WWE Smackdown vs. Raw 2008
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WWE Smackdown vs. Raw 2008
Review vom 21.02.2008
Für die einen ist es weder ein ernstzunehmender Sport, noch eine unterhaltsame Vorstellung. Eher eine lächerliche Präsentation realitätsferner Showkämpfe, die sich trotz aller Kritik in den letzten Jahren auch in Europa immer mehr Beliebtheit erfreuen können. Die andere Gruppe kann die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen der Giganten kaum warten, kennt alle „Akteure“ und betrachtet die Showeinlagen im Fernsehen mit einer großen Tüte Popcorn, Fastfood und Cola in der Hand. Wrestling ist das Stichwort.
Langsam scheint es, als ob man im Bezug auf Wrestling-Games denselben Weg einschlägt wie bei allen anderen Sport-Spielen. Alljährlich einen zu meist dürftig aufpolierten Nachfolger, der nicht selten weniger gute Kritiken einheimsen kann, als es noch beim Vorgänger der Fall war. So erschien auch in diesem Jahr wieder ein neuer Ableger der WWE Smackdown vs. Raw-Serie – diesmal mit Datierung 2008. Und zwar für fast alle Systeme. Wir haben uns die Fassung für die portable Playstation genauer angesehen. Kann sie die 81%-Wertung des Vorgängers toppen oder wird sie doch nur im Eifer des Gefechts eine mittelmäßige Platzierung erlangen?
Prügeln bis der Arzt kommt, auch im Hosentaschenformat.
“WWE SmackDown! vs. Raw 2008“ kommt, wie man es schon zur Veröffentlichung des Vorgängerteils vermuten konnte, mit jeder Menge neuer Modi, so gut wie allen aktuellen und inaktuellen Größen des Wrestling-Sports und komplett überarbeitetem Gesamtpaket daher. Um zuallererst auf die positiven Elemente einzugehen; der Umfang ist schier unglaublich riesig. Etliche Spielmodi warten darauf, bis ins kleinste Detail studiert zu werden und dies benötigt Zeit. Allen voran und wohl als eine Art Karriere-Modus anzusehen präsentiert sich der „WWE-24/7-Modus“, in welchem man seinen ausgewählten Charakter auf seinem Weg hin zur unvergesslichen Legende begleitet.
Die Idee ist nicht neu, viele Sportspiele bieten derartige Modi, doch wie immer sind es die kleinen Feinheiten, die ein solches Erlebnis abrunden. Tatsächlich geht es in diesem Modus nicht nur darum, die nach und nach anfallenden Showkämpfe zu absolvieren und bestenfalls zu gewinnen, auch andere Termine aller Art sind für eifrige Sportler zu erledigen. So finden sich im Hauptmenü dieses Modus oder auch der „Umkleidekabine“ verschiedene Gegenstände wie Handy, Laptop und ein Kalender beinhaltet. Aktuelle Meldungen des Managers wie beispielsweise, dass man sich schnellstmöglich um Person X oder Y kümmern sollte, sind dabei auf dem Handy zu finden (manchmal sogar durch englische Sprachausgabe unterlegt), doch wirklich interessant wird es bei einem kurzen Blick auf den Kalender. Dieser zeigt an, welche Events in der nächsten Zeit anstehen sowie weitere Möglichkeiten, seinem Charakter etwas Gutes zu tun. Da diese „Sportart“ nur durch die Fans am Leben gehalten wird, sind Autogrammstunden genauso wichtig wie der Ausbau der Fähigkeiten – kein Pflichtprogramm, denn was man wann erledigt, bleibt dem Spieler dabei selbst überlassen. So besteht zum Beispiel bei akutem Geldmangel die Möglichkeit, kurzerhand eine kleine Rolle in einem Actionfilm zu übernehmen, um so wieder genug Bares für das Shoppen unter dem entsprechenden Menüpunkt zusammen zu haben.
Stichwort Shopping. Mit dem gewonnenen Geld kann man natürlich auch allerhand anstellen. Ob es nun um neue Moves geht, die man sich zulegen und somit seinem ausgewählten Spieler beibringen möchte oder um eine neue Entrance-Animation, hier wird einem Vieles geboten – schade nur, dass es von zuletzt genannten keine Vorschau zu bestaunen gibt.
Nicht zu vergessen auch, dass auch weitere Modi für zwischendurch mit an Bord sind. Es ist ebenso wenig ein Problem, ein schnelles Spiel abzuhalten wie das Austragen eines Turniers nach eigenen Wünschen.
