hört man von diesem Titel nicht – droht dem Spiel ein ähnliches Schicksal wie Duke Nukem Forever? Denn auch hier gilt der Grundsatz „It’s done, when it’s done“. So bleibt dem Spieler, dem das Warten deutlich zu lange dauert, nicht viel mehr übrig, als sich mit Alternativen anzufreunden. Dass es im Bereich der Rennspiele davon nicht wirklich wenige für Sonys Kleinste gibt, ist bekannt. Doch auch in diesem Winter wird man wieder von etlichen, teils neuen, teils aufpolierten Titeln in Empfang genommen – auch Juiced 2 lässt sich in das genannte Genre einordnen. Doch wie schlägt es sich im Praxistest?
Im Hauptmenü verstecken sich hinter einem verhältnismäßig sehr nett inszenierten Intro die verschiedenen Punkte, die angewählt werden dürfen. Dabei unterscheidet sich der Titel nicht wirklich von bereits erschienenen Konkurrenzprodukten und kommt mir der bewährten Strukturierung daher, die kaum weitere Probleme aufwerfen dürfte. Zwar fragt man sich zu Beginn sicherlich, was mit dem Begriff bzw. Unterpunkt „Fahrer-DNA-Labor“ überhaupt gemeint ist, ein kleiner Blick in das Handbuch wirkt hier jedoch Wunder. Auch im Bezug auf die Karriere im Detail haben die Entwickler das Rad zwar nicht neu erfunden, aber dennoch für eine ausgewogene Mischung der Events gesorgt. So hat man diese in zehn einzelne Ligen aufgeteilt, die jeweils nacheinander abgearbeitet und erfolgreich abgeschlossen werden müssen, um an einem Wettkampf der nächsten Liga teilnehmen zu dürfen. Die einzelnen Rennmodi wirken ein wenig aufgesetzt und einige davon scheinen einfach nur der Vollständigkeit halber mit auf die UMD gepresst worden zu sein. So findet man neben den obligatorischen „Kämpfe dich auf den ersten Platz“- oder „Der letzte der Runde fliegt aus dem Rennen“-Modi auch verschiedenste Drift-Challenges. Leider gibt es jedoch außer dem „Last Man Standing“-Typ (fahre als Erster durch das Ziel, ohne gegen ein Hindernis zu stoßen) nichts, bei dem man sich wirklich denkt, dass man etwas wirklich Revolutionäres auf dem Bildschirm zu sehen bekommt.
Interessant jedoch präsentiert sich das Feature der Wetten, welche vor einem Rennen in der Phase, in der sich die einzelnen an den Start gerollten Fahrzeuge von ihrer Schokoladenseite zeigen, abgeschlossen werden können. So kann es passieren, dass man von einem Kontrahenten den Vorschlag unterbreitet bekommt, ein bisschen Eigenkapital für eine Wette einzusetzen. Erklärt man sich einverstanden und kommt im Bezug auf die Höhe des Wetteinsatzes auf einen gemeinsamen Nenner, so tut sich bei Gewinnen der Runde eine weitere, nicht außer Acht zu lassende, Geldquelle auf.
Stichwort Geld; nur Bares ist Wahres und so ist stets darauf zu achten, dass sich auf dem Konto genug davon befindet. Überschüssiges Kapital kann nun für den Kauf eines neuen Rennwagens bzw. dessen Modifizierung genutzt werden. Ähnlich Need for Speed und anderen Rennspiel-Serien kann auch Juiced 2: Hot Import Nights durch verschiedene Lizenzen auftrumpfen. Dies bedeutet für den Spieler, dass er nicht darauf angewiesen ist, sein mühsam erarbeitetes Geld für fiktive fahrbare Untersätze auszugeben, sondern auf eine ganze Plattete lizenzierter Originalfahrzeuge zurückgreifen kann. Es gehört fast schon zum guten Ton, dass aktuelle Rennspiele mit einem umfangreichen Tuning-Feature an den Start rollen. Ob optische oder technische Veränderungen – hier hält sich der Titel mit anderen Produkten des Genres die Waage. Gewichtreduzierung, Erhöhung der Motorleistung oder der Einbau eines neuen Karoserieteils; hat man das entsprechende Teil bereits freigeschalten, ist alles nur noch eine Frage des Geldes.