Gameplay:
Kommen wir nun zu einem weniger erfreulichen, wenn nicht sogar dem größten Kritikpunkt des gesamten Spieles: Der Steuerung. Für manche ist schon der Punkt frustrierend, dass das Gameplay an sich relativ langsam abläuft, davon abgesehen gefiel das Handling in den Vorgänger-Teilen deutlich besser. Ungenau, kompliziert (wobei Training hier Abhilfe schafft) und Features, die kein Mensch braucht. Sicherlich ist Wrestling eine Sportart, bei der die Show im Vordergrund steht, doch warum um alles in der Welt wird der Analog-Stick ausschließlich dafür benutzt, die Selbstbeweihräucherung der Stars ausführen zu können. Ein kleiner Wink zwischendurch ist in Ordnung, aber wieso gleich den Analog-Stick nicht für essentielle Dinge wie die Steuerung des Charakters nutzen?
Grafik:
Leider gibt es auch im Bereich der Optik vieles zu bemängeln. Unterm Strich präsentiert sich „WWE SmackDown! vs. Raw 2008“ nur durchschnittlich. Warum? Zum einen liegt es daran, dass die Animationen unsauber und keinesfalls rund aussehen, es nur eine Hand voll verschiedener Zuschauer gibt, die sich jedoch nebeneinander gereiht stets wiederholen und schlussendlich noch die sehr kantige Darstellung der Kämpfer im Ring – dass es deutlich besser geht, wurde in der Vergangenheit mehrfach bewiesen.
Sound:
Holla die Waldfee, zumindest Rock- und Rap-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Haufenweise Lieder, die sogar in ungeahnt guter Qualität aus den kleinen Boxen schallen – Kopfhörer sollten jedoch dennoch die erste Wahl sein. Gleiches kann man aber nicht über die zwei Kommentatoren sagen; schade.
Features und Besonderheiten:
Keine Frage, in Sachen der Features muss sich „WWE SmackDown! vs. Raw 2008“ auf keinen Fall hinter Genrekollegen verstecken. Trotz des Punktes, dass es bisher kein Konkurrenzprodukt für die portable Playstation gibt, haben sich die Entwickler von Yuke's Media Creations viel Mühe gegeben, möglichst viel Inhalt auf die kleine Scheibe zu bringen. Etliche Modi, haufenweise Lizenzen und unzählige Combos, Schläge und acht verschiedene Kampfstile (unter anderem: Hardcore, Showman und Unfair) – was will man als Fan mehr?
Unbedingt als Besonderheit angesprochen werden, müssen die Ladezeiten. Unglaublich, wie viel Zeit man einfach nur vor seinem kleinen schwarzen Gerät sitzt, und auf das nächste Ereignis wartet. Mit Sicherheit geht von der Zeit, die man vor dem Bildschirm sitzt nur rund 60% für das eigentliche Spiel vorbei – die restlichen 40% der Zeit heißt es „Schnapp dir ein Snickers“. Woran liegt es, dass man nun schon das dritte Jahr mit solch langen Wartezeiten zu kämpfen hat?
Ein Multiplayer hat neben all den anderen Daten auch noch Platz gefunden. Jedoch nur offline für bis zu vier Spieler. Gamesharing? Fehlanzeige!
Fazit:
Wieso nur musste der Titel im Vergleich zur 2007er Fassung so verschlechtern? Die neuen Modi sind zwar interessant, die unfreundliche Steuerung gepaart mit der langweiligen Grafik bieten jedoch keinen Anreiz, wirklich lange vor dem Handheld zu sitzen, um alles zu sehen. Wobei man gar nicht alles sehen muss, um lange vor der kleinen Kiste hocken zu müssen – die Ladezeiten schaffen hier Abhilfe. Schade, denn als Wrestling-Fan freut man sich dennoch jedes Jahr aufs Neue. Eine Kaufempfehlung kann nur bedingt ausgesprochen werden und richtet sich nur an tolerante Fans – neugierige Hobby-Prügler sollten zu einem der Vorgänger-Spiele greifen.
Geht wieder Muskeln einölen: Max Zeschitz [Zeschitz] für PlaystationPortable.de
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GAMEPLAY
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Nicht sehr intuitiv und teilweise sogar ungenau. |
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GRAFIK
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Das grauenhafte Publikum ist nicht die einzige Schwäche. |
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SOUND
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Das wohl beste am Spiel. |
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FEATURES
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Viel zu entdecken, viel zu spielen, viel zu warten. |
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MULTIPLAYER
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Offline, kein Gamesharing. |
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GESAMT-
WERTUNG:
67%
Mobilitätsfaktor: [0 /10] "Versucht es gar nicht erst!"
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Details
Spielname:
WWE Smackdown vs. Raw 2008
Publisher:
THQ
Developer:
Yuke's Media Creations
Genre:
Sport
Release:
16.12.2007 (erschienen)
Multiplayer:
1-4 Spieler
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
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