Gameplay:
Wieder setzte man auf eine klassische und simple Arcade-Steuerung, welche auch für Neueinsteiger sehr schnell zu erlernen ist. Die Fahrzeuge lassen sich ohne große Probleme auch für Anfänger über die Strecke katapultieren und auch die Drift-Sessions sorgen aufgrund des moderaten Handlings kaum für Frust. Es ist anzumerken, dass sich das Fahrverhalten der Fahrzeuge zwar untereinander (stark) unterscheidet, dies dem Spieler vorher zu übermitteln, wurde jedoch sehr unsauber gelöst. So kann es durchaus vorkommen, dass sich zwei Wägen, die mutmaßlich genau das gleiche Straßenverhalten haben sollten, im Endeffekt ebenso gleichen wie Feuer und Wasser.
Grafik:
Juiced 2: Hot Import Nights präsentiert sich optisch durchaus ansprechend, eine „Wow“-Reaktion sollte jedoch nicht erwartet werden. Die Streckenabschnitte weisen einen klaren, Tuning-Game typischen Stil auf: grell beleuchtete Großstadt mit jeder Menge kurvigen Abschnitten, vielen Gebäuden und Reklametafeln. Allerlei Effekte schmücken das Display, wobei hier eine große Priese Abwechslung nicht geschadet hätte. Die fiktive Stadt wirkt trotz ihrer Eigenarten nicht wirklich neu.
Sound:
Es ist erfreulich, dass man auch die Sprachausgabe des Spiels lokalisiert hat. Ob das etwas an dem Punkt ändert, dass die Kommentare des Moderators durchweg überflüssig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Musikalisch dominiert vor allem eine Mischung aus Technomusik und Rock. Eine Playlist gibt es leider nicht und auch die Möglichkeit, eigene Lieder in das Rennspiel einzubinden, ist nicht vorhanden. Schade, denn hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Dafür überzeugen die Motorengeräusche, wenn auch sie aus den kleinen Lautsprechern sehr blechern klingen.
Multiplayer:
Es gibt nichts Schöneres als ein Videospiel, das nicht nur durch den Einzelspieler-Modus, sondern ebenso durch den Mehrspieler-Part überzeugen kann. Die Entwickler von Juiced 2 haben hier leider nur die halbe Arbeit geleistet, denn die Möglichkeit, mit Freunden gegeneinander anzutreten, ist zwar durchaus gegeben, ein Online-Modus fehlt jedoch leider trotzdem. Immerhin können sich zwei bis sechs Freunde duellieren, wenn jeder selbst eine Kopie des Titels besitzt.
Fazit:
“Juiced 2: Hot Import Nights“ ist ein durchaus solides Rennspiel, das sich jedoch nur geringfügig von den bereits erschienenen Alternativen unterscheidet. Eine umfangreiche und härtegradtechnisch ausgewogene Karriere sorgt mit Sicherheit für mehrere Stunden Spaß vor dem Bildschirm. Jedoch fehlt dem Titel trotz haufenweise neuer Features das gewisse Etwas, welches das Spiel zu etwas Einzigartigem macht. Vor allem auch, weil das Genre auf dem Handheld komplett überlaufen zu sein scheint, sollte man eventuell den Kauf von „Need for Speed: Carbon“ vorziehen, das zwar ebenfalls mit einigen Kinderkrankheiten daherkommt, im Gesamtbild jedoch deutlich runder wirkt. Für Rennspiel-Fans, die genug von Need for Speed haben, ist Juiced in der Sammlung aber definitiv eine Bereicherung.
Fährt noch ein paar Runden durch die Stadt: Max Zeschitz [Zeschitz] für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Arcadelastig und einsteigerfreundlich. |
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GRAFIK
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Solide, aber nicht gerade abwechlungsreich. |
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SOUND
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Soundtrack Geschmackssache, leider keine eigenen Lieder. |
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FEATURES
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Tuning, Mehrspieler, umfangreiche Karriere sprechen für sich. |
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MULTIPLAYER
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Zwei bis sechs Spieler, aber leider nur offline. |
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GESAMT-
WERTUNG:
74%
Mobilitätsfaktor: [5 /10] "Für ein Rennspiel zu ausgedehnte Ladezeiten."
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Details
Spielname:
Juiced 2 Hot Import Nights
Publisher:
THQ
Developer:
Juiced
Genre:
Racing
Release:
29.03.2007 (erschienen)
Multiplayer:
vorhanden
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (13)
